#WallysHockeyCorner 15

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Zurück in die Zukunft

…heißt es für die Eisbären Berlin nach 2:1 Niederlagen in der Best-Of-Three Serie gegen die Nürnberg Ice Tigers. Nach der Abschlussfeier am Sonntag, 22. März, in der o2 World kehren die Eisbären erst im August (in die bis dahin in Mercedes-Benz Arena umbenannte Mehrzweckhalle am Ostbahnhof) zurück aus der 1-Spiel Vergangenheit im Wellblechpalast.

Aber von vorn: Durch den missglückten Ausgang der Hauptrunde mussten die Berliner gegen Nürnberg nachsitzen. Im ersten Pre-Playoff Spiel in Nürnberg kam es für die Eisbären gleich ganz dick. 6:2 schickten die Ice Tigers die Eisbären zurück nach Berlin. Dort wartete das Spiel der Spiele. Es ging um alles oder nichts, Sekt oder Selters, dem Playoff-Tod noch mal von der Schippe springen oder ausscheiden. Ich glaube, es gab kein Spiel seit dem DEL Finalspiel der Eisbären in Köln 2008, wo ich so aufgeregt war, wie vor der 1-Spiel-Rückkehr in die Vergangenheit, in den Wellblechpalast. Die Stimmung war, wie schon vorher angenommen, bombastisch. Von der ersten Sekunde bis zur letzten Sekunde des Spiels pushten sich Fans und Eisbären gegenseitig. Ich hatte das Gefühl, wieder in der Lehre im Jahr 2002 zu sein und die Arbeitswoche im Welli ausklingen zu lassen. Total komisch, was für Gedanken und Erinnerungen kommen, wenn man nach sieben Jahren mal wieder in der alten Halle spielt. Natürlich war der Abend nicht nur für mich ein ganz besonderer, sondern auch für die Leute, mit denen ich nach dem Spiel noch reden konnte. Denn dieses Mal war es nicht, wie bei einem Spiel in der o2 World, dass sich alles verläuft und nach Hause geht. Dieses Mal traf man sich wie damals noch hinten am Casino (mittlerweile Restaurant Welli’s) zum Schnattern. Bis 3 Uhr nachts saßen wir zusammen und ließen den 6:3 Sieg der Eisbären Revue passieren, redeten über Gott und die Welt.  Erwähnenswert war auf alle Fälle Marcel Noebels, der gefühlt jeden zweiten Wechsel hatte und sehr lange auf dem Eis stand. In der Mixed-Zone meinte er, dass er wohl am nächsten Tag einen Kran bräuchte, der ihn aus dem Bett holt.

Leider landeten die Eisbären zwei Tage beim entscheidenden Spiel der Serie auf dem Boden der Realität. Bis zum Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2 ehe im Sudden Death Jason Jaspers mit den 3:2 n.V. den Eisbären den Todesstoß versetzte und sie in die Sommerpause schickte – und seine Ice Tigers ins DEL Viertelfinale gegen die Adler Mannheim.

OSC Berlin und FASS Berlin

Den Eisladies fehlte bei den letzten beiden Auswärtsspielen gegen den ECDC Memmingen das nötige Glück, um das Rennen um die DFEL Vizemeisterschaft für sich zu entscheiden. Der Dreikampf um die Plätze 2, 3 und 4 wurden erst im letzten Saisonspiel entschieden. Dass ESC Planegg Deutscher Meister ist, stand schon Spieltage vor Ende der Saison fest. Gegen die Memminger verloren die Eisladies das erste Spiel am Samstag, 7. März, mit 6:3 und tags darauf 5:4. Durch diese beiden Siege konnte sich Memmingen die Vizemeisterschaft sichern und auch Ingolstadt zog noch am OSC vorbei. Die DFEL Platzierungen waren auch ausschlaggebend für das DEB Pokalfinalturnier am Wochenende vom 14./15.März. Für die Weltmeisterschaftsvorbereitung in Füssen wurden die Berlinerinnen Anne Bartsch, Nina Kamenik, Laura Kluge und Lisa Schuster nominiert. Die WM beginnt am 28. März. Deutschland spielt in der Vorrunde gegen Schweiz, Japan und Gastgeber Schweden.
FASS Berlin hat bis zum 21.März spielfrei.

