Invicta Dynamos – Trikot Sammelbestellung

Invicta Dynamos – Trikot Sammelbestellung

Wer von meinen Eishockeyfollowern hat den Lust auf das neue sehr hübsche Trikot der Invicta Dynamos aus Großbritannien?
Der Blogpost hier dient zur Absprache und dem vorstellen der Idee der Sammelbestellung. Ich persönlich favorisiere das weinrote/creme Auswärtstrikot. Kosten sollen die Trikots 46 Pfund was ca. 64€ sind. Es gibt die Trikots in der Größe S – 4XL

Wenn jemand auch ein Trikot der #Dynamos haben möchte, so schreibt er/sie mir hier in die Comments oder drüben bei Facebook eine Message oder einen Kommentar unter das Bild mit folgenden Daten:

Voller Name: (Bsp.: Christian Baumeier)

Heim oder Auswärtstrikot: (Bsp.: Auswärtstrikot)

Größe: (Bsp.: XXL)

Stückzahl: (Bsp.: 1)

Name auf dem Trikot: (Bsp.: Wally)

Nummer auf dem Trikot: (Bsp.: 44)

Deadline ist der 13. September 2015 23:59H.


Heimtrikot:

Dynamo1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswärtstrikot:

Dynamo2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WarmUp Trikot:

Dynamo3

#WallysHockeyCorner 17

#WallysHockeyCorner 17

Sommerpause? Schon wieder vorbei?!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mitte März hatte ich noch die Termine angekündigt, an denen #WallysHockeyCorner erscheinen sollte, aber dann machte mir ein einmonatiger Krankenhausaufenthalt einen Strich durch die Rechnung. Nun geht es aber endlich wieder los mit der Saison und der Kolumne. Entschuldigung für die nicht erschienen #WHC Kolumnen und Herzlich Willkommen zurück!

Eisbären Berlin
Gefühlt hatten die Spieler dieses Jahr keine Sommerpause. Es gab den ganzen Sommer über Eis im Sportforum Hohenschönhausen und seit Ende Juli ist die komplette Mannschaft wieder in Berlin. Neben den beiden Neuzugängen Bruno Gervais (Lake Erie Monsters), Spencer Machacek (Augsburger Panther) gibt es vier(!) Rückkehrer in die Franchise der Eisbären: Vladislav Filin kommt aus der russischen Nachwuchsliga MHL, wo er im Nachwuchssystem von Red Bull für Salzburg spielte. In der Verteidigung ist ein alter Bekannter wieder da: Micki DuPont kommt aus der schweizerischen NLA von den Kloten Flyers nach neun Jahren wieder in die Hauptstadt. Mit den Eisbären konnte er unter Pierre Pagé 2005 und 2006 bisher zwei Deutsche Meisterschaften feiern. Zwei weitere Rückkehrer befinden sich auf den Torhüterpositionen. Neben Kevin Nastiuk, der aus der DEL2 von den Dresdner Eislöwen kommt und zwischen 2009 und 2012 mit den Eisbären zwei Meisterschaften (2011 und 2012) als BackUp Goalie für Rob Zepp feiern durfte, kommt aus der kanadischen Québec Major Junior Hockey League von den Shawinigan Cataractes nach drei Jahren Marvin Cüpper zurück nach Europa und wird vorerst hinter Petri Vehanen und Kevin Nastiuk als dritter Goalie für das Eisbären Farmteam in Dresden zwischen den Pfosten stehen. Zur Probe bei den Eisbären spielt zurzeit der Japaner Shūhei Kuji und Saša Martinovic hält sich in Berlin fit. Sollte Shūhei Kuji verpflichtet werden, wäre er der erste Japaner, der für die Eisbären aufläuft und nach Chris Marinucci (Saison 2001/2002) der zweite Spieler, der aus Japan nach Berlin wechselt. Japanerfahrung in Verbindung mit den Eisbären haben u.a. auch der ehemalige Verteidiger Ricard Persson, der zwischen 2007 und 2009 in Japan spielte und der ehemalige Eisbärentrainer aus dem Jahr 2000, Glen Williamson.

Die Abgänge beim Rekordmeister sehen wie folgt aus: Casey Borer geht nach zwei Jahren Berlin zurück zu den Nürnberg Ice Tigers, Jimmy Sharrow geht zu den Grizzlys Wolfsburg, Matt Foy in die DEL2 zu den Eispiraten Crimmitschau, Antti Miettinen geht nach einem Jahr DEL zurück nach Finnland zu seinem Heimatteam HPK Hämeenlinna, wo er das Eishockeyspielen in seiner Kindheit erlernte. Ausgeliehen werden der italienische Nationalspieler und Neubesitzer eines deutschen Passes, Alex Trivellato, an die Schwenninger Wild Wings und der Torwart Mathias Niederberger geht zu seinem Heimatteam, der Düsseldorfer EG. Grade bei Niederberger hoffe ich, dass wir ihn in Berlin wiedersehen können, da seine Leistungen letzte Saison stimmten und er ein überaus sympathischer Spieler war. Ansonsten bin ich ein wenig enttäuscht über die Verpflichtungen. Bei der Story, die offiziell kursierte, dass Ex-Eisbärenstar Danny Briere Verteidiger Bruno Gervais empfohlen hat, bin ich ja etwas skeptisch, da bei der USA Scoutingtour Mitte April Lee, Ustorf und Krupp u.a. die Lake Erie Monsters gegen die Grand Rapids Griffins ansahen und Captain bei den Monsters aus Ohio war Bruno Gervais. Das Spiel damals ging 4:6 verloren und Gervais stand dabei bei zwei Gegentoren auf dem Eis. Trotzdem muss er wohl die Eisbären überzeugt haben.

Beim dem am 15. und 16. August ausgespielten Turnier in Dresden belegten die Eisbären den zweiten Platz hinter den Grizzlys aus Wolfsburg. Der HC Verva Litvinov wurde Dritter vor dem Gastgeber aus Dresden. Das erste Spiel gegen Dresden gewannen die Berliner 7:0. Im Finale musste man sich den Grizzlys aus Wolfsburg 4:3 geschlagen geben. Weiter geht es für die Berliner am 22. August in der Champions Hockey League mit dem Heimspiel gegen die ZSC Lions aus Zürich und am 29. August gegen GAP Rapaces aus Frankreich. Neben den beiden Rückspielen am 4. und 6. September war das schon die komplette Vorbereitung auf die am 11. September beginnende DEL Saison.

OSC Berlin und FASS Berlin
Der DEB hat nun auch endlich die Frauenbundesliga terminiert. Am 26. und 27. September starten die Damen vom OSC auswärts beim EC Bergkamen. Fest stehen schon die folgenden Termine: Am 22. August, 16 Uhr, spielen die Eisladies ein Wohltätigkeitsspiel gegen die Hannover Lady Scorpions im Wellblechpalast an der Konrad-Wolf-Straße. Alle Einnahmen gehen zu 100 Prozent an den Verein „Kämpfen für Paul e.V.“ Der 7jährige Paul, der an Adrenoleukodystrophie leidet, freut sich sicher über jeglichen Support von euch. Am 29. und 30. August wird es international im Wellblechpalast. Zu Gast beim Howoge-Cup 2015 sind neben dem OSC Berlin, der erste Ligagegner EC Bergkamen, die Herlev Hornets aus Dänemark, der HC SKP Bratislava aus der Slowakei und der EHV Sabres Wien aus Österreich.

Bei FASS Berlin bereitet man sich auch schon akribisch auf die kommende Saison vor. Am 25. September startet die Oberliga Nord und die Akademiker konnten bisher die größten Leistungsträger halten wie z.B. die Ex-DEL Spieler Patrick Czajka, Nils Watzke und Fabio Patrzek. Spannend finde ich vor allem, dass der niederländische Meister 2015, Tilburg Trappers, am Oberliga-Nord Spielbetrieb teilnimmt und das Gastspiel in Berlin werde ich mir bestimmt nicht entgehen lassen. Die Heimspiele sollen weitestgehend im Erika-Heß-Eisstadion durchgeführt werden. Ab und an werden die Akademiker allerdings auch in Hohenschönhausen im Wellblechpalast spielen. Funfact: Niklas Treutle, der ein Spiel für FASS Berlin zwischen den Pfosten stand (Förderlizenz der Hamburg Freezers), ist der erste Akademiker, der in eine NHL Organisation wechselt. Die Arizona Coyotes gaben Treutle einen Einjahres – Zweiwegevertrag. Dass Treutle allerdings in der NHL spielt, ist höchst unwahrscheinlich, denn mit Mike Smith, Anders Lindbäck und Louis Domingue hat er starke Torhüter vor sich. Treutle wird in der AHL bei den Springfield Falcons, wenn nicht sogar in der ECHL Rapid City Rush in die Saison gehen.

