10 Jahre SPD – und jetzt?!

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Nach 5 Monaten Bloggersommerpause, versuche ich in den nächsten paar Zeilen zu bewerten, wie die letzten 10 Jahre in der SPD für mich persönlich so liefen und wie meine Wahlempfehlung für die Abgeordnetenhauswahl 2016 (Lichtenberg Wahlkreis 1 Neu-Hohenschönhausen) aussieht. Weil es bei meinem letzten politischen Blogpost reichlich Aufregung gab schon vorab der Hinweis, dass das alles meine reine subjektive Meinung ist, die ich hier kundtue.

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Vor 10 Jahren am 1. September 2006 bin ich im Rahmen der Abgeordnetenhauswahl 2006 in die SPD eingetreten. Ich kann mich noch ziemlich genau an die Situation erinnern. Ich arbeitete damals im Dreischichtsystem über eine Zeitarbeitsfirma in einer Fräserei und Dreherei. Da mich die Politik der SPD schon seit der Zeit, für die ich mich für Politik interessierte ansprach und ich auch die Klientel war, für die die SPD einmal stand, habe ich mich dazu entschieden Online kurz vor meiner Spätschicht in die SPD einzutreten um den Wahlkampf und vor allem Klaus Wowereit zu unterstützen. Nachdem ich in meinen ersten zwei/drei Wochen an zwei Infoständen und einer Abteilungssitzung teilnahm rutschte ich in die Inaktivität ab. Ich zahlte brav meine Mitgliedsbeiträge, bekam hier und da mal eine Mail und als die Bundestagswahl 2009 anstand war ich auch mal auf der ein oder anderen Wahlveranstaltung aber ohne mich als Genosse erkennen zu geben. Mich kannte da ja mittlerweile eh niemand mehr. 2009 machte ich dann hauptsächlich Onlinewahlkampf in diesem neuen Funky Social Network Twitter. Im Mai 2010 wurde ich dann wieder Aktiv und relativ schnell wurde ich auch in die Arbeit des Vorstandes in meiner Abteilung mit eingebunden. (Wahrscheinlich notgedrungen weil sonst ja nicht so viele Menschen ehrenamtlich in den Parteien aktiv sind.) Im Jahr 2011 wurden meine Aufgaben dann grösser. Ich verwaltete 5 von 6 Facebookseiten der Abgeordnetenhauskandidaten, brachte viele Sozis in höheren Positionen zu Twitter und unterstütze alle Online so wie hier und da mal an Infoständen. Ab Februar 2011 war ich 4 Jahre lang Schriftführer in meiner Abteilung und ab Januar 2012 Bürgerdeputierter in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg (Im Ausschuss Rechnungsprüfung, Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste und Verwaltungsmodernisierung)

Da es meine Gesundheit nach vier Amputationen, mehreren Depressionen und mittlerweile 7 Krankenhausaufenthalten nicht mehr zu ließ mich in dem Maße einzubringen, wie ich es gern getan hätte, habe ich den Weg nach zwei Jahren im Ausschuss frei gemacht und blieb trotz allem nicht auf meinem Posten kleben, wie es vll. der ein oder andere im politischen Betrieb getan hätte.
In der Zwischenzeit konzentrierte ich mein politisches Streben und Handeln ganz auf meine Abteilung und brachte mich mit vollem Herzen dort ein. Es wurden sehr viele Veranstaltungen organisiert, viele Infostände etc. überall war ich im Hintergrund sehr gern dabei, war mir nicht zu Schade Abends vor Veranstaltungen auch mal 3-4 Kuchen zu backen oder einen halben Tag Schnittchen zu schmieren während die, die sich unbedingt ins Rampenlicht drängen wollten dort den Sonnenkönig spielen konnten.

Irgendwann gab es in der Abteilung auch Differenzen und insgesamt drei Leute haben sich dafür entschieden doch lieber inaktiv zu werden. Zwei von denen sind mittlerweile im letzten Jahr aus der SPD ausgetreten und ich werde es nachdem ich meine 10 Jahre in der Partei geschafft habe nach dem Abgeordnetenhauswahlkampf 2016 im September auch tun. Die administrativen Aufgaben z.B. auf der Facebookseite von Sylvia-Yvonne Kaufmann werde ich dann natürlich auch abgeben. Bei anderen Facebookseiten, die ich noch administrierte und vor 5 und 6 Jahren gegründet habe wurde ich rechtzeitig vor dem Wahlkampf im Februar und Juli als Admin entfernt ohne vorher mit mir Rücksprache zu halten.
Entweder bin ich in den letzten Jahren weiter nach Links gerückt oder die SPD in den vergangenen Jahren weiter nach rechts. Vll. war es auch beides. Jedenfalls haben wir uns auseinandergelebt. Ohne jetzt auf jedes einzelne kleine Thema einzugehen, läuft in der SPD so einiges schief und da ich mir jetzt vorstellen kann, wie einigen Genossen der Kopf Rot anschwillt und sie ihre „Man tritt nicht aus der SPD aus, sondern die SPD Mitgliedschaft endet mit dem Tod“, „Damit machst du die Arbeit von zig Genossen zunichte, die jede Woche draußen am Infostand stehen“ und „Nicht meckern, machen und Mehrheiten organisieren.“ Plattitüden auspacken. Spart sie euch. Das hab ich in den letzten 10 Jahren schon zig mal gelesen.

Vor 3,5 Jahren ist nach 20 Jahren Mitgliedschaft in der SPD einer meiner Follower bei Twitter und Facebookfreund Kai ausgetreten und auch er hat viele richtige Gründe gesammelt und aufgeschrieben. Das möchte ich auch nicht vorenthalten: https://blog.kbojens.de/20-jahre-in-der-spd-wozu-noch/

„Innerparteiliche Willensbildung? Wie 1987.

