#WallysHockeyCorner 05

#WallysHockeyCorner 05

Im Osten nichts Neues

So könnte die Überschrift für die neue Kolumne von mir lauten, in Anlehnung an den Roman „im Westen nichts Neues“ von Eric Maria Remarque. Tatsächlich waren die letzten beiden Wochen wieder äußerst durchwachsen. Konnten sich die Eisbären beim Freitagsspiel am 17. Oktober in Köln noch in die Verlängerung retten, um da den Zusatzpunkt zu gewinnen und kämpften sie sich beim Sonntagsspiel gegen die Schwenninger Wild Wings über die 60 Minuten zu einem mageren 2:1, fehlten anscheinend die Kräfte in der Folgewoche beim 4:3 in Krefeld und dem 1:3 gegen die Iserlohn Roosters.

Zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch an den „Verteidigungsminister“ der Eisbären, Frank Hördler zum 600. DEL Spiel im Berliner Trikot. Hatte ich in der letzten Kolumne noch bemängelt, dass das 250. DEL Spiel von Jimmy Sharrow offiziell nicht geehrt wurde, so besserte man sich bei den Eisbären diesmal und übergab Frank Hördler vor seinem 601. DEL Spiel (gegen Iserlohn) ein Trikot mit der Rückennummer 600. Als kleine Anekdote vielleicht noch: Frank Hördler und ich nutzen seit Jahren den selben Rewe zum Einkaufen und am 16. Oktober habe ich ihn endlich mal, mit dem Gedanken im Hinterkopf, was für die #WHC Kolumne zu haben, nach einem Foto gefragt.

#PinkInTheRink
Es wurde wieder für den guten Zweck in der o2 World gesammelt. Genauer gesagt für die Susan G. Komen Stiftung, die Frauen bei Brustkrebserkrankungen hilft. Initiiert wurde der #Pinktober damals durch den heutigen Sportdirektor Stefan Ustorf, dessen Frau, Jodi, an Brustkrebs erkrankte und die Halt und Unterstützung durch die Stiftung bekam. Den gesamten Oktober spielten die Eisbären in pinken Warrior Handschuhen. Bei den Spielen in Krefeld & gegen Iserlohn kamen noch die pinken Trikots dazu. Durch die Eisbären und ihre Fans konnten 7.958,62€ gesammelt werden. Obwohl ich die Aktion natürlich super finde, muss ich allerdings auch anmerken, dass man ein wenig mehr aus #HockeyFightsCancer hätte machen können. Zum Beispiel hätte man den gesamten Oktober über schon günstige pinke Shirts mit Eisbären Logo an den Merchandisingständen verkaufen können, statt nur die 85 Euro teuren Trikots. Der ein oder andere o2 World – Besucher mehr, wäre in Pink zu sehen gewesen. Des Weiteren ist es ja schön, dass dazu aufgerufen wird, Unterstützerbilder auf Twitter, Facebook und Instagram zu posten. Allerdings sollte man einen einheitlichen Hashtag dafür ausgeben, um diese Bilder dann auch zu sammeln. Vielleicht eine Anregung für nächstes Jahr.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies spielten am 18. und 19. Oktober gegen ERC Ingolstadt e.V. Das erste Spiel verloren die Berlinerinnen 4:6. Das zweite konnte 4:3 nach Penaltyschiessen gewonnen werden. Eine Woche später, am 25. und 26. Oktober gegen ECDC Memmingen, konnten die Damen beide Spiele für sich entscheiden. Das erste Spiel wurde 5:2 gewonnen und das zweite nach Penaltyschiessen 5:4.