Diverses
Kai Wissmann, Jonas Müller, eine Delegation der Eisbären Berlin (Manager, Trainer etc.) und das gefühlt halbe Pressekorps der Eisbären hatten die Möglichkeit beim Development Camp der Los Angeles Kings Anfang Juli dabei zu sein. Neben den oben erwähnten Berliner Prospect-Spielern waren auch aus Hamburg von den Freezers zwei Jungs dabei, die am siebentägigen Nachwuchs Camp der Kings teilnehmen durften: Dominik Tiffels und Maximilian Franzreb. Die vier jungen deutschen Spieler haben Glück, an solch einen Camp unter professionellen NHL Bedingungen teilnehmen zu können. Dass sie allerdings dabei waren, ist wohl eher der engen Zusammenarbeit der AEG Teams geschuldet als ihres wirklichen Talents wegen. Oder sie waren dabei, weil sie schon von den LA Kings gedraftet wurden. Früher nahmen schon Constantin Braun (er war allerdings von LA gedraftet), André Rankel, Frank Hördler und Florian Busch an einen Camp in Los Angeles teil. Alle blieben in der DEL bei den Eisbären und versuchten ihr Glück nicht in Nordamerika.

Neue Eisbären-Trikots
Am 7. August wurden die neuen Eisbären-Trikots offiziell vorgestellt. In der heimischen Mercedes-Benz Arena spielt man jetzt wieder in Blau, auswärts in Weiß, das dritte Trikot ist rot. Im Oktober wird es zum Breast Cancer Awerness Month sicher wieder ein pinkes Trikot geben. Das erste Mal seit der Saison 2003/2004 spielen die Eisbären in Längsstreifen. Mir persönlich gefällt das Design nicht so, aber es gab in den letzten Jahren schon uninspiriertere Trikotdesigns. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass bis auf das DEL Logo, die Meistersterne und bei den Torhütern die Berliner-Rundfunk-Werbung wieder nicht genäht ist und das Trikot dadurch nicht unbedingt hochwertiger wirkt.

#ebbwelcomesrefugees Part II hieß es am 15. August in Dresden. Vor dem oben erwähnten Turnier wurden 40 – 60 Flüchtlingskinder und bedürftige Kinder von den Eislöwen, den Eisbären und der Fanvereinigung Eishockeyfans für Toleranz zum Schlittschuhlaufen eingeladen. Hier könnt ihr nochmal #ebbwelcomesrefugees Part I nachlesen.

Ehemalige Eisbären
Ich habe in der Sommerpause mal nach ehemaligen Eisbärenspielern gesucht und was sie jetzt so treiben. Versuche mal einen kleinen Überblick zu geben:

  • Steve Walker wird Co-Trainer in Mannheim.
  • John Gruden ist erster Chefcoach im neugegründeten Team der Flint Firebirds. Diese spielen in der kanadischen Ontario Hockey League.
  • Apropos OHL, bei den Sudbury Wolves wird Drake Berehowsky Co-Trainer.
  • Ex-Eisbären Lockout Spieler Danny Briere hat seine Karriere beendet.
  • Auf den Tag genau ein Jahr nachdem Trainerlegende Hartmut Nickel seine Trainerkarriere beendete, gab Sven Felski den Beginn seiner Karriere bekannt. Er wird neben Jochen Molling Honorartrainer der U17 Mannschaft des Deutschen Eishockey Bundes.
  • Sebastian Elwing hat in Weißwasser sein Abschiedsspiel bestritten und betreibt künftig eine Torwartschule.
  • Jason Muzzatti wird Torwartcoach an seiner Alma Mater, der Michigan State University bei den Spartans.
  • Das Sommermärchen des vergangenen Jahres vom späten Karrierestart von Rob Zepp in der NHL könnte zum Horrormärchen werden, da Zepp nach dem Auslaufen seines Vertrags in der Organisation der Philadelphia Flyers immer noch keine neue Anstellung hat. Nach B.Z. Informationen wäre für eine Rückkehr in die DEL eine 100.000 Euro Kompensationszahlung an die Eisbären Berlin notwendig.
  • Denis Pederson wurde in Price Albert, Saskatchewan in Kanada in die dortige Hall of Fame aufgenommen. Dort ist er neben Brad Bergen schon der zweite Ex-Eisbären Spieler.
  • Derrick Walser wird Spielertrainer bei den Belfast Giants.
  • Keith Aldridge ist Vizepräsident und Manager im Indianwood Golf and Country Club.
  • Udo Döhler scheint nicht nur ein guter Name für Eishockeyspieler zu sein, sondern auch noch für Bürgermeister. So heißen nämlich die Bürgermeister in Joinville, Santa Catarina in Brasilien und in der Gemeinde Dörfles-Esbach wie Mr. Europacup.
  • Und zu guter Letzt wird in dieser Saison die Rückennummer 14 von Stefan Ustorf gesperrt. Auf der Website der Trikotnummernhistorie steht mittlerweile: „wird nicht mehr vergeben“. Wir können uns also auf eine weitere Trikotzeremonie in dieser Saison freuen.

P.S. In der letzten Kolumne habe ich einen Blick auf den kommenden NHL Draft geworfen und Taggert Corriveau sowie Jansen Harkins vorgestellt, dessen Väter beide bei den Eisbären spielten. Corriveau hatte kein Glück und wurde nicht gedraftet. Allerdings wurde er zum Nachwuchscamp der Carolina Hurricanes eingeladen und durfte dort im Juli vorspielen. Vorspielen beim Nachwuchscamp der Winnipeg Jets durfte auch Jansen Harkins. Allerdings hatte er das Glück, dass sich die Jets beim NHL Draft die Rechte an Harkins in der zweiten Runde auf Platz 47 sicherten. Und um den Kreis zu schließen, noch die Info, dass er dort beim Camp in Winnipeg auf Nikolaj Ehlers traf, der 2014 in der ersten Runde auf Platz gedraftet wurde. Dessen Vater, Heinz Ehlers spielte in Charlottenburg bei den Berlin Capitals.

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Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 16

#WallysHockeyCorner 16

Sommerpause? Ach was…

Nachdem ich eigentlich dachte, dass das Hockeyleben nach dem frühen Ausscheiden der Eisbären in den Pre-Playoffs etwas ruhiger wird, wurde ich doch eines Besseren belehrt. Zig nächtliche Spiele meiner Washington Capitals standen auf der Agenda sowie nach 12 Jahren das erste Länderspiel des Deutschen Eishockey Bundes in Berlin und ein Spontantrip nach Prag zur Eishockey WM. Aber dazu unten mehr:

WM Generalprobe: Deutschland vs. Slowenien

Kurz bevor die Nationalmannschaft mit zwischenzeitlich 7 Eisbären (L. Braun, Müller, Wissmann, Haase, Niederberger Noebels und Baxmann) in die Weltmeisterschaftsvorbereitung in Oberhausen mit zwei Spielen gegen Russland einstieg, verplapperte sich Eisbären-Stürmer Marcel Noebels auf seiner Facebookseite, dass der DEB ein Länderspiel im heimischen Wellblechpalast stattfinden lassen würde. Beim DEB gab es keinerlei Infos dazu, aber relativ schnell wurde man auf der Website des slowenischen Eishockeyverbandes fündig, da sie das Spiel schon bewarben. Am 29. April, zwei Tage vor dem Start der Weltmeisterschaft in Tschechien war es soweit, nach 12 Jahren (Berlin) bzw. 20 Jahren (Hohenschönhausen) gab es endlich wieder ein Länderspiel in der Region zu sehen. Da die Los Angeles Kings des slowenischen Superstars Anze Kopitar die Play-Offs in der NHL verpasst haben und er für sein Land spielen wollte, könnte man eigentlich ohne Probleme vom Team Kopitar sprechen statt von Slowenien. Der Superstar überstrahlte alles. Das Spiel war überraschend schnell und auch von Härte geprägt, so dass man den ein oder anderen krachenden Check vernehmen konnte. Der Wellblechpalast war zum Erstaunen einiger Skeptiker gut gefüllt mit 4.060 Zuschauern. Die Atmosphäre war auch ganz angenehm, fast keine Trommeln, keine Klatschpappen sondern einfach nur pures Hockey. Einen besonderen Abend hatten sicher auch die 20 Flüchtlinge, die auf Einladung des Veranstalters in den Welli gekommen waren und einen 4:3 Sieg der Deutschen nach Penaltyschiessen sahen. Nach dem Spiel nahm sich Anze Kopitar noch die Zeit für die Fans und erfüllte geduldig alle Foto und Autogrammwünsche.