Natürlich geht es beim Thema Internet nicht nur um das Netz an sich, sondern vor allem auch darum, wie man diese Technik nutzen kann, um innerhalb der SPD einen gemeinsamen Willen zu erarbeiten. Parteien sind Diskussionsplattformen, in denen sich Mitglieder auseinandersetzen, um Programme zu entwickeln, Beschlüssen zu fassen, kurz: um Politik gemeinsam zu machen. Und dazu gehört im Jahr 2013, dass man als Parteiauch die Kommunikationsform nutzt, die mittlerweile eine breite Mehrheit von Menschen ständig um sich hat, sei es auf der Arbeit, privat, auf dem Smartphone oder im Fernseher — das Internet. Während die Piraten ehrenamtlich eine ganze Infrastruktur mit Diskussionsforen, Mailinglisten und Newsservern wuppen, bietet die SPD nur die Möglichkeit, ein eigenes Blog auf spd.de zu führen, um dort zu diskutieren. Wahnsinn. Es gab viele Jahre eine Seite mit dem schönen Namen meinespd.net. Dort gab es einen internen Bereich für Mitglieder, Diskussionsforen und vieles anderes. Das Problem war nur, dass das Teil offenbar irgendwo eingekauft wurde und völlig unbenutzbar war. Anstatt diese Software dann auszubauen oder die Probleme zu beheben, hat die SPD das dann lieber auch irgendwann geschlossen.
Ich kann als SPD Mitglied in keinem geschlossenen Bereich mit anderen Mitgliedern diskutieren, ich kann nirgendwo zentral nachlesen was zum Beispiel auf der letzten Vorstandssitzung meines Ortsvereins oder im Bezirks- und Kreisvorstand besprochen wurde. Ich kann im Jahr 2013 nicht einmal herausfinden, was auf dem Parteitag der SPD Lübeck im Jahr 2012 beschlossen wurde. Es gibt keine Übersicht der Anträge oder gar Beschlüsse. Nichts. Null. Falls jemand ortsabwesend ist: Pech gehabt! Und das Schlimmste ist, dass sich all das auf absehbare Zeit nicht ändern wird. Es interessiert die meisten Genossen schlicht nicht, weil sie anscheinend in einem Alter oder einer inneren Einstellung sind, in der das ohnehin nicht mehr interessiert. Die SPD verfügt über einen Millionen Etat (Alleine im Jahre 2011 waren es staatliche Zuschüsse von 42(!) Millionen Euro) und schafft es nicht, eine moderne Infrastruktur anzubieten, in der sich Mitglieder jederzeit austauschen können. Aber: Das bekommen die Piraten ohne wesentliche Zuschüsse selber auf die Beine gestellt. Das Problem ist hier, dass auch die breite Mehrheit der SPD-Führung auf allen Ebenen offenkundig kein Interesse an moderner innerparteilicher Willensbildung hat. Politik funktioniert auch so, und in dem fortgeschrittenen Alter — siehe oben — hat man ohnehin keinen inneren Zugang zu dieser Technik oder hält Statusmitteilungen auf Facebook schon für den Ausdruck moderner Demokratie. Und ab und kann man einen Antrag auch mal online vor einem Parteitag diskutieren und verkauft das als total innovativ. Und dabei war die SPD durchaus mal innovativ mit dem ersten SPD Online Ortsverein Mitte der 1990’ger(!). Aber auch das ist eingeschlafen.Rufe ich heute die Seiten der SPD etwa auf meinem iPhone auf, sehe ich vor allem Pressemitteilungen und Selbstbejubelungen. Nirgendwo finde ich aber einen Bereich, in dem ich zum Beispiel mit anderen Migliedern diskutieren könnte. Ich kann dort lesen und die publizierte Meinung der Partei aufnehmen, aber teilnehmen kann ich faktisch nicht. Ich könnte lediglich die Blogs von Users kommentieren oder selber bloggen — das war es dann auch schon

Wohlgemerkt: Ich will keine ausschließliche Online-Partei, die nur über E-Mails, Wikis und Foren diskutiert. Ich will genauso die monatlichen Sitzungen, die Kohlfahrten, den Wahlkampf, die Diskussionsabende, die politischen Veranstaltungen, den Tanz in den Mai und all das was das menschliche Zusammenleben so ausmacht. Was ich im 21. Jahrhundert will, ist eine Symbiose aus beidem. Sowohl die Kohlfahrt als auch das Wiki, in dem ich die letzte Sitzung des Ortsvereins nachlesen kann.“

In der Zukunft habe ich nicht vor, bei einer anderen Partei Mitglied zu werden. Ich bleibe wie Willy Brandt das (glaube ich) mal gesagt hat Sozialdemokrat ohne Parteibuch. Nun steht es mir nun allerdings frei als politisch interessierter Bürger auch andere progressive Kandidaten zu unterstützen ohne den Korpsgeist, dass der oder die Kandidatin von der SPD sein muss. Oder ich kann auch mal den Wahlkampf anderer Parteien zu loben oder einzelne Aktionen (wie z.B. die der CDU Lichtenberg, die das Thema „Verkürzung der S Bahn Linie S75 als einzige Partei auf der Tagesordnung hatte und es auf die landespolitische Agenda brachte.) und so kommen wir nun zu dem Thema, dass mich die letzten Wochen und Monate beschäftigt hat, wen und welche Partei werde ich eigentlich wählen? Da ich daraus noch nie ein Geheimnis gemacht habe und das Wahlgeheimnis für mich ein „Kann“ und kein „Muss“ ist, gehe ich auch bei dieser Wahl wieder offen damit um.

Ich hab ich mich nach ausgiebiger Recherche dazu durchgerungen zur Abgeordnetenhauswahl 2016 zu 66% Links zu wählen und zu 33% SPD.

Erststimme:

Hier habe ich an den Claim von Helmut Schmidt gedacht „Zieh mit, wähl Schmidt!“ und mich für Ines Schmidt entschieden. Ihre frische, herzliche und anpackende Art haben mich dazu bewegt sie zu unterstützen. Ihre langjährige Arbeit in der BVG und als Gewerkschafterin taten ihr übriges. Im Politikbetrieb haben wir nämlich viel zu wenig ArbeiterInnen und zu viel Juristen. Da tut frischer Wind echt mal ganz gut. Btw. Ich hätte mir nat. noch gewünscht, wenn Ines Schmidt das Thema „Verkürzung der S75“ als Angestellte der BVG (Im Aufsichtsrat und Frauenbeauftragte) auf der Tagesordnung gehabt hätte und nicht der CDU allein das Feld überlassen hätte. Den ich glaub bei dem Thema ÖPNV kennt sie sich richtig gut aus.

P.S. Ich hätte mich natürlich auch gefreut, wenn Hendrikje Klein oder Sebastian Schlüsselburg in Neu-Hohenschönhausen angetreten wären, denn die beiden hätte ich auch sehr gern supportet!

