#WallysHockeyCorner 27

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Eisbären scheitern am Endboss Köln

Frei nach dem Playoff Song „Endboss“ von Marteria der in der Mercedes-Benz Arena rauf und runter gespielt wurde, scheitern die Eisbären nach Level 1 (der Hauptrunde) im Level 2 (dem Viertelfinale) an den Kölner Haien.

Eisbären Berlin
„Wenn du das letzte Spiel nicht gewinnst, hat die Saison immer einen faden Beigeschmack.“ Dieses Zitat von Eisbären Trainer Uwe Krupp erinnert an das Zitat von Oakland A’s Manager Billy Beane, dessen Story im Film Moneyball verfilmt wurde: „If you lose the last game of the season, nobody gives a shit.“ Wie Billy Beane und die Oakland A’s setzten die Eisbären Berlin seit dieser Saison auf Advanced Stats und beschäftigten den Statistikanalysten Alan Hamilton. (Siehe #WHC vom 29. September 2015: http://www.lichtenbergmarzahnplus.de/saisonstart-geglueckt/ )

Wie seine Auswertung der Saison aussieht und wie Sportdirektor Ustorf, Trainer Krupp und Manager Lee diese Analysen in die Saisonbewertung mit einfließen lassen, würde mich schon sehr stark interessieren. Aber Einblick werden wir in den Bereich wohl nicht bekommen. Vom sportlichen Aspekt her standen sich im DEL Viertelfinale zwischen dem Zweiten und dem Siebenten der Vorrunde zwei Teams auf gleicher Augenhöhe gegenüber. In insgesamt sieben Spielen wurde das Maximum ausgereizt, was ging. Zum Teil waren die Spiele sehr von der Defensive geprägt. So konnten z.B. drei Shutouts erzielt werden. Zwei auf Kölner Seite von Gustav Wesslau und einer von Eisbären Goalie Petri Vehanen. Beinahe wäre es sogar für Wesslau ein dritter Shutout geworden, hätte Laurin Braun im zweiten Spiel nicht in der Verlängerung das entscheidende 1:0 erzielt. Das erste Spiel ging mit 3:0 an die Haie. Insgesamt blieben die Eisbären damit komplette 120 Minuten ohne Torerfolg. Im dritten Spiel der Serie platzte zum Glück der Knoten und die Eisbären konnten einen 5:1- und 4:1-Erfolg auf der Habenseite bei den Heimspielen verbuchen. Die Auswärtsspiele in Köln gingen mit 4:0 und 5:1 an die Haie.

Im alles entscheidenden Spiel 7 der Serie machten die Eisbären zu viele kleine Fehler und man merkte ihnen ihre Nervosität an. Phasenweise wirkten sie sogar platt bis sie kurz vor Ende des zweiten Drittels bei einem 0:3-Rückstand das Momentum durch zwei schnelle Tore auf ihre Seite zurückziehen konnten. Die Sturm und Drangphase der Eisbären wurde leider durch die Pausensirene unterbrochen und die Kölner retteten sich in die Pause. Enttäuschend waren die Zuschauerzahlen im Viertelfinale. Hätte ich mit ausverkauften Haus zu jedem Spiel gerechnet, war die Arena jedoch nur zum Spiel 3 ausverkauft. Bei den anderen Spielen verloren sich nur 11.454, 13.524 und 12.443 Zuschauer in der Arena. Die Fans in der Stehkurve gaben zumindest alles. Sei es beim lautstarken Support oder vom Anfertigen kreativer Choreos wie z.B. die Oberbaumbrücke mit einer fahrenden U Bahn.

Ich persönlich ziehe ein eher positives Fazit der Saison. Mit Platz 2 nach der Hauptrunde hätte vor der Saison niemand gerechnet und dass man gegen Köln im Spiel 7 rausfliegt, ist auch zu verschmerzen, finde ich.

Vielleicht ist die Entwicklung von Krupp sogar etwas mit der von Pagé zu vergleichen. Dort gab es auch eine konstante Weiterentwicklung vom Viertelfinale 2002, Halbfinale 2003, Finale 2004 sowie Meisterschaft 2005 und 2006. Nun sieht es aktuell bei uns so aus: Pre-Playoffs 2015, Viertelfinale 2016. Dass die Erwartungen natürlich gestiegen sind, sollte in der Chefetage jeder wissen. Ein gewisser Umbruch im Team muss nun auch langsam erfolgen, um 2017 das nächste Level zu erreichen. Freuen wir uns auf eine spannende Sommerpause voller Fragen. Wer kommt? Wer geht? Wer bleibt? Kommt Torhüter Mathias Niederberger zurück? Und so weiter und sofort.

OSC Berlin und FASS Berlin
Bei den Damen vom OSC Berlin ist die Saison mittlerweile beendet. Mit 29 Punkten landete der OSC auf Platz 5 der DFEL. Meister und DEB Pokalsieger wurde ECDC Memmingen.

Zurzeit spielt das Nationalteam der Deutschen bei der Weltmeisterschaft in Dänemark. Aus Berlin sind Nina Kamenik, Laura Kluge und Lisa Schuster im DEB Kader.

Bei den Akademikern von FASS Berlin sieht es zurzeit nicht so rosig aus. Nach einer durchwachsenen Vorrunde landeten sie auf Platz 15 mit 31 Punkten und damit in der Relegationsrunde. Die dortigen Gegner sind der Hamburger SV, ECC Preussen Berlin und die Crocodiles Hamburg. Bisher wurden in der Relegationsrunde alle Spiele verloren. Das letzte Spiel der Relegation ist am 1. April 19 Uhr im Hohenschönhauser Wellblechpalast gegen ECC Preussen.

Diverses
Das Eisbären Farmteam, die Dresdner Eislöwen, stehen zurzeit in der DEL2 im Halbfinale gegen die Bietigheim Steelers. Erst wurden in den Pre-Playoffs die Eispiraten aus Crimmitschau ausgeschaltet und dann im Viertelfinale die Fischtown Pinguins Bremerhaven.

Der an die Düsseldorfer EG ausgeliehene Torhüter Mathias Niederberger wurde zum Torhüter der Saison 2015/2016 gewählt.

Eisbären Sportdirektor Stefan Ustorf wurde in die deutsche Eishockey Hall of Fame aufgenommen.

In eigener Sache
Danke an die treuen Leser, die nach der Krankenhaus bedingten Pause bei der Stange geblieben sind und allen eine schöne Sommerpause.

P.S. So ganz ohne Hockey sind wir noch nicht. Das DEL Halbfinale und Finale könnt ihr noch schauen, die Eishockey Weltmeisterschaft in Russland und bis in den Juni rein die Stanley Cup Playoffs aus Nordamerika. Viel Spaß!
Falls Ihr auch weiterhin in der Sommerpause über Eishockey informiert sein wollt, folgt mir einfach unter Wally44 bei Twitter: https://twitter.com/Wally44
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Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 26

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Spitzenreiter

Kurz vor Weihnachten beschenken sich die Eishockeyteams der Hauptstadt selber. Die Eisbären bauen ihre Führung an der Spitze der DEL-Tabelle mit einem 6-Punkte-Wochenende aus, die Jungs von FASS Berlin gewinnen nach über 20 sieglosen Spielen gleich zweimal hintereinander. Dazu später aber mehr. Viel Spaß mit der neuen und für einige Zeit letzten Ausgabe von #WallysHockeyCorner.

Eisbären Berlin
Es war der Abend der Special-Teams bei den Eisbären am 11. Dezember gegen die Kölner Haie. Den Powerplay und Penaltykilling-Formationen gelang an diesem Abend offensiv fast alles. Von den fünf erzielten Toren beim 5:2 Erfolg gegen den KEC wurden vier Tore in Überzahl von Mark und Darin Olver sowie zwei Mal von Marcel Noebels erzielt. Und als i Tüpfelchen schoss Kapitän André Rankel das abschließende 5:2 in Unterzahl. Vor 13.392 Zuschauern boten die Eisbären vor allem im ersten Drittel richtig schönes Eishockey. Zwei Tage später beim Auswärtsspiel in der bayerischen Landeshauptstadt verloren die Hauptstädter 2:1 gegen Red Bull München. Aus dem Auswärtswochenende vom 18. bis 20. Dezember wurde ein 6-Punkte-Wochenende und der Platz 1 in der DEL Tabelle konnte somit gesichert und vor allem ausgebaut werden. Gegen die Straubing Tigers gelang ein 4:7 Erfolg und mit 2:3 setzten sich die Berliner gegen die Pinguine aus Krefeld durch. Am Dienstag, 22. Dezember, endet der „Roadtrip“ von 4 Auswärtsspielen in zehn Tagen mit dem Spiel gegen die Hamburg Freezers. Bis zum Ende des Jahres spielen die Eisbären am 28. Dezember noch einmal auswärts in München und am 26. sowie 30. Dezember Zuhause gegen Wolfsburg und Iserlohn.

OSC Berlin und FASS Berlin
Kurz vor der Pause in der DFEL verabschiedeten sich die Eisladies mit zwei Niederlagen gegen ERC Ingolstadt. Mit 6:3 und 8:0 fegten die Pantherinnen die Berlinerinnen vom heimischen Eis. Für die Eurohockey-Challenge im finnischen Leppävirta gegen Schweden, Finnland und Russland wurden Anne Bartsch, Nina Kamenik und Lisa Schuster für die Nationalmannschaft nominiert. Die Spiele gingen allesamt verloren. Gegen Schweden knapp 0:1. Gegen die Gastgeberinnen und späteren Turniergewinnerinnen Finnland deutlich 0:7 und gegen Russland nach Verlängerung 2:3. Nina Kamenik steuerte einen Assist zum zwischenzeitlichen 2:2 bei.
Wie oben schon geschrieben, hat es FASS endlich geschafft nicht nur einmal, sondern nach über 20 sieglosen Spielen, zweimal hintereinander zu gewinnen. Aber von vorne: Nach der 11:1 Niederlage in Essen muss ein Hallo-Wach-Effekt eingesetzt haben, denn gegen die Erfurt Black Dragons verlor man nur knapp nach Penalty 6:7. Gegen den Hamburger SV konnten die Akademiker dann mit 6:2 ihren ersten Saisonsieg einfahren. Eine Woche später gelang im Derby gegen ECC Preussen Juniors Berlin der nächste 5:2 Sieg. Nun müssen die Jungs versuchen, sich aus dem Oberliga-Nord Tabellenkeller herraus zu kämpfen. Ein Anfang ist gemacht. Die Rote Laterne haben sie zumindest vorerst an die Crocodiles aus Hamburg abgegeben.

20 Jahre Bosman-Urteil
Am 15. Dezember 1995 erstritt der belgische Fußballprofi Jean-Marc Bosman vor dem Europäischen Gerichtshof ein spektakuläres Urteil, dass nicht nur den Fußball damals maßgeblich veränderte, sondern auch andere Sportarten wie z.B. das Eishockey. Ganz besonders profitierten die Eisbären ab der Saison 96/97 und 97/98 davon, indem sie durch das Urteil quasi die gesamte Mannschaft austauschten und viele gute Ausländer verpflichteten, die heute noch Heldenstatus besitzen – wie z.B. Andrew McKim, Marc Fortier, Derek Mayer, Thomas, Stehen, Leif Carlsson und der heutige Manager Peter-John Lee. Mit den Spielern konnte damals das Halbfinale erreicht und später ins Finale der DEL eingezogen werden.

Diverses:
Kai Wissmann und Can Matthäs wurden in den Kader der U20 Nationalmannschaft berufen und waren bei der U20 Weltmeisterschaft der Division I in Wien vom 13. – 19. Dezember dabei. Der direkte Wiederaufstieg gelang der eigentlich als Fahrstuhlmannschaft bekannten U20 nicht. Im Gesamtklassement wurde der DEB nur Fünfter von sechs Mannschaften. Kai Wissmann steuerte im Turnierverlauf zwei Tore bei und wurde im ersten Spiel gegen Kasachstan zum besten Deutschen gewählt.
Sasa Martinovic, der sich mehrere Wochen in Berlin bei den Eisbären fit gehalten hat und mittrainierte, spielt mittlerweile für Nürnberg. Doch mit seinem alten Team in Zagreb, für das er vier Jahre lang spielte, gibt es massive Probleme. Nicht nur Martinovic sondern auch mindestens 12 weiteren Spielern schuldet Zagreb das Gehalt. Bei Martinovic sind es $ 55.000 (ca. 51.000€). Bereits diesen Sommer ist z.B. Mark Dekanich, ehemals Torhüter bei Zagreb, via Twitter mit dem Thema an die Öffentlichkeit gegangen. Mittlerweile zeigen sich auch andere Ex-Spieler solidarisch und nutzen ihre Reichweite, um auf das Thema aufmerksam zu machen, wie z.B. zuletzt der ehemalige NHL Spieler Mike Commodore.

