#DigitalLeben

Am 24.09.2014 schrieb mich Steffen Voß an und bat mich bei der #Blogparade zu #DigitalLeben mitzumachen.

Gesagt getan, hier mein versprochener Blogpost:

01. In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich…

…als erstes natürlich Kontakte zu Freunden, Bekannten, Genossen & der Familie zu Pflegen. Aus meiner Zeit, in der ich mehrmals mehrere Wochen im Krankenhaus lag weiss ich noch, wie es war quasi nur übers Netz mit den lieben Menschen auf der anderen Seite des Bildschirm zu kommunizieren. Ich möchte das Internet nicht mehr missen.

02. Mein Computer ist für mich…

…mein Rückzugsort.

03. Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…

…das alle Menschen am Wissen teilhaben können.

04. Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass…

…och keine Ahnung. Von Aufpassen und #GermanAngst halte ich nicht viel.

05. Die Digitalisierung verändert mein Leben durch…

… den Fakt, dass man heutzutage 24 Std. am Tag Online ist. Auch wenn man Schläft. Mittlerweile gibt es kein On und Offline mehr. Obwohl ich aber auch froh bin in einer Zeit zu Schule gegangen zu sein, in der es Computer, Internet, Handys etc. noch nicht gab.

06. Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere?

Spontan würde ich sagen „Mehr Zeit“ zumindest wenn es um das bequeme Einkaufen vom PC geht. Zum Chatten mit den Familienmitgliedern muss ich sagen, dass ich vor meiner USA Reise letzten Winter meinen Eltern auch erstmal Skype gezeigt hab um auch mit ihnen übern  großen Teich hinweg verbunden zu sein. Da merkt man wieder, wie toll diese Technikwelt überhaupt ist.

07. Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?

Von mir aus gerne. Nico Lumma hat das ja auch schon mal gefordert und Sigmar Gabriel jetzt wohl auch. Ich kann mich an meine Zeit in der Realschule erinnern, im Fach Arbeitslehre hatten wir damals auch Programmiert obwohl mich das alles nicht so recht angesprochen hat. Vll. war mir das damals ende der 90er auch nicht modern genug. k.A. ist zu lange her. Jetzt würde ich mir nat. schon das ein oder andere mal wünschen ein bissl mehr Ahnung zu haben. v.A. bei meinem Blog um nicht immer andere Leute fragen zu müssen.

08. An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter?

Naja, ich schau ja noch ein wenig skeptisch auf diese „Ich sitze bei Starbucks mit Laptop und Arbeite“ Leute, da ich noch einen „richtigen“ Beruf erlernt habe und tatsächlich noch jeden morgen 6H. in der Werkhalle sein musste und im Dreischichtsystem an CNC Maschinen Gefräst habe. Mittlerweile schreibe ich ja auch ne kleine Kolumne und da ist es natürlich nicht schlecht theoretisch von überall arbeiten zu können. Obwohl ich natürlich die Arbeit am PC bevorzuge.

09. Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?

keine Ahnung. Bin ja kein Wirtschafts CDU Futzi…

10. Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass…

…sie endlich die verknöcherten Strukturen aufbricht. Ein ehemaliger Genosse hat dazu in seinem SPD-Austrittsblogpost vor fast 2 Jahren viele gute und v.A. richtige Sachen geschrieben. Dem schliesse ich mich an: https://blog.kbojens.de/20-jahre-in-der-spd-wozu-noch/

„Innerparteiliche Willensbildung? Wie 1987.