Zweitstimme:

Mit meiner Zweitstimme unterstütze ich dieses mal die Linke. Ich persönlich bin für Rot-Rot-Grün (Und auch nicht erst seit dieser Wahl.) Da ich aber auch glaube, dass die SPD wenn möglich wieder mit der CDU koalieren könnte (Wer kann das den noch mal wollen? Egal ob Land oder Bund: #NoGroKo) bin ich für eine starke Linke. Überzeugt hat mich hier vor allem das Interview mit Klaus Lederer bei Jung & Naiv:

Drittstimme:

Ich unterstütze und wähle die SPD. Nicht unbedingt wegen ihrer BVV Mitglieder sondern weil Birgit Monteiro Lichtenbergs Bürgermeisterin bleiben sollte. Ich habe Birgit vor 10 Jahren bei einer Wahlveranstaltung im Hohenschönhausener Linden-Center kennengelernt und sie bei den ein oder anderen Dingen auch schon beraten.

Ich mag nicht nur ihre ruhige und authentische Art sondern auch wie sie sich schon als Mitglied des Abgeordnetenhauses für Behinderte einsetzte. So z.B. hab ich sie z.B. im März 2013 kontaktiert als Abgeordnete als es darum ging, das Rollstuhlplätze bei den Eisbären Berlin von 0€ auf über 250€ erhöht werden sollten. (P.S. Die Preise blieben gleich und es wurde nichts erhöht!)

Zum nachlesen: Dauerkartenpreise für RollstuhlfahrerInnen

Außerdem war Birgit Monteiro eine der wenigen Personen, die aktiv gegen die Große Koalition und für die Öffnung des Parteikonvents war und das in den Sozialen Netzwerken und beim Parteikonvent durch eine Demo auch zum Ausdruck brachte. Bei soviel Courage zieh ich meinen Hut äh mein Cap und gebe meine Stimme Birgit!

P.S. Wenn Birgit Monteiro nicht erneut angetreten wäre, hätte ich bei der BVV Stimme trotz alle dem nicht Links wählen können wegen der linken Bürgermeisterkandidatin. Wer 2012 kruden Content vom rechtsverschwörerischen KOPP-Verlag und Infokrieger in sozialen Netzwerk teilt oder fünf Woche vor der Bundespräsidentenwahl von Joachim Gauck Sachen schreibt wie „Es wird vor der Wahl noch etwas veröffentlicht, dass ihn stürzt.“ sollte nicht wirklich ein öffentliches Amt bekleiden und ist zumindest für mich unwählbar! Links hab ich dazu nicht aber ein sehr gutes Gedächtnis und die Tweets:

Zum Abschluss nochmal Dankeschön an alle netten Genosseninnen und Genossen, die ich Kennenlernen durfte in den letzten 10 Jahren und für die spannende Zeit. Ich freue mich auf einen neuen Lebensabschnitt und der Rest aus der SPD sicher, dass sie jetzt ihre Ruhe vor mir haben. 😀

P.S. vergesst bitte nicht am 18. September wählen zu gehen!
Und wenn das Wahllokal zu weit entfernt ist wie bei mir (30min. mit ÖPNV/zu Fuß) dann macht wie ich Briefwahl!

#RockTheVote

Wir sehen uns…

Wally

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#BloggerFuerFluechtlinge

#BloggerFuerFluechtlinge

Letzte Woche habe ich über die bekannten Netzwerke von #BloggerFuerFluechtlinge erfahren.
Da ich es nat. auch wichtig finde, dass wir in einer linken, humanistischen Gesellschaft leben, in der jeder soviel helfen kann, wie er kann möchte ich hier in meinem kleinen Blog auf die Aktion hinweisen.

Auch meine Großeltern väterlicherseits waren damals nach dem zweiten Weltkrieg Flüchtlinge und wurden hier ordentlich aufgenommen. Genau das sollten die Geflüchteten heutzutage auch erwarten ohne das ein ungebildeter brauner Mob #mimimi macht weil sie ihn 1. die Arbeit wegnehmen & 2. gleichzeitig auch noch die Sozialleistungen. #SchrödingersFlüchtling

Die Stimmung die der Mob erzeugt, und von den Konservativen, den strunzdummen Boulevardblättchen und den Doitschlandhype seit 2006 geschürt wurde ist einfach nur noch zum Kotzen. Seit Jahren warnen Linke vor den Auswirkungen und jetzt will es wieder niemand gewusst haben, was passiert wenn man sich Schwarz-Rot-Goldene Hawaikettchen anlegt und sein Auto Schlandardisiert. Wenn es jetzt en Vogue ist zu zeigen wie Geil Doitschland ist, dann sehen wir eigentlich nur, wie Ungeil Schland und seine Bewohner wirklich sind. Zurück zum Thema:

Vor 6 Monaten durfte ich in Berlin der Fanvereinigung blackcorner07 dabei helfen mit den Eisbären Berlin Flüchtlinge in die damalige o2 World einzuladen um mit ihnen aufs Eis zu gehen, Schlittschuhe zu laufen und für ein paar Stunden raus aus ihrem Alltag zu kommen. Die Bilder findet ihr hier: #ebbwelcomesrefugees Vor nicht einmal 2 Wochen fand die selbe Aktion in Dresden statt vor einem Turnier an dem die Eisbären teilnahmen und bald wieder in Berlin, in der Mercedes-Benz Arena. Den Text, den ich damals dazu in meiner Kolumne bei LichtenbergMarzahnPlus.de war:

