„Joa, jetzt hab ich Klassenfahrtfeeling!“

sagte Vincent als er am zweiten Abend vom gemeinsamen Bier mit der Politikerin der Linkspartei Gabi Zimmer aufs gemeinsame Zimmer im ates Hotel in Kehl kommt. Die Aussage kann ich nur bestätigen dennoch hätte ich sie schon früher getätigt, nämlich schon Sonntag Abend als es darum ging die Nacht bei Weihnachtsfilmen in 3D & den ein oder anderen Energy Drink durchzumachen um dann frühzeitig von Hohenschönhausen nach Wedding zu fahren, wo unsere Reise 8H. früh mit einem Reisebus starten sollte. Da ich vor Jahren schon die ein oder andere Fahrt mit Reisebussen zu Auswärtsspielen der Eisbären Berlin mitmachte hatte ich trotz der 10-11 Std. Fahrzeit nicht solch ein Bammel vor evtl. auftretenden medizinischen Problemen wie ein Jahr zuvor beim Langstreckenflug in die USA. Da wir durch guten Kontakt zum Reiseleiter und Head of Berlin Office von Sylvia-Yvonne Kaufmann, Ernst Patrick Mommsen wussten, dass die Fahrt nicht ganz ausgelastet war, nutzten Vincent und ich die Chance uns gleich früh die letzte Reihe für uns zu reservieren. Nachdem uns unser Sozialdemokratischer Stammtaxifahrer Andreas 6H. in Wedding absetzte weil er 7H. das Taxi wieder abgeben musste, gingen wir erstmal ne Std. in eine Tankstelle zum Frühstücken.
Als wir gegen 7H. zurück zum Kurt-Schuhmacher-Haus der SPD Berlin kamen, stand der Reisebus von „Prima-Klima- Reisen“ schon parat und wir konnten uns wie gewollt die letzte Bank sichern. Fast zur selben zeit kam Anne, die sich 2 Reihen vor Vincent platzierte. Zu dem Zeitpunkt konnten wir noch nicht ahnen, dass wir die Fahrt über mit ihr besonders viel Spaß haben werden. Mit 4 Minuten Verspätung ging es dann 8:04H. los von Berlin ins französische Strasbourg zur ersten Besucherfahrt von Sylvia-Yvonne Kaufmann. Die ersten 2 Std. erholten wir uns von der durchgemachten Nacht auf den Weg nach Leipzig zum Flughafen. Von dort an übernahm der Fahrer Hr. Ungetüm den Bus die komplette Reise. Solch einen umgänglichen Fahrer hab ich bei meinen vielen Auswärtsfahrten auch noch nicht erlebt obwohl das eine komplett andere Klientel war. Kannte ich es bisher nur, im Gang stehend mit lauter Musik & Getränken in der Hand zu den DEL Eishallen der Republik zu fahren war es bei dieser Reise meinem Geschmack nach viel zu Ruhig und statt im Gang zu stehen saßen die Leute brav & v.A.  angeschnallt auf ihren Plätzen. Zwischen 18 und 19H. kamen wir dann im ates Hotel in Kehl an, welches zu meiner Überraschung absolut Klasse war. Nur das WLAN hätte etwas besser sein können. Am ersten Abend an der Deutsch-Französischen Grenze haben wir nicht mehr viel gemacht außer ins Edeka zu gehen, die Getränke für die nächsten Tage zu Organisieren und die hiesige Küche beim McDonald’s auszuprobieren. Danach ging es wieder ins Hotel um noch die eine oder andere Serie zu schauen und dann bis 6H. des nächsten Tages durchzuschlummern.