In eigener Sache
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P.S. wie oben schon angekündigt, wird das vorerst die letzte Ausgabe von #WallysHockeyCorner sein, da ich von Januar bis voraussichtlich Ostern im Krankenhaus sein werde. Trotz alledem möchte ich Euch noch ein frohes Fest und einen fleißigen Weihnachtsmann wünschen sowie einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2016!

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 25

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Zwei fast perfekte Wochen

Es ist geschafft, die Eisbären konnten in den letzten vierzehn Tagen 11 von möglichen 12 Punkten holen. Aber nicht nur für den Hauptstadtclub waren es fast perfekte zwei Wochen seit der letzten #WHC Ausgabe, sondern auch für mich persönlich mit 8 Eishockeyspielen in 17 Tagen in 2 Ländern und 4 Arenen. Dazu unten aber mehr. Viel Spaß bei der neuen Ausgabe von #WallysHockeyCorner.

Eisbären Berlin
Ganz ehrlich, wer hätte gedacht, dass die Eisbären nach knapp der Hälfte der Saison auf Platz 2 der DEL stehen? Ich glaube, die wenigsten. Von daher Chapeau, dass die Mannschaft nach 24 von 52 Spieltagen überraschen konnte und mit 44 Punkten auf dem Konto 4 Punkte hinter Spitzenreiter Mannheim (die allerdings zwei Spiele mehr haben) auf Platz 2 stehen. Zum Platz 2 in der Tabelle hat vor allem das Heimspielwochenende beigetragen, wo die Eisbären als damaliger Tabellendritter gegen den Tabellenersten Mannheim und den bisherigen Tabellenzweiten Iserlohn spielen musste. Beide Partien konnten gewonnen werden. Gegen Mannheim spielten sich die Eisbären fast in einen Rausch mit einem 2. Drittel, in dem sie fünf Mal die Scheibe hinter den Mannheimer Goalies im Netz versenkten. Nach dem zwischenzeitlichen 5:2 gab Dennis Endras auf und machte Platz für den bei den Eisbären altbekannten (gehörte der Organisation zwischen 2004 und 2009 an) Youri Ziffzer, der dann allerdings auch noch das Tor zum 6:2 Endstand kassierte. Die Arena war gegen Mannheim zum ersten Mal in dieser Saison mit 14.200 Zuschauern ausverkauft.

Zwei Tage später fanden 13.829 Zuschauer den Weg in die Arena, um bei einer etwas langatmigen Partie passend zum 2. Advent einen 3:0 Sieg der Hausherren gegen die mit einen Sonderzug angereisten Iserlohn Roosters zu erleben. Petri Vehanen spielte wie schon zuvor wieder fabelhaft und hat sich den Shutout redlich verdient. Das Auswärtswochenende, das die Eisbären vor den beiden Heimspielen absolvierten, führte die Hauptstädter am 27. November nach Ingolstadt und am 29. November nach Schwenningen. Gegen die Panther aus Ingolstadt konnte ein 2:1-Sieg erkämpft werden. Zwei Tage später in Schwenningen bei den Wild Wings gab es dann wohl das verrückteste Spiel der letzten Zeit. In einem offenen Schlagabtausch konnten die Eisbären das Spiel in der Overtime mit 8:7 für sich entscheiden. Hätten die Berliner nicht 10 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit noch den 7:7 Ausgleich kassiert und den Punkt durch die Verlängerung an die Wild Wings verloren, wären es nicht nur zwei fast perfekte Wochen geworden sondern zwei perfekte Wochen.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies hatten zwei durchwachsene Wochenenden. Zuerst wurde das Heimspielwochenende gegen den DFEL Tabellenführer ECDC Memmingen mit 1:6 und 2:4 verloren ehe das letzte Wochenende bei den Hannover Lady Scorpions 3:6 und 4:5 (n.P.) gewonnen werden konnte. Letzte Woche rutschten die Damen vom OSC in der Tabelle von den 4. auf den 5. Platz ab. Aber durch die beiden Siege in Hannover und da Bergkamen spielfrei hatte, ging es dieses Wochenende wieder hoch auf den 4. Platz.

Nun ist es passiert, FASS Berlin hat zum ersten Mal zweistellig in der Oberliga Nord verloren. Mit 11:1 mussten sich die Akademiker den Moskitos aus Essen geschlagen geben. Zuvor verloren diesmal knapp die Jungs von FASS dem Rostocker EC mit 2:4. Zwei weitere Niederlagen wurden am Wochenende zuvor eingefahren. Gegen den Tabellenführer der Oberliga Nord, die Füchse Duisburg, verlor man 8:3 und gegen den Tabellenzweiten, die Tilburg Trappers aus den Niederlanden, mit 2:9. Damit bleibt FASS Oberligakanonenfutter und steht nach 20 Spielen weiterhin mit 1 Punkt auf dem 18 und damit letzten Tabellenplatz.

Hockeyhopping in der Schweiz
Ende August waren alte Eishockeyfreunde von mir aus der Schweiz zu Besuch in Berlin und irgendwann, lange nach dem CHL Spiel gegen GAP Rapaces, sagte einer der beiden am Fanbogen, dass ich doch auch mal in die Schweiz kommen könnte. Da ich kein Freund von diesem „Man müsste sich mal wieder treffen“-Gerede bin und lieber gleich Nägel mit Köpfen mache, haben wir die DEL- und NLA-Spielpläne verglichen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass ich Ende November für sechs Tage nach Zürich fliege. Die ersten Tage sollten etwas Kultur beinhalten und die letzten drei Tage waren vollgepackt mit drei Spielen. Auf der Agenda standen freitags in Zürich ZSC Lions vs. Lausanne HC, am Samstag in der italienischen Schweiz HC Ambri-Piotta vs. ZSC Lions und Sonntag kurz vorm Heimflug Kloten Flyers vs. HC Ambri-Piotta. Zwischenzeitlich kam aber noch das Losglück dazu und im Swiss Hockey Cup wurde den ZSC Lions der HC Ambri-Piotta für den Mittwoch zugelost, so dass ich auf 4 Spiele innerhalb von 6 Tagen kam. Eine größere Hockeyausbeute war wahrlich nicht drin. Einerseits war ich natürlich da, um das Lieblingsteam meiner Freunde (Ambri) zu sehen, andererseits wollte ich natürlich noch einen Blick auf den zukünftigen Nr. 1 Draftpick im NHL Draft 2016, Auston Matthews, werfen, der für den ZSC noch nicht spielberechtigt war als die Lions in Berlin spielten. Zusätzlich zu Matthews lag mir noch am Herzen, noch einmal den zukünftigen Spieler der Washington Capitals, Jonas Siegenthaler, genauer zu beobachten.

Dass ich das Glück hatte, beide Teams drei Mal zu sehen, war schon klasse. Erschreckend war, wie leer das Hallenstadion beim Swiss Hockey Cup am Mittwoch war. Ich dachte, ich hätte bei großen Arenen mit 4.000 Zuschauern in Berlin schon das negative Highlight erlebt, aber 1.921 Zuschauer in einer 10.800 Zuschauer fassenden Arena hat im negativen Sinne alles getoppt, was ich bisher gesehen habe. Von irgendeiner aufkommenden Stimmung außer im Gästesektor von den Ambrifans braucht man gar nicht sprechen. Das Spiel war sehr spannend und es war mitunter ein offener Schlagabtausch, den im Endeffekt die besseren Einzelspieler entschieden. Hier ist z.B. wieder einmal Auston Matthews zu erwähnen, der sich nach seiner Verletzungspause super zurückmeldete und zwei Tore zum 5:2 Sieg des ZSC beisteuerte.

Während ich das Mittwochsspiel im dritten, also obersten Rang verbrachte, verschlug es mich am Freitag mit meiner Begleitung in die dritte Reihe im ersten Rang, direkt hinter die Spielerbande der ZSC Lions. Solch einen Platz hatte ich in den bisher fast 20 Jahren als Hockeyzuschauer noch nicht. Dementsprechend spannend war es für mich, die Spieler und das Trainerteam (insbesondere Stanley-Cup-Sieger Marc Crawford) aus der Nähe zu beobachten, während ich in der Mercedes-Benz Arena in der letzten Reihe des Oberrangs sitze und so natürlich nicht viel davon mitbekomme, was auf der Bank passiert. Kleines persönliches Highlight war dann auch, als der Spielpuck nach drei Spielminuten über die Bande flog und direkt vor meinen Füßen landete. So konnte ich ein wunderbares und einzigartiges Souvenir von der Reise mitbringen.

Dieses Mal war das Hallenstadion mit 9.218 Zuschauern ganz gut gefüllt, aber stimmungsmäßig war es fast kein Unterschied zum Spiel zwei Tage zuvor. In der Organisation von Lausanne gibt es zwei alte Bekannte. Zum einen stand Christobal Huet im Tor, der im Jahr 2005 Torhüter in Mannheim war, gegen den die Eisbären ihre erste von bisher sieben Meisterschaften holen konnten. Zum anderen ist der Trainer von Lausanne Heinz Ehlers. Ehlers spielte zwischen 1997 und 2002 in Berlin für die Capitals. Sein Sohn Nikolaj verdient sich grad erste Sporen in der NHL für die Winnipeg Jets. Die ZSC Lions gewannen das temporeiche Spiel 2:0. Nach einer kurzen Nacht ging es Samstag früh erst nach Luzern um dort Freunde zu treffen und von dort ins Tessin zum HC Ambri-Piotta zu fahren. Da wir frühzeitig planten, konnte ich mir aussuchen, wie wir fahren wollen. Ich hatte mich aufgrund der Landschaft für den Zug entschieden und sollte auch nicht enttäuscht werden. Da wir frühzeitig in Ambri ankamen, hatten wir noch genug Zeit vor dem Spiel die landestypische Küche auszuprobieren. Nach der vermeintlich besten Pizza der Schweiz ging es dann in die kultige Valascia, die ich das letzte mal im Februar 2008 besuchte. Damals beim Tessiner Derby gegen Lugano und nun gegen die Lions aus Zürich. Vor ca. 5.000 Zuschauern gewann der ZSC das dritte Spiel, dass ich von ihm gesehen habe, ungefährdet 1:4.

Man hat deutlich erkannt, warum die Zürcher auf Platz 1 der NLA Tabelle stehen. Trotz neun Verletzter solch eine Leistung mit 4 Spielen in 6 Tagen abzuliefern, verdient höchsten Respekt. Da die Dörfer Ambri und Piotta etwas abseits liegen, gibt es keine Möglichkeit am Samstagabend mit dem Zug von dort wegzukommen. Deswegen haben wir für ein Stück Heimfahrt den Fanbus nach Luzern gewählt, um von dort mit langen Wartezeiten nach Zürich und von dort nach Winterthur zu fahren. Irgendwann gegen 6 Uhr konnte ich dann auch mal vier Stunden schlafen ehe es zum letzten Spiel in der Schweiz zu den Kloten Flyers ging. Da am Abend 20.45 Uhr mein Flug nach Berlin gehen sollte und das Spiel 15.45 Uhr begann, stand ich in der Planungsphase vor der Frage: Wohin mit dem Gepäck während des Spiels? Ich habe freundlich via Twitter bei den Kloten Flyers angefragt und mir wurde erlaubt, meine Koffer während des Spiels im Medienraum unterzubringen. Gerade in der heutigen Zeit nach den Anschlägen von Paris eine nicht selbstverständliche Aktion. Von daher hier auch nochmal vielen lieben Dank an Fabienne Sallenbach von den Kloten Flyers, die das ermöglichte.