„Zwischen dem 51. und 52. DEL Spieltag trainierten die Eisbären in der o2 World. Draußen standen sich die Dauerkarteninhaber die Beine in den Bauch, um Tickets für das Pre-Playoff Spiel zu holen und drinnen wurden Kinderaugen zum Glänzen gebracht. Aber von vorne: Die Fangruppe „black corner 2007“ feierte im vergangenen Dezember ihren 7. Geburtstag als Soliparty für Flüchtlinge, die in Berlin untergebracht sind. Nach Monaten der Vorbereitung und mehreren Treffen wurden gemeinsam mit den „Eishockeyfans für Toleranz“, den Eisbären Berlin, dem Eisbären Kids Club, dem Eisbärenmaskottchen Bully und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern ca. 60 Flüchtlinge aus Hohenschönhausen, Lichtenberg und Wedding eingeladen. Mitglieder der Fangruppe holten die Flüchtlinge am Sonnabend,  28. Februar, von ihren Unterkünften ab und brachten sie zum Treffpunkt am neuen Fanbogen. Punkt 10 Uhr eröffnete Eisbären Pressesprecher Daniel Goldstein die Veranstaltung. Nachdem sich die Eisbären und die Organisatoren den black corners vorgestellt hatten, ging es mit den Kids rüber in die o2 World. Die Mannschaft der Eisbären trainierte bereits fleißig für das letzte Hauptrundenspiel der Saison gegen die Iserlohn Roosters. Zuerst waren die Kids natürlich etwas schüchtern und setzten sich – weitab vom eigentlichen Geschehen – auf die Sitzplätze hinter dem Stehplatzbereich. Nach einiger Zeit gewann dann aber doch die Neugier und sie strömten runter an die Plexiglas-Schutzwand, um die Spieler von Nahem zu sehen. Nach dem ersten Gruppenfoto auf der Stehplatztribüne ging es schnurstracks in die Katakomben der o2 World, um sich die Schlittschuhe anzuziehen. Kurz darauf konnten die Mädchen und Jungen endlich aufs Eis der o2 World. Mathias Niederberger war leider der einzige Eisbärenspieler, der sich freiwillig die Zeit nahm, um den Flüchtlingskindern auf dem Eis zu begegnen. Niederberger sagte nach der Aktion, dass er sich einfach freue, das Glänzen in den Kinderaugen zu sehen. Die Eisbären hätten auch eine soziale Verantwortung und er nehme diese sehr gerne wahr. Nach der ganzen Action auf dem Eis gab es anschließend von „Red Star Catering“ gespendete Kartoffelsuppe. Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde ich dann noch gefragt, ob ich elf Flüchtlinge mit zurück nach Hohenschönhausen begleiten könne als Unterstützung. Sehr gern hab ich das getan. Der ganze Tag war total Klasse, organisatorisch und vor allem für die ca. 60 Kinder. Ich selbst hatte noch am Abend ein Grinsen vom linken zum rechten Ohr auf dem Gesicht und kann die „besorgten Bürger“ die gegen diese armen Menschen demonstrieren jetzt noch weniger verstehen als vorher. Ein riesengroßes Dankeschön an black corner 2007, die Eisbären Berlin und alle Helfer für diese Veranstaltung! Und wie ich gehört habe, soll das nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein. Nächste Saison geht es weiter und ich bin sehr gern wieder mit vor Ort und schreibe bei LichtenbergMarzahnPlus darüber.“

Ihr könnt, wenn ihr helfen wollt bei #ebbwelcomesrefugees mal an faceoff [at] fuertoleranz.de wenden oder offiziell #bloggerfuerfluechtlinge folgendermassen unterstützen:

Geld spenden!

Sachspenden!

dich vor Ort engagieren und Spenden sammeln!

#REFUGEESWELCOME

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„Joa, jetzt hab ich Klassenfahrtfeeling!“

„Joa, jetzt hab ich Klassenfahrtfeeling!“

sagte Vincent als er am zweiten Abend vom gemeinsamen Bier mit der Politikerin der Linkspartei Gabi Zimmer aufs gemeinsame Zimmer im ates Hotel in Kehl kommt. Die Aussage kann ich nur bestätigen dennoch hätte ich sie schon früher getätigt, nämlich schon Sonntag Abend als es darum ging die Nacht bei Weihnachtsfilmen in 3D & den ein oder anderen Energy Drink durchzumachen um dann frühzeitig von Hohenschönhausen nach Wedding zu fahren, wo unsere Reise 8H. früh mit einem Reisebus starten sollte. Da ich vor Jahren schon die ein oder andere Fahrt mit Reisebussen zu Auswärtsspielen der Eisbären Berlin mitmachte hatte ich trotz der 10-11 Std. Fahrzeit nicht solch ein Bammel vor evtl. auftretenden medizinischen Problemen wie ein Jahr zuvor beim Langstreckenflug in die USA. Da wir durch guten Kontakt zum Reiseleiter und Head of Berlin Office von Sylvia-Yvonne Kaufmann, Ernst Patrick Mommsen wussten, dass die Fahrt nicht ganz ausgelastet war, nutzten Vincent und ich die Chance uns gleich früh die letzte Reihe für uns zu reservieren. Nachdem uns unser Sozialdemokratischer Stammtaxifahrer Andreas 6H. in Wedding absetzte weil er 7H. das Taxi wieder abgeben musste, gingen wir erstmal ne Std. in eine Tankstelle zum Frühstücken.
Als wir gegen 7H. zurück zum Kurt-Schuhmacher-Haus der SPD Berlin kamen, stand der Reisebus von „Prima-Klima- Reisen“ schon parat und wir konnten uns wie gewollt die letzte Bank sichern. Fast zur selben zeit kam Anne, die sich 2 Reihen vor Vincent platzierte. Zu dem Zeitpunkt konnten wir noch nicht ahnen, dass wir die Fahrt über mit ihr besonders viel Spaß haben werden. Mit 4 Minuten Verspätung ging es dann 8:04H. los von Berlin ins französische Strasbourg zur ersten Besucherfahrt von Sylvia-Yvonne Kaufmann. Die ersten 2 Std. erholten wir uns von der durchgemachten Nacht auf den Weg nach Leipzig zum Flughafen. Von dort an übernahm der Fahrer Hr. Ungetüm den Bus die komplette Reise. Solch einen umgänglichen Fahrer hab ich bei meinen vielen Auswärtsfahrten auch noch nicht erlebt obwohl das eine komplett andere Klientel war. Kannte ich es bisher nur, im Gang stehend mit lauter Musik & Getränken in der Hand zu den DEL Eishallen der Republik zu fahren war es bei dieser Reise meinem Geschmack nach viel zu Ruhig und statt im Gang zu stehen saßen die Leute brav & v.A.  angeschnallt auf ihren Plätzen. Zwischen 18 und 19H. kamen wir dann im ates Hotel in Kehl an, welches zu meiner Überraschung absolut Klasse war. Nur das WLAN hätte etwas besser sein können. Am ersten Abend an der Deutsch-Französischen Grenze haben wir nicht mehr viel gemacht außer ins Edeka zu gehen, die Getränke für die nächsten Tage zu Organisieren und die hiesige Küche beim McDonald’s auszuprobieren. Danach ging es wieder ins Hotel um noch die eine oder andere Serie zu schauen und dann bis 6H. des nächsten Tages durchzuschlummern.