DEB Pokalfinale
In diesem Jahr war der OSC Berlin Ausrichter des DEB Pokalfinal Turniers. Die beiden Halbfinalspiele zwischen dem ESC Planegg und OSC Berlin (2:1) sowie ECDC Memmingen & ERC Ingolstadt (0:3) verpasste ich aufgrund des siebten  Geburtstags von Julian, über den ich in meiner Kolumne schon mal schrieb, aber zum Finaltag machte ich mich auf den Weg in das Sportforum, um mir die besten vier deutschen Teams im Fraueneishockey anzusehen. Über die Meldung, dass das Spiel um Platz 3 in der kleinen Eishalle 2 statt in der Eishalle 1 (Wellblechpalast) stattfinden soll, war ich dann doch erstaunt. Anscheinend ist die Schüler-Bundesliga, die zeitgleich dort spielte, wichtiger als das Finalturnier der Frauen. Hintergründe zu dem Termindesaster sind mir allerdings auch nicht bekannt. Aber auch in der Eishalle 2 war es gemütlich und man musste nicht stehen, wenn man rechtzeitig in der Halle war. In einem kuriosen Spiel gewann ECDC Memmingen das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen gegen die Eisladies aus Berlin. Mit 7:2 sicherten sie sich den 3. Platz.

Im bayrischen Finale zwischen dem ESC Planegg und ERC Ingolstadt gab es zum ersten Mal in der Pokalfinalgeschichte ein Penaltyschiessen. Ich persönlich fand das schade und hätte nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit lieber eine Sudden Death Verlängerung gehabt, in der so lange weitergespielt wird, bis das entscheidende Tor fällt. Trotz der wenigen Tore war das Spiel überraschend hochklassig und unglaublich schnell. Im Penaltyschiessen hatte Planegg dann das erforderliche Quäntchen Glück und gewann zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den DEB Pokal und machte das Double mit der Deutschen Meisterschaft perfekt. In der Abschlussrede dankte der Generalsekretär des Deutschen Eishockey Bundes, Michael Pfuhl, den teilnehmenden Spielerinnen und gab bekannt, dass der nächste DEB Pokal in Ingolstadt ausgespielt wird.

Girls Night @ Kick on Ice
Am Samstag, 7. März, ging es für mich spontan zum Girls Night Event von Kick on Ice. Von 21 Uhr bis zum Frauentag am 8. März, 1 Uhr, lud Kick on Ice (ein Sportprojekt der Laureus Sport for Good Stiftung) in die Eishalle in die Paul-Heyse-Straße ein, um mit Mädchen und jungen Frauen ein bisschen Zeit auf dem Eis zu verbringen. Susann Götz (ehemals Kapitän der Nationalmannschaft) und Stefanie Frohberg (Eistanz) vermittelten den Mädels in zwei Gruppen (Anfänger und Fortgeschrittene) die wichtigen Skills, die sie auf dem Eis brauchen. Da es einige Mädels gab, die noch nie mit Schläger auf den Eis standen, gab es für diese zunächst ein Lauftechniktraining. Die Fortgeschrittenen machten sich an die Stocktechnik, um ihr Stickhandling zu verbessern. Die gesamte Ausrüstung, die gebraucht wurde, wurde vom Kick on Ice Projekt gestellt, obwohl es mehrere Teilnehmerinnen gab, die ihr eigenes Equipment mitbrachten. Da ein Imagefilm während der Veranstaltung gedreht wurde, mussten alle anwesenden Spielerinnen die Trikots der Teams aus der Kick Liga tragen. In der Kick Liga sind acht Teams organisiert, die sich in Form des Projekts Kick on Ice präventiv mit Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden an Kinder und Jugendliche richten und einem Abgleiten in die Kriminalität entgegenwirken wollen. Für mich war das Projekt ehrlich gesagt neu und deswegen vielen Dank an Katrin, die mich darauf aufmerksam gemacht hat und mitgenommen hat.