In der Oberliga gewann FASS Berlin am 18. Oktober gegen Tornado Niesky 5:2 und verlor gegen ESC Halle 04 in der Woche darauf 5:1. Am 3. November gibt es unter dem Motto „We are Family“ ein Benefizspiel für FASS Berlin gegen den Kooperationspartner aus der DEL. Mit dem Spiel wird versucht, die Einnahmen der vier ausfallenden Heimspiele durch den Oberligarückzug von Chemnitz und Johnsdorf aufzufangen. Ich kann nur dazu aufrufen, am 3. November um 19 Uhr zum Start der Deutschland-Cup Pause, den Weg in den Wellblechpalast nach Hohenschönhausen zu finden und FASS Berlin zu unterstützen. Die sind schließlich wichtig für die Vielseitigkeit des Eishockeys in Berlin und die Nachwuchsarbeit der Eisbären Berlin.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

11 Fragen, über die ich mir nie Gedanken machen wollte…

11 Fragen, über die ich mir nie Gedanken machen wollte…<3

Die wunderbare Rebecca hat u.a. mich gebeten ein paar Fragen zu beantworten. k.A. ob das ein neues Social Media Game ist oder nicht aber es wirkt jedenfalls so mit Nominierungen und allem #PiPaPo…

1. Für was investierst du in deinem Alltag die meiste Zeit?

Zur Zeit irgendwie Gesund zu werden und irgendwie zum nächsten tag zu kommen…

2. Was brauchst du unbedingt zum Überleben?

Sauerstoff wäre wahrscheinlich die richtige Antwort aber du willst sicher aus was anderes hinaus. Deshalb sag ich mal Social Media

3. Lohnt es sich für Ideale noch zu kämpfen?

Ja natürlich, wenn man nicht allein ist & die richtigen Leute solidarisch an seiner Seite hat!

4. Wenn ein Freund dich um 4 Uhr nachts anruft,gehst du ran?

Natürlich, da läuft ja meistens sowieso noch Eishockey aus Nordamerika!

5. Welches ist dein lieblings Rezept?

Och, da hab ich keins.

6. Was würdest du dir kaufen,wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Wenn Geld absolut keine Rolle spielt? Ein Eishockeyteam und ne kleine moderne Arena nach Vorbild der Ralph Engelstedt Arena in Grand Forks North Dakota.

7. Mit welchem Schauspieler würdest du gerne einen Film drehen und worum würde es gehen?

Hm, könnte ich so spontan gar nicht beantworten.

8. Welches Teil in deiner Wohnung findest du selber total doof,aber wirfst es nicht weg,weil es dir jemand schenkte,den du sehr magst?

Ich find nichts in meiner Wohnung total Doof. Alles ist mit Sorgfalt & viel Liebe ausgestattet! 😀

9. Gehst du oder warst du schon bei einem Klassentreffen?

Joa, 2011 oder 2012 war da mal von meiner Realschulklasse ein Klassentreffen. Es war zwar Nett mal die Klassenlehrerin mal wieder zu sehen aber ansonsten konnte ich mit den leuten noch weniger anfangen als damals.

10.Du hast die Wahl, welche Superkraft würdest du dann haben wollen?

Unsichtbar sein wär schon Knorke. Mit Kraft brauch ich nichts. Das hab ich ja jetzt schon. #kchchchchc

11. Wie lange hast du für die Beantwortung der Fragen benötigt?

Schlanke 10 Minuten.

#WallysHockeyCorner 04

#WallysHockeyCorner 04

Durchwachsene Wochen, aber gute Verpflichtung

Während in der vorletzten Woche in der DEL zwei Arbeitssiege gegen München und Düsseldorf eingefahren werden konnten, mussten sich die Eisbären gegen den amtierenden Deutschen Meister Ingolstadt
und den Grizzly Adams Wolfsburg (nach Verlängerung) geschlagen geben.

Niederberger herausragend
Beim Heimspiel am 5. Oktober gegen Düsseldorf stand das erste Mal in dieser Saison in der O2 World der zweite Torhüter der Eisbären, Mathias Niederberger, im Tor. Und das ausgerechnet gegen sein altes Team. Bis 2011 stand Niederberger im Kasten der Düsseldorfer, bevor er in die kanadische Juniorenliga OHL (Ontario Hockey League) wechselte.  Das Spiel an sich war ein typisches Sonntagnachmittagsspiel. Es plätscherte alles irgendwie langsam vor sich hin und endete mit 2:1. Herausragend am Abend war für mich der oben schon erwähnte Niederberger. Auch Coach Tomlinson pflichtete dem auf der Pressekonferenz bei, indem er Niederberger als sehr talentiert bezeichnete, immer gut positioniert im Spiel, sehr athletisch. Er traue sich auch mal etwas.
Der Trainer der Düsseldorfer EG, Christof Kreuzer, pflichtete dem bei und sagte süffisant: „Tja, Düsseldorfer Schule halt!“