Von der Arena in Kloten hab ich im Nachhinein eine ambivalente Meinung. Auf der einen Seite kompakt und modern, auf der anderen Seite aber doch irgendwie altbacken durch das Holz und den abgetrennten Gästefanbereich. Es war aber spannend, in drei verschiedenen Arenen in der Schweiz zu sein, während in Deutschland die Arenen immer austauschbarer werden. Vor dem Spiel wurden eine Reihe alter Klotenspieler mit Bannern unter dem Hallendach geehrt wie z.B. Reto Pavoni, der z.B. auch in Deutschland bei Krefeld und Landshut spielte, oder Felix Hollenstein, der Co Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Besonders gut hat mir das Trikot der Flyers gefallen, die im Retro Look antraten. Ambri konnte auch im dritten Spiel, das ich von ihnen sah, keinen Blumentopf gewinnen und verlor gegen das alte Team von Micki DuPont und Mark Olver 7:4. Gefreut habe ich mich, den alten Schweizer Goalie Martin Gerber noch einmal sehen zu dürfen, der einige Jahre in der NHL spielte. Nach dem Spiel brachte mich mein Gastgeber noch zum zwei Kilometer von der Arena entfernten Flughafen und dann ging es auch direkt nach Berlin. Montag kurz nach 0 Uhr war ich dann wieder zuhause von der letzten Reise des Jahres 2015.

Um mal ein Fazit zu ziehen von den vier Schweizer Spielen: Das war schon mindestens eine Klasse besser als das Hockey, das in der DEL gespielt wird. Beachtenswert war auch, dass es bis auf das NLA-Spiel in Zürich keinerlei Show vor dem Spiel gab. Weder beim Cup-Spiel in Zürich noch bei den Spielen in Ambri und Kloten. Wenn ich mal Revue passieren lasse, was das Reisen hockeytechnisch alles gebracht hat, war es kein schlechtes Jahr. Im Mai die Weltmeisterschaft in Tschechien, im Oktober in der österreichischen EBEL und nun im November in der Schweizer NLA. Mal sehen, was 2016 so zu bieten hat. Geplant ist da noch nichts. Was allerdings schon vorgesehen ist, ist ein Besuch der Eishockey Weltmeisterschaft 2017 in Paris, verbunden mit einen netten Kulturprogramm.

Diverses:
Mitte September berichtete ich in #WHC davon, dass die Nummer 20 von Denis Pederson nicht mehr vergeben wird. Mittlerweile ist nun auch das Datum der Trikotzeremonie bekannt. Am 26.Dezember soll der Banner mit der 20 von Pederson neben die 19 von Beaufait, die 11 von Felski und die 27 von Walker unter das Dach der Mercedes-Benz Arena gezogen werden.
Kai Wissmann und Can Matthäs wurden in den erweiterten Kader der U20 Nationalmannschaft berufen und hoffen auf einen Einsatz bei der U20 Weltmeisterschaft der Division I in Wien vom 13. – 19.Dezember.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 24

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Seuchenmonat: November

Einen schönen Guten Tag aus Zürich. Ich befinde mich grad inmitten meiner Hockeytour von acht Eishockeyspielen in 17 Tagen in vier Arenen in zwei Ländern. Nachdem die ersten beiden Spiele in Berlin geschafft sind, bin ich zurzeit in der Schweiz und schaue mir in Zürich zwei Spiele der ZSC Lions an, dann in der italienischen Schweiz, im Tessin beim HC Ambri-Piotta ein Spiel und zum Abschluss, bin ich bei den Kloten Flyers. Abgerundet werden die 17 Tage am Ende durch zwei Spiele der Eisbären in der heimischen Mercedes-Benz Arena. Einen ausführlichen Bericht lest ihr dann in der nächsten #WHC Ausgabe am 8. Dezember. Nun aber erstmal viel Spaß bei der diesmal wieder etwas kürzeren Ausgabe.

Eisbären Berlin
So richtig ans Weiterkommen in der CHL hat ja irgendwie niemand geglaubt, da die Eisbären gegen Skelleftea AIK einen Drei-Tore-Rückstand aufholen mussten, um in die nächste Runde der Champions Hockey League einzuziehen. Das schien dann doch etwas zu viel des Guten. Im Endeffekt verloren die Hauptstädter knapp mit 2:1 und schieden im Achtelfinale aus. Trotz alledem sind die Eisbären das beste deutsche Team im Wettbewerb gewesen. Beachtenswert ist, dass im Viertelfinale nur noch ein Team aus Mitteleuropa dabei ist (HC Davos, Schweiz) und die restlichen sieben Teams alle aus Nordeuropa (Schweden und Finnland) kommen.

In der DEL sahen die vergangen zwei Wochen der Eisbären auch nicht so rosig aus. Aus vier Spielen konnten nur vier von möglichen 12 Punkten geholt werden. Gegen Düsseldorf gab es wie drei Tage nach dem CHL Spiel in Schweden einen 2:1 Sieg. Auswärts in der Fuggerstadt Augsburg mussten sich die Hauptstädter 2:4 geschlagen geben. Beim Heimspielwochenende kamen die Eisbären am vergangenen Freitag mit 2:6 unter die Räder. Selbst Nürnbergs Trainer Martin Jiranek fand den Sieg seiner Mannschaft gemessen am Spielverlauf etwas zu hoch. Grund für die hohe Niederlage war das Öffnen des Spielsystems der Eisbären auf eine offensivere Variante nach dem 2:3 in der 46. Minute, so dass die Ice Tigers mit einem Doppelschlag in der 48. Und 49. Minute alles klar machten. Die Eisbären spielten dann völlig auf Risiko und nahmen Goalie Petri Vehanen sieben Minuten vor Spielende für einen zusätzlichen Feldspieler aus dem Kasten. Prompt setzte es den 2:6 Endstand. Für mich persönlich war es ein ganz munteres Spiel, in dem alle drei Nürnberger, die ich ganz gern auch in Berlin spielen sehen würde, getroffen haben (Steckel, Reinprecht und Heatley).

Beim Sonntagsspiel gegen die Hamburg Freezers holten die Eisbären einen 0:2 Rückstand auf. Constantin Braun merkte das positiv nach dem Spiel in der Mixed Zone an: „Das muss man gegen Hamburg erstmal schaffen. Wir alle wissen ja wie eng die Liga ist.“ Trotz der Aufholjagd verließen die Berliner als Verlierer das Eis. Am Ende hieß es 2:3 nach Penaltyschießen. Sieg-Torschütze für die Hamburger war Thomas Oppenheimer, der auch schon während des Spiels die Tore schoss. Die beiden Eisbärentore fielen jeweils in Schlagschüssen von der blauen Linie von Micki DuPont und Darin Olver. Für die Eisbären war es die sechste Niederlage im siebenten Spiel (DEL & CHL) und damit der sprichwörtliche Seuchenmonat November. Nach dem Spiel gab es ein Wiedersehen zweier alter Bekannter. Der Torhüter der Freezers, Cal Heeter, kam zur Eisbärenkabine und fragte nach Marcel Noebels. Beide spielten zwischen 2012 und 2014 in der Organisation der Philadelphia Flyers für die Adirondack Phantoms in der AHL.

OSC Berlin und FASS Berlin
Nach einem durchwachsenen Wochenende mit einem 2:1 (n.P.) und einer 2:4 Niederlage gegen EC Bergkamen hatte OSC ein spektakuläres Wochenende bei den Damen des SC Garmisch-Patenkirchen. Beide Partien konnten die Eisladies 9:0 für sich entscheiden. In der Tabelle der DFEL liegen die Eisladies mit 19 Punkten aus zehn Spielen im Mittelfeld auf Platz 4. Vor ihnen ECDC Memmingen, ESC Planegg-Würmtal und ERC Ingolstadt.
FASS Berlin bekommt diese Saison kein Fuß aufs Eis. Schon wieder hab ich hier leider nur Niederlagen zu verkünden. Im Derby gegen die Preussen unterlag man knapp 1:2. beim Deutschen Meister von 2010, gegen die Hannover Scorpions, kamen die Akademiker 9:2 unter die Räder. Fairerweise muss man sagen, dass der Kader der Scorpions für die 3. Liga schon einige Hochkaräter zu bieten hat. Neben ehemaligen DEL Spielern (u.a. Morczinietz, Hertel, Blank) steht auch der gebürtige Berliner Frank Richardt im Kader der Hannoveraner. Richardt spielte Mitte bis Ende der 90er bei den Eisbären im Nachwuchs. Gegen die Icefighter aus Leipzig konnten die Jungs von FASS auch nichts reißen und unterlagen 2:7. Gegen den Herner EV konnten zwei Tore mehr erzielt werden und man verließ mit 4:7 das Eis.

Diverses:
Am Abend des 22. November haben zwei der verbleibenden vier Fanbeiratsmitglieder der Eisbären aus persönlichen Gründen ihr Ehrenamt niedergelegt. Zuvor war Ende September schon ein – von ursprünglich fünf Fanbeiratsmitgliedern zurückgetreten. #WHC berichtete.
Zurzeit ist es unter Eishockeyspielern anscheinend en Vogue, eigene Kollektionen herauszubringen. So gibt es in der NHL immer mehr Spieler mit eigenem Logo, eigener Kollektion etc. Dieser Trend scheint grad nach Deutschland zu schwappen. So erwähnte der Torhüter Timo Pielmeier aus Ingolstadt letztens bei Instagram, dass er an einem Label arbeite. Constantin Braun von den Eisbären lässt in letzter Zeit in den sozialen Netzwerken auch den einen oder anderen Entwurf unter dem Namen „Styrka“ durchblicken. Ab Januar sollen wohl die ersten Shirts rauskommen. Falls ihr auf dem Laufenden bleiben wollt bei dem Projekt, folgt ihm auf Twitter:https://twitter.com/StyrkaI oder liked die Seite hier bei Facebook.

In eigener Sache
Ein letztes Mal der Hinweis auf die Movember Aktion, für die meine Mitstreiter vom Hockeyblog „The Big Hockey Theory“ und ich Spenden sammeln im Kampf für die Männergesundheit und gegen Hodenkrebs, Prostatakrebs, Bewegungsmangel und psychische Krankheiten. Unterhttp://moteam.co/the-big-hockey-theory-tbht oder http://mobro.co/wally44 könnt auch Ihr den einen oder anderen Euro spenden. Vielen Dank dafür! Mehr Informationen über den Movember findet ihr hier:http://thebighockeytheory.de/?p=537
Bisher konnten nach 22 Tagen 245 Euro online und 105 Euro offline im Fanbogen der Eisbären Berlin an Spenden gesammelt werden. Es liegt nun an den #WHC Lesern, die Summe noch etwas steigen zu lassen. MoBro bei den Eisbären ist in dieser Saison Constantin Braun.
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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 23

#WallysHockeyCorner 23

Viva Welli!

Kinder, war das ein Spiel im Welli! Das letzte Eisbärenspiel im Wellblechpalast in Hohenschönhausen liegt zwar erst acht Monate zurück, aber diesmal hatten die Fans mehr Zeit, sich darauf einzustellen , während es bei dem Pre Playoff Spiel gegen Nürnberg irgendwie Hopplahopp in die alte Spielstätte gegangen war. Dieses Mal gab es neben der Vorfreude auch eine Choreo, ein Uffta und Champions Hockey League Spitzensport. Dass die CHL Spiele nicht viele Zuschauer anziehen,  ist ja langsam bekannt, aber dass selbst das Spiel in der Kulteishalle nicht ausverkauft war, ist schon ein starkes Stück, wo doch sonst jeder von früher schwärmt. Ich für meinen Teil hatte wie die 4.554 Zuschauer eine gute Zeit. Es gab tolles Hockey, einen internationalen Spitzengegner mit Skelleftea AIK und nach dem Spiel bis 1 Uhr ein nettes Beisammensein wie früher im „Casino“, auch mit Spielern. Diese Nähe ist in der Multifunktionsarena natürlich nicht gegeben.

P.S. Am heutigen Dienstag, 10. November, ist übrigens 20-jähriges Jubiläum des legendären 3:4 (n.V.) Derbysiegs der Eisbären bei den Preussen Berlin.