#IIHFWorlds – Eishockeyweltmeisterschaft in Tschechien
Am Kampftag der ArbeiterInnen begann die 17-tägige Weltmeisterschaft in Prag und Ostrava. Durch die Verletzungen von Marcel Noebels, André Rankel und Verteidigungsminister Frank Hördler und der Aussortierung der oben erwähnten Spieler von den Eisbären, kam am Ende nur der Harzer Jens Baxmann zu Einsätzen im Trikot mit dem Adler auf der Brust in den 7 Hauptrundenspielen, die die Deutsche Nationalmannschaft innerhalb von 11 Tagen zu absolvieren hatte. Zweiter Bekannter neben Baxi war der Co-Trainer der DEB-Auswahl: Ex-Eisbären Cheftrainer Jeff Tomlinson. Am Ende hatte es nicht zu einer Viertelfinalteilnahme gereicht, weil man gegen den vermeintlich einfachen Gegner Österreich 2:3 verlor und auch das Prestigeduell gegen den direkten Konkurrenten Schweiz mit 1:0. Von der 10:0 Niederlage gegen Kanada braucht man eigentlich gar nicht zu reden. Das war zu erwarten. Gegen Schweden und Tschechien hielt man Phasenweise mit, aber um dauerhaft gegen solche Gegner gewinnen zu können, muss noch viel Wasser von der Elbquelle herunterfliesen. Die Siege gegen Frankreich und Lettland waren gut für das Punktekonto, um die WM als Zehnter von 16 Teams zu beenden, aber schön anzusehen waren sie leider auch nicht. Anscheinend passt man sich sehr gern an das Niveau des Gegners an.

Ein kleines Schmankerl hatte die WM für mich persönlich dann doch noch: Mit meinem bescheidenen Eishockeywissen gewann ich in einem Quiz zwei Eintrittskarten für das Schweiz vs. Deutschland Spiel. Mein Freund Torsten und ich machten uns spontan Dienstag früh auf den Weg nach Prag. Eigentlich wollte ich mir noch etwas Kultur gönnen und nach 15 Jahren mal wieder die Karlsbrücke besuchen und in Klassenfahrtserinnerungen schwelgen, aber da wir die tschechische Eishockey Hall of Fame direkt neben der o2 Arena entdeckten, wurde aus dem Ausflug nichts und wir gingen lieber ins Museum. Allein für die Hall of Fame rund um das tschechische Eishockey hat sich der Trip nach Prag gelohnt. Man sah neben alten Bekannten wie z.B. Ex-Eisbär Jiri Dopita sehr viele Pokale, die Tschechien in all den Jahrzehnten gewinnen konnte, Originaltrikots, Original-Medaillen von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie auch die original Torhüterausrüstung vom besten tschechischen Torwart aller Zeiten, Dominik Hasek von den Spielen 1998 in Nagano. Das Spiel gegen die Schweiz war leider nicht sehr ansehnlich und man verlor durch ein Tor kurz vor Ende des Spiels auch 1:0. Gleich nach Spielende ging es für Torsten und mich dann zurück nach Berlin und um 22 Uhr war der Prag-Tag dann auch geschafft. Weltmeister wurde übrigens nach einem sensationellen Turnier Kanada, dessen Mannschaft alle anderen Länder aus der o2 Arena in Prag fegte. Im Finale bezwangen die Kanadier Russland mit 6:1. Dritter wurde die USA, die Gastgeber Tschechien 3:0 bezwangen. Für mich war die WM auf so vielen Ebenen ein Wow-Erlebnis. Nicht nur, weil es meine erste war, an der ich Live vor Ort war, sondern auch im Netz wurde seit knapp einem Jahr sehr gute Arbeit geleistet. Also Hut ab vor den Spielern, den Organisatoren & den Mitarbeitern rund um das Event. Trotz allem sollte man bei der IIHF vielleicht einmal darüber nachdenken, die WM nur alle zwei Jahre auszutragen, statt jedes Jahr, um die Wertigkeit etwas zu erhöhen.

Eisbären Berlin

Einige Personalentscheidungen konnten von den Eisbären verkündet werden. Wie bereits in der letzten Kolumne berichtet, wird Matt Foy nicht mehr das Eisbärentrikot tragen. Die drei anderen sicheren Abgänge sind zurzeit Casey Borer, Jimmy Sharrow und Antti Miettinen. Neu dagegen sind Spencer Machacek (von Augsburg) und der Rückkehrer Micki DuPont (Kloten – SUI). DuPont spielte bereits in seinen besten Jahren (2003 – 2006) in Berlin und ich hoffe, dass er an diese Zeiten anknüpfen kann, obwohl ich es aufgrund des fortgeschrittenen Alters von 35 Jahren nicht ganz glauben kann.
Ihre Verträge verlängert haben Laurin Braun, Julian Talbot und Torwart Petri Vehanen. Alle drei haben Zweijahresverträge unterzeichnet.

Am 13. Mai wurden während der Weltmeisterschaft in Prag die 16 Gruppen der Champions Hockey League ausgelost. Die Eisbären treffen auf die Zürich Lions aus der Schweiz und Gap Rapaces aus Frankreich. Die ersten beiden der Dreiergruppe erreichen die nächste Runde.

Die ersten Vorbereitungsspiele der Saison 2015/2016 sind auch terminiert.
Am 15. August treffen die Eisbären in Dresden auf das 2. Liga Team der Eislöwen. Der Gewinner der Partie spielt tags darauf gegen den Gewinner des Spiels Wolfsburg vs. Litvinov

Neben den oben erwähnten sieben deutschen Eisbären Spielern waren auch Petr Pohl (CZ) und Alex Trivellato (ITA) für ihre Länder im Einsatz. Während Pohl den Cut in der Vorbereitung schon nicht überstand und nicht für Tschechien bei der WM spielen durfte, war Trivellato im Kader für Italien für die zweitklassige Division I WM in Polen.

Diverses
Am 26. Und 27. Juni findet in Sunrise, Florida der alljährliche NHL Draft statt, an dem sich die 30 NHL Teams die Nordamerikarechte der besten Talente weltweit sichern. Aus Berliner Sicht ist spannend, dass jetzt langsam die Jungs der ehemaligen Eisbärenspieler in das Alter kommen, in dem sie für die NHL interessant werden. Auf Platz 84 findet sich z.B. Taggert Corriveau wieder, dessen Vater Yvon Corriveau acht Jahre in Berlin spielte. Fünf Jahre in Hohenschönhausen bei den Eisbären und drei Jahre in Charlottenburg bei den Berlin Capitals (DEL) /Preussen (Oberliga). Viel besser platziert auf der Liste der Nordamerikanischen Skater wurde mit Platz 15 der Sohn von Todd Harkins, der im Jahr 2000 für die Eisbären die Schlittschuhe schnürte: Jansen Harkins. Erfolgreichster Sohn eines ehemaligen Eisbärenspielers dürfte Alexander Steen sein, der 11 Saisons in der NHL hinter sich hat und auf bisher 679 NHL Spiele kommt. Sein Vater Thomas Steen kam auf 1.006 Spiele und spielte zwischen 1996 und 1999 für die Eisbären.