Gegen die DEG gaben die beiden 1996 geborenen Förderlizenzspieler Kai Wissmann und Lukas Koziol ihre DEL-Debüts. Verteidiger Jimmy Sharrow spielte sein 250. DEL Spiel. Ich hätte mir allerdings schon gewünscht, dass es vor dem Spiel eine kleine Ehrung für das Jubiläum gibt.

Effizienz fehlte
Beim Heimspiel am 10. Oktober gegen den aktuellen Deutschen Meister ERC Ingolstadt verlor man 2:5. Genickbrechend waren vor allem die ersten beiden Tore der Gäste. Das 0:1 wurde in der Schlusssekunde des ersten Drittels erzielt und das 0:2 bereits 20 Spielsekunden später im zweiten Drittel. Bei beiden Toren kann man sagen, dass die Eisbären schon bzw. noch in der Kabine waren. Ansonsten hat man der Mannschaft angesehen, dass sie platt war, viele Fehler machte, die der ERC clever ausnutzte. Jeff Tomlinson gab nach dem Spiel bei der Pressekonferenz zu, dass seine Spieler „Scheiße auf den Schlägern hatten“ weil absolut nichts gelang. Trotz 40 Schüsse auf das Tor des von mir sehr geschätzten Timo Pielmeier fehlte die Effizienz.

Ziegler in 9 Spielen 4 Punkte
In den Auswärtsspielen am 3. Oktober und am 12. Oktober gegen München und Wolfsburg konnte sich vor allem ein Youngster hervor tun. Sven Ziegler, der gerade mal 20-jährige Stürmer, spielt in einer Reihe mit den erfahrenen Darin Olver und Barry Tallackson. Ziegler sagte nach dem Spiel gegen Düsseldorf, dass die beiden ihn unterstützen, helfen, Selbstvertrauen auf dem Eis geben
und ihn mitziehen. Ziegler erzielte in den beiden Auswärtsspielen 3 Tore. Eins gegen München beim 3:1 Sieg und 2 Tore bei der 4:3 Niederlage (nach Verlängerung) in Wolfsburg. In 9 DEL-Spielen hat er bis jetzt 4 Punkte (3 Tore 1 Vorlage) gemacht. Letzte Saison waren es in 18 DEL Spielen 5 Punkte (2 Tore 3 Vorlagen).

CHL: Nur 3 Punkte in 6 Spielen
In der Champions Hockey League fuhren die Eisbären, Old School, am 7. Oktober mit dem Bus ins tschechische Zlin. In dieser Partie hatten alle jungen Spieler die für die CHL spielberechtigt waren, die Möglichkeit auf Eiszeit, da viele Spieler der Eisbären verletzungsbedingt ausfielen bzw. nicht spielberechtigt waren. Nach dem starken Spiel gegen Düsseldorf durfte auch der junge Mathias Niederberger wieder das Tor hüten. Die Partie ging 4:2 verloren und so beendete das Team aus Berlin das Abenteuer CHL mit gerade einmal 3 Punkten aus 6 Spielen gegen Zlin, Fribourg und Djugarden Stockholm.

Die Eisbären standen leider nicht alleine da, denn kein DEL Team konnte sich für die Play-offs der CHL qualifizieren. Hoffen wir für das deutsche Eishockey, dass es in der Saison 2015/2016 besser aussieht und dass sich auch mehr Fans für europäisches Eishockey interessieren.

Fazit: Es waren durchwachsene zwei Wochen. 2 Siege stehen 3 Niederlagen gegenüber. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Verletztenliste der Eisbären in naher Zukunft noch verkleinert, denn zur Zeit ist sie mit Vincent Schlenker (Rücken), Florian Busch (Schulter), Laurin Braun (Schlüsselbein), Matt Foy (Rippenbruch) und Mark Bell (Knieprellung) leider viel zu groß.