Diverses
In der letzten Ausgabe fragte ich die #WHC Leser nach ihren Spieler der Saison. Aus der nicht repräsentativen Umfrage ergab sich, dass vor Petr Pohl und Petri Vehanen mit großen Abstand der Verteidigungsminister Frank Hördler gewann. Eine Sondererwähnung gibt es für Steve Walker und Udo Döhler, die auch nominiert wurden.
Nicht nur die #WHC Leser haben sich für Frank Hördler entschieden, sondern auch Eishockey-Deutschland hat Frank Hördler zum besten Verteidiger der Liga gewählt. Bei der Gala in Mannheim war Hördler zwar nicht dabei, aufgrund der Pre-Playoff Spiele der Eisbären aber dafür Sven Felski, der für seine Verdienste in 20 Profijahren für das deutsche Eishockey in die Hall of Fame aufgenommen wurde. Herzlichen Glückwunsch an beide!

Im europaweiten Zuschauerranking sind die Eisbären Berlin in der Saison 2014/2015 nach dem Hoch der Saison 2013/2014 (Platz 2) wieder auf den 3. Platz wie in der Saison 2012/2013 gelandet. Bei einer Auslastung der o2 World von 91,68% kamen durchschnittlich 13.018 Zuschauer zu den Eisbären-Heimspielen. Europäischer Spitzenreiter bleibt wie die letzten Jahre unangefochten der SC Bern. Die DEL ist zurzeit hinter NHL aus Nordamerika und der Nationalliga A der Schweiz die drittbestbesuchte Eishockeyliga weltweit. Quelle siehe hier >>:

Als erster Spieler gab Matt Foy nach 3 Jahren mit dem Eisbär auf der Brust bei Twitter bekannt, dass er das Team verlassen wird.

Eisbären Kapitän André Rankel wird wegen einer Schulteroperation die Weltmeisterschaft in Tschechien verpassen. Der Kapitän des letztjährigen DEB Teams, Frank Hördler erholt sich momentan von einem Hüftmuskelfaserriss.

In eigener Sache

Während der Sommerpause erscheint #WallysHockeyCorner nicht mehr alle 14 Tage, sondern voraussichtlich an folgenden Terminen:
Nach dem Ende der DEL Saison: 28. April
Nach dem Ende der Weltmeisterschaft: 19. Mai
Nach den Stanley Cup Finalspielen: 9. Juni
je nach Nachrichtenlage (evtl. ein Game Worn Jersey Special): 14. Juli
Zu Beginn der Eisbärenvorbereitung: 4. August
je nach Nachrichtenlage: 18. August
Zum DEL Saisonbeginn: 1. September.

Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!
 Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 14

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Alles auf eine Karte gesetzt…

…Und verloren! So erging es den Eisbären am Sonntag, 1. März, gegen die Iserlohn Roosters als sie zweieinhalb Minuten vor Spielende, bei Überzahl, Petri Vehanen zugunsten eines 6. Feldspielers beim Spielstand von 2:2 aus dem Tor nahmen um ein 3:2 zu erzwingen. Leider traf elf Sekunden vor Spielende Chad Bassen für die Roosters ins leere Tor und die Eisbären blieben so auf dem 9. Platz nach der DEL Hauptrunde. Das Heimrecht, das sich die Berliner für die Pre-Playoffs erkämpfen wollten, liegt somit beim Achtplatzierten Nürnberg. Dass die Eisbären nun aber in den Pre-Playoffs nachsitzen müssen und ums Viertelfinale kämpfen, liegt nicht daran, dass sie knapp das Spiel gegen Iserlohn verloren haben, sondern daran, dass sie solche Spiele wie das am Freitag, 20. Februar, gegen den Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings nach 0:3 Führung (!) noch 4:3 nach Verlängerung verlieren. Auch das Spiel zwei Tage zuvor gegen den Spitzenreiter Mannheim ging mit 3:2 an die Mannschaft Hessen.