In eigener Sache

Am 24. April startete #TBHT. Hinter dem Hashtag befindet sich ein neues Projekt, dass drei eishockeyverrückte Freunde mit mir auf die Beine stellen. Wir Hockeynerds haben uns vorgenommen, unter dem Namen
„The Big Hockey Theory“ unseren Platz in der Blogsphäre zu finden und über die wirklich spannenden und lustigen Dinge abseits von Ergebnissen zu bloggen. Ihr findet uns unter http://thebighockeytheory.de/ , https://www.facebook.com/TheBigHockeyTheory undhttps://twitter.com/BigHockeyTheory/

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 15

#WallysHockeyCorner 15



Zurück in die Zukunft

…heißt es für die Eisbären Berlin nach 2:1 Niederlagen in der Best-Of-Three Serie gegen die Nürnberg Ice Tigers. Nach der Abschlussfeier am Sonntag, 22. März, in der o2 World kehren die Eisbären erst im August (in die bis dahin in Mercedes-Benz Arena umbenannte Mehrzweckhalle am Ostbahnhof) zurück aus der 1-Spiel Vergangenheit im Wellblechpalast.

Aber von vorn: Durch den missglückten Ausgang der Hauptrunde mussten die Berliner gegen Nürnberg nachsitzen. Im ersten Pre-Playoff Spiel in Nürnberg kam es für die Eisbären gleich ganz dick. 6:2 schickten die Ice Tigers die Eisbären zurück nach Berlin. Dort wartete das Spiel der Spiele. Es ging um alles oder nichts, Sekt oder Selters, dem Playoff-Tod noch mal von der Schippe springen oder ausscheiden. Ich glaube, es gab kein Spiel seit dem DEL Finalspiel der Eisbären in Köln 2008, wo ich so aufgeregt war, wie vor der 1-Spiel-Rückkehr in die Vergangenheit, in den Wellblechpalast. Die Stimmung war, wie schon vorher angenommen, bombastisch. Von der ersten Sekunde bis zur letzten Sekunde des Spiels pushten sich Fans und Eisbären gegenseitig. Ich hatte das Gefühl, wieder in der Lehre im Jahr 2002 zu sein und die Arbeitswoche im Welli ausklingen zu lassen. Total komisch, was für Gedanken und Erinnerungen kommen, wenn man nach sieben Jahren mal wieder in der alten Halle spielt. Natürlich war der Abend nicht nur für mich ein ganz besonderer, sondern auch für die Leute, mit denen ich nach dem Spiel noch reden konnte. Denn dieses Mal war es nicht, wie bei einem Spiel in der o2 World, dass sich alles verläuft und nach Hause geht. Dieses Mal traf man sich wie damals noch hinten am Casino (mittlerweile Restaurant Welli’s) zum Schnattern. Bis 3 Uhr nachts saßen wir zusammen und ließen den 6:3 Sieg der Eisbären Revue passieren, redeten über Gott und die Welt.  Erwähnenswert war auf alle Fälle Marcel Noebels, der gefühlt jeden zweiten Wechsel hatte und sehr lange auf dem Eis stand. In der Mixed-Zone meinte er, dass er wohl am nächsten Tag einen Kran bräuchte, der ihn aus dem Bett holt.

Leider landeten die Eisbären zwei Tage beim entscheidenden Spiel der Serie auf dem Boden der Realität. Bis zum Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2 ehe im Sudden Death Jason Jaspers mit den 3:2 n.V. den Eisbären den Todesstoß versetzte und sie in die Sommerpause schickte – und seine Ice Tigers ins DEL Viertelfinale gegen die Adler Mannheim.

OSC Berlin und FASS Berlin

Den Eisladies fehlte bei den letzten beiden Auswärtsspielen gegen den ECDC Memmingen das nötige Glück, um das Rennen um die DFEL Vizemeisterschaft für sich zu entscheiden. Der Dreikampf um die Plätze 2, 3 und 4 wurden erst im letzten Saisonspiel entschieden. Dass ESC Planegg Deutscher Meister ist, stand schon Spieltage vor Ende der Saison fest. Gegen die Memminger verloren die Eisladies das erste Spiel am Samstag, 7. März, mit 6:3 und tags darauf 5:4. Durch diese beiden Siege konnte sich Memmingen die Vizemeisterschaft sichern und auch Ingolstadt zog noch am OSC vorbei. Die DFEL Platzierungen waren auch ausschlaggebend für das DEB Pokalfinalturnier am Wochenende vom 14./15.März. Für die Weltmeisterschaftsvorbereitung in Füssen wurden die Berlinerinnen Anne Bartsch, Nina Kamenik, Laura Kluge und Lisa Schuster nominiert. Die WM beginnt am 28. März. Deutschland spielt in der Vorrunde gegen Schweiz, Japan und Gastgeber Schweden.
FASS Berlin hat bis zum 21.März spielfrei.

DEB Pokalfinale
In diesem Jahr war der OSC Berlin Ausrichter des DEB Pokalfinal Turniers. Die beiden Halbfinalspiele zwischen dem ESC Planegg und OSC Berlin (2:1) sowie ECDC Memmingen & ERC Ingolstadt (0:3) verpasste ich aufgrund des siebten  Geburtstags von Julian, über den ich in meiner Kolumne schon mal schrieb, aber zum Finaltag machte ich mich auf den Weg in das Sportforum, um mir die besten vier deutschen Teams im Fraueneishockey anzusehen. Über die Meldung, dass das Spiel um Platz 3 in der kleinen Eishalle 2 statt in der Eishalle 1 (Wellblechpalast) stattfinden soll, war ich dann doch erstaunt. Anscheinend ist die Schüler-Bundesliga, die zeitgleich dort spielte, wichtiger als das Finalturnier der Frauen. Hintergründe zu dem Termindesaster sind mir allerdings auch nicht bekannt. Aber auch in der Eishalle 2 war es gemütlich und man musste nicht stehen, wenn man rechtzeitig in der Halle war. In einem kuriosen Spiel gewann ECDC Memmingen das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen gegen die Eisladies aus Berlin. Mit 7:2 sicherten sie sich den 3. Platz.

Im bayrischen Finale zwischen dem ESC Planegg und ERC Ingolstadt gab es zum ersten Mal in der Pokalfinalgeschichte ein Penaltyschiessen. Ich persönlich fand das schade und hätte nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit lieber eine Sudden Death Verlängerung gehabt, in der so lange weitergespielt wird, bis das entscheidende Tor fällt. Trotz der wenigen Tore war das Spiel überraschend hochklassig und unglaublich schnell. Im Penaltyschiessen hatte Planegg dann das erforderliche Quäntchen Glück und gewann zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den DEB Pokal und machte das Double mit der Deutschen Meisterschaft perfekt. In der Abschlussrede dankte der Generalsekretär des Deutschen Eishockey Bundes, Michael Pfuhl, den teilnehmenden Spielerinnen und gab bekannt, dass der nächste DEB Pokal in Ingolstadt ausgespielt wird.

Girls Night @ Kick on Ice
Am Samstag, 7. März, ging es für mich spontan zum Girls Night Event von Kick on Ice. Von 21 Uhr bis zum Frauentag am 8. März, 1 Uhr, lud Kick on Ice (ein Sportprojekt der Laureus Sport for Good Stiftung) in die Eishalle in die Paul-Heyse-Straße ein, um mit Mädchen und jungen Frauen ein bisschen Zeit auf dem Eis zu verbringen. Susann Götz (ehemals Kapitän der Nationalmannschaft) und Stefanie Frohberg (Eistanz) vermittelten den Mädels in zwei Gruppen (Anfänger und Fortgeschrittene) die wichtigen Skills, die sie auf dem Eis brauchen. Da es einige Mädels gab, die noch nie mit Schläger auf den Eis standen, gab es für diese zunächst ein Lauftechniktraining. Die Fortgeschrittenen machten sich an die Stocktechnik, um ihr Stickhandling zu verbessern. Die gesamte Ausrüstung, die gebraucht wurde, wurde vom Kick on Ice Projekt gestellt, obwohl es mehrere Teilnehmerinnen gab, die ihr eigenes Equipment mitbrachten. Da ein Imagefilm während der Veranstaltung gedreht wurde, mussten alle anwesenden Spielerinnen die Trikots der Teams aus der Kick Liga tragen. In der Kick Liga sind acht Teams organisiert, die sich in Form des Projekts Kick on Ice präventiv mit Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden an Kinder und Jugendliche richten und einem Abgleiten in die Kriminalität entgegenwirken wollen. Für mich war das Projekt ehrlich gesagt neu und deswegen vielen Dank an Katrin, die mich darauf aufmerksam gemacht hat und mitgenommen hat.

