#WallysHockeyCorner 13

#WallysHockeyCorner 13

5 von 6 Punkten geholt

„Wir sind froh, dass wir 5 von 6 Punkten holen konnten”, sagte Eisbären Cheftrainer Uwe Krupp bei der Pressekonferenz nach dem Match gegen einen der schärfsten Konkurrenten um einen der PlayOff Plätze, die Nürnberg Ice Tigers. Das Doppelheimspielwochenende nach der Länderspielpause begann diffus. Gegen die Panther aus Augsburg setzte es innerhalb von 20 Sekunden nach drei Spielminuten die ersten zwei Gegentore. Im Doppelschlag glichen die Eisbären postwendend aus, um zwei Minuten später wieder zwei Tore zu kassieren. Julian Talbot machte in dem Spiel seinen 150. Punkt für die Eisbären und der wiedergenesene Matt Foy sein 100. DEL Spiel. Direkt nach Spielende konnte man Uwe Krupp seine Stimmung ansehen. Kopfschüttelnd verließ er die Kabine und ging in sein Trainerzimmer. Bis zur Pressekonferenz hatte er allerdings seine professionelle Contenance wiedergefunden. Sein 150. DEL Spiel hätte Verteidiger Casey Borer am 15. Februar gegen Nürnberg machen sollen, leider verletzte er sich beim Match gegen die Panther zwei Tage zuvor und fiel mit einer Oberkörperverletztung aus.

Penaltyschießen
Gegen die Ice Tigers aus Nürnberg waren die Eisbären 57 Minuten die stärkere Mannschaft. Auf beiden Seiten gab es Chancen noch und nöcher. Die Torhüter beider Teams waren allerdings auch gut aufgelegt und verhinderten jede Menge Tore. In den letzten drei Minuten des Spiels witterten die Nürnberger noch mal Morgenluft, kamen durch zwei späte Tore zurück ins Spiel und zwangen die Eisbären in die Verlängerung. Auch in der Overtime ließen die Nürnberger in ihrem Druck nicht nach und wollten unbedingt den Zusatzpunkt. Aber mit Ach und Krach konnten sich die Eisbären ins Penaltyschießen retten, wo dann Matt Foy das entscheidende Tor erzielte. In der Pressekonferenz waren beide Trainer mit der Punkteverteilung zufrieden. Uwe Krupp, weil seine Mannschaft ein ordentliches Spiel ablieferte und Martin Jiranek aufgrund des gewonnen Punktes.
In den nächsten und letzten fünf Partien der Hauptrunde geht es für die Berliner nach Mannheim, Schwenningen und München, ehe das nächste Doppelheimspielwochenende am 27. Februar und 1. März gegen Düsseldorf und Iserlohn im DEL Terminplan steht. Hoffentlich werden von der Mannschaft alle fünf Partien als Endspiele aufgefasst, um noch einen guten PlayOff Platz zu erreichen. Grade gegen die in der Tabelle Erst -und Zweitplatzierten, Mannheim und München könnte schon PlayOff Feeling aufkommen.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies hatten in der DFEL Spielfrei. So zog auch der ERC Ingolstadt am OSC Berlin in der Tabelle vorbei auf den 2. Platz. Das nächste Spielwochenende hat Ingolstadt allerdings Spielfrei, so dass sich der OSC gegen den EC Bergkamen wieder auf den 2. Platz vorarbeiten kann.
Die Akademiker von FASS Berlin spielten in der Pokalrunde der Oberliga Mitte gegen Lippe-Hockey Hamm Nachwuchs e.V. (6:3 Niederlage), Ratinger Ice Aliens 97 e.V. (5:3 Sieg), Lippe-Hockey Hamm Nachwuchs e.V. (2:4 Niederlage) und Löwen Frankfurt Eishockey e.V. (4:6 Niederlage)

Diverses
Beide Wochenendspiele bestritten die Eisbären im blauen Third Jersey.
Auf die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer von der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus vom 15. Januar zur Datei „Sportgewalt Berlin“ gab die Senatsverwaltung für Inneres und Sport bekannt, dass es unter den Fans der Eisbären Berlin fünf registrierte Anhänger gibt, die der „gewaltbereiten Kategorie B“ angehören. Der „gewaltsuchenden Kategorie C“ gehört kein Anhänger der Eisbären an. Im Vergleich zu den anderen Profiteams in Berlin stehen die Eisbären gut da. (Hertha BSC: 535 registrierte „Fans“, Union Berlin: 473 registrierte „Fans“ und Alba Berlin: 7 registrierte „Fans“ allerdings alle in der Kategorie C.) (Quelle >>)
Im Slovakia-Cup spielte die Mannschaft des DEB gegen die Schweiz und die Slowakei. Beide Spiele gingen 1:4 verloren und das Turnier beendete die junge Mannschaft auf dem letzten Platz. Turniersieger wurde die Slowakei durch einen 5:0 Erfolg im letzten Spiel gegen die Schweiz. Jens Baxmann war der einzige Eisbärenspieler im DEB-Kader.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 12