Alles beginnt bei Null
Um die Auswärtswoche vollkommen zu vergeigen, verloren die Eisbären dann noch gegen den Tabellenzweiten aus München mit 6:3. Einzig gegen die Düsseldorfer EG konnte am ersten Tag des Doppelheimspielwochenendes mit 5:2 gewonnen werden. Nun beginnt, wie André Rankel es in der Mixed Zone gesagt hat, nach der Niederlage gegen Iserlohn alles bei Null. Die Köpfe sind angeblich frei und es ist egal, ob das nächste Heimspiel im Wellblechpalast, dem Erika-Hess-Eisstadion oder der nicht mehr existierenden Deutschlandhalle stattfindet. (Mehr dazu im nächsten Abschnitt.) Auf den Weg ins Finale haben die Eisbären bei allen Serien kein Heimrecht (Ausnahme wäre Krefeld). Es wäre für die Männer von Uwe Krupp jetzt an der Zeit zu zeigen, dass sie wirklich keine Auswärtsschwäche haben. Denn von einen Stigma diesbezüglich, wollte der Trainer nach der Pressekonferenz letzten Sonntag nichts wissen. Dass man aber auch von Tabellenplatz 9 Deutscher Meister werden kann, zeigte letzte Saison der ERC Ingolstadt eindrucksvoll. Mentalcoach Markus Flemming wird das sicher als Beispiel anbringen, wenn es darum geht, die letzten Prozente aus der Mannschaft zu kitzeln.

Die 1-Spiel-Rückkehr in die Vergangenheit
Am Freitag, 6. März, bestreiten die Eisbären ihr erstes Pflichtspiel seit dem 18. April 2008 im Wellblechpalast im Sportforum Hohenschönhausen. Dass es dazu kommen konnte, liegt zum Teil an dem Umstand, dass die o2 World durch mehrere andere Veranstaltungen geblockt ist, an den Spielterminen, aber auch daran, dass man in der Geschäftsstelle der Eisbären wohl davon ausgeht, die Pre-Playoffs zu vermeiden und direkt ins Viertelfinale der DEL einzuziehen. So wurde die letzte Februarwoche ganz schön „gerödelt“, um die ein oder andere Spielverlegung bei möglichen Gegnern zu erbitten. Am Ende stimmten Krefeld, Wolfsburg und Nürnberg zu, schon am Dienstag, dem 3. März, in der o2 World zu spielen, sollte Berlin das Heimrecht zustehen. Medienberichten war zu entnehmen, dass Berlin jede Menge Zugeständnisse machen musste, so zum Beispiel die Übernahme der Flug/Hotelkosten. Letztendlich spielen die Eisbären aufgrund ihres Tabellenplatzes nun das einzige Heimspiel der Serie im Welli – und 9.505 Fans schauen in die Röhre, weil die o2 World 14.200 Zuschauer fasst und der Wellblechpalast nur 4.695. Im Wellblechpalast haben mit Ach und Krach die ca. 5000 Dauerkarteninhaber Platz. Selbst die Rollstuhlfahrer, die sich das Spiel ansehen dürfen, werden ausgelost! Nicht nur die Fans, die das Spiel verpassen werden, sondern auch die Dauerkarteninhaber sind sauer, weil sie ihre Karten extra umtauschen müssen. Die ersten zwei Spielminuten im Spiel gegen Iserlohn gab es deshalb Protest. Mich erinnert die ganze Posse um den Spielort an das Viertelfinale 2003, als die Eisbären in die Deutschlandhalle ziehen mussten, um dort gegen die Hamburg Freezers zu spielen. Nur gab es damals Karten für alle. Nicht nur die Fans hat man mit dem Umstand vor den Kopf gestoßen. Sicher verlangen auch die Logeninhaber und Sponsoren Kompensation für die Ausfälle. Dieses eine Spiel wird ein dickes Minusgeschäft. Hoffen wir, dass die Eisbären die Pre-Playoff Serie gewinnen und dann gegen Mannheim oder München im Viertelfinale spielen.