Natürlich geht es beim Thema Internet nicht nur um das Netz an sich, sondern vor allem auch darum, wie man diese Technik nutzen kann, um innerhalb der SPD einen gemeinsamen Willen zu erarbeiten. Parteien sind Diskussionsplattformen, in denen sich Mitglieder auseinandersetzen, um Programme zu entwickeln, Beschlüssen zu fassen, kurz: um Politik gemeinsam zu machen. Und dazu gehört im Jahr 2013, dass man als Parteiauch die Kommunikationsform nutzt, die mittlerweile eine breite Mehrheit von Menschen ständig um sich hat, sei es auf der Arbeit, privat, auf dem Smartphone oder im Fernseher — das Internet. Während die Piraten ehrenamtlich eine ganze Infrastruktur mit Diskussionsforen, Mailinglisten und Newsservern wuppen, bietet die SPD nur die Möglichkeit, ein eigenes Blog auf spd.de zu führen, um dort zu diskutieren. Wahnsinn. Es gab viele Jahre eine Seite mit dem schönen Namen meinespd.net. Dort gab es einen internen Bereich für Mitglieder, Diskussionsforen und vieles anderes. Das Problem war nur, dass das Teil offenbar irgendwo eingekauft wurde und völlig unbenutzbar war. Anstatt diese Software dann auszubauen oder die Probleme zu beheben, hat die SPD das dann lieber auch irgendwann geschlossen.
Ich kann als SPD Mitglied in keinem geschlossenen Bereich mit anderen Mitgliedern diskutieren, ich kann nirgendwo zentral nachlesen was zum Beispiel auf der letzten Vorstandssitzung meines Ortsvereins oder im Bezirks- und Kreisvorstand besprochen wurde. Ich kann im Jahr 2013 nicht einmal herausfinden, was auf dem Parteitag der SPD Lübeck im Jahr 2012 beschlossen wurde. Es gibt keine Übersicht der Anträge oder gar Beschlüsse. Nichts. Null. Falls jemand ortsabwesend ist: Pech gehabt! Und das Schlimmste ist, dass sich all das auf absehbare Zeit nicht ändern wird. Es interessiert die meisten Genossen schlicht nicht, weil sie anscheinend in einem Alter oder einer inneren Einstellung sind, in der das ohnehin nicht mehr interessiert. Die SPD verfügt über einen Millionen Etat (Alleine im Jahre 2011 waren es staatliche Zuschüsse von 42(!) Millionen Euro) und schafft es nicht, eine moderne Infrastruktur anzubieten, in der sich Mitglieder jederzeit austauschen können. Aber: Das bekommen die Piraten ohne wesentliche Zuschüsse selber auf die Beine gestellt. Das Problem ist hier, dass auch die breite Mehrheit der SPD-Führung auf allen Ebenen offenkundig kein Interesse an moderner innerparteilicher Willensbildung hat. Politik funktioniert auch so, und in dem fortgeschrittenen Alter — siehe oben — hat man ohnehin keinen inneren Zugang zu dieser Technik oder hält Statusmitteilungen auf Facebook schon für den Ausdruck moderner Demokratie. Und ab und kann man einen Antrag auch mal online vor einem Parteitag diskutieren und verkauft das als total innovativ. Und dabei war die SPD durchaus mal innovativ mit dem ersten SPD Online Ortsverein Mitte der 1990’ger(!). Aber auch das ist eingeschlafen.Rufe ich heute die Seiten der SPD etwa auf meinem iPhone auf, sehe ich vor allem Pressemitteilungen und Selbstbejubelungen. Nirgendwo finde ich aber einen Bereich, in dem ich zum Beispiel mit anderen Migliedern diskutieren könnte. Ich kann dort lesen und die publizierte Meinung der Partei aufnehmen, aber teilnehmen kann ich faktisch nicht. Ich könnte lediglich die Blogs von Users kommentieren oder selber bloggen — das war es dann auch schon

Wohlgemerkt: Ich will keine ausschließliche Online-Partei, die nur über E-Mails, Wikis und Foren diskutiert. Ich will genauso die monatlichen Sitzungen, die Kohlfahrten, den Wahlkampf, die Diskussionsabende, die politischen Veranstaltungen, den Tanz in den Mai und all das was das menschliche Zusammenleben so ausmacht. Was ich im 21. Jahrhundert will, ist eine Symbiose aus beidem. Sowohl die Kohlfahrt als auch das Wiki, in dem ich die letzte Sitzung des Ortsvereins nachlesen kann.“

 

Ich bin ziemlich froh, dass ich in der SPD Neu-Hohenschönhausen bin. Dort haben wir weitestgehend junge aktive Genossen und da fällt es leicht über die digitalen Sachen zu reden und vieles auch Digital zu klären obwohl es nat. auch wichtig ist sich mindestens 1x im Monat in diesem RL zu sehen. In der Oktober 2014 Sitzung haben wir übrigens auch Birte Huizing vom SPD Parteivorstand als Referentin eingeladen um von ihr über #DigitalLeben auch im RL informiert zu werden und nat. darüber zu diskutieren.

Wally44

Wally oder wie ihn seine Eltern kennen, Christian betreibt d. Blog wally44.de erst seit dem Jahr 2014. Zurzeit schreibt er nebenbei noch bei thebighockeytheory.de als Hockey Writer und hat seine Kolumne #WallysHockeyCorner bei lichtenbergmarzahnplus.de. #WHC

2 thoughts on “#DigitalLeben

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