Was ich in einer Woche als Offliner gelernt habe.

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In unsortierten und v.A. zu vielen Gedanken versuch ich mal einen Überblick zu geben, warum ich mir zwischen dem 1. Januar 2016 und 7. Januar 2016 eine kleine Auszeit genommen habe vom schnellen Leben im Internet.
Ich hatte es satt zig Menschen zu folgen, denen ich irgendwann nur folgte weil wir einen gemeinsamen Freund hatten und Leute in meinen Freundeslisten zu haben, die mich augenscheinlich irgendwann gemutet haben so dass über Comments etc. schon seit Monaten/Jahren keinerlei Kommunikation mehr stattfand also hab ich am 1. Januar nach dem NHL #WinterClassic Game den digitalen Besen rausgeholt und nach verschiedenen Kriterien aussortiert. Manche haben noch mal eine Gnadenfrist bekommen andere nicht. Irgendwann ca. 2012 hatte ich bei Facebook mal über 500 Freunde. Das hat sich im laufe der Zeit stark gewandelt. Von Jahr zu Jahr wurden es weniger. Erst über 500 dann 315 dann 225 dann 185 und nun 159. Das ist wahrscheinlich ein Ähnlicher Schritt, wie ihn Tobias Schwarz ging, der sich bei Facebook löschte und irgendwann von vorn begann und auch bei Twitter alle Follower entfolgte und neu anfing: LINK. Ganz so radikal wollte ich nicht vorgehen, den meine Follower denen ich noch folge sind mir schon lieb. Sei es von Leuten mit großen Account von zigtausenden Followern oder Leuten mit nicht mal 100 Followern.
Ein weiterer Punkt dieses „Experiments“ war auch, dass ich zum Jahresanfang ganz schön was zu schaffen hatte weil ich ab 18. Januar für ca. 10 Wochen bis Ostern in der Brandenburger Pampa im Krankenhaus bin und von dort aus definitiv weniger regeln kann als von Zuhause also hiess es in der Offlinezeit: Zeitschriftenabos kündigen (Bye Bye Eishockey News & NEON), das Fitnessstudio nach 24 Monaten kündigen und das wichtigste: Den jährlichen Rentenantrag neu stellen, der auch jedes mal länger wird. Waren es 2015 noch 42 Seiten Antrag hab ich 2016 66 Seiten abzuschicken. Das ich das alles so schnell in Eigeninitiative geschafft hab, macht mich schon etwas Stolz v.A. dass ich dafür meine Gewohnheiten unterbrochen habe und das durchgezogen habe statt zu Prokrastinieren. Passenderweise kam dazu bei Edition F. in meiner Sendepause ein Artikel raus.
Ein weiterer super Nebeneffekt war einfach mal nicht mitzubekommen, welche Säue schon wieder durchs digitale Dorf getrieben werden, über was oder wen sich wieder groß in drölfzigtausend Tweets echauffiert wird usw. Ich hab die Ruhe in der Offlinewoche doch sehr genossen.
Zu guter letzt war Aspekt meiner Sendepause war aber auch, dass ich mal schauen wollte, ob es überhaupt auffällt, wenn ich weg bin da man ja immer wieder davon liest, wenn ein älterer Nachbar in seiner Wohnung verstorben ist und es niemanden auffällt. Dieses mal halt aus digitaler Sicht. Und nach 24,5 Std. kam die erste Beobachtung, dass ich fehle und ob alles OK sei. Nach und nach kamen dann auch weitere Nachrichten via DM bei Twitter, WhatsApp, FB Messanger und sogar SMS. Einige male entwickelten sich aus den Fragen nach der Sendepause und der Entschleunigung längere Gespräche, die ich so auch ewig nicht mehr erlebte, die irgendwie an die Zeit bei ICQ und MSN erinnerten. Das war auf alle Fälle eine wertvolle Erfahrung nicht immer nur in 140 Zeichen voneinander zu lesen sondern auch mal persönlich miteinander zu schreiben. Von einigen bin ich etwas enttäuscht, dass nichts kam von anderen aber wiederum positiv überrascht.
Apropos positiv überrascht. Positiv überrascht war ich damals 2012 über die Solidarität die man in sozialen Netzwerken bekommt und hab auch dementsprechend positiv darüber gebloggt: LINK. Nun gab es ein Fall kurz vor Ende des Jahres unter meinen Followern, dass Christian Helms nach Weihnachten und über Silvester ins Krankenhaus musste. Die selbe Solidaritätswelle, die ich damals erlebte schwappte über ihn hinweg. Grund genug für mich mal zurückzuschauen und zu überlegen, was den nach 4 Jahren und mehreren Krankenhausaufenthalten davon noch bleibt. Auch dafür hab ich mir die Zeit in meiner Pause genommen um über die Frage nachzudenken. Für ein schnelles „Gute Besserung“ ist das Netzwerk super aber so richtig Nachhaltig ist da nichts. Immer öfter kommen Sachen wie „Lass uns doch mal Treffen“ wo man schon sofort danach weiss daraus wird eh nichts. Eigentlich Schade, wenn man Follower in der selben Stadt hat und man sich doch nur 1x höchstens 2x zu Geburtstagen sieht. Das alles verdient den Namen #Onlinesamkeit. Aber gerade deswegen weiss ich nach dieser Sendepause und Reflektion die positiven Beispiele aus dem Jahr 2015 auch umso mehr zu schätzen. Danke K. & B.! <3

Fazit:

Für das Wohlbefinden war die Sendepause eine gute Entscheidung und ob man nun da ist oder nicht ist im Endeffekt auch egal. Die Erde dreht sich weiter und der Stream in den sozialen Netzwerken fliesst unverändert weiter.

P.S. Bei Twitter ist das Fehlen übrigens stärker aufgefallen als bei Facebook.

P.P.S. Ihr habt die Sendepause von mir doch bestimmt auch so genossen, wie ich sie von euch, oder?! 😛

P.P.P.S. An die FragerInnen, ob alles Okay ist: Nein, ist es nie!

Wally44

Wally oder wie ihn seine Eltern kennen, Christian betreibt d. Blog wally44.de erst seit dem Jahr 2014. Zurzeit schreibt er nebenbei noch bei thebighockeytheory.de als Hockey Writer und hat seine Kolumne #WallysHockeyCorner bei lichtenbergmarzahnplus.de. #WHC

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