Eisbären Berlin verstärken sich mit Marcel Noebels
Ein großes Lächeln machte sich Montag Nachmittag gegen 16 Uhr auf meinem Gesicht breit, als die Medieninformation der Eisbären in meinem Mailpostfach einging. Endlich war die Nachricht raus, zu der man mit anderen gleichgesinnten Hockeynerds schon eine Weile diskutierte. Marcel Noebels wechselt nach Berlin. Noebels ist ein junger, 22jähriger Deutscher, der vor acht Jahren schon in der Schüler Bundesliga für die Eisbären spielte und schon ein Jahr DEL. Was ich an Noebels aber super finde, ist, dass er es in Nordamerika mehrere Jahre probiert hat. Er spielte dort für die Seattle Thunderbirds und Portland Winterhawks in der kanadischen Nachwuchsliga Western Hockey League (WHL) und die letzten beiden Jahre in der Organisation der Philadelphia Flyers für die Adirondack Phantoms in der American Hockey League (AHL). Der noch laufende Vertrag mit den Flyers wurde aufgelöst damit Noebels in die DEL wechseln kann. Vorher musste er allerdings noch 48 Stunden auf die „Waiverlist“ der NHL gesetzt werden. Jedes der anderen 29 Teams hätte sich dann die Rechte an Marcel Noebels sichern können. Noebels hat in Berlin einen Dreijahresvertrag unterschrieben, wird die Rückennummer 92 tragen und soll bereits nächsten Freitag beim Auswärtsspiel der Kölner Haie das Trikot mit dem Bären tragen. Nachdem es die letzten paar Jahre nicht wirklich eine Verpflichtung gab, die mich vom Hockey reißt, sind es diese Saison schon drei. Antti Miettinen und die beiden Nordamerika Rückkehrer Mathias Niederberger und Marcel Noebels. Das find ich richtig gut. Weiter so #ebb!

OSC Berlin und FASS Berlin
Beim Eisbären Kooperationspartner FASS Berlin begann ebenfalls die Saison in der Oberliga. In 3 Spielen konnte man eins gewinnen (6:4 gegen Schönheide), verlor aber zwei Spiele gegen Leipzig (7:1) und Erfurt (11:2).

In der DFEL ging dieses Wochenende die Saison auch wieder los. In der 1. Bundesliga im Frauen-Eishockey konnte der Vizemeister OSC Berlin die Aufsteigerinnen aus Mannheim am 11. Oktober 10:0 besiegen und tags darauf 14:0.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

Wally gibt ein aus!

Wally gibt ein aus!

Huhu, liebe LeserInnen,

meine Nachbarin hat mir heute 18 druckfrische Karten für das Eisbären All Stars vs. Gazprom Export Hockey Spiel am Sonntag dem 19. Oktober 12:00H. für euch gegeben.
Wer also Bock auf eine oder mehrere Freikarten hat, gibt mir rechtzeitig bei Twitter und/oder Facebook bescheid und darf sich dann am 19. Oktober 11:00H. seine Freikarte an der Blue Lane vor der o2 World bei mir abholen.

Alle Informationen zum Spiel inkl. Aufstellungen, findet ihr drüben auf der Eisbären Website.

LG

euer Lieblingswally <3

#WallysHockeyCorner 03

#WallysHockeyCorner 03

„Dynamo ist der geilste Club der Welt!“

So schallte es beim 7:3 Erfolg der Eisbären Berlin gegen das durch Verletzungen sehr stark dezimierte Team der Hamburg Freezers am 19. September durch die O2 World! Die Eisbären dominierten bis auf eine Schwächephase gegen Ende des 2. Drittels das gesamte Spiel nach Belieben. Der von mir in meiner letzten Kolumne gelobte Petr Pohl konnte in dieser Partie 4 Punkte erzielen. 3 Tore erzielte Matt Foy. Ganz besonders freut mich der Hattrick für Foy, da er in der Sommerpause sehr hart an sich gearbeitet hat, das erste Mal seit Jahren wieder mit einem privaten Fitnesscoach trainierte und dabei 10 kg abnahm. Die Eisbären holten im 47. Spiel gegen Hamburg den 31. Sieg.