Diverses
In der letzten Ausgabe fragte ich die #WHC Leser nach ihren Spieler der Saison. Aus der nicht repräsentativen Umfrage ergab sich, dass vor Petr Pohl und Petri Vehanen mit großen Abstand der Verteidigungsminister Frank Hördler gewann. Eine Sondererwähnung gibt es für Steve Walker und Udo Döhler, die auch nominiert wurden.
Nicht nur die #WHC Leser haben sich für Frank Hördler entschieden, sondern auch Eishockey-Deutschland hat Frank Hördler zum besten Verteidiger der Liga gewählt. Bei der Gala in Mannheim war Hördler zwar nicht dabei, aufgrund der Pre-Playoff Spiele der Eisbären aber dafür Sven Felski, der für seine Verdienste in 20 Profijahren für das deutsche Eishockey in die Hall of Fame aufgenommen wurde. Herzlichen Glückwunsch an beide!

Im europaweiten Zuschauerranking sind die Eisbären Berlin in der Saison 2014/2015 nach dem Hoch der Saison 2013/2014 (Platz 2) wieder auf den 3. Platz wie in der Saison 2012/2013 gelandet. Bei einer Auslastung der o2 World von 91,68% kamen durchschnittlich 13.018 Zuschauer zu den Eisbären-Heimspielen. Europäischer Spitzenreiter bleibt wie die letzten Jahre unangefochten der SC Bern. Die DEL ist zurzeit hinter NHL aus Nordamerika und der Nationalliga A der Schweiz die drittbestbesuchte Eishockeyliga weltweit. Quelle siehe hier >>:

Als erster Spieler gab Matt Foy nach 3 Jahren mit dem Eisbär auf der Brust bei Twitter bekannt, dass er das Team verlassen wird.

Eisbären Kapitän André Rankel wird wegen einer Schulteroperation die Weltmeisterschaft in Tschechien verpassen. Der Kapitän des letztjährigen DEB Teams, Frank Hördler erholt sich momentan von einem Hüftmuskelfaserriss.

In eigener Sache

Während der Sommerpause erscheint #WallysHockeyCorner nicht mehr alle 14 Tage, sondern voraussichtlich an folgenden Terminen:
Nach dem Ende der DEL Saison: 28. April
Nach dem Ende der Weltmeisterschaft: 19. Mai
Nach den Stanley Cup Finalspielen: 9. Juni
je nach Nachrichtenlage (evtl. ein Game Worn Jersey Special): 14. Juli
Zu Beginn der Eisbärenvorbereitung: 4. August
je nach Nachrichtenlage: 18. August
Zum DEL Saisonbeginn: 1. September.

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 Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 14

#WallysHockeyCorner 14

Alles auf eine Karte gesetzt…

…Und verloren! So erging es den Eisbären am Sonntag, 1. März, gegen die Iserlohn Roosters als sie zweieinhalb Minuten vor Spielende, bei Überzahl, Petri Vehanen zugunsten eines 6. Feldspielers beim Spielstand von 2:2 aus dem Tor nahmen um ein 3:2 zu erzwingen. Leider traf elf Sekunden vor Spielende Chad Bassen für die Roosters ins leere Tor und die Eisbären blieben so auf dem 9. Platz nach der DEL Hauptrunde. Das Heimrecht, das sich die Berliner für die Pre-Playoffs erkämpfen wollten, liegt somit beim Achtplatzierten Nürnberg. Dass die Eisbären nun aber in den Pre-Playoffs nachsitzen müssen und ums Viertelfinale kämpfen, liegt nicht daran, dass sie knapp das Spiel gegen Iserlohn verloren haben, sondern daran, dass sie solche Spiele wie das am Freitag, 20. Februar, gegen den Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings nach 0:3 Führung (!) noch 4:3 nach Verlängerung verlieren. Auch das Spiel zwei Tage zuvor gegen den Spitzenreiter Mannheim ging mit 3:2 an die Mannschaft Hessen.

Alles beginnt bei Null
Um die Auswärtswoche vollkommen zu vergeigen, verloren die Eisbären dann noch gegen den Tabellenzweiten aus München mit 6:3. Einzig gegen die Düsseldorfer EG konnte am ersten Tag des Doppelheimspielwochenendes mit 5:2 gewonnen werden. Nun beginnt, wie André Rankel es in der Mixed Zone gesagt hat, nach der Niederlage gegen Iserlohn alles bei Null. Die Köpfe sind angeblich frei und es ist egal, ob das nächste Heimspiel im Wellblechpalast, dem Erika-Hess-Eisstadion oder der nicht mehr existierenden Deutschlandhalle stattfindet. (Mehr dazu im nächsten Abschnitt.) Auf den Weg ins Finale haben die Eisbären bei allen Serien kein Heimrecht (Ausnahme wäre Krefeld). Es wäre für die Männer von Uwe Krupp jetzt an der Zeit zu zeigen, dass sie wirklich keine Auswärtsschwäche haben. Denn von einen Stigma diesbezüglich, wollte der Trainer nach der Pressekonferenz letzten Sonntag nichts wissen. Dass man aber auch von Tabellenplatz 9 Deutscher Meister werden kann, zeigte letzte Saison der ERC Ingolstadt eindrucksvoll. Mentalcoach Markus Flemming wird das sicher als Beispiel anbringen, wenn es darum geht, die letzten Prozente aus der Mannschaft zu kitzeln.

Die 1-Spiel-Rückkehr in die Vergangenheit
Am Freitag, 6. März, bestreiten die Eisbären ihr erstes Pflichtspiel seit dem 18. April 2008 im Wellblechpalast im Sportforum Hohenschönhausen. Dass es dazu kommen konnte, liegt zum Teil an dem Umstand, dass die o2 World durch mehrere andere Veranstaltungen geblockt ist, an den Spielterminen, aber auch daran, dass man in der Geschäftsstelle der Eisbären wohl davon ausgeht, die Pre-Playoffs zu vermeiden und direkt ins Viertelfinale der DEL einzuziehen. So wurde die letzte Februarwoche ganz schön „gerödelt“, um die ein oder andere Spielverlegung bei möglichen Gegnern zu erbitten. Am Ende stimmten Krefeld, Wolfsburg und Nürnberg zu, schon am Dienstag, dem 3. März, in der o2 World zu spielen, sollte Berlin das Heimrecht zustehen. Medienberichten war zu entnehmen, dass Berlin jede Menge Zugeständnisse machen musste, so zum Beispiel die Übernahme der Flug/Hotelkosten. Letztendlich spielen die Eisbären aufgrund ihres Tabellenplatzes nun das einzige Heimspiel der Serie im Welli – und 9.505 Fans schauen in die Röhre, weil die o2 World 14.200 Zuschauer fasst und der Wellblechpalast nur 4.695. Im Wellblechpalast haben mit Ach und Krach die ca. 5000 Dauerkarteninhaber Platz. Selbst die Rollstuhlfahrer, die sich das Spiel ansehen dürfen, werden ausgelost! Nicht nur die Fans, die das Spiel verpassen werden, sondern auch die Dauerkarteninhaber sind sauer, weil sie ihre Karten extra umtauschen müssen. Die ersten zwei Spielminuten im Spiel gegen Iserlohn gab es deshalb Protest. Mich erinnert die ganze Posse um den Spielort an das Viertelfinale 2003, als die Eisbären in die Deutschlandhalle ziehen mussten, um dort gegen die Hamburg Freezers zu spielen. Nur gab es damals Karten für alle. Nicht nur die Fans hat man mit dem Umstand vor den Kopf gestoßen. Sicher verlangen auch die Logeninhaber und Sponsoren Kompensation für die Ausfälle. Dieses eine Spiel wird ein dickes Minusgeschäft. Hoffen wir, dass die Eisbären die Pre-Playoff Serie gewinnen und dann gegen Mannheim oder München im Viertelfinale spielen.