#WallysHockeyCorner 12

Die erste Minikrise unter Krupp

Dass man mal vier Mal hintereinander verliert, ist im Sport eigentlich nichts Ungewöhnliches. Aber, dass es grade in der Crunchtime der Hauptrunde ist, wo es um die wichtigen Punkte für die Playoffqualifizierung geht, macht die Niederlagenserie ärgerlich. Durch die Niederlagen gegen Straubing am 23. Januar (3:2), Ingolstadt (5:3), Krefeld (4:6) und Wolfsburg (4:2) wurden die Eisbären auf den 7. Tabellenplatz „runtergereicht“. Zeit zum Sammeln und ausgiebigen Trainieren haben die Eisbären jetzt, da die DEL anderthalb Wochen pausiert und erst wieder am 13. Februar startet. Fehlen werden in der Zeit allerdings Jens Baxmann und Eisbärencaptain André Rankel. Beide wurden für die Nationalmannschaft nominiert, die vom 5. – 7. Februar gegen die Slowakei und die Schweiz um den Slovakia-Cup spielt. Nach der Nationalmannschaftspause stehen dann nur noch sieben Spiele in der DEL Hauptrunde auf dem Programm. Hoffentlich kann der „Verteidigungs­minister“ Frank Hördler seine Leistung beibehalten, denn in den letzten fünf Spielen ist er „on Fire“ wie seine phänomenale Ausbeute von 7 Punkten für einen Verteidiger zeigt. Aber nicht nur in den letzten Spielen macht Hördler einen Punkt nach dem anderen, die ganze Saison über spielte er sehr konstant und offensiv. Sieben Spiele vor Hauptrundenende hat er schon seine Karrierebestwerte gebrochen und zurzeit 11 Tore und 20 Vorlagen auf seinem Konto. Nur Ex-Eisbär Richie Regehr (36 Pkte.) aus München und der Mannheimer Danny Richmond (32 Pkte.) haben in der Verteidigung mehr Punkte erzielt als Nante (31 Pkte.), wie der Spitzname von Frank Hördler ist.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies vom OSC Berlin konnten ihre beiden Auswärtsspiele gegen den ERC Ingolstadt beide knapp nicht gewinnen. Das erste ging am 24. Januar 5:4 verloren und tags darauf mussten sich die Berlinerinnen nach Penaltyschiessen 6:5 geschlagen geben. Besser lief es am 31. Januar und 1. Februar im heimischen Wellblechpalast gegen Garmisch-Partenkirchen. Das erste Spiel ging 4:1 an die Gastgeberinnen und das zweite Spiel 8:0. Trotz der beiden Siege ist der ESC Planegg-Würmtal uneinholbar an der Tabellenspitze und feierte somit am 1. Februar schon die vorzeitige Deutsche Meisterschaft der DFEL.
Bei FASS Berlin gibt es laut Eishockey News zurzeit Gerüchte: Angeblich will der Freie Akademischer Sportverein Siegmundshof Berlin e.V. (FASS Berlin) mit den Preußen von der Oberliga Ost in die Oberliga Nord wechseln.