Am nächsten Morgen ging es in aller Herrgottsfrühe zum Super Buffet für das Frühstück für Champions. Während einige Gäste noch innerlich schliefen unterhielten wir mit unserer Fahrtbekanntschaft Anne, die am Nachbartisch saß, schon den halben Saal in dem wir die Order ausgaben, Kännchen gibt’s nur draußen. Als Wessi konnte sie mit dem Spruch nichts anfangen aber den ein oder anderen fremden Gast hat man schon beim Lachen erwischt. Später kam dann noch die ehemalige Vorsitzende der PDS Gabi Zimmer hinzu wo wir erstmal überlegen mussten ob sie das überhaupt ist oder nicht. Hätten wir nicht gewusst, dass sie im Europaparlament sitzt, hätten wir sie nat. auch in der Reisegruppe Kaufmann begrüßt. 😀
10H. ging es dann mit dem Bus auf die erste kleine Tour durch Strasbourg um danach zu den Oberkirchner Winzer zu fahren für eine Tour durch ihren Weinkeller, die Produktion und damit sich das auch für die Winzer lohnt, die obligatorische Verkostung. Da ich noch nie im Leben Wein getrunken hatte und nun auch nicht unbedingt damit anfangen wollte hatte Vincent das Glück von allen 6 Weinen zwei Gläser zu bekommen. Am Tisch saßen wir in der Lichtenberger „Delegation“ zusammen mit Teodora Gionova-Busch und dem Vorsitzenden der AGS Lichtenberg Ulrich Brietzke zusammen. Dort und am Abend beim gemeinsamen Essen mit Sylvia-Yvonne Kaufmann wurde über viele Themen gequatsch & „kontrovers diskutiert“ wie mein Gegenüber das so sagte. Die Tour durch die heiligen Hallen der Winzer fand ich ganz spannend auch wenn ich in diesem Leben nicht mehr zum Weintrinker werde. Am Ende der Tour wurde gefühlt von den älteren Mitreisenden der halbe Werksverkauf leergekauft weil es in Berlin anscheinend keinen Wein gibt. Dabei lese ich bei Twitter immer was von der Cordobar. Muss wohl ein Geheimtipp sein. #oderso 😉
Nach der Weintour sollte es lt. Plan 4 Std. Freizeit im Hotel geben aber nichts da. Der Plan wurde umgeschmissen und es ging nach einer kurzen Pause im Hotel gleich wieder Richtung Strasbourg. Dort angekommen wurden erstmal die hiesigen Kirchen Notre Dame (Katholisch) & St. Thomas (Evangelisch) besichtigt. Vincent (Organist in der Taborkirche Hohenschönhausen) war nat. sehr angetan von den Orgeln und der Kirche St. Thomas. Aufgrund der geschichtlichen Verhältnisse können die älteren Elsässer noch Deutsch so das Vincent sich mit einigen Leuten gefühlt stundenlang über die Situation der Kirchen in Strasbourg bzw. Frankreich unterhielt. Irgendwann ging es auch nochmal um Bouletten aber dann hab ich wieder abgeschaltet. Nachdem die ersten Tourifallen abgeklappert wurden und hier und da KrimmsKramms sowie Postkarten für Freunde und Verwandte gekauft wurden, ging es staunend, aufgrund der großartigen Weihnachtsbeleuchtung an den Strasbourger Häusern zum verabredeten Restaurant wo wir mit Sylvia- Yvonne Kaufmann einen netten Abend verbringen sollten. Da Vincent und ich wiedermal als erste vor Ort waren, konnten wir uns wieder die besten Plätze aussuchen. Am Ende saß Lichtenberg wieder komplett an einem Tisch. Diesmal auch zu unserer Freude unsere Gastgeberin. Es gab 4 oder 5 verschiedene Sorten Flammkuchen, die mir überraschenderweise zusagten. Okay, bisher hab ich Flammkuchen auch nur einmal vor 10 Jahren auf irgendeinen Jahrmarkt probiert. Das ist mit dem Original aus dem Elsass wohl nicht vergleichbar. Nach dem schönen Abend, ging es mit einem Vortrag, warum Anne Vegetariarin ist zum Bus der uns wieder zum Hotel brachte. Während ich mich schon aufs Zimmer verzog blieb Vincent noch in der Lobby und hatte später noch die nette Gesellschaft durch Gabi Zimmer, mit der wir schon am Morgen zusammen beim Frühstück saßen. Später so erzählte mir Vincent, stellten sie beide noch fest, dass Rot-Rot-Grün nicht an ihnen beiden scheitern würde. Das lob ich mir. Zu dem Zeitpunkt ist übrigens auch das Zitat gefallen, welches als Überschrift für meinen Blogpost dient.

Tags darauf, am Mittwoch stand dann der Hauptprogrammpunkt auf dem Programm. Der Besuch im Europaparlament. Mit dem Bus ging es 8H. über die Europabrücke nach Strasbourg. Nach relativ laschen Sicherheitskontrollen (Ich bin aus dem Capitol in Washington D.C. echt anderes gewöhnt) ging es in einen Raum wo uns ein Host aus Österreich das Europaparlament vorstellte. Leider waren die Sitze so gemütlich, dass mir doch das ein oder andere mal die Augen aufgrund des Schlafmangels zugefallen sind. Als dann aber Sylvia-Yvonne Kaufmann zur Gruppe hinzu kam, ging es wieder. Es wurden viele Fragen der anwesenden Besucher beantwortet wie z.B. zu TTIP oder den Hunden in Rumänien. Nach der Fragerunde ging es zum Fototermin wo wohl alle Besuchergruppen des Europaparlaments vor den Flaggen der EU Mitgliedsstaaten abgelichtet werden. Zum Schluss ging es auf die Besuchertribüne des Europaparlaments wo man der Debatte zur Umweltpolitik folgen konnte. Besonderes Highlight war der kleine Chat mit dem MdEP Matthias Groote (SPD) während der Debatte über den Fotosharedienst Instagram. Er saß unten im Plenum, wir oben auf der Besuchertribüne und er deutete eine kleine Laola an. Schön, dass Politiker Social Media Dienste noch selber nutzen, so dass so etwas zustande kommt. Großes Lob an Matthias! Nach dem 30minütigen Besuch im Plenum ging es noch zum Giftshop und dann in die wunderschön geschmückte Altstadt Strasbourgs wo wir eine Kleinigkeit zu uns nahmen um dann gestärkt die Bootstour auf dem Rhein anzutreten. In einem viel zu kleinen Boot mit gefühlt zu viel Leuten und ungemütlichen Sitzen ging es 45min. durch diverse Schleusen auf dem Wasser entlang. Während der Tour saß wieder die uns mittlerweile liebgewonnene Anne neben uns. Nach der Tour ging es noch einmal durch die Stadt um auch den letzten (nein, nicht elenden) Rest von der europäischen Weihnachtshauptstadt zu erkunden. Im Taxi ging es dann am Abend zurück nach Kehl wo wir uns nochmal mit der regionalen Küche bei McDonald’s stärkten um dann übermüdet und fertig ins Hotelbett zu fallen.