Am nächsten Morgen ging es in aller Herrgottsfrühe zum Super Buffet für das Frühstück für Champions. Während einige Gäste noch innerlich schliefen unterhielten wir mit unserer Fahrtbekanntschaft Anne, die am Nachbartisch saß, schon den halben Saal in dem wir die Order ausgaben, Kännchen gibt’s nur draußen. Als Wessi konnte sie mit dem Spruch nichts anfangen aber den ein oder anderen fremden Gast hat man schon beim Lachen erwischt. Später kam dann noch die ehemalige Vorsitzende der PDS Gabi Zimmer hinzu wo wir erstmal überlegen mussten ob sie das überhaupt ist oder nicht. Hätten wir nicht gewusst, dass sie im Europaparlament sitzt, hätten wir sie nat. auch in der Reisegruppe Kaufmann begrüßt. 😀
10H. ging es dann mit dem Bus auf die erste kleine Tour durch Strasbourg um danach zu den Oberkirchner Winzer zu fahren für eine Tour durch ihren Weinkeller, die Produktion und damit sich das auch für die Winzer lohnt, die obligatorische Verkostung. Da ich noch nie im Leben Wein getrunken hatte und nun auch nicht unbedingt damit anfangen wollte hatte Vincent das Glück von allen 6 Weinen zwei Gläser zu bekommen. Am Tisch saßen wir in der Lichtenberger „Delegation“ zusammen mit Teodora Gionova-Busch und dem Vorsitzenden der AGS Lichtenberg Ulrich Brietzke zusammen. Dort und am Abend beim gemeinsamen Essen mit Sylvia-Yvonne Kaufmann wurde über viele Themen gequatsch & „kontrovers diskutiert“ wie mein Gegenüber das so sagte. Die Tour durch die heiligen Hallen der Winzer fand ich ganz spannend auch wenn ich in diesem Leben nicht mehr zum Weintrinker werde. Am Ende der Tour wurde gefühlt von den älteren Mitreisenden der halbe Werksverkauf leergekauft weil es in Berlin anscheinend keinen Wein gibt. Dabei lese ich bei Twitter immer was von der Cordobar. Muss wohl ein Geheimtipp sein. #oderso 😉
Nach der Weintour sollte es lt. Plan 4 Std. Freizeit im Hotel geben aber nichts da. Der Plan wurde umgeschmissen und es ging nach einer kurzen Pause im Hotel gleich wieder Richtung Strasbourg. Dort angekommen wurden erstmal die hiesigen Kirchen Notre Dame (Katholisch) & St. Thomas (Evangelisch) besichtigt. Vincent (Organist in der Taborkirche Hohenschönhausen) war nat. sehr angetan von den Orgeln und der Kirche St. Thomas. Aufgrund der geschichtlichen Verhältnisse können die älteren Elsässer noch Deutsch so das Vincent sich mit einigen Leuten gefühlt stundenlang über die Situation der Kirchen in Strasbourg bzw. Frankreich unterhielt. Irgendwann ging es auch nochmal um Bouletten aber dann hab ich wieder abgeschaltet. Nachdem die ersten Tourifallen abgeklappert wurden und hier und da KrimmsKramms sowie Postkarten für Freunde und Verwandte gekauft wurden, ging es staunend, aufgrund der großartigen Weihnachtsbeleuchtung an den Strasbourger Häusern zum verabredeten Restaurant wo wir mit Sylvia- Yvonne Kaufmann einen netten Abend verbringen sollten. Da Vincent und ich wiedermal als erste vor Ort waren, konnten wir uns wieder die besten Plätze aussuchen. Am Ende saß Lichtenberg wieder komplett an einem Tisch. Diesmal auch zu unserer Freude unsere Gastgeberin. Es gab 4 oder 5 verschiedene Sorten Flammkuchen, die mir überraschenderweise zusagten. Okay, bisher hab ich Flammkuchen auch nur einmal vor 10 Jahren auf irgendeinen Jahrmarkt probiert. Das ist mit dem Original aus dem Elsass wohl nicht vergleichbar. Nach dem schönen Abend, ging es mit einem Vortrag, warum Anne Vegetariarin ist zum Bus der uns wieder zum Hotel brachte. Während ich mich schon aufs Zimmer verzog blieb Vincent noch in der Lobby und hatte später noch die nette Gesellschaft durch Gabi Zimmer, mit der wir schon am Morgen zusammen beim Frühstück saßen. Später so erzählte mir Vincent, stellten sie beide noch fest, dass Rot-Rot-Grün nicht an ihnen beiden scheitern würde. Das lob ich mir. Zu dem Zeitpunkt ist übrigens auch das Zitat gefallen, welches als Überschrift für meinen Blogpost dient.