Bei Mannheim kommt mir die Viertelfinalserie 2002 wieder in den Sinn, als die Eisbären gegen Adler Mannheimin 3:1 Spielen verloren. Im Jahr darauf verloren sie im Halbfinale, dann im Finale und 2005 konnte die erste deutsche Meisterschaft errungen werden. Damals, 2002, gab es wie 2015 auch einen Trainerwechsel unter der Saison. Uli Egen musste gehen und Pierre Pagé kam. Wenn dieser Trainerwechsel 2015 von Tomlinson auf Krupp genauso positive Effekte hat wie der Wechsel 2002, warte ich gerne noch weitere drei Jahre auf die nächste Meisterschaft.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies vom OSC Berlin spielten am 21. und 22. Februar beim EC Bergkamen und gewannen 1:5 und 2:4. Mit diesen beiden Siegen konnten sie sich den 2. Tabellenplatz zurückerobern. Am 28. Februar und 1. März hätte im Gegenzug Ingolstadt wieder vorrücken können, aber beide Spiele gegen Bergkamen gingen verloren, während die Eisladies in der DFEL Spielfrei hatten. Dadurch, dass die Frauen in der Liga nicht ran mussten, konnten sie mit einem Mixed-Team aus jüngeren und älteren Spielerinnen an einem Turnier in Jonsdorf (Landkreis Görlitz) teilnehmen. Dort belegten die Damen vom OSC den zweiten Platz. Die letzten beiden Saisonspiele bestreiten die Eisladies gegen ECDC Memmingen, die momentan mit 2 Punkten Rückstand auf OSC Berlin auf Platz 4 in der Tabelle liegen. Es wird also ein spannendes und knappes Finish um die Plätze 2, 3 & 4 in der DFEL geben.
In den letzten zwei Wochen konnte FASS Berlin in vier Spielen zweimal siegen. Gegen den Neusser e.V. wurde mit 7:6 nach Penaltyschiessen gewonnen und gegen die Löwen Frankfurt Eishockey e.V. klar mit 6:2. Gegen EHC Schönheide mussten die Akademiker eine 6:0 Niederlage hinnehmen und gegen Ratinger Ice Aliens 97, nach 1:5 Führung (nach 30 Minuten) noch eine 7:5 Niederlage (nach 60 Minuten). Geehrt wurde Fabio Patrzek für 250 Spiele für FASS Berlin. Die Akademikerfamilie trauert um ihr langjähriges Mitglied Walter Emslander. Zwischen 1973 und 1985 stand der gebürtige Bayer im Tor der Berliner. Bei der Wahl zum besten FASS Spieler aller Zeiten belegte er 2014 Platz drei. Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen.

#ebbwelcomesrefugees
Zwischen dem 51. und 52. DEL Spieltag trainierten die Eisbären in der o2 World. Draußen standen sich die Dauerkarteninhaber die Beine in den Bauch, um Tickets für das Pre-Playoff Spiel zu holen und drinnen wurden Kinderaugen zum Glänzen gebracht. Aber von vorne: Die Fangruppe „black corner 2007“ feierte im vergangenen Dezember ihren 7. Geburtstag als Soliparty für Flüchtlinge, die in Berlin untergebracht sind. Nach Monaten der Vorbereitung und mehreren Treffen wurden gemeinsam mit den „Eishockeyfans für Toleranz“, den Eisbären Berlin, dem Eisbären Kids Club, dem Eisbärenmaskottchen Bully und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern ca. 60 Flüchtlinge aus Hohenschönhausen, Lichtenberg und Wedding eingeladen. Mitglieder der Fangruppe holten die Flüchtlinge am Sonnabend,  28. Februar, von ihren Unterkünften ab und brachten sie zum Treffpunkt am neuen Fanbogen. Punkt 10 Uhr eröffnete Eisbären Pressesprecher Daniel Goldstein die Veranstaltung. Nachdem sich die Eisbären und die Organisatoren den black corners vorgestellt hatten, ging es mit den Kids rüber in die o2 World. Die Mannschaft der Eisbären trainierte bereits fleißig für das letzte Hauptrundenspiel der Saison gegen die Iserlohn Roosters. Zuerst waren die Kids natürlich etwas schüchtern und setzten sich – weitab vom eigentlichen Geschehen – auf die Sitzplätze hinter dem Stehplatzbereich. Nach einiger Zeit gewann dann aber doch die Neugier und sie strömten runter an die Plexiglas-Schutzwand, um die Spieler von Nahem zu sehen. Nach dem ersten Gruppenfoto auf der Stehplatztribüne ging es schnurstracks in die Katakomben der o2 World, um sich die Schlittschuhe anzuziehen. Kurz darauf konnten die Mädchen und Jungen endlich aufs Eis der o2 World. Mathias Niederberger war leider der einzige Eisbärenspieler, der sich freiwillig die Zeit nahm, um den Flüchtlingskindern auf dem Eis zu begegnen. Niederberger sagte nach der Aktion, dass er sich einfach freue, das Glänzen in den Kinderaugen zu sehen. Die Eisbären hätten auch eine soziale Verantwortung und er nehme diese sehr gerne wahr. Nach der ganzen Action auf dem Eis gab es anschließend von „Red Star Catering“ gespendete Kartoffelsuppe. Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde ich dann noch gefragt, ob ich elf Flüchtlinge mit zurück nach Hohenschönhausen begleiten könne als Unterstützung. Sehr gern hab ich das getan. Der ganze Tag war total Klasse, organisatorisch und vor allem für die ca. 60 Kinder. Ich selbst hatte noch am Abend ein Grinsen vom linken zum rechten Ohr auf dem Gesicht und kann die „besorgten Bürger“ die gegen diese armen Menschen demonstrieren jetzt noch weniger verstehen als vorher. Ein riesengroßes Dankeschön an black corner 2007, die Eisbären Berlin und alle Helfer für diese Veranstaltung! Und wie ich gehört habe, soll das nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein. Nächste Saison geht es weiter und ich bin sehr gern wieder mit vor Ort und schreibe bei LichtenbergMarzahnPlus darüber.

Diverses
Am Mittwoch, 18. Februar, trafen sich in Berlin die 26 Vertreter der Gründungsclubs der Champions Hockey League, um über die Zukunft des Wettbewerbs zu beraten und die ersten kleinen Reformen zu verabschieden. Z.B. sollen zukünftig 48 statt 44 Teams am Wettbewerb teilnehmen und statt 11 Gruppen mit jeweils 4 Teams soll es zukünftig 16 Gruppen mit je 3 Teams geben, um schneller in die Phase der KO Runden übergehen zu können. Weiterhin kein Part in der CHL sind die Teams der russischen KHL.
Die Fanatics-Ost sind Back-to-Back Sieger des Gasag Fanhockeys. Wie 2014 gewannen sie 2015 das Finale im Polarsoccer.
Am Samstag, 7. März, wird der neue Fanbeirat gewählt. Eure Stimme könnt ihr ab 13 Uhr im neuen Fanbogen an der Warschauer Brücke abgeben.

In eigener Sache
Ich möchte von euch wissen: Wer war euer Spieler der Saison? Schreibt mir am besten via Twitter an @Wally44. Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!
Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 13

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5 von 6 Punkten geholt

„Wir sind froh, dass wir 5 von 6 Punkten holen konnten”, sagte Eisbären Cheftrainer Uwe Krupp bei der Pressekonferenz nach dem Match gegen einen der schärfsten Konkurrenten um einen der PlayOff Plätze, die Nürnberg Ice Tigers. Das Doppelheimspielwochenende nach der Länderspielpause begann diffus. Gegen die Panther aus Augsburg setzte es innerhalb von 20 Sekunden nach drei Spielminuten die ersten zwei Gegentore. Im Doppelschlag glichen die Eisbären postwendend aus, um zwei Minuten später wieder zwei Tore zu kassieren. Julian Talbot machte in dem Spiel seinen 150. Punkt für die Eisbären und der wiedergenesene Matt Foy sein 100. DEL Spiel. Direkt nach Spielende konnte man Uwe Krupp seine Stimmung ansehen. Kopfschüttelnd verließ er die Kabine und ging in sein Trainerzimmer. Bis zur Pressekonferenz hatte er allerdings seine professionelle Contenance wiedergefunden. Sein 150. DEL Spiel hätte Verteidiger Casey Borer am 15. Februar gegen Nürnberg machen sollen, leider verletzte er sich beim Match gegen die Panther zwei Tage zuvor und fiel mit einer Oberkörperverletztung aus.