Am letzten Tag klingelte der Wecker wieder 5:30H. damit wir rechtzeitig 6:30H. beim Frühstück sind um in aller Ruhe zu Essen und dann die Taschen zu packen und 9:30H. wieder nach Berlin aufzubrechen. Die gute Laune der letzten Tage verbreitete sich auch wieder auf den letzten Reihen im Bus. Wie oft lachten auch andere Mitreisende über unsere Witze. Wir überlegten schon kurzzeitig mit einem Programm durch die Abteilungen Berlins zu Touren. Das unsere gute Stimmung auch bei anderen Super ankam merkte man z.B. auch an Mails, die wir erhielten:

„Dein und Vincents Gebabbel fand ich angenehm. Es war beruhigend, im Hintergrund zwei so positive Menschen zu hören.“

Bei solchen Mails geht einen doch das Herz auf und es entschuldigt für so viel, was in der SPD falsch läuft, wenn man so ein ehrliches Feedback einer Genossin bekommt. Vielen lieben Dank Anne! <3

Am Donnerstag 19:40H. parkten wir wieder wohlbehalten vor dem Kurt-Schuhmacher-Haus der SPD Berlin im Wedding. Nach langer Verabschiedung von den neu kennengelernten Genossen ging es für Vincent und mich wieder zurück nach Hohenschönhausen.

Zum Ende kommt ja immer das Fazit und das fällt auf jeden Fall positiv aus. Ich möchte in Form des Blogposts noch mal dem Besucherservice des Europaparlaments danken, Sylvia-Yvonne Kaufmann und ihren beiden Mitarbeitern Ernst Patrick Mommsen sowie Anne Freidank. Ohne die beiden letztgenannten wäre die Fahrt sicher nicht so reibungslos verlaufen. Dafür vielen herzlichen Dank! <3

Für Vincent und mich steht schon fest, dass wir bei der nächsten Besucherfahrt nach Brüssel im Juni wieder die letzte Reihe im Bus blockieren werden, falls wir nochmal mitgenommen werden. Das nächste mal dann bestimmt auch ohne die dauernd gesungenen Weihnachtslieder! 😀

P.S. Alle Bilder, die ich gemacht habe findet ihr hier: #Strasbourg #WallysRantnerReisen #SYK

#DigitalLeben

#DigitalLeben

Am 24.09.2014 schrieb mich Steffen Voß an und bat mich bei der #Blogparade zu #DigitalLeben mitzumachen.

Gesagt getan, hier mein versprochener Blogpost:

01. In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich…

…als erstes natürlich Kontakte zu Freunden, Bekannten, Genossen & der Familie zu Pflegen. Aus meiner Zeit, in der ich mehrmals mehrere Wochen im Krankenhaus lag weiss ich noch, wie es war quasi nur übers Netz mit den lieben Menschen auf der anderen Seite des Bildschirm zu kommunizieren. Ich möchte das Internet nicht mehr missen.

02. Mein Computer ist für mich…

…mein Rückzugsort.

03. Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…

…das alle Menschen am Wissen teilhaben können.

04. Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass…

…och keine Ahnung. Von Aufpassen und #GermanAngst halte ich nicht viel.

05. Die Digitalisierung verändert mein Leben durch…

… den Fakt, dass man heutzutage 24 Std. am Tag Online ist. Auch wenn man Schläft. Mittlerweile gibt es kein On und Offline mehr. Obwohl ich aber auch froh bin in einer Zeit zu Schule gegangen zu sein, in der es Computer, Internet, Handys etc. noch nicht gab.

06. Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere?

Spontan würde ich sagen „Mehr Zeit“ zumindest wenn es um das bequeme Einkaufen vom PC geht. Zum Chatten mit den Familienmitgliedern muss ich sagen, dass ich vor meiner USA Reise letzten Winter meinen Eltern auch erstmal Skype gezeigt hab um auch mit ihnen übern  großen Teich hinweg verbunden zu sein. Da merkt man wieder, wie toll diese Technikwelt überhaupt ist.

07. Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?

Von mir aus gerne. Nico Lumma hat das ja auch schon mal gefordert und Sigmar Gabriel jetzt wohl auch. Ich kann mich an meine Zeit in der Realschule erinnern, im Fach Arbeitslehre hatten wir damals auch Programmiert obwohl mich das alles nicht so recht angesprochen hat. Vll. war mir das damals ende der 90er auch nicht modern genug. k.A. ist zu lange her. Jetzt würde ich mir nat. schon das ein oder andere mal wünschen ein bissl mehr Ahnung zu haben. v.A. bei meinem Blog um nicht immer andere Leute fragen zu müssen.

08. An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter?

Naja, ich schau ja noch ein wenig skeptisch auf diese „Ich sitze bei Starbucks mit Laptop und Arbeite“ Leute, da ich noch einen „richtigen“ Beruf erlernt habe und tatsächlich noch jeden morgen 6H. in der Werkhalle sein musste und im Dreischichtsystem an CNC Maschinen Gefräst habe. Mittlerweile schreibe ich ja auch ne kleine Kolumne und da ist es natürlich nicht schlecht theoretisch von überall arbeiten zu können. Obwohl ich natürlich die Arbeit am PC bevorzuge.

09. Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?

keine Ahnung. Bin ja kein Wirtschafts CDU Futzi…

10. Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass…

…sie endlich die verknöcherten Strukturen aufbricht. Ein ehemaliger Genosse hat dazu in seinem SPD-Austrittsblogpost vor fast 2 Jahren viele gute und v.A. richtige Sachen geschrieben. Dem schliesse ich mich an: https://blog.kbojens.de/20-jahre-in-der-spd-wozu-noch/

„Innerparteiliche Willensbildung? Wie 1987.