Tags darauf, am Mittwoch stand dann der Hauptprogrammpunkt auf dem Programm. Der Besuch im Europaparlament. Mit dem Bus ging es 8H. über die Europabrücke nach Strasbourg. Nach relativ laschen Sicherheitskontrollen (Ich bin aus dem Capitol in Washington D.C. echt anderes gewöhnt) ging es in einen Raum wo uns ein Host aus Österreich das Europaparlament vorstellte. Leider waren die Sitze so gemütlich, dass mir doch das ein oder andere mal die Augen aufgrund des Schlafmangels zugefallen sind. Als dann aber Sylvia-Yvonne Kaufmann zur Gruppe hinzu kam, ging es wieder. Es wurden viele Fragen der anwesenden Besucher beantwortet wie z.B. zu TTIP oder den Hunden in Rumänien. Nach der Fragerunde ging es zum Fototermin wo wohl alle Besuchergruppen des Europaparlaments vor den Flaggen der EU Mitgliedsstaaten abgelichtet werden. Zum Schluss ging es auf die Besuchertribüne des Europaparlaments wo man der Debatte zur Umweltpolitik folgen konnte. Besonderes Highlight war der kleine Chat mit dem MdEP Matthias Groote (SPD) während der Debatte über den Fotosharedienst Instagram. Er saß unten im Plenum, wir oben auf der Besuchertribüne und er deutete eine kleine Laola an. Schön, dass Politiker Social Media Dienste noch selber nutzen, so dass so etwas zustande kommt. Großes Lob an Matthias! Nach dem 30minütigen Besuch im Plenum ging es noch zum Giftshop und dann in die wunderschön geschmückte Altstadt Strasbourgs wo wir eine Kleinigkeit zu uns nahmen um dann gestärkt die Bootstour auf dem Rhein anzutreten. In einem viel zu kleinen Boot mit gefühlt zu viel Leuten und ungemütlichen Sitzen ging es 45min. durch diverse Schleusen auf dem Wasser entlang. Während der Tour saß wieder die uns mittlerweile liebgewonnene Anne neben uns. Nach der Tour ging es noch einmal durch die Stadt um auch den letzten (nein, nicht elenden) Rest von der europäischen Weihnachtshauptstadt zu erkunden. Im Taxi ging es dann am Abend zurück nach Kehl wo wir uns nochmal mit der regionalen Küche bei McDonald’s stärkten um dann übermüdet und fertig ins Hotelbett zu fallen.

Am letzten Tag klingelte der Wecker wieder 5:30H. damit wir rechtzeitig 6:30H. beim Frühstück sind um in aller Ruhe zu Essen und dann die Taschen zu packen und 9:30H. wieder nach Berlin aufzubrechen. Die gute Laune der letzten Tage verbreitete sich auch wieder auf den letzten Reihen im Bus. Wie oft lachten auch andere Mitreisende über unsere Witze. Wir überlegten schon kurzzeitig mit einem Programm durch die Abteilungen Berlins zu Touren. Das unsere gute Stimmung auch bei anderen Super ankam merkte man z.B. auch an Mails, die wir erhielten:

„Dein und Vincents Gebabbel fand ich angenehm. Es war beruhigend, im Hintergrund zwei so positive Menschen zu hören.“

Bei solchen Mails geht einen doch das Herz auf und es entschuldigt für so viel, was in der SPD falsch läuft, wenn man so ein ehrliches Feedback einer Genossin bekommt. Vielen lieben Dank Anne! <3

Am Donnerstag 19:40H. parkten wir wieder wohlbehalten vor dem Kurt-Schuhmacher-Haus der SPD Berlin im Wedding. Nach langer Verabschiedung von den neu kennengelernten Genossen ging es für Vincent und mich wieder zurück nach Hohenschönhausen.

Zum Ende kommt ja immer das Fazit und das fällt auf jeden Fall positiv aus. Ich möchte in Form des Blogposts noch mal dem Besucherservice des Europaparlaments danken, Sylvia-Yvonne Kaufmann und ihren beiden Mitarbeitern Ernst Patrick Mommsen sowie Anne Freidank. Ohne die beiden letztgenannten wäre die Fahrt sicher nicht so reibungslos verlaufen. Dafür vielen herzlichen Dank! <3

Für Vincent und mich steht schon fest, dass wir bei der nächsten Besucherfahrt nach Brüssel im Juni wieder die letzte Reihe im Bus blockieren werden, falls wir nochmal mitgenommen werden. Das nächste mal dann bestimmt auch ohne die dauernd gesungenen Weihnachtslieder! 😀

P.S. Alle Bilder, die ich gemacht habe findet ihr hier: #Strasbourg #WallysRantnerReisen #SYK

Wally44

Wally oder wie ihn seine Eltern kennen, Christian betreibt d. Blog wally44.de erst seit dem Jahr 2014. Zurzeit schreibt er nebenbei noch bei thebighockeytheory.de als Hockey Writer und hat seine Kolumne #WallysHockeyCorner bei lichtenbergmarzahnplus.de. #WHC

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