Eisbären Berlin
Nach vier sieglosen DEL Auswärtsspielen konnten die Eisbären auswärts in Straubing endlich mal wieder 3 Punkte einfahren. Am 30. Oktober gewannen die Bären 1:4. Überragender Mann auf dem Eis war der aus der Verletzungspause wiedergekommene Florian Busch mit 2 Treffern. Zwei Tage später ging es beim letzten DEL Spiel vor der Deutschland Cup-Pause gegen die Pinguine aus Krefeld, die mit einem Sonderzug kamen. Es sollte das erste Spiel für den jungen Torhüter Mavin Cüpper werden, der vor der Saison aus der kanadischen Nachwuchsliga QMJHL von den Shawinigan Cataractes kam und bisher in Dresden beim Farmteam in der DEL2 auf 4 Einsätze kam. Ein weiteres Heimdebut gab es für die  Neuverpflichtung von den Kloten Flyers, Mark Olver (Bruder von Eisbärenstürmer Darin Olver). Der Stürmer steuerte beim Spiel gegen Straubing schon eine Vorlage bei. Beim ersten Spiel in der Mercedes-Benz-Arena war er allerdings etwas zu übermotiviert und musste in seinem ersten Wechsel in der 3. Spielminute nach einem Bandencheck mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe Duschen gehen und wird auch ein Spiel gesperrt sein. Vor 13.230 Zuschauern unterlagen die Berliner den Seidenstädtern mit 0:4.

Mit der Niederlage riss die Serie
Für den KEV-Trainer Rick Adduono sollte es trotz des Sieges das letzte Spiel hinter der Bande werden. Er trat nach langanhaltender Kritik zurück, bleibt allerdings Berater des Aufsichtsrats. Mit der Niederlage riss nach 6 Heimsiegen auch die Serie für die Eisbären. Etwas enttäuscht war André Rankel nach dem Spiel über die Niederlage, allerdings auch froh über den 2. Platz in der DEL-Tabelle hinter den Adlern aus Mannheim. Gegen Skelleftea AIK ging es, wie oben schon erwähnt, in den altehrwürdigen Wellblechpalast zurück. Vor ohrenbetäubend lauten Fans mussten sich die Hauptstädter den Gästen aus Schweden zwar 2:5 geschlagen geben. Aber laut Constantin Braun war es ein Spiel auf Augenhöhe, das durch zwei Schlagschüsse von der blauen Linie durch Heed entschieden wurde. Einen schwarzen Tag hatte Goalie Petri Vehanen erwischt, der nach 28 Spielminuten gegen den wieder genesenen Kevin Nastiuk ausgewechselt wurde. Neben Frank Hördler fehlte auch Kapitän André Rankel, der am Nacken verletzt war. Bei dem Spiel verletzte sich der für die Nationalmannschaft für Frank Hördler nachnominierte Jonas Müller und musste die Teilnahme am Deutschland Cup absagen. Dieser fand somit in Augsburg ohne Berliner Beteiligung statt.

OSC Berlin und FASS Berlin
Zwei weitere Niederlagen gab es für die Akademiker von FASS Berlin. Auswärts bei den Hannover Indians unterlagen die Hauptstädter 9:3 und zu Hause gegen EHC Neuwied 2:7. Stolz kann man bei FASS zurzeit nur darauf sein, dass keins der zehn Spiele zweistellig gegen die Berliner  ausging. Allerdings muss man auch anmerken, dass diese zurzeit nur noch mit zwölf Feldspielern antreten können. Saisondebüt gab beim Spiel in Hannover die Torhüterin Mareike Krause im Kasten der Männer von FASS Berlin.
Die Eisladies vom OSC Berlin hatten spielfrei und im Moment Pause für Spiele der Nationalmannschaft.

Diverses
Am 17. Februar schrieb ich in #WHC , dass die Eisbären fünf registrierte Anhänger in der Datei „Sportgewalt Berlin“ haben. Diese Zahl konnte nun, wie die Antwort auf eine Schriftliche Anfrage der bündnisgrünen Abgeordneten Clara Herrmann  zeigt, von Januar bis  Oktober auf eine Person der „gewaltbereiten Kategorie B“ reduziert werden.

Im November 2014 besuchte ich das Inlinehockeyteam Stratus Hohenschönhausen und stellte es bei #WHC vor.  Nun braucht der Verein Hilfe. Mein Lieblingsradiosender Berliner Rundfunk 91!4 spendet für Vereine insgesamt 50.000Euro. Stratus könnt ihr bei der Aktion unterstützen, in dem ihr für sie votet.
Die Eisbären Juniors machen auch bei der Aktion mit. Für diese könnt ihr hier voten.

Aus der Reihe „Was macht eigentlich…?“ Chris Marinucci spielte zwar nur eine Saison (2001/2002) in Berlin, aber trotzdem ist es spannend, was er jetzt tut. Er hat die Schlittschuhe mit Arbeitsschutzschuhen und Bauhelm getauscht und arbeitet in Nashwauk, Minnesota mit 700 anderen Bauarbeitern auf einer 1,9 Milliarden-Dollar-Baustelle eines Infrastrukturprojekts von 19.000 Quadratmeter, um dort eine riesige Eisenerzmiene und ein Eisenerzpelletwerk zu bauen. Inbetriebnahme soll Sommer 2016 sein. Apropos ehemaliger Spieler: John Gruden, der in der Saison 2002/2003 für die Eisbären spielte und seit Anfang der Saison in der OHL (Ontario Hockey League) bei den Flint Firebirds für 17 Spiele hinter der Bande als Coach stand, wurde mit seinem gesamten Trainerteam entlassen. Grund war die Annahme des Teambesitzers, dass sein Sohn zu wenig Eiszeit erhalte. Die Spieler (inkl. der Sohn des Besitzers) zeigten sich mit den Trainern solidarisch, warfen dem Besitzer ihre Trikots vor die Füße und verließen vorerst das Team. Die Aktion der Spieler hat anscheinend ihre Wirkung nicht verfehlt. Gruden und die restlichen Trainer wurden am nächsten Tag nach einem Meeting wieder angestellt und mit einem neuen 3 Jahres Vertrag ausgestattet.

Die Eisbärenfans von black corner 2007, die schon mehrere Veranstaltungen mit und für Flüchtlinge organisierte, veranstaltete letztes Wochenende wieder eine Soliparty um neue Spenden für viele weitere Aktionen zu sammeln. Vor so viel Engagement zieh ich meinen Hut und bedanke mich hier auch noch mal dafür.

In eigener Sache
Apropos Spenden, neben für LiMa+ schreibe ich noch für den Hockeyblog „The Big Hockey Theory“. Dort sammeln meine Mitstreiter und ich während des Movembers im November Geld für den Kampf für die Männergesundheit und gegen Hodenkrebs, Prostatakrebs, Bewegungsmangel und den psychische Krankheiten. Unter http://moteam.co/the-big-hockey-theory-tbht oderhttp://mobro.co/wally44 könnt auch Ihr den einen oder anderen Euro spenden. Vielen Dank dafür! Mehr Informationen über den Movember findet Ihr hier.
Bisher konnten nach 10 Tagen 195 Euro online und 60 Euro offline im Fanbogen der Eisbären Berlin an Spenden gesammelt werden. Es liegt nun an den #WHC Lesern, die Summe noch etwas steigen zu lassen. MoBro bei den Eisbären ist in dieser Saison Constantin Braun.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 22

#WallysHockeyCorner 22

Die Heimserie hält…

Es tut gut, wieder in der heimischen Mercedes-Benz Arena Eishockey schauen zu können. Nach meinen Wiener Hockeyausflug (Bericht unten) gab es gleich vier Spiele in der heimischen Arena zu verfolgen. Neben dem Charityspiel zwischen den Eisbären Allstars und einem Team von Gazprom waren Augsburg, München und Wolfsburg zu Gast. Nun aber viel Spaß bei der neusten Ausgabe von #WallysHockeyCorner.

Eisbären Berlin
„Six in a Row“ würden US-Kommentatoren energisch in ihre Mikrofone schreien nach dem Heimsieg am vergangenen Sonntag, 25. Oktober. Als einziges DEL Team sind die Eisbären damit Zuhause noch ungeschlagen. Innerhalb der letzten 14 Tage hatten die Eisbären vier Spiele. Zuerst kam es zum „bayerischen Wochenende“ mit Augsburg und München, danach mussten die Eisbären zum Klassiker nach Mannheim, ehe das Wochenende mit dem Spiel gegen Wolfsburg beendet wurde. Gegen die Panther aus Augsburg gewannen die Hauptstädter vor 12.256 Zuschauern 7:3.

Zwei Tage später fand der Doubleheader mit zwei Spielen statt. Zuerst um 12 Uhr das Charity-Spiel (siehe unten) und um 16:30 Uhr das DEL Spiel gegen die Münchener, die mittlerweile die halbe ehemalige Mannschaft der Hershey Bears aus der AHL in ihrem Kader haben. Neben Steve Pinizzotto, Keith Aucoin wurde kurz nach dem Spiel noch der Torhüter David Leggio verpflichtet. Stürmer Barry Tallackson bestritt sein 300. DEL Spiel und krönte das Jubiläum auch mit dem Tor zum 5:3 Endstand. Während der drei Spiele Anfang Oktober konnten die Eisbären – wie in der letzten Kolumne geschrieben – nur 1 Tor schießen, aber an diesem Wochenende ist der Knoten mit 12 Toren in zwei Spielen geplatzt. Die Torsirene leuchtete so oft rot auf, dass man meinen könnte, man wär farblich auf der 1. Mai DGB Gewerkschaftsdemo. Nach diesem Torfestival hatten sich die Berliner auf den 1. Platz der DEL Tabelle zurückgekämpft.

Zumindest bis zum Spiel in Mannheim, dass knapp 2:1 verloren ging. Positiv war, dass Stürmer Marcel Noebels endlich seinen ersten Saisontreffer erzielen konnte. Vor 13.116 Zuschauern fand am 25. Oktober das Heimspiel gegen die Grizzlys aus Wolfsburg statt. In einem engen Spiel, das von den Schiedsrichtern dominiert wurde, schickte man die Gäste aus der VW-Stadt 3:2 nach Hause. Und bei der Pressekonferenz wirkte der Trainer der Gäste zufriedener als der Heimtrainer. Die ersten beiden Tore der Berliner erinnerten mich an Tore der Washington Capitals, die vor kurzem in Kanada gefallen sind. Marcel Noebels spielte einen wunderbaren No-look-Pass auf Spencer Machacek, der dann einnetzte. Genauso einen Pass hatte fünf Tage zuvor Evgeny Kutznetsov auf André Burakovsky in Calgary gespielt. Das zweite Tor erinnerte an einen Treffer der Capitals, der drei Tage zuvor in Vancouver fiel. Ein langer Pass, ein kurzer Pass, dann versenkte der junge Stürmer Sven Ziegler das Ding wie Topstürmer Alex Ovechkin. Mit dem 13. Spieltag ist auch schon das erste Viertel der laufenden Saison geschafft. Ich glaube, die Wenigsten sind vor der Saison davon ausgegangen, dass die Eisbären nach den ersten 25 Prozent der Spiele auf Platz drei der DEL-Tabelle stehen. Aber wir wissen auch, da die Liga unglaublich eng ist, dass sich das wöchentlich ändern kann. Jeder kann jeden schlagen, zur Tabellenspitze sind es nur zwei Punkte und zu Platz 10 auch nur sechs Punkte.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies errangen in den vergangenen 14 Tagen seit der letzten Kolumne drei Siege und kassierten eine Niederlage. Gegen den ERC Ingolstadt verloren sie 2:5 und gewannen tags zuvor nach Penaltyschiessen 4:3. Zwei weitere Siege gab es am 24. und 25. Oktober gegen EKU Mannheim. 7:1 und 8:0 waren die Endstände. Mit elf Punkten belegt der OSC den vierten Platz in der DFEL hinter Ingolstadt, Planegg-Würmtal und Spitzenreiter Memmingen.
Vier Mal innerhalb der letzten 14 Tage kamen die Jungs von FASS Berlin unter die Räder. Gegen die Saale Bulls aus Halle hieß es zuhause am 16. Oktober 1:6. Bei den Wedemark Scorpions verloren die Akademiker zwei Tage später 6:2. In Timmendorf gab es eine 5:2 Klatsche und am vergangenen Sonntag schenkten die Harzer Falken im Kellerduell den Akademikern neun Tore, bei 4 geschossenen ein. Nach zehn Spielen steht FASS Berlin mit einem Punkt am Tabellenende und verwaltet dort die rote Laterne.