Gegen Diskriminierungen
Vor dem Spiel mussten aus gegebenem, unschönen Anlass Sportdirektor Stefan Ustorf, ein Vertreter der O2 World und der Fanbeirat auf dem Eis eine gemeinsame Erklärung abgeben. Beim ersten Saisonheimspiel gegen die Straubing Tigers ist es zu rassistischen Äußerungen von „Eisbärenfans“ gegenüber Mitarbeitern der Arena gekommen. Alle Seiten machten klar, dass solch ein rassistisches, fremdenfeindliches und diskriminierendes Verhalten bei der Eisbären-Familie absolut keinen Platz hat.

Sven Felski, „Bürgermeister aus Hohenschönhausen“
Nach dem Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters am 20. September kletterten die Eisbären durch einen 2:5 Erfolg in der Tabelle kurzfristig auf den zweiten Rang. Der 5. Spieltag zwischen den Nürnberg Ice Tigers und den Eisbären wird erst am 21. Oktober ausgespielt. Das Heimspiel gegen die Adler Mannheim am vergangenen Sonntag, 28. September, stand ganz im Zeichen eines Mannes. Der Mann, der mit den Eisbären Berlin – wie es Lorenz Funk in seiner Zeit als Manager mal formulierte – vom „Scheisshaus ins Penthouse der Liga“ gezogen ist: Sven Felski! Sven Felski, der „Bürgermeister aus Hohenschönhausen“, spielte seit 1992 in 20 Jahren genau 1.000 Erstligaspiele und das alles nur für ein Team. So was ist in der Sportwelt sehr selten. Nach den vielen Tiefs im harten Ligaalltag der DEL kamen nach sechs Jahren die ersten Erfolge für Felski und seine Eisbären. Man wurde 1998 Vizemeister und 1999 Europas drittbeste Mannschaft in der European Hockey League. Die darauffolgenden Jahre waren nicht grade von Erfolg gekrönt. Erst als 2001 der Kanadier Pierre Pagé Cheftrainer der Eisbären wurde, formte er diese Siegermannschaft, die Jahr für Jahr besser wurde. Man arbeitete sich vom Viertelfinale zum Halbfinale, zur Vizemeisterschaft und dann zur ersten gesamtdeutschen Meisterschaft im Jahr 2005. Am Ende seiner Karriere hat Sven Felski sechs Deutsche Meisterschaften auf dem „Kerbholz“ sowie zwei Olympische Spiele (2006 Turin und 2010 Vancouver) und insgesamt 159 Länderspiele für Deutschland. Diese beeindruckende Karriere wurde vor dem Spiel gegen Mannheim geehrt, indem man sein Trikot mit seiner Trikotnummer #11 unter das Hallendach der O2 World hing. Diese Nummer wird nun nie wieder an einen Spieler der Eisbären vergeben.

Zum Urlaub nach Los Angeles
Für die meisten Fans war es sicherlich eine schöne Zeremonie mit etwas Gänsehaut aber ich weiß auch, wie man in Nordamerika solch eine „Jersey Retirement Ceremony“ begeht. Und in Anbetracht dessen muss ich sagen, dass ich schon etwas enttäuscht war. Ich hatte gehofft, dass man es diesmal wirklich in Angriff nimmt und versucht, an das Nordamerika-Niveau heranzukommen. Kleines persönliches Highlight war für mich, im Tributvideo den ehemaligen Kapitän der Eisbären, Marc Fortier, wiederzusehen, der die außergewöhnliche Karriere von Felski mit einer Grußbotschaft honorierte. Ich gebe aber auch zu, dass es schon ein wenig Gänsehaut bei mir gab. Für die, die sich fragen, was André Rankel Felle geschenkt hat: es war ein Urlaub für Familie nach Los Angeles. Hoffentlich fasst man sich bei den Eisbären ein Herz und begeht die nächste Zeremonie, die noch diese Saison für Steve Walker stattfinden soll, noch etwas besser. Übrigens, hätte ich dann gern noch die Porträts der im Wellblechpalast geehrten Spieler endlich auch in der O2 World hängen. Nach sechs Jahren wird es langsam Zeit.