Penaltyschießen
Gegen die Ice Tigers aus Nürnberg waren die Eisbären 57 Minuten die stärkere Mannschaft. Auf beiden Seiten gab es Chancen noch und nöcher. Die Torhüter beider Teams waren allerdings auch gut aufgelegt und verhinderten jede Menge Tore. In den letzten drei Minuten des Spiels witterten die Nürnberger noch mal Morgenluft, kamen durch zwei späte Tore zurück ins Spiel und zwangen die Eisbären in die Verlängerung. Auch in der Overtime ließen die Nürnberger in ihrem Druck nicht nach und wollten unbedingt den Zusatzpunkt. Aber mit Ach und Krach konnten sich die Eisbären ins Penaltyschießen retten, wo dann Matt Foy das entscheidende Tor erzielte. In der Pressekonferenz waren beide Trainer mit der Punkteverteilung zufrieden. Uwe Krupp, weil seine Mannschaft ein ordentliches Spiel ablieferte und Martin Jiranek aufgrund des gewonnen Punktes.
In den nächsten und letzten fünf Partien der Hauptrunde geht es für die Berliner nach Mannheim, Schwenningen und München, ehe das nächste Doppelheimspielwochenende am 27. Februar und 1. März gegen Düsseldorf und Iserlohn im DEL Terminplan steht. Hoffentlich werden von der Mannschaft alle fünf Partien als Endspiele aufgefasst, um noch einen guten PlayOff Platz zu erreichen. Grade gegen die in der Tabelle Erst -und Zweitplatzierten, Mannheim und München könnte schon PlayOff Feeling aufkommen.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies hatten in der DFEL Spielfrei. So zog auch der ERC Ingolstadt am OSC Berlin in der Tabelle vorbei auf den 2. Platz. Das nächste Spielwochenende hat Ingolstadt allerdings Spielfrei, so dass sich der OSC gegen den EC Bergkamen wieder auf den 2. Platz vorarbeiten kann.
Die Akademiker von FASS Berlin spielten in der Pokalrunde der Oberliga Mitte gegen Lippe-Hockey Hamm Nachwuchs e.V. (6:3 Niederlage), Ratinger Ice Aliens 97 e.V. (5:3 Sieg), Lippe-Hockey Hamm Nachwuchs e.V. (2:4 Niederlage) und Löwen Frankfurt Eishockey e.V. (4:6 Niederlage)

Diverses
Beide Wochenendspiele bestritten die Eisbären im blauen Third Jersey.
Auf die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer von der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus vom 15. Januar zur Datei „Sportgewalt Berlin“ gab die Senatsverwaltung für Inneres und Sport bekannt, dass es unter den Fans der Eisbären Berlin fünf registrierte Anhänger gibt, die der „gewaltbereiten Kategorie B“ angehören. Der „gewaltsuchenden Kategorie C“ gehört kein Anhänger der Eisbären an. Im Vergleich zu den anderen Profiteams in Berlin stehen die Eisbären gut da. (Hertha BSC: 535 registrierte „Fans“, Union Berlin: 473 registrierte „Fans“ und Alba Berlin: 7 registrierte „Fans“ allerdings alle in der Kategorie C.) (Quelle >>)
Im Slovakia-Cup spielte die Mannschaft des DEB gegen die Schweiz und die Slowakei. Beide Spiele gingen 1:4 verloren und das Turnier beendete die junge Mannschaft auf dem letzten Platz. Turniersieger wurde die Slowakei durch einen 5:0 Erfolg im letzten Spiel gegen die Schweiz. Jens Baxmann war der einzige Eisbärenspieler im DEB-Kader.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 12

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Die erste Minikrise unter Krupp

Dass man mal vier Mal hintereinander verliert, ist im Sport eigentlich nichts Ungewöhnliches. Aber, dass es grade in der Crunchtime der Hauptrunde ist, wo es um die wichtigen Punkte für die Playoffqualifizierung geht, macht die Niederlagenserie ärgerlich. Durch die Niederlagen gegen Straubing am 23. Januar (3:2), Ingolstadt (5:3), Krefeld (4:6) und Wolfsburg (4:2) wurden die Eisbären auf den 7. Tabellenplatz „runtergereicht“. Zeit zum Sammeln und ausgiebigen Trainieren haben die Eisbären jetzt, da die DEL anderthalb Wochen pausiert und erst wieder am 13. Februar startet. Fehlen werden in der Zeit allerdings Jens Baxmann und Eisbärencaptain André Rankel. Beide wurden für die Nationalmannschaft nominiert, die vom 5. – 7. Februar gegen die Slowakei und die Schweiz um den Slovakia-Cup spielt. Nach der Nationalmannschaftspause stehen dann nur noch sieben Spiele in der DEL Hauptrunde auf dem Programm. Hoffentlich kann der „Verteidigungs­minister“ Frank Hördler seine Leistung beibehalten, denn in den letzten fünf Spielen ist er „on Fire“ wie seine phänomenale Ausbeute von 7 Punkten für einen Verteidiger zeigt. Aber nicht nur in den letzten Spielen macht Hördler einen Punkt nach dem anderen, die ganze Saison über spielte er sehr konstant und offensiv. Sieben Spiele vor Hauptrundenende hat er schon seine Karrierebestwerte gebrochen und zurzeit 11 Tore und 20 Vorlagen auf seinem Konto. Nur Ex-Eisbär Richie Regehr (36 Pkte.) aus München und der Mannheimer Danny Richmond (32 Pkte.) haben in der Verteidigung mehr Punkte erzielt als Nante (31 Pkte.), wie der Spitzname von Frank Hördler ist.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies vom OSC Berlin konnten ihre beiden Auswärtsspiele gegen den ERC Ingolstadt beide knapp nicht gewinnen. Das erste ging am 24. Januar 5:4 verloren und tags darauf mussten sich die Berlinerinnen nach Penaltyschiessen 6:5 geschlagen geben. Besser lief es am 31. Januar und 1. Februar im heimischen Wellblechpalast gegen Garmisch-Partenkirchen. Das erste Spiel ging 4:1 an die Gastgeberinnen und das zweite Spiel 8:0. Trotz der beiden Siege ist der ESC Planegg-Würmtal uneinholbar an der Tabellenspitze und feierte somit am 1. Februar schon die vorzeitige Deutsche Meisterschaft der DFEL.
Bei FASS Berlin gibt es laut Eishockey News zurzeit Gerüchte: Angeblich will der Freie Akademischer Sportverein Siegmundshof Berlin e.V. (FASS Berlin) mit den Preußen von der Oberliga Ost in die Oberliga Nord wechseln.