Hockeyhopping in Wien
Während meiner zweiwöchigen Reise durch Europa hatte ich hockeytechnisch einmal Glück und einmal Pech. Pech war, dass Slovan Bratislava aus der KHL am 11. Oktober kein Heimspiel, sondern ein Auswärtsspiel bei Lada Togliatti hatte. Glück hingegen hatte ich zwei Tage später, am 13. Oktober in Wien, da die dortigen Capitals ein Heimspiel gegen EC Red Bull Salzburg bestritten. Da meine Reise relativ langfristig geplant war, wollte ich gern schon Tickets für die Partie kaufen, als der Spielplan der österreichischen EBEL bekannt gegeben worden war. Aber in Wien ist es anscheinend erst zwei Wochen vor dem Spiel möglich, Karten zu erwerben. Als ich dann eines Abends zu Hause am PC saß und die Tickets erwerben wollte, wurde ich schon stutzig: Warum kostete das teuerste Ticket gerade einmal 25 Euro? (Im internationalen Vergleich für die Haupttribüne wirklich ein Schnäppchen. In Berlin ist man zum Beispiel ab 40 Euro dabei.) Später sollte ich noch herausfinden, warum der Preis so günstig war. Vorab habe ich mir natürlich die Kader der Teams angesehen. Außer Nathan Lawson im Tor der Capitals und Brian Fahey in der Verteidigung von Salzburg war jetzt niemand dabei, auf den man sich groß hätte freuen können. Lawson kenne ich noch aus der Organisation der New York Islanders und Brian Fahey war mal für die Washington Capitals und ihrem Farmteam, die Hershey Bears aus der AHL, tätig. Dort spielte er mit der oben erwähnten, gefühlt halben Mannschaft von Red Bull München zusammen (Pinizzotto und Aucoin).

Als ich am 13. Oktober nun nach meiner „Touritour“ durch Wien den Abend im Eissportzentrum Kagran, in der Albert-Schultz-Eishalle ausklingen lassen wollte, war ich schon ziemlich kaputt. Denn in den neun Tagen davor, lagen schon sechs Länder hinter mir, die ich bereist hatte. Dementsprechend ruhig hatte ich es angehen lassen und mir erstmal die Arena von außen und von innen angesehen. Die Art der Halle war ungewöhnlich und nicht arenatypisch. Zirka 7.000 Zuschauer finden während der Spiele dort Platz. Ungewöhnlich war auch, dass ein Videowürfel fehlte. Aber dafür gab es über beiden Stehplatzbereichen große Anzeigen. Als ich dann meinen 25 Euro Premiumplatz eingenommen hatte, war mir klar, was hier schief lief: Am oberen Plexiglasrand hinter der Strafbank gab es eine Begrenzung, die sich auf die komplette Breite der Strafbank ausdehnte. Weder war es gut, um Fotos zu machen noch, um das Spiel angenehm verfolgen zu können. Das Spiel an sich war auch nicht besonders aufregend. Ohne die österreichische Liga EBEL abzuwerten, hat man schon einen Klassenunterschied zur deutschen DEL gesehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mehrmals in den Sekundenschlaf eingenickt bin, weil das Spiel nicht so toll war, oder weil ich nun wirklich nach neun Tagen Reise total ausgepowert war. Am Ende verlor der österreichische Vizemeister Vienna Capitals 0:3 gegen den Meister aus Salzburg. Es war ein Ausflug, den man sich mal geben konnte, aber jedes Wochenende EBEL möchte ich mir nun auch nicht antun. Ich bin gespannt, wie Ende November mein Ausflug in das schweizerische Eishockey, in die NLA wird, nach Zürich, Ambri und Kloten.

Diverses
Eisbärenkapitän André Rankel und der Verteidigungsminister Frank Hördler wurden für den Deutschland Cup vom 6. bis 8. November in Augsburg nominiert. Hördler kann die Nominierung allerdings nicht wahrnehmen, da er 4 bis 6 Wochen aufgrund von Knieproblemen ausfällt.
Das jährliche Gazprom Charity-Spiel gewannen in alter Tradition die Russen. Diesmal 7:2. Die Torschützen für die Eisbären Allstars waren Nico Pyka und Tore Vikingstadt. 2.000 Flüchtlinge und Helfer von „Moabit hilft“ waren auch zu dem Spiel eingeladen. Von dem Spiel profitieren finanziell „Moabit hilft“ und – so wie in den letzten Jahren auch – die Eisbären Juniors. Gedanken sollte man sich um die Zuschauerentwicklung machen. 2013 waren noch 8.000 Zuschauer in der Arena, 2014 waren es 6.000 Zuschauer und jetzt, 2015, nur noch 4.210 Zuschauer. Stargäste auf Eisbärenseite waren Marc Fortier, der Ende der 90er Jahre Kapitän bei den Eisbären war, und Thomas Sjögren.
Marc Fortier trainierte am Donnerstag vor dem Gazpromspiel unter anderem auch die Eisbären Juniors mit.
Der ehemalige Eisbärenmanager Lorenz Funk ist an Krebs erkrankt.
In der vergangenen Saison wurden von den Eisbären beim „Pink in the Rink“ 15.000 Euro für die Susan G. Komen Stiftung zur Bekämpfung von Brustkrebs gesammelt. In den vergangenen 16 Jahren seit der Gründung der Stiftung waren es insgesamt 1,2 Millionen Euro. In dieser Saison sehen die Zahlen BISHER wie folgt aus: 1.500 Euro Spenden wurden durch den Fanbogen – und 5.913 Euro durch freiwillige Helfer in der Arena gesammelt. Mal sehen, wie viel noch zusammenkommt bis zur Endabrechnung. Aber 7.413 Euro sind erstmal kein schlechter Start.
Ab der nächsten Saison möchten sich die Eisbären an der 1998 ins Leben gerufenen Kampagne #HockeyFightsCancer aus der NHL beteiligen. Es könnte sein, dass wir dann statt Pink ziemlich viel Lavendel/Lila sehen.

In eigener Sache
Apropos Kampf gegen den Krebs: Neben LiMa+, schreibe ich noch für den Hockeyblog „The Big Hockey Theory“. Dort sammeln meine Mitstreiter und ich während des „Movembers“ im November Geld für den Kampf um die Männergesundheit und gegen Hodenkrebs, Prostatakrebs, Bewegungsmangel und psychische Krankheiten. Unter http://moteam.co/the-big-hockey-theory-tbhtoder http://mobro.co/wally44 könnt auch ihr den einen oder anderen Euro spenden. Vielen Dank dafür! Mehr Informationen über den Movember findet ihr hier: http://thebighockeytheory.de/?p=537

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 21

#WallysHockeyCorner 21

Der Sturm ist ein laues Lüftchen

„Mensch, dit war heut mal wieda richtee schönet Hockey. Die haben um jeden Puck jekämpft. So wie früher.“ Mit diesem schönen Zitat eines Fans, das ich nach dem Spiel der Eisbären gegen Ingolstadt aufgeschnappt hab, sollte eigentlich die Kolumne beginnen. Aber nach der Niederlagenserie von drei Spielen passt es nicht mehr so ganz. Eine Torausbeute von gerademal einem Tor in 3 DEL-Spielen ist viel zu wenig. Und das eine Tor wurde noch von Verteidiger Baxmann erzielt. Krupp muss jetzt die richtigen Schrauben drehen, dass auch die Stürmer wieder treffen. Trotz alledem: Ein herzliches „Hallo!“ aus Wien, wo ich mir heute mal die österreichische Liga EBEL zu Gemüte führe. Den Bericht dazu gibt es in zwei Wochen an gewohnter Stelle. Nun aber erstmal viel Spaß mit der neuen und ausnahmsweise kurzen Ausgabe von #WallysHockeyCorner!

Eisbären Berlin
Schwupps, da ist es schon wieder Oktober oder wie man zu der Zeit im Profisport auch sagt: #Pinktober, #PinkInTheRink, #HockeyFightsCancer oder wie ich gern schreibe #BreastCancerAwarenessMonth. In dieser Zeit holen die Eisbären (und viele andere Profiteams) das pinke Equipment aus dem Schrank und spielen für den Susan G. Komen Deutschland e.V., um Aufmerksamkeit für Brustkrebs zu generieren und Spenden zu sammeln. Den kompletten Oktober tragen die Eisbären pinke Handschuhe, mitunter nutzen sie auch pinke Schläger wie z.B. Goalie Petri Vehanen. An zwei DEL Spieltagen tragen die Berliner dann auch pinke Trikots.

Nun aber zum Sportlichen: Gegen die Panther aus Ingolstadt gab es ein hochwertiges, defensiv geprägtes Spiel. In der Pressekonferenz lobten beide Coaches überschwänglich das gegnerische Team. Während Krupp Ingolstadts Goalie Timo Pielmeier rühmte (der übrigens mal in der Organisation der Eisbären für kurze Zeit spielte, bevor er nach Nordamerika wechselte), lobte Panthercoach Manny Viveiros den jungen Verteidiger Jonas Müller. Er ist wirklich von ihm beeindruckt und froh, dass solche guten, jungen Verteidiger in Deutschland nachkommen. Die erkämpfte Tabellenführung war für Krupp ein kleiner Pluspunkt. Mahnend sagte er allerdings gleich, dass es auch Wochen geben wird, wo die Eisbären nicht auf Platz 1 stehen werden und sie sich dann als Team auf ihre Stärken besinnen müssen. Gegen die Freezers aus Hamburg gab es im Derby nach einer sechs Spiele andauernden Siegesserie (inkl. CHL) eine 0:3 Klatsche. Petri Vehanen bekam nach sieben DEL Spielen mal eine Pause und so kam der zweite Goalie, Kevin Nastiuk, zu seinem ersten Saisoneinsatz. Die Klatschen zwei und drei in Serie (DEL) gab es am Wochenende in NRW. Am Freitag, 9. Oktober, unterlagen die Eisbären 2:0 der Düsseldorfer EG. Deutlicher war das Ergebnis gegen die Haie aus Köln zwei Tage später. Dort musste Petri Vehanen sechsmal hinter sich greifen, um die Scheibe aus seinem Tor zu holen. Das einzige Tor bei der 6:1 Niederlage gegen die Haie erzielte Baxmann. Das Positive in den letzten 14 Tagen war das Weiterkommen in der Champions Hockey League. 3:3 Unentschieden trennten sich die Eisbären von den Norwegern aus Stavanger. Im Achtelfinale (das im Wellblechpalast gespielt wird) treffen die Hauptstädter auf Skelleftea AIK aus Schweden. Die Eisbären sind das einzige deutsche Team in der Runde der letzten 32 in der CHL.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Akademiker von FASS Berlin kommen in der neuen Oberliga Nord nur schwer in Tritt. Nach sechs Spielen steht auf dem Konto der Jungs von FASS Berlin gerade einmal 1 Punkt. Dieser konnte in Hamburg bei den Crocodiles nach einer Niederlage durch Penaltyschiessen geholt werden. (5:4 n.P.) Die restlichen drei Spiele der vergangen zwei Wochen verloren die Jungs. Gegen den Hamburger SV hieß es knapp 2:3 und gegen EHC Neuwied sowie EC Hannover Indians kassierte die Mannschaft von Jesse Panek jeweils sechs Tore, versenkte aber nur zwei im Tor des Gegners.
Die Eisladies vom OSC hatten Spielfrei und stehen erst wieder am 17. und 18. Oktober auf dem Eis gegen die Damen vom ERC Ingolstadt.

Diverses
Seit ein paar Wochen habe ich das Eishockeyteam der Arizona State University ganz gern. Dort steht hinter der Bande auch ein alter Bekannter aus Berlin. Alex Hicks, der in der Saison 2000/2001 für die Eisbären die Schlittschuhe schnürte, coacht nun als Co-Trainer die Arizona Sun Devils mit.
Am 4. Oktober spielte Daniel Kreutzer von der DEG sein eintausendstes DEL Spiel. Laut eigener Aussage war sein erstes DEL Spiel im Wellblechpalast in Hohenschönhausen – damals gegen die Eisbären.
„Gegendarstellung“: In meiner vorletzten Kolumne hatte ich Matt McIlvane in einer Reihe mit nicht ganz so guten ehemaligen Eisbärenspielern genannt. Zwei meiner Leser haben nun interveniert. Also stelle ich fest, McIlvane war ein guter Defensivstürmer.
Mit besten Grüßen an Dennis und Hartmut. 😉

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 20

#WallysHockeyCorner 20

Saisonstart geglückt

…anders kann man die Bilanz nach drei DEL Wochenenden nicht ziehen. Neben einer Niederlage stehen fünf Siege auf der Habenseite der Eisbären Berlin. Dass ein Sieg dabei in der Verlängerung gelang und man dadurch einen Punkt abgeben musste, ist da sicherlich zu verschmerzen. 14 von 18 möglichen Punkten sind geholt und die Devise kann nur lauten: Weitermachen!