Bei Mannheim kommt mir die Viertelfinalserie 2002 wieder in den Sinn, als die Eisbären gegen Adler Mannheimin 3:1 Spielen verloren. Im Jahr darauf verloren sie im Halbfinale, dann im Finale und 2005 konnte die erste deutsche Meisterschaft errungen werden. Damals, 2002, gab es wie 2015 auch einen Trainerwechsel unter der Saison. Uli Egen musste gehen und Pierre Pagé kam. Wenn dieser Trainerwechsel 2015 von Tomlinson auf Krupp genauso positive Effekte hat wie der Wechsel 2002, warte ich gerne noch weitere drei Jahre auf die nächste Meisterschaft.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies vom OSC Berlin spielten am 21. und 22. Februar beim EC Bergkamen und gewannen 1:5 und 2:4. Mit diesen beiden Siegen konnten sie sich den 2. Tabellenplatz zurückerobern. Am 28. Februar und 1. März hätte im Gegenzug Ingolstadt wieder vorrücken können, aber beide Spiele gegen Bergkamen gingen verloren, während die Eisladies in der DFEL Spielfrei hatten. Dadurch, dass die Frauen in der Liga nicht ran mussten, konnten sie mit einem Mixed-Team aus jüngeren und älteren Spielerinnen an einem Turnier in Jonsdorf (Landkreis Görlitz) teilnehmen. Dort belegten die Damen vom OSC den zweiten Platz. Die letzten beiden Saisonspiele bestreiten die Eisladies gegen ECDC Memmingen, die momentan mit 2 Punkten Rückstand auf OSC Berlin auf Platz 4 in der Tabelle liegen. Es wird also ein spannendes und knappes Finish um die Plätze 2, 3 & 4 in der DFEL geben.
In den letzten zwei Wochen konnte FASS Berlin in vier Spielen zweimal siegen. Gegen den Neusser e.V. wurde mit 7:6 nach Penaltyschiessen gewonnen und gegen die Löwen Frankfurt Eishockey e.V. klar mit 6:2. Gegen EHC Schönheide mussten die Akademiker eine 6:0 Niederlage hinnehmen und gegen Ratinger Ice Aliens 97, nach 1:5 Führung (nach 30 Minuten) noch eine 7:5 Niederlage (nach 60 Minuten). Geehrt wurde Fabio Patrzek für 250 Spiele für FASS Berlin. Die Akademikerfamilie trauert um ihr langjähriges Mitglied Walter Emslander. Zwischen 1973 und 1985 stand der gebürtige Bayer im Tor der Berliner. Bei der Wahl zum besten FASS Spieler aller Zeiten belegte er 2014 Platz drei. Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen.