Chapeau an Mannheim
Zum Spiel an sich kann man sagen, dass die Eisbären und die Adler 40 Minuten ebenbürtige Gegner waren und es ein rasantes Spiel gab. Im letzten Drittel war leider die Luft raus bei den Eisbären. Auf der Pressekonferenz sagte Headcoach Jeff Tomlinson, dass die Verletzungen und die grippegeschwächten Spieler keine Ausrede sein dürfen und er sehr beeindruckt war vom aggressiven Hockey der Adler. Einer der besten Spieler auf dem Eis war der von mir hoch geschätzte Glen Metropolit, den ich schon seit seiner Zeit bei den Washington Capitals, Anfang des Jahrtausends auf den Schirm habe. Dieser Spieler ist trotz seines Alters von mittlerweile 40 Jahren eine Bereicherung für die Liga. Mit mittlerweile 11 Punkten aus 6 Spielen steht Glen Metropolit auch zu Recht auf Platz 1 der DEL Top-Scorer Liste. Solch einen Spieler hätte ich gern im Eisbären Trikot gesehen. Aber Chapeau an Mannheim, dass sie ihn diesen Sommer verpflichten konnten.

Letzter CHL-Rang in Gruppe D
Diese 2:4 Niederlage war die zweite in dieser Woche. Bereits am Dienstag verlor das Team um Kapitän André Rankel das Champions Hockey League Spiel gegen Fribourg-Gotteron aus der Schweiz mit 0:2. Damit belegen die Eisbären in der CHL Gruppe D weiterhin mit 3 Punkten aus fünf Spielen den letzten Rang. Gefreut habe ich mich bei dem Spiel auch über zwei ehemalige Spieler der Washington Capitals, die jetzt in Fribourg ihre Schlittschuhe schnüren: Joel Kwiatkowski und Timo Helbling. Letzteren habe ich noch aus zwei anderen Ereignissen im Kopf, und zwar bei meinem zweiten Tessiner Derby im Februar 2008 beim HC Ambri-Piotta als er für den HC Lugano spielte. Und natürlich beim Viertelfinale der Eishockey WM 2010 in Deutschland – als es eine Sekunde vor Schluss u.a. wegen Helbling zu einer Massenschlägerei auf dem Eis kam.

Arena nicht voll
Bemängeln muss ich an dieser Stelle auch mal, dass Desinteresse der Berliner Fans an der CHL. 4860 Zuschauer sind für ein Champions Hockey League Spiel wohl ein Witz. Beim zigsten Aufeinandertreffen mit Straubing oder Augsburg ist die Arena immer gefüllt, aber bei internationalen Spielen nicht. Ich hatte beim Spiel Eisbären vs. Djugarden Stockholm zwei Freunde mit, die sonst nur zum Fußball gehen. Ich konnte ihnen dieses seltsame Phänomen nicht erklären. Falls ihr wisst, warum das so ist, schreibt es doch bitte unten als Comment. Danke!

Spenden gegen Brustkrebs
Am 7. Oktober findet das letzte CHL Gruppenspiel statt. Gegner ist der PSG Zlin aus der Tschechischen Republik. Der Oktober ist wie jedes Jahr der „Breast Cancer Awareness Month“. Dadurch, dass die Eisbären (wie auch sehr viele Teams diverser Sportarten in Nordamerika) in Pink spielen, machen sie auf die Brustkrebs-Krankheit aufmerksam. Die Eisbären tragen ab Anfang Oktober pinke Warrior Handschuhe und bei den beiden Spielen am 24. Oktober in Krefeld und am 26. Oktober zu Hause gegen Iserlohn – wie auch in den letzten Jahren – pinke Trikots. Die Aktion, die der jetzige Sportdirektor Stefan Ustorf in Zusammenarbeit mit der Susan G. Komen Stiftung in Berlin ins Leben rief, wird nun mittlerweile schon zum vierten Mal durchgeführt. In den letzten Jahren konnten so jeweils über 10.000 € an Spenden gesammelt werden.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de