Natürlich geht es beim Thema Internet nicht nur um das Netz an sich, sondern vor allem auch darum, wie man diese Technik nutzen kann, um innerhalb der SPD einen gemeinsamen Willen zu erarbeiten. Parteien sind Diskussionsplattformen, in denen sich Mitglieder auseinandersetzen, um Programme zu entwickeln, Beschlüssen zu fassen, kurz: um Politik gemeinsam zu machen. Und dazu gehört im Jahr 2013, dass man als Parteiauch die Kommunikationsform nutzt, die mittlerweile eine breite Mehrheit von Menschen ständig um sich hat, sei es auf der Arbeit, privat, auf dem Smartphone oder im Fernseher — das Internet. Während die Piraten ehrenamtlich eine ganze Infrastruktur mit Diskussionsforen, Mailinglisten und Newsservern wuppen, bietet die SPD nur die Möglichkeit, ein eigenes Blog auf spd.de zu führen, um dort zu diskutieren. Wahnsinn. Es gab viele Jahre eine Seite mit dem schönen Namen meinespd.net. Dort gab es einen internen Bereich für Mitglieder, Diskussionsforen und vieles anderes. Das Problem war nur, dass das Teil offenbar irgendwo eingekauft wurde und völlig unbenutzbar war. Anstatt diese Software dann auszubauen oder die Probleme zu beheben, hat die SPD das dann lieber auch irgendwann geschlossen.
Ich kann als SPD Mitglied in keinem geschlossenen Bereich mit anderen Mitgliedern diskutieren, ich kann nirgendwo zentral nachlesen was zum Beispiel auf der letzten Vorstandssitzung meines Ortsvereins oder im Bezirks- und Kreisvorstand besprochen wurde. Ich kann im Jahr 2013 nicht einmal herausfinden, was auf dem Parteitag der SPD Lübeck im Jahr 2012 beschlossen wurde. Es gibt keine Übersicht der Anträge oder gar Beschlüsse. Nichts. Null. Falls jemand ortsabwesend ist: Pech gehabt! Und das Schlimmste ist, dass sich all das auf absehbare Zeit nicht ändern wird. Es interessiert die meisten Genossen schlicht nicht, weil sie anscheinend in einem Alter oder einer inneren Einstellung sind, in der das ohnehin nicht mehr interessiert. Die SPD verfügt über einen Millionen Etat (Alleine im Jahre 2011 waren es staatliche Zuschüsse von 42(!) Millionen Euro) und schafft es nicht, eine moderne Infrastruktur anzubieten, in der sich Mitglieder jederzeit austauschen können. Aber: Das bekommen die Piraten ohne wesentliche Zuschüsse selber auf die Beine gestellt. Das Problem ist hier, dass auch die breite Mehrheit der SPD-Führung auf allen Ebenen offenkundig kein Interesse an moderner innerparteilicher Willensbildung hat. Politik funktioniert auch so, und in dem fortgeschrittenen Alter — siehe oben — hat man ohnehin keinen inneren Zugang zu dieser Technik oder hält Statusmitteilungen auf Facebook schon für den Ausdruck moderner Demokratie. Und ab und kann man einen Antrag auch mal online vor einem Parteitag diskutieren und verkauft das als total innovativ. Und dabei war die SPD durchaus mal innovativ mit dem ersten SPD Online Ortsverein Mitte der 1990’ger(!). Aber auch das ist eingeschlafen.Rufe ich heute die Seiten der SPD etwa auf meinem iPhone auf, sehe ich vor allem Pressemitteilungen und Selbstbejubelungen. Nirgendwo finde ich aber einen Bereich, in dem ich zum Beispiel mit anderen Migliedern diskutieren könnte. Ich kann dort lesen und die publizierte Meinung der Partei aufnehmen, aber teilnehmen kann ich faktisch nicht. Ich könnte lediglich die Blogs von Users kommentieren oder selber bloggen — das war es dann auch schon

Wohlgemerkt: Ich will keine ausschließliche Online-Partei, die nur über E-Mails, Wikis und Foren diskutiert. Ich will genauso die monatlichen Sitzungen, die Kohlfahrten, den Wahlkampf, die Diskussionsabende, die politischen Veranstaltungen, den Tanz in den Mai und all das was das menschliche Zusammenleben so ausmacht. Was ich im 21. Jahrhundert will, ist eine Symbiose aus beidem. Sowohl die Kohlfahrt als auch das Wiki, in dem ich die letzte Sitzung des Ortsvereins nachlesen kann.“

 

Ich bin ziemlich froh, dass ich in der SPD Neu-Hohenschönhausen bin. Dort haben wir weitestgehend junge aktive Genossen und da fällt es leicht über die digitalen Sachen zu reden und vieles auch Digital zu klären obwohl es nat. auch wichtig ist sich mindestens 1x im Monat in diesem RL zu sehen. In der Oktober 2014 Sitzung haben wir übrigens auch Birte Huizing vom SPD Parteivorstand als Referentin eingeladen um von ihr über #DigitalLeben auch im RL informiert zu werden und nat. darüber zu diskutieren.

Wen ich bei der Kandidatur zum Amt des Regierender Bürgermeister unterstütze

Wen ich bei der Kandidatur zum Amt des Regierender Bürgermeister unterstütze

Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich diesen Blogpost schreiben soll oder es lieber lassen soll. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden. Diese Entscheidung war schwerer, als die Entscheidung, wen ich bei seiner Kandidatur zum Regierenden Bürgermeister unterstützen soll.

Meine erste Favoritin wäre Eva Högl gewesen, die ich mir sehr gut als Regierende Bürgermeisterin hätte vorstellen können. Leider steht Eva für das Amt nicht zur Verfügung. Was nicht ist, kann aber noch werden. 2016, 2021 oder später. Ich bleibe auf alle Fälle #ReadyForEva !

Der nächste auf der Liste der SPD ist Michael Müller. Als Senator macht er sicher einen ordentlichen Job und das ist auch gut so. Michael Müller hat leider nicht die Ausstrahlung eines Klaus Wowereit. Für eine mittelgrosse Stadt wäre so ein Verwalter sicher eine Bereicherung aber als Gestalter der Hauptstadt Deutschlands sehe ich ihn nicht. Außerdem hat er seine letzte Wahl im Juni 2012 als Landesvorsitzender mit 101 zu 123 Stimmen gegen Jan Stöß verloren. Damit haben sich die Delegierten auf dem Landesparteitag der SPD schon entschieden. Meiner Ansicht nach versucht Michael Müller hier als lachender Dritter aus dem medial ausgeschlachteten Zweikampf zwischen dem Landesvorsitzenden Jan Stöß und dem Vorsitzenden der SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus Raed Saleh vorzugehen. Für mich persönlich liegt er auf Platz 3 mit leichten Tendenzen nach oben. Vll. kann er mich auf einem der Mitgliederforen noch dahingehend umstimmen, dass er auf den zweiten Platz vorrückt. Auf eben diesem zweiten Platz liegt zurzeit Jan Stöß. von dem ich eine zeitlang ziemlich viel gehalten habe und auch öffentlich dafür geworben habe:

Einige der letzten Entscheidungen haben mich aber Stutzig gemacht. Wir kritisieren gerne in der großen Politik die Entscheidungen, wo nach Parteibuch und nicht nach Kompetenz entschieden wird wie z.B. bei Günther Oettinger vor ein paar Tagen in der EU Kommission. Lustigerweise hat sich auch der neue Internetbeauftragte der SPD Berlin zu der Personalie Oettinger gemeldet und fragte öffentlichkeitswirksam, warum dort nicht eine kompetente Frau diesen Posten besetzt, die sich mit dem Thema auch bestens auskennt.