Neujahrsempfang des WKHL e.V.
Am 27. Januar lud der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. zum Neujahrsempfang in den Wellblechpalast. Zu einer für Empfänge recht ungewöhnlichen Zeit, um 9:30 Uhr, trafen sich die im Wirtschaftskreis organisierten Unternehmer und diverse Politiker wie z.B. die Sozialstadträtin Lichtenbergs, Kerstin Beurich (SPD) und der Fraktionsvorsitzende der CDU, Gregor Hoffmann. Vor Wochen fragte mich der Herausgeber von LichtenbergMarzahnPlus.de, ob ich ihn zu der Veranstaltung begleiten wolle. Ich sagte natürlich sofort zu, denn ich war zwar schon sehr oft im Wellblechpalast, aber bei dem Programm, was nebenbei geboten wurde, kann man eigentlich nicht Nein sagen. So stand nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden, Thomas Kleindienst, ein kleines Canapéfrühstück auf dem Programm. Durch den Vormittag leitete Ex-Eisbären Spieler und heutiges Mitglied des Vorstands der Eisbären Juniors, Nico Pyka. Schon kurz nach Beginn kam ich mit Pyka ins Gespräch über seine Game-Worn Trikots, die im Restaurant Welli’s hängen, aus seiner Zeit bei den Adler Mannheim, Iserlohn Roosters, Memphis Riverkings und natürlich der Eisbären Berlin. Die Gäste des Neujahrsempfangs wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Und nach einem Gruppenfoto ging es dann in die Katakomben des Wellblechpalastes. Durch die Umkleidekabine, enge Flure und einen Aufenthaltsraum ging es in den Videoraum, wo der Sportpsychologe der Eisbären, Markus Flemming, seine Arbeit erklärte und ein Video zeigte, welches vor Beginn der Playoffs 2012 dem gesamten Team im CinemaxX am Potsdamer Platz nach einem gemeinsamen Essen gezeigt wurde. Die Spieler sollten sehen, welche Erfolge sie in der laufenden Saison schon erzielt hatten, und dass man nach Niederlagen auch wieder aufstehen und weiterkämpfen muss. All dies haben die verschiedenen Sequenzen des 20 minütigen Films auch sehr anschaulich dargestellt. Nach dem Besuch bei Markus Flemming ging es zurück in die Kabine der Eisbären, wo Nico Pyka auch jede Menge Sachen erklärte: Zum Beispiel, dass die Eishockeyschläger seit einiger Zeit aus Carbon bestehen und nicht mehr aus Holz und warum jeder Schläger spezifische Biegungen hat. Während auf dem Eis noch die Profis trainierten, hieß es dann: Umziehen! Kabine 2 des Wellis war komplett ausgestattet wie vor einem Ligaspiel. Ich hatte dort auch endlich mal die Gelegenheit, mir eine Goalieausrüstung von nahem anzusehen und auch mal eine Torwartmaske aufzusetzen oder den Blocker von Ex-Eisbären Torwart Rob Zepp anzuziehen, der jetzt in der Organisation der Philadelphia Flyers spielt. Ja, auch für mich gibt es beim Eishockey noch Dinge, die ich zum ersten Mal tue. Ein wenig enttäuscht war der Betreuer schon, als sich insgesamt nur vier Leute von 18 Angemeldeten trauten, aufs Eis zu gehen und Eishockey zu spielen. Als die Eisbärenprofis mit ihrem Training fertig waren, mussten sie sich noch durch die Gäste des Neujahrsempfangs kämpfen und sehr viele Autogramme geben. Nachdem der Zamboni im Sportforum nochmal das Eis aufbereitet hatte, ging es dann für die Gäste des Neujahrsempfangs auf selbiges. Die Mehrheit versuchte sich im Eisstockschießen. Nico Pyka und der Betreuer spielten mit uns vier Leuten Eishockey. Nach 50 wunderbaren Minuten war das Ganze auch schon wieder vorbei und es ging zum Mittagessen ins Restaurant Wellis. Marcel Noebels wohnte dem auch bei und beantwortete noch die ein oder andere Frage.
Für mich war das Erlebnis bisher das Highlight des Jahres 2015, denn wann steht man schon mal auf dem Eis, auf dem die Eisbären zig Meisterschaften geholt haben. Danke an den Wirtschaftskreis für die Einladung und an die Eisbären, insbesondere Nico Pyka fürs Realisieren des Events.

Diverses
Die o2 World heißt ab 1. Juli 2015 Mercedes-Benz Arena. Der Vertrag soll 20 Jahre laufen und die Arena soll im laufenden Betrieb an den neuen Sponsor angepasst werden. Z.B. sollen die Sitze ausgetauscht werden und das in der Arena noch vorherrschende Blau den Mercedes Farben weichen. Ich hoffe, dass der Namenswechsel auch als Chance gesehen wird, in der Präsentation der Eisbären das Ein oder Andere zu ändern, z.B. beim Walk-In oder den Unterbrechungen etc. Ein neues Scoreboard wurde vor dem Spiel gegen Krefeld ja schon ausprobiert. Mal sehen, wann das auf dem Videowürfel zum Einsatz kommt.
Am Wochenende zog der Fanbogen in sein neues Domizil. Am Freitag nach dem Krefeld-Spiel gab es den letzten Abend im alten Bogen und am 7. Februar ist dann ab 19 Uhr offizielle Eröffnung des neuen. Es gelten die bisherigen Mitgliedschaften. Die Tagesmitgliedschaft kostet weiterhin 50 Cent.
Der ehemalige Goalie der Washington Capitals, Maxime Ouellet, nahm sich der Torhüter der Eisbären an und trainierte speziell mit ihnen. Wenn Ouellet nicht grad in Berlin die Goalies trainiert, arbeitet er hauptamtlich als Goaliecoach der Quebec Remparts in der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) und trainiert dort den nächsten kanadischen Supergoalie Zach Fucale. Fucale gewann am 5. Januar mit der kanadischen U20 Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft im Endspiel gegen Russland.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de