Eisbären Berlin

Viel hatte man sich vor der Saison ausgemalt, wie sehr werden Mannheim und München die Liga dominieren und wo im Mittelfeld stehen die Eisbären. Aber Pustekuchen, nach sechs Spieltagen stehen die Hauptstädter auf Platz 2 der Tabelle, hinter der großen Überraschung zum Start der DEL Saison 2015/2016, den Straubing Tigers, die bisher erst eine Niederlage (in Berlin) kassierten. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen. In den letzten zwei Wochen waren alle Spiele eng und bis auf das Champions Hockey League Spiel gegen die Stavanger Oilers wurden alle mit nur einem Tor Vorsprung gewonnen. Ausnahme war das 7:5 gegen den Tabellenführer aus Straubing. Da sorgte „6 Feldspieler“ der Bayern für ein offenes Tor.

Aber von vorne: Gegen die Grizzlys aus Wolfsburg, die in der Sommerpause ihr Design massiv geliftet haben und sich das altbackene Logo abgestreiften, wurde am Freitag, 18. September, 3:2 gewonnen, ehe es zwei Tage später zu dem fulminanten Spitzenspiel zwischen den Berlinern und den Tigers aus Straubing kam. Binnen 60 Minuten, in denen es auf und ab auf dem Eis in der Mercedes-Benz Arena ging, wurden 12 Tore geschossen. 7 auf Seiten der Berliner und 5 Mal musste Vehanen hinter sich greifen. In der Mixed Zone sagte Captain André Rankel nach dem Spiel, er glaube, „dass die Eisbären ein einfaches Hockey spielen.“ Aber ich sehe das gar nicht so. Sehr oft hat z.B. nicht der erste anspielbare Mann den Puck bei Pässen angenommen, sondern ihn durchgelassen für den Mann dahinter, während sich mitunter die Gegenspieler auf den ersten Passannehmer konzentrierten. Besonderes Highlight waren die beiden ersten DEL Tore des Verteidigers Constantin Braun nach knapp 11 Monaten Verletzungspause.

Am Sonnabend, 19. September, fand in der Arena #ebbwelcomesrefugees statt, zu der Veranstaltung könnt ihr unten mehr lesen. Beim vorherigen Training war wieder der Ex-Torhüter der Washington Capitals und Goaliecoach der Berliner, Maxime Ouellet zu Gast und arbeitete besonders mit Kevin Nastiuk. Zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen, ging es am Dienstag in die mit 4.069 Zuschauer mehr als leere Arena zum Champions Hockey League Spiel gegen den Norwegischen Serienmeister, der 2010, 2012, 2013, 2014 und 2015 Meister wurde. In einem zähen Spiel, das sich zog wie ein alter Kaugummi, zeigten sich die Eisbären dann doch als cleverere Mannschaft. Mit ihrem 3:0 Erfolg schufen sie eine gute Grundlage für das Rückspiel am 6. Oktober in Norwegen und den möglichen Achtelfinaleinzug gegen HC Kosice aus der Slowakei oder Skellefteå AIK aus Schweden. Nach dem 3:0 Sieg gab Uwe Krupp seinen Jungs einen Tag frei, ehe es am Donnerstag zurück aufs Wellblechpalast-Eis zum Trainieren ging und dann ins Auswärtswochenende nach Krefeld und Schwenningen. Gegen die Pinguine aus der Seidenstadt ließ man einen Punkt liegen und gewann in der Verlängerung 2:1. Zum Abschluss des Wochenendes gewannen die Eisbären in der Helios-Arena gegen die Wild Wings 3:2. Der von den Eisbären an die Wild Wings ausgeliehene Verteidiger und italienische Nationalspieler Alex Trivellato, schoss in dem Spiel sein erstes Saisontor. Nach fünf Siegen in den letzten fünf Spielen steht am Freitag, 2. Oktober, ein Heimspiel gegen Ingolstadt an, ehe die Eisbären auf einen Vierspiele Roadtrip gehen. Von Hamburg geht es übers norwegische Stavangar und Düsseldorf nach Köln.

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Eisladies starteten durchwachsen in die DFEL Saison 2015/2016. Nach einer 4:3 Niederlage am 25. September beim EC Bergkamen konnte das Rückspiel Tags darauf 2:0 gewonnen werden.
Mit zwei Niederlagen in die Oberliga Nord starteten die Männer von FASS Berlin. Gegen die Wedemark Scorpions endete das Spiel knapp mit 3:4. Deutlich höher fiel die Niederlage beim Topfavoriten der Liga, in Leipzig bei den Icefighters aus. Dort mussten sich die Akademiker mit 7:3 geschlagen geben.

#ebbwelcomesrefugees Part 2

Bereits zum zweiten Mal nach Ende Februar luden die Eishockeyfans für Toleranz zusammen mit black corner 2007, Eisbären Berlin, Mercedes-Benz Arena, Eisbären Kids Club und dem Maskottchen Bully zu #ebbwelcomesrefugees ein. Am Sonnabend, 19. September um 14 Uhr, war es soweit, die rund 50 Flüchtlingskinder aus drei verschiedenen Einrichtungen gingen mit zirka 50 Kindern des Eisbären Kids Clubs und Florian Busch zwei Stunden aufs Eis. Neben anderthalb Stunden Schlittschuhlaufen durfte die letzte halbe Stunde Eishockey gespielt werden. Die vielen lachenden Gesichter waren den zahlreichen Helfern sicher Dank genug, obwohl ich mir vorstellen kann, dass die auch gar keinen Dank erwartet haben. Bei der zweiten Auflage der Veranstaltung konnte man auch ein paar Hintergründe über die Kinder erfahren. Zum Beispiel war da das Mädchen aus Syrien, das ihren rechten Arm durch Granatsplitter verlor. Das sind Geschichten, die das grausame Geschehen dort greifbarer machen. Ich habe es schon nach der ersten #ebbwelcomesrefugees Veranstaltung hier in meiner Kolumne geschrieben und muss es jetzt noch mal untermauern: Ich kann diese „besorgten Bürger“ absolut nicht verstehen, die wegen der Flüchtlinge auf die Straße gehen. Hätten sie dasselbe durchmachen müssen, wären sie auch froh, wenn sie irgendwo in einem sicheren Land abseits von Krieg und Terror ihre Ruhe finden könnten.

Wo allerdings viel Licht ist, gibt es auch irgendwo etwas Schatten. So wurde ich vor #ebbwelcomesrefugees darauf aufmerksam gemacht, dass es im näheren Umfeld der Mannschaft mehrere Mitarbeiter der Eisbären gibt, die wiederholt öffentlich in sozialen Medien neurechten und rechtspopulistischen Content verbreiten wie z.B. von „Pegida“, „Wacht auf“, „Anonymus“, „Schnauze voll von der BRD GmbH Pseudostaat-Regierung“ und ähnlichem. Es ist mir persönlich völlig unerklärlich, wie man mit solchen Ansichten bei einem internationalen Arbeitgeber arbeiten kann (sei es bei den Eisbären Berlin oder bei der noch internationaler aufgestellten Anschutz Entertainment Group). Ob sich die Eisbären auch in dem Umfang von den Vorfällen öffentlich vor einem Spiel distanzieren, wie vor genau einem Jahr, als es in der damaligen o2 World einen Vorfall gab, wo fremdenfeindliche Äußerungen von Fans gegen farbige Mitarbeiter einer Reinigungsfirma getätigt wurden, bleibt abzuwarten. Ich hoffe die Eisbären besinnen sich auf das folgende Zitat aus der gemeinsamen Erklärung vom September 2014 und geben sie den beiden Mitarbeitern auch nochmal zu lesen:
„Für Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung ist bei uns kein Platz!“
P.S. zum Champions Hockey League Spiel gegen die Stavanger Oilers haben die Eisbären dann noch 450 Freikarten ausgegeben für benachteiligte Jugendliche, soziale Projekte, Flüchtlinge und die engagierten ehrenamtlichen HelferInnen.

Diverses

Die Eisbären haben in dieser Saison einen Statistikanalysten verpflichtet. Aus Belfast von den dortigen Giants wechselte Alan Hamilton in die Hauptstadt, um auch hier die Spiele auszuwerten. In der vergangenen Saison arbeitete Hamilton zusätzlich für die London Knights aus der Ontario Hockey League und analysierte dort – laut seinem Blogpost – jedes Spiel über vier Stunden. In der NHL zum Beispiel ist es seit einiger Zeit en Vogue, auf diese moderne Spielauswertung und Bewertung einzelner Spieler zu setzen und sie dadurch besser zu machen. In der letzten Woche gab es auf Twitter eine Debatte zwischen solch einem Analysten, wie die Eisbären ihn geholt haben und dem ehemaligen NHL-Spieler Paul Bissonnette, der von der ganzen Sache nicht so überzeugt war. Während die Analysten nur auf die reinen Zahlen schauen, meinte Bissonnette, dass diese Zahlen eben nicht die ganze Story erzählen und es auch den menschlichen Blick braucht, da beispielsweise ein Spieler der dritten Reihe nicht die selben Aufgaben hat, wie ein Spieler der ersten Reihe. In beiden Aussagen steckt Wahrheit und ein Mix aus beiden Richtungen wird wohl die Teams stärker machen als eine Fokussierung auf nur eine Analyse. Bisher haben der SC Langenthal, die Zürich Lions und Frölunda Göteburg in Europa auch solche Analysten verpflichtet. Übrigens sind die ersten Teams, wie zum Beispiel die Toronto Maple Leafs, schon wieder den nächsten Schritt gegangen: Sie haben nach dem Analysten aus der letzten Spielperiode für diese Saison einen Sportwissenschaftler angestellt, der die Biomechanik der Spieler in Echtzeit überwachen soll. Dadurch sieht man kleinere Blessuren, bevor sie zu ernsten Verletzungen werden. Ebenso kann man mit dieser Technik erkennen, wann ein Spieler eine längere Pause braucht. Mit den gewonnenen Daten wird man über einen längeren Zeitraum sicherlich richtig viel anfangen können.

Am 6. Dezember kommen die Fans der Iserlohn Roosters mit einem Sonderzug in die Hauptstadt. 
Die Eisbären haben sich von Fanbetreuer Robbie Haschker getrennt, die Sendung Eiszeit von tv.Berlin wurde vorerst eingestellt. Grund sind rechtliche Differenzen zwischen dem Sender und der DEL. Einer der fünf Fanbeiratsmitglieder ist zurückgetreten.
Eisbären-Rückkehrer Micki DuPont trainiert ab sofort 1 Mal pro Woche (immer mittwochs) die U12 Kleinschüler der Eisbären Bambinis mit. Hauptamtlicher Trainer bleibt Rumid Masche.
Nachdem ich in der letzten Ausgabe von #WallysHockeyCorner über den neuen Twitteraccount von Sven Felski berichtete und davon, dass Constantin Braun auch mal einen hatte, ihn aber wieder löschte, tauchte zehn Tage nach dem Erscheinen von #WHC der Account @cbraun90 in meiner Timeline auf. Tine ist also wieder zurück. Welcome back! #ff

In eigener Sache

Ob in zwei Wochen die nächste #WHC Ausgabe pünktlich kommt oder eventuell mit einer Woche Verspätung kann ich hier noch nicht versprechen, da ich zu der Zeit durch Europa reise und mir unter anderem auch Eishockey in der österreichischen Liga EBEL gönne. Also nicht sauer sein, wenn ihr erst wieder in drei Wochen von mir lest. Ansonsten bleiben euch ja noch meine Tweets. Folgen könnt ihr mir unter @Wally44 oder für News aus Lichtenberg, Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf @LichtMarzPlus.
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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 19

#WallysHockeyCorner 19

“Endlich wieder Eishockey…”

…stand auf dem Banner an der Oberbaumbrücke, das mit dem blau-weiß-roten Rauch umrandet war, der am Freitagmorgen des 1. DEL Spieltages der Saison 2015/2016 zu sehen war. So ganz stimmt das ja nun auch nicht, da die Champions Hockey Saison schon läuft, aber grundsätzlich stimme ich mit dem Spruch überein. Wird Zeit, dass es wieder losgeht. Zumindest live in der Arena. Im Netz gibt es seit Jahren gefühlt keine Sommerpause mehr, da jeden Tag stündlich, wenn nicht gar minütlich, neue Hockeynews kommen und man dadurch auch keinen Abstand mehr findet. Wie schön waren da die Sommerpausen noch vor 13, 14 oder 15 Jahren. Als man mal wirklich nichts mitbekommen hat zwischen April und September.