Das mag ja auch richtig sein. ABER wenn man sich selber nicht sonderlich mit dem Thema auskennt, für das man in den Landesvorstand kam, sollte man den Ball vll. etwas flacher halten (Oh, eine #Foooooßbaaall Metapher…) den auch in der SPD Berlin gibt es kompetentere Frauen auf dem Gebiet wie z.B. die Sprecherin des Forum Netzpolitik Ute Pannen.


Was mich aber wirklich Sauer macht, ist die Tatsache, dass dieses Pöstchen anscheinend durch Kumpelei unter Bro’s vergeben wurde. Jemand soll die Social Media Arbeit (u.A. Twitter) managen und kannte vor 6 Monaten bis zum 17. März nicht mal das weit verbreitete Tool Tweetdeck.

Ich fänd es ausserdem ehrenvoller sich erstmal um die brach liegende Social Media Aktivität des Kreises der SPD Lichtenberg und der SPD Fraktion der BVV Lichtenberg zu kümmern statt gleich so hoch hinaus zu wollen. Als ich mir Gedanken um den Blogpost gemacht habe ist mir auch noch eingefallen, dass der jetztige Internetbeauftragte der SPD Berlin u.a. im #btw13 Wahlkampf in Lichtenberg als Campaigner den Hut auf hatte. Am 27. März 2013 schickte ich via Mail ein Social Media Konzept von der Genossin Anne Meyer und mir ausgearbeitet an den damaligen Campaigner. Passiert ist zu dem Thema im Wahlkampf absolut nichts. Deswegen frag ich mich, was dachte sich Jan Stöß bei der Besetzung dieser Position?!

Das ist diese Art von Kumpelei die die BürgerInnen Politikverdrossen werden lässt. Auch bei den Delegierten des letzten Landesparteitags im Mai 2014 schien Jan Stöß nicht die Delegierten überzeugen zu können, so dass er ohne Gegenkandidaten nur 68,7% der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Das spricht schon eine sehr deutliche Spache. Deswegen fällt Jan Stöß von meinem ersten Platz auf dem zweiten. Tendenz nach unten.

Kommen wir damit zu dem Kandidaten, den ich damit unterstütze: Raed Saleh

Ich muss gestehen, dass ich Raed Saleh bisher nicht so gut kannte, wie ich es eigentlich hätte tun können bzw. sollen. Aber in der Zeit, in der ich mich mit der Person beschäftige finde ich einige Sachen, die mich sagen lassen, dass das der zu dieser Zeit geeignetste Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeister von Berlin wär. Er kennt sich im Gegensatz zu Jan Stöß ausgezeichnet im Abgeordnetenhaus aus, kann mit der CDU wie auch mit den linken Parteien (Grüne & Linke) so dass ich natürlich 2016 auf ein Rot-Rotes bzw. wenn es nicht reicht ein Rot-Rot-Grünes Bündnis hoffe. Und Raed Saleh sehe ich auch als zukünftigen Gestalter von Berlin und nicht wie Michael Müller als Verwalter mit dem Charme eines Versicherungsvertreters. Würde es nicht ein wunderbares Bild abgeben, wenn wir einen Bürgermeister mit Migrationshintergrund haben? Ich jedenfalls denke, dass Raed Saleh eine Chance verdient hat und ich sichere ihm hiermit meine Unterstützung zu.

Ich hoffe, dass er mich nicht enttäuscht! #TeamSaleh

P.S. Danke an Klaus Wowereit für tolle 13 Jahre für Berlin! <3

Nachträglich noch der Bewerberbrief von Raed Saleh: http://www.berliner-kurier.de/blob/view/28416198,29080992,data,Bewerberbrief+Raed+Saleh.pdf

#NeverForget 9/11

#NeverForget 9/11

Den ersten richtigen Blogpost hier widme ich einem traurigen Thema, nämlich dem dreizehnten Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001. Jeder von uns weiss sicher noch, wo er an diesem Tag war und was er gemacht hat. Bei mir war es der zweite Tag in der Berufsschule.

Worauf ich aber hinaus möchte ist aber die Erinnerung, die letzten November bei mir wieder hoch kam, als ich die Hauptstadt der Welt, New York besuchte und natürlich auch am #911Memorial war. Bei Twitter schrieb ich damals noch Semilustig folgendes:

Im inneren sah es bei mir natürlich anders aus. Es war aufwühlend, an dem Ort zu sein, an dem soviele Menschen 12 Jahre zuvor ihr Leben lassen mussten. Im Vorfeld der Planungen für den Besuch in New York hatte ich mich natürlich daran erinnert, dass auch zwei Menschen mit Bezug zum Eishockey aus der Organisation der Los Angeles Kings unter den Opfern des Anschlags waren und suchte vorher den genauen Ort wo ihre Namen ins Memorial eingraviert waren um bei ihnen mal vorbei zu schauen. Garnet „Ace“ Bailey und Mark Lawrence Bavis waren beide im United Airlines Flug 175, der in den Südtum der Twin Towers flog.

Ein paar Tage später habe ich im U.S. Capitol in Washington DC eine Führung mitgemacht und die ältere Dame, die dort als Guide arbeitete, erzählte auch noch mal, wie es damals am 11. September 2001 im Capitol war, als die Polizisten riefen „Run for your Life“ und wie sie sagte, dass sie glaubte ein letztes mal auf die prachtvolle Kuppel des Capitols zu blicken, dass so herrlich die Sonne wieder gab. Es war schon sehr ergreifend.

Beide Orte würde, wenn ich jemals wieder in die USA komme natürlich auf alle Fälle wieder besuchen.

Mit der Galerie hier hab ich das noch nicht so raus. Die Bilder mit 9/11 Besuch vom USA Urlaub reiche ich nach, sobald ich weiss wie das hier geht.

Edit: Jetzt mit Gallery

Wally