#ebbwelcomesrefugees
Zwischen dem 51. und 52. DEL Spieltag trainierten die Eisbären in der o2 World. Draußen standen sich die Dauerkarteninhaber die Beine in den Bauch, um Tickets für das Pre-Playoff Spiel zu holen und drinnen wurden Kinderaugen zum Glänzen gebracht. Aber von vorne: Die Fangruppe „black corner 2007“ feierte im vergangenen Dezember ihren 7. Geburtstag als Soliparty für Flüchtlinge, die in Berlin untergebracht sind. Nach Monaten der Vorbereitung und mehreren Treffen wurden gemeinsam mit den „Eishockeyfans für Toleranz“, den Eisbären Berlin, dem Eisbären Kids Club, dem Eisbärenmaskottchen Bully und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern ca. 60 Flüchtlinge aus Hohenschönhausen, Lichtenberg und Wedding eingeladen. Mitglieder der Fangruppe holten die Flüchtlinge am Sonnabend,  28. Februar, von ihren Unterkünften ab und brachten sie zum Treffpunkt am neuen Fanbogen. Punkt 10 Uhr eröffnete Eisbären Pressesprecher Daniel Goldstein die Veranstaltung. Nachdem sich die Eisbären und die Organisatoren den black corners vorgestellt hatten, ging es mit den Kids rüber in die o2 World. Die Mannschaft der Eisbären trainierte bereits fleißig für das letzte Hauptrundenspiel der Saison gegen die Iserlohn Roosters. Zuerst waren die Kids natürlich etwas schüchtern und setzten sich – weitab vom eigentlichen Geschehen – auf die Sitzplätze hinter dem Stehplatzbereich. Nach einiger Zeit gewann dann aber doch die Neugier und sie strömten runter an die Plexiglas-Schutzwand, um die Spieler von Nahem zu sehen. Nach dem ersten Gruppenfoto auf der Stehplatztribüne ging es schnurstracks in die Katakomben der o2 World, um sich die Schlittschuhe anzuziehen. Kurz darauf konnten die Mädchen und Jungen endlich aufs Eis der o2 World. Mathias Niederberger war leider der einzige Eisbärenspieler, der sich freiwillig die Zeit nahm, um den Flüchtlingskindern auf dem Eis zu begegnen. Niederberger sagte nach der Aktion, dass er sich einfach freue, das Glänzen in den Kinderaugen zu sehen. Die Eisbären hätten auch eine soziale Verantwortung und er nehme diese sehr gerne wahr. Nach der ganzen Action auf dem Eis gab es anschließend von „Red Star Catering“ gespendete Kartoffelsuppe. Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde ich dann noch gefragt, ob ich elf Flüchtlinge mit zurück nach Hohenschönhausen begleiten könne als Unterstützung. Sehr gern hab ich das getan. Der ganze Tag war total Klasse, organisatorisch und vor allem für die ca. 60 Kinder. Ich selbst hatte noch am Abend ein Grinsen vom linken zum rechten Ohr auf dem Gesicht und kann die „besorgten Bürger“ die gegen diese armen Menschen demonstrieren jetzt noch weniger verstehen als vorher. Ein riesengroßes Dankeschön an black corner 2007, die Eisbären Berlin und alle Helfer für diese Veranstaltung! Und wie ich gehört habe, soll das nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein. Nächste Saison geht es weiter und ich bin sehr gern wieder mit vor Ort und schreibe bei LichtenbergMarzahnPlus darüber.

Diverses
Am Mittwoch, 18. Februar, trafen sich in Berlin die 26 Vertreter der Gründungsclubs der Champions Hockey League, um über die Zukunft des Wettbewerbs zu beraten und die ersten kleinen Reformen zu verabschieden. Z.B. sollen zukünftig 48 statt 44 Teams am Wettbewerb teilnehmen und statt 11 Gruppen mit jeweils 4 Teams soll es zukünftig 16 Gruppen mit je 3 Teams geben, um schneller in die Phase der KO Runden übergehen zu können. Weiterhin kein Part in der CHL sind die Teams der russischen KHL.
Die Fanatics-Ost sind Back-to-Back Sieger des Gasag Fanhockeys. Wie 2014 gewannen sie 2015 das Finale im Polarsoccer.
Am Samstag, 7. März, wird der neue Fanbeirat gewählt. Eure Stimme könnt ihr ab 13 Uhr im neuen Fanbogen an der Warschauer Brücke abgeben.

In eigener Sache
Ich möchte von euch wissen: Wer war euer Spieler der Saison? Schreibt mir am besten via Twitter an @Wally44. Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de