Eisbären Berlin
Mit viel Pathos begann am Mittwoch, 9. September, die Saisoneröffnungspressekonferenz der Eisbären Berlin beim Hauptsponsor Gasag. Der neue Berater des Aufsichtsrates, Billy Flynn, berichtete, wie er vor 20 Jahren die Friedrichstraße hoch und runter irrte nach einen neuen Hauptsponsor für seine Eisbären. Damals wollte das Finanzamt den Verein schließen und die DEL die Lizenz verweigern. All das ist dank der Gasag nun Schnee von gestern – oder von vor 20 Jahren. Dies soll auch die Kampagne „Größter Fan seit 1995“ untermauern, die Gasag-Geschäftsführerin Vera Gäde-Butzlaff vorstellte. In der seit 11. September laufenden Kampagne sollen über die Saison hinaus 20 Fans vorgestellt werden. Wie Trommler Ralle, der schon mehrmals in Medien rund um die Eisbären auftauchte (z.B. im Eisbärenfilm Heimspiel aus dem Jahr 1998). Aber auch Eisbärenmitarbeiter wie Billy Flynn oder Sven Felski werden zu Wort kommen. Gasag-Angestellte wie Birgit Jammes, der künstlerische Leiter des Grips-Theaters, Stefan Fischer-Fels, das Direktoriumsmitglied der Neuköllner Oper, Andreas Altenhof, der Karat-Gitarrist Bernd Römer und viele weitere Fans des Vereins werden auf der Kampagnenplattform www.groesster-fan.de ebenfalls vorgestellt. Ein Making of des Shootings und der Bildauswahl ist auf der Seite bereits zu finden, ebenso der Hinweis, dass es im Januar 2016 eine Ausstellung geben wird. Um die anderen Fans ebenfalls einzubinden, werden bald Badges mit dem Namen der Kampagne bestellbar sein. Ansonsten wurde vor den 29 anwesenden Journalisten berichtet, dass der Rekord der verkauften Dauerkarten gebrochen wurde, dass sich die Mannschaft so früh wie nie (seit 20. Juli) und so intensiv (unter anderem zwei Mal Eistraining am Tag) wie schon lange nicht mehr auf die Saison vorbereitet habe. Dass die Stimmung eine positiv angespannte sei, dass Trainer Krupp erst nach dem ersten Viertel der Saison eine erste Bilanz ziehen möchte, wenn man einmal gegen jeden Gegner gespielt hat, und dass Shuhei Kuji nach dem TryOut bleiben darf.
Selten gingen bei einer Spielerverpflichtung die Meinungen so auseinander wie bei der von Kuji. Auf der einen Seite Fans, die es ganz fantastisch finden, so einen kleinen, schnellen und wendigen Spieler in den Reihen zu haben, und auf der anderen jene, die der Meinung sind, dass Kuji dem Team nicht helfen kann. Ich persönlich freue mich über die Verpflichtung, sie ist marketingtechnisch nicht die schlechteste Entscheidung. Zudem ist Kuji auch nur ausgeliehen von Ōji Eagles und wird weiter von der Firma bezahlt, bei der Kuji angestellt ist (Ōji Seishi K.K. – eine Firma der japanischen Papier- und Verpackungsindustrie, die den Eishockeyclubs Ōji Eagles besitzt). Von den Eisbären bekommt er zusätzlich nur ein kleines Salär. Auch wenn Kuji vielleicht einem jungen deutschen Spieler wie Filin den Platz wegnehmen sollte, hat er so die Chance, sich über die DEL2 in Dresden zu beweisen, statt, wenn überhaupt, in der vierten Reihe Bankwärmer zu sein. Die Schnelligkeit, die Kuji mitbringt, hat er schon wunderbar gezeigt. Und seien wir ehrlich, Ausländerlizenzen wurden schon für ganz andere Spieler „verschwendet“. Heid, Swärd, Angell, Arniel, Hahn, MacIlvaine, Kosick, Katic und Wharton waren in den letzten zehn Jahren auch nicht unbedingt die Granaten, die sich mancher Fan gewünscht hätte. Von daher meine Empfehlung: Keep calm and support Kuji!
Zum Sportlichen: In der Champions Hockey League mussten die Eisbären am 4. September in Winterthur gegen die ZSC Lions aus Zürich antreten und zwei Tage später im französischen GAP gegen Rapaces. Beide Spiele gingen verloren. Gegen den ZSC 2:3 und gegen GAP überraschend 1:3. Durch den besseren direkten Vergleich (Hinspiel gegen GAP 6:1 gewonnen) zogen die Hauptstädter noch in die nächste Runde ein und spielen dort gegen den norwegischen Meister Stavanger Oilers. Trotz des Abos auf die Meisterschaft in Norwegen (2010, 2012, 2013, 2014, 2015) glaube ich schon, dass die Eisbären hier einen angenehmen Gegner zugelost bekommen haben. Es hätte sie schlimmer treffen können. Alles andere als ein Weiterkommen würde mich schon überraschen. Zum DEL Start gelang den Eisbären, die endlich nach -zig Jahren ein neues Intro bekommen haben, gegen Nürnberg ein Auftakt nach Maß. Mit 5:2 schoss man die Ice Tigers aus der Mercedes-Benz Arena. Auffälligster Spieler war hier bei Florian Busch, der 5 Schüsse aufs Tor von Andreas Jenike brachte. Diese Arbeit wurde belohnt mit 2 Toren für den Ur-Bayern. Später in der Pressekonferenz fragte ein beleidigter Journalist von Springer, wie denn der Cheftrainer die beiden Glückstore bewerte. Krupp und Pressesprecher Goldstein entglitten die Gesichtszüge und der Reporter bekam auch die gegenteilige Meinung von Kollegen dazu zu hören. Krupp meinte, dass das keine Glückstore waren, sondern Resultat harter Arbeit. Vorausgegangen war ein Interview in der Mixed Zone nach dem Spiel, in dem der besagte Journalist provokativ meinte, dass die 2 Tore 50 Prozent der Gesamtausbeute der letzten Saison waren. Busch konterte gewohnt flapsig: „Ich glaube, da liegst Du ein bisschen falsch. Da musst du nochmal bei Hockeyweb nachschauen. Hast doch ein Smartphone, oder?!“ Auf die Frage, wie er sich auf die Saison vorbereitete, antwortete er: „Ich bin viel Traktor gefahren, hab ne Kuh gemolken und ansonsten war nicht viel anders.“ Das war sicher nicht das Verhalten, was in den Medienschulungen vermittelt wird aber es war mal eine erfrischende Klarheit, die kurz erheiterte. Besonders gut gefallen hat mir die Verteidigerreihe Hördler und DuPont. Da bekam der Name Powerplay auch wieder seine Bedeutung zurück. Die beiden setzten offensiv viele Akzente und feuerten aus allen Rohren ihre Schüsse ab. Einnetzen konnte trotzdem ein anderer Verteidiger mit einem Schlagschuss, der 141 km/h schnell war: Herzlichen Glückwunsch an Bruno Gervais zum ersten DEL Tor im ersten Spiel! Die Tabellenführung nach dem ersten DEL Spieltag konnte nicht gehalten werden, da die Berliner sich in Iserlohn 3:2 knapp geschlagen geben mussten. Tine Braun erzielte nach knapp elf Monaten Verletzungspause in seinem dritten Spiel das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1.

OSC Berlin und FASS Berlin
Nicht viel zu vermelden gibt es von den Eisladies und den Akademikern. Beide Teams bereiten sich gewissenhaft auf die neue Saison vor. Während die Eisladies vom OSC Berlin gerade im tschechischen Tachov ihr Trainingslager mit 2x Eiszeit á 90 Minuten bestreiten und gegen die TSG Reutlingen, eine Männermannschaft aus Landesliga Baden-Württemberg, 8:4 gewannen, absolvierten die Jungs von FASS Berlin ihr erstes Testspiel gegen Oberliga-Aufsteiger Tornado Niesky in Weißwasser. Am Ende hatten die Akademiker den längeren Atem. Nachdem es zwischenzeitlich 4:4 stand, gewannen sie am Ende 4:7. Das Rückspiel findet am Sonnabend, 19. September, im Erika-Hess Eisstadion in Wedding statt. Ex-FASS Goalie Philip Lehr hat in Nürnberg einen Vertrag für zwei Monate unterschrieben als Absicherung für Andreas Jenike, falls dieser sich nach Jochen Reimer auch noch verletzen sollte.

Diverses
Demnächst findet wieder #ebbwelcomesrefugees statt. So langsam wird es auch eng auf dem Eis der Mercedes-Benz-Arena. Wie ich gehört habe, freuen sich die Kids schon massig darauf, die Schlittschuhe zu schnüren. In der nächsten Kolumne gibt es dann wie gewohnt den langen Bericht und viele schöne Bilder von lachenden Kindern. Falls ihr helfen möchtet oder Fragen habt, schreibt einfach eine Mail an faceoff@fuertoleranz.de Zusätzlich stellen die Eisbären auch immer ein kleines Kontingent Freikarten für Flüchtlinge für ihre Spiele zur Verfügung.

Sven Felski hat es geschafft, er ist endlich bei Twitter. Hoffentlich bleibt er länger als es seine ehemaligen Teamkollegen Florian Busch und Tine Braun geschafft haben, die nach einigen Monaten ihre Accounts wieder löschten. Die Anmeldung und ein „4 Minuten Chrashkurs“ erfolgte wohl in Verbindung mit den Social Media Aktivitäten von Servus TV, für die Felski als Experte vor der Kamera steht. Dass es Felski ernst meint, merkte man schon daran, dass er mehrere Journalisten aus dem Pressekorps der Eisbären um Hilfe fragte, damit er besser durchsieht. Folgen könnt ihr Hohenschönhausens Bürgermeister unter @FelskiSven #ff.

Ex-Eisbärenverteidiger Rob Cowie arbeitet seit dieser Saison für die NHL Franchise der Nashville Predators als Scout und weilt zurzeit beim #EsteroTourney in Florida, um sich die Spieler seiner Preds gegen Washington, Tampa Bay und die Florida Panthers anzusehen. Bei den Capitals aus Washington spielt der in der letzten Kolumne vorgestellte junge Schweizer Jonas Siegenthaler von den ZSC Lions mit.

Neben der bisher auf der Eisbären Website bekannten Nummer 14, die nicht mehr vergeben wird, hat sich nun auch noch die Nummer 20 von Pederson eingeschlichen, hinter der „Wird nicht mehr vergeben“ steht. Wir können uns diese Saison wohl auf eine zweite Trikotzeremonie in der Arena freuen.

Der ehemalige Torwarttrainer der Eisbären, Frederic Chabot, ist seit Anfang September Development-Coach bei den Minnesota Wild in der NHL.

Apropos Torwarttrainer, der Ex-Eisbär Sebastian Elwing, der in diesem Sommer seine Torwartschule eröffnete, heuerte in Teilzeit beim Eisbären Farmteam in Dresden an. Er wird alle zwei Wochen für drei Tage mit Marvin Cüpper und Co. arbeiten. Nebenbei studiert Elwing in Berlin noch angewandte Sport- und Trainingswissenschaft.

In eigener Sache
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Ciao and Take care!
Wally #WHC

#WallysHockeyCorner 18

#WallysHockeyCorner 18

„The old Teacher beat the Student!“

„Der alte Lehrer schlägt den Schüler!”, sagte Zürcher SC Lions Coach Marc Crawford am Sonnabend, 22. August, nach dem 6:3 Sieg seiner Mannschaft gegen die Eisbären bei der Pressekonferenz. Bevor er allerdings vom Spielgeschehen berichtete, erinnerte er an den schönsten Moment seiner Karriere, als der Eisbärencoach Uwe Krupp 1996 unter ihm das entscheidende Tor zum Stanley Cup Sieg der Colorado Avalanche schoss. Dass Marc Crawford ein exzellenter Trainer ist, merkt man nicht nur daran, wie professionell er sich gibt, sondern auch daran, dass Top-Nachwuchsspieler wie z.B. der 17-jährige Auston Matthews aus der USA (wird im nächsten NHL Draft im Juni 2016 unter den ersten 3 Picks sein) in die Schweiz kommen, um unter ihm spielen zu können und sich noch mehr zu verbessern als sie es in einem nordamerikanischen Nachwuchsteam schaffen könnten. Den gleichen Weg geht auch der von den Washington Capitals an Position 57 in Runde 2 gedraftete Schweizer Jonas Siegenthaler. Auf Anhieb überzeugte er beim Development Camp die Verantwortlichen von seiner Leistung und wurde daraufhin mit einem Drei-Jahresvertrag ausgestattet, von dem er das erste Jahr noch unter Marc Crawford beim ZSC spielen darf. Dass Siegenthaler ein so großes Talent besitzt, sieht man auch an dem Fakt, dass Steve Richmond aus der Organisation der Capitals in Berlin zu Besuch war, um Siegenthaler noch einmal zu beobachten. In zwei Wochen wird die #97 der Zürcher allerdings fehlen, da Siegenthaler für kurze Zeit nach Nordamerika fliegt, um in Florida gegen die Prospects anderer NHL Teams anzutreten. Uwe Krupp hatte völlig recht, als er in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte, dass mehr Trainer wie Crawford in Europa arbeiten müssten, „die unseren Sport mit ihrer Expertise nach vorne bringen”.

Eisbären Berlin

Die Eisbären starteten mit einem traurigen Moment in die Champions Hockey League Saison. Mit einer Choreographie und einen Moment der Stille gedachten sie des langjährigen, engagierten Fans Timo Paul, der Anfang August verstorben ist. In dem Spiel wurden die Eisbären vom ZSC in der Anfangsphase regelrecht überrannt, so dass es nach dem ersten Drittel bereits 3:0 aus Sicht der Zürcher hieß. Die Berliner konnten sich allerdings an ein 3:3 herankämpfen, ehe man zum Ende des Spiels noch 3 Tore kassierte und 3:6 verlor. Funfact, genau 364 Tage zuvor verloren die Eisbären ihr Spiel gegen das Schweizer Team aus Fribourg auch  6:3.  Im zweiten CHL Spiel drehten die Eisbären gegen den französischen Meister GAP Rapaces am Sonnabend, 29. August, richtig auf und gewannen verdient 6:1. Man of the Match war ganz klar der kleine, schnelle und quirlige japanische TryOut Spieler Shuhei Kuji, der seine sehr gute Leistung an dem Abend mit einem Tor krönen konnte, welches in der Art sonst nur absolute Ausnahmeprofis wie Alexander Ovechkin schießen. In der Mixed Zone sprach Kuji, übersetzt von Gasttrainer Mark Mahon, deutlich geflasht von der gesamten Situation, in den höchsten Tönen von den Eisbärenfans. Durch die tolle Arena und das große Medieninteresse fühle er sich etwas überrannt, so der Japaner.

Ich muss gestehen, dass ich eher skeptisch war bezüglich Kuji, aber das Spiel hat mir gezeigt, dass man ihn ruhig verpflichten könnte. Es gelingt ihm durch seine Schnelligkeit, Räume zu schaffen, die seine Mitspieler intelligent nutzen können. Oder Kuji nutzt die Chancen selbst, so wie bei seinem ersten Tor für die Eisbären, wo er einfach den einen Schritt schneller war als der Gegner. Unerwähnt bleiben sollten natürlich nicht die körperlichen Nachteile: Da Kuji mit 1,70 Meter sehr klein ist, wurde er auch beim Spiel gegen GAP öfter gecheckt. Aber wenn man ihm z.B. Henry Haase in der Verteidigung an die Seite stellt, bin ich mir sicher, dass dieser als Tough Guy seinen Job gut erledigen würde und ihn beschützen könnte. Die Zuschauerstatistik ist europaweit wieder sehr ernüchternd. Während beim Spiel gegen die Lions 6.570 Fans in die Mercedes-Benz Arena pilgerten, waren es gegen GAP Rapace nur 5.650 Zuschauer. Woher das Desinteresse bei europäischen Spielen kommt, ist mir nicht ersichtlich, da doch eigentlich jeder Eishockeyliebhaber lieber ein Topspiel gegen z.B. die ZSC Lions sehen könnte, anstatt zum gefühlt 39. Mal ein Duell mit den Straubing Tigers. Weiter geht es mit der CHL für die Eisbären mit den beiden Auswärtsspielen am Freitag, 4. September, im schweizerischen Winterthur gegen die ZSC Lions und am Sonntag, 6. September, im französischen GAP gegen Rapaces

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Damen vom OSC Berlin spielten am 22. August ihr Benefizspiel, „Kämpfen für Paul“, gegen die Hannover Lady Scorpions. Vor dem Spiel wurde ein Spendenscheck über 2.100 Euro an den Verein Kämpfen für Paul e.V. überreicht. Das an diesem Nachmittag zweitrangige Endergebnis war 3:2 nach Penaltyschießen für die Eisladies aus Berlin. Am 29. und 30. August kam es im Wellblechpalast zum international hochkarätig besetzten Howoge-Cup, den der EHV Sabres Wien für sich entscheiden konnte. In zehn Spielen an zwei Tagen gab es am ersten Tag eher die engen Kisten mit vier Partien, die mit nur einem Tor Unterschied endeten. Drei davon im Penaltyschiessen. Am zweiten Tag folgten die torreichen Spiele, die u.a. 7:5 oder 7:2 ausgingen. OSC Berlin belegte am Ende Platz 3 und hofft, den Howoge-Cup jährlich in Vorbereitung auf die neue Saison durchführen zu können.

Die Akademiker von FASS Berlin haben nochmal richtig zugeschlagen auf dem Transfermarkt. Erst holten sie die Torhüterin Mareike Krause, die mit einer Doppellizenz für OSC Berlin und FASS Berlin auflaufen darf, dann wurde der niederländische Nationalspieler Julian van Lijden verpflichtet, der zwischen 2006 und 2009 für die Eisbären Juniors in der Schüler-Bundesliga und DNL spielte. Der Kontakt zu van Lijden kam über den ehemaligen Mitspieler Christian Leers zustande. Und zu guter Letzt gibt es einen Wechsel auf der Cheftrainerposition der Akademiker. Rumid Masche wird hauptamtlich zu den Juniors der Eisbären gehen. Den freiwerdenden Posten übernimmt Czeslaw Panek. Der 61-jährige, 59-malige polnische Ex-Nationalspieler, der früher u.a. für die Preussen in Berlin spielte und als Trainer u.a. italienischer Meister mit dem HC Bozen wurde, verstärkt die Akademiker ab sofort und leitete bereits die ersten Trainingseinheiten. Um nochmal zur Torhüterin Mareike Krause zu kommen: Sie ist in bester Gesellschaft von Frauen, die versuchen, im Männerbereich Fuß zu fassen. Neben ihr haben das auf nationaler Ebene auch schon Jennifer Harß, Ivonne Schröder und Viona Harrer praktiziert so wie bei FASS Berlin im Regionalligateam Susi Götz und Nina Kamenik. International fallen mir auf Anhieb Manon Rheaume ein, die es kurzzeitig bei den Tampa Bay Lightnings probiert hat, und Shannon Szabados bei den Edmonton Oilers. Allerdings ohne Erfolg. Bei den Feldspielerinnen probierte es 1998 Maren Valenti bei den Eisbären Berlin. Für mehr als ein Testspiel gegen die Kassel Huskies reichte es allerdings nicht. FASS Berlin und die gesamte Berliner Eishockeyfamilie trauert um Detlev Minter. Der Stadionsprecher der Berlin Capitals/Preussen Berlin, der in der Saison 2005/2006 auch bei FASS Berlin am dem Mikrofon stand, verstarb am 25. August.

Diverses

Ab und zu gibt es diese Zufälle, dass bei Twitter ein Tweet auftaucht und in die Timeline gespült wird. So zum Beispiel, dass die Anschutz Entertainment Group, Besitzerin der Eisbären, für ihr Franchise in Berlin einen neuen Director Business Operations sucht. Die Stelle soll wohl im kaufmännischen Bereich auf einer Ebene mit dem Sportdirektorposten von Stefan Ustorf stehen. Es ist auf alle Fälle spannend, einmal Einblick zu bekommen, welche Anforderungen bei einer solchen Position gestellt werden und was genau die Tätigkeitsbeschreibung für so einen Job ist.  So etwas bleibt den Eishockeyfans ja meist verborgen.

Da ich ja bekanntermaßen Freund der großen Airbrush-Kunst auf Torhütermasken bin, gab es für mich vergangene Woche Grund zur Freude, denn die neue Goaliemaske von Marvin Cüpper ist aus Kanada angekommen. Ein schlichtes blau-weißes Design ohne viel Schnickschnack mit drei Eisbärenlogos hat David Leroux von DIELairbrush für Cüpper gestaltet. Funfact: Bevor Leroux seine Karriere beenden musste, spielte er für die Shawinigan Cataractes in der QMJHL. Von dem Team wechselte Cüpper im Sommer in die Organisation der Eisbären. Leroux gestaltete bisher u.a. auch Masken für Timo Pielmeier aus Ingolstadt oder den slowakischen Nationaltorhüter Jaroslav Halak im Dienste der New York Islanders. Ein wenig hatte ich ja gehofft, dass Cüpper bei seiner goldenen Farbwahl von den Cataractes bleibt, denn mir persönlich hat das ganz gut gefallen.

Die Eisbären Juniors hatten letzte Woche beim Hockey is Diversity Cup hohen Besuch aus Kanada. Neben einem Auswahlteam aus Kanada schaute auch die stellvertretende kanadische Botschafterin Jennifer May im Hohenschönhausener Wellblechpalast vorbei.

Jahrelang gab es im Sommer immer wieder Spekulationen, ob der altinternationale Spieler Jiri Dopita zurück nach Berlin kommt. Nun hätten die Eisbären die Chance, ihn zurückzuholen. Nicht als Spieler, aber um eventuell den Trainerstab zu verstärken, da Dopita nicht mehr Co-Trainer beim HC Olomouc ist.

Mike Bullard ist ein Radiomoderator aus Mississauga in Kanada und Host der Sendung „Beyond the Mic with Mike Bullard“. Seinen knapp 43.000 Followern auf Twitter verkündete er am 30. August, dass nicht er auf der gehackten und veröffentlichten Liste des Seitensprung/Datingportals Ashley Madison stand, sondern sein Namensvetter, der ehemalige Eishockeyspieler Mike Bullard, der zwischen 1998 und 2000 zwei Jahre für die Eisbären in Berlin aufs Eis ging.

Der deutsche NHL-Spieler Korbinian Holzer steht für einige Tage in Hohenschönhausen mit auf dem Eis bevor er zu seinem Team, die Anaheim Ducks, reist.

In eigener Sache
Diese Saison wird #WallysHockeyCorner noch internationaler, da bereits jetzt, vor der Saison die Spielpläne der europäischen Ligen gecheckt wurden und die ein oder andere interessante Partie von mir ins Auge gefasst wurde. So geht es dieses Jahr im Oktober nach Österreich, um dort die Vienna Capitals gegen Red Bull Salzburg zu sehen. Und Ende November noch einmal für drei Spiele der Nationalliga A, um dort an drei Tagen in drei Städten drei Matches zu sehen. Angepeilt sind ZSC Lions vs. HC Lausanne, HC Ambri-Piotta vs. ZSC Lions und Kloten Flyers vs. HC Ambri Piotta.
Vielleicht lässt sich im neuen Jahr die tschechische Liga und Sparta Prag auch noch besuchen. Ich hoffe, dass Ihr Euch schon auf die Berichte freut.
Bedanken möchte ich mich hier in aller Form auch bei den stillen Mitlesern, die nicht so im Netz aktiv sind. Denn die gibt es auch, wie ich nach dem Spiel gegen die ZSC Lions bemerkte, als ich von einer Leserin angesprochen wurde, die sich für die Kolumne bedankte und weiterhin viel Erfolg wünschte. Sowas motiviert ungemein. Vielen Dank!

Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de