Neujahrsempfang des WKHL e.V.
Am 27. Januar lud der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. zum Neujahrsempfang in den Wellblechpalast. Zu einer für Empfänge recht ungewöhnlichen Zeit, um 9:30 Uhr, trafen sich die im Wirtschaftskreis organisierten Unternehmer und diverse Politiker wie z.B. die Sozialstadträtin Lichtenbergs, Kerstin Beurich (SPD) und der Fraktionsvorsitzende der CDU, Gregor Hoffmann. Vor Wochen fragte mich der Herausgeber von LichtenbergMarzahnPlus.de, ob ich ihn zu der Veranstaltung begleiten wolle. Ich sagte natürlich sofort zu, denn ich war zwar schon sehr oft im Wellblechpalast, aber bei dem Programm, was nebenbei geboten wurde, kann man eigentlich nicht Nein sagen. So stand nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden, Thomas Kleindienst, ein kleines Canapéfrühstück auf dem Programm. Durch den Vormittag leitete Ex-Eisbären Spieler und heutiges Mitglied des Vorstands der Eisbären Juniors, Nico Pyka. Schon kurz nach Beginn kam ich mit Pyka ins Gespräch über seine Game-Worn Trikots, die im Restaurant Welli’s hängen, aus seiner Zeit bei den Adler Mannheim, Iserlohn Roosters, Memphis Riverkings und natürlich der Eisbären Berlin. Die Gäste des Neujahrsempfangs wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Und nach einem Gruppenfoto ging es dann in die Katakomben des Wellblechpalastes. Durch die Umkleidekabine, enge Flure und einen Aufenthaltsraum ging es in den Videoraum, wo der Sportpsychologe der Eisbären, Markus Flemming, seine Arbeit erklärte und ein Video zeigte, welches vor Beginn der Playoffs 2012 dem gesamten Team im CinemaxX am Potsdamer Platz nach einem gemeinsamen Essen gezeigt wurde. Die Spieler sollten sehen, welche Erfolge sie in der laufenden Saison schon erzielt hatten, und dass man nach Niederlagen auch wieder aufstehen und weiterkämpfen muss. All dies haben die verschiedenen Sequenzen des 20 minütigen Films auch sehr anschaulich dargestellt. Nach dem Besuch bei Markus Flemming ging es zurück in die Kabine der Eisbären, wo Nico Pyka auch jede Menge Sachen erklärte: Zum Beispiel, dass die Eishockeyschläger seit einiger Zeit aus Carbon bestehen und nicht mehr aus Holz und warum jeder Schläger spezifische Biegungen hat. Während auf dem Eis noch die Profis trainierten, hieß es dann: Umziehen! Kabine 2 des Wellis war komplett ausgestattet wie vor einem Ligaspiel. Ich hatte dort auch endlich mal die Gelegenheit, mir eine Goalieausrüstung von nahem anzusehen und auch mal eine Torwartmaske aufzusetzen oder den Blocker von Ex-Eisbären Torwart Rob Zepp anzuziehen, der jetzt in der Organisation der Philadelphia Flyers spielt. Ja, auch für mich gibt es beim Eishockey noch Dinge, die ich zum ersten Mal tue. Ein wenig enttäuscht war der Betreuer schon, als sich insgesamt nur vier Leute von 18 Angemeldeten trauten, aufs Eis zu gehen und Eishockey zu spielen. Als die Eisbärenprofis mit ihrem Training fertig waren, mussten sie sich noch durch die Gäste des Neujahrsempfangs kämpfen und sehr viele Autogramme geben. Nachdem der Zamboni im Sportforum nochmal das Eis aufbereitet hatte, ging es dann für die Gäste des Neujahrsempfangs auf selbiges. Die Mehrheit versuchte sich im Eisstockschießen. Nico Pyka und der Betreuer spielten mit uns vier Leuten Eishockey. Nach 50 wunderbaren Minuten war das Ganze auch schon wieder vorbei und es ging zum Mittagessen ins Restaurant Wellis. Marcel Noebels wohnte dem auch bei und beantwortete noch die ein oder andere Frage.
Für mich war das Erlebnis bisher das Highlight des Jahres 2015, denn wann steht man schon mal auf dem Eis, auf dem die Eisbären zig Meisterschaften geholt haben. Danke an den Wirtschaftskreis für die Einladung und an die Eisbären, insbesondere Nico Pyka fürs Realisieren des Events.

Diverses
Die o2 World heißt ab 1. Juli 2015 Mercedes-Benz Arena. Der Vertrag soll 20 Jahre laufen und die Arena soll im laufenden Betrieb an den neuen Sponsor angepasst werden. Z.B. sollen die Sitze ausgetauscht werden und das in der Arena noch vorherrschende Blau den Mercedes Farben weichen. Ich hoffe, dass der Namenswechsel auch als Chance gesehen wird, in der Präsentation der Eisbären das Ein oder Andere zu ändern, z.B. beim Walk-In oder den Unterbrechungen etc. Ein neues Scoreboard wurde vor dem Spiel gegen Krefeld ja schon ausprobiert. Mal sehen, wann das auf dem Videowürfel zum Einsatz kommt.
Am Wochenende zog der Fanbogen in sein neues Domizil. Am Freitag nach dem Krefeld-Spiel gab es den letzten Abend im alten Bogen und am 7. Februar ist dann ab 19 Uhr offizielle Eröffnung des neuen. Es gelten die bisherigen Mitgliedschaften. Die Tagesmitgliedschaft kostet weiterhin 50 Cent.
Der ehemalige Goalie der Washington Capitals, Maxime Ouellet, nahm sich der Torhüter der Eisbären an und trainierte speziell mit ihnen. Wenn Ouellet nicht grad in Berlin die Goalies trainiert, arbeitet er hauptamtlich als Goaliecoach der Quebec Remparts in der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) und trainiert dort den nächsten kanadischen Supergoalie Zach Fucale. Fucale gewann am 5. Januar mit der kanadischen U20 Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft im Endspiel gegen Russland.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

 

Interview mit dem Eis-Dynamo

Interview mit dem Eis-Dynamo

In der Ausgabe 144 des Fanzines Eis-Dynamo erschien in der Rubrik „Hinter der Bande“ ein Interview mit mir zu #WallysHockeyCorner drüben bei LichtenbergMarzahnPlus.

Nun wurde mir gestattet, es zur Zweitverwertung auch hier zu Veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen!

Hinter der Bande: #WallysHockeyCorner

Printmedien haben es in der heutigen Zeit bekanntlich immer schwerer in der Medienlandschaft. Auch für den Eis-Dynamo ist es seit Jahren nicht einfach sich am Leben zu halten. Aber nach über 21 Jahren sind wir immer noch für unsere Leserschaft da und das ist auch gut so! Es ist eben der Lauf der Zeit, daß sich viele fast ausschließlich nur noch über die elektronischen Medien informieren. Das Internet bietet ja mittlerweile unzählige Möglichkeiten dafür. Auch über unseren Lieblingssport findet man im www reichlich Portale, wo man sich umfassend informieren kann. Manche sind wirklich sehr gut, andere kann man getrost links liegen lassen. Auf dem lokalen Internetportal LichtenbergMarzahnPlus.de findet man seit dieser Saison die Eishockey-Kolumne von Christian Baumeier, vielen  im Fanumfeld der Eisbären auch als Wally ein Begriff.

Grund genug für den Eis-Dynamo, in Person vom „Langen“,  mal bei Wally vorbeizuschauen, um mehr über dieses Projekt zu erfahren.

Eis-Dynamo (ED):  Hallo Wally, wie kam es das du zum Kolumnenschreiber in diesem Internetportal geworden bist?

Wally: Wie ich dazu gekommen bin? Hmm. Zum Eishockey gekommen bin ich 1998. Damals bei einem der Spiel der Juniors, wo ja bekanntlich die Eisbären damals die Karten haufenweise an die Schulen verschenkt haben.  Über ein Familienmitglied kam ich dann auch zu einer Freikarte für die „großen“ Eisbären. Das war damals ein Spiel der European Hockey League, gegen den HC Dukla Jihlava. Ich war dann natürlich Feuer und Flamme und das zog sich dann auch über einige Jahre hinweg. So war ich auch über viele Jahre Mitglied bei den Fanatics Ost. Habe mich dann aber  nach einiger Zeit vom Hockey zurückgezogen, aber nie ganz den Faden dazu verloren.

ED: Hast du also Abstand vom Eishockey gesucht, weil es dir mit den Fanatics Ost nicht mehr so gepasst hat, oder ?

Wally: Naja so ein bisschen. Es kamen halt bei den Fanatics immer mehr junge Leute dazu und selbst wurde man ja auch älter. Ich merkte dann irgendwie, daß ich in die Struktur doch nicht mehr so recht reinpasste.  Irgendwie war bei mir dann auch die Luft raus nach den ersten Meisterschaften. Man hatte so viel gesehen und erlebt, alle DEL-Stadien mitgenommen und natürlich auch viel Spaß gehabt.

Ich hab mich dann ein paar Jahre vom Hockey zurückgezogen, das Geschehen aber trotzdem weiter verfolgt und blieb so immer im Bilde, was auf und um das Eis so passierte. Langsam kam die Lust auf Eishockey dann aber doch wieder und ich bin mit Kollegen und Freunden dann wieder sporadisch zu den Spielen der Eisbären gegangen, schrieb darüber und auch über die NHL in den diversen Netzwerken, hauptsächlich bei Twitter.

So wurde die Birgit Eltzel, ehemalige Redakteurin in der Lokalredaktion der „Berliner Zeitung“, auf mich aufmerksam. Sie betreibt mit ihrem Mann die Plattform „LichtenbergMarzahnPlus“ im Internet.

ED: Den nicht so bewanderten im Internet, was bedeutet das konkret?

Wally: Das ist ein Online-Medium, was praktisch lokale Nachrichten bringt, die man heute in den Print-Medien so gar nicht findet oder gar keinen Platz mehr haben. Die gibt es auch für andere Stadtbezirke, wie zum Beispiel Prenzlauer Berg.

ED: Wurdest du dann engagiert um allgemein über lokale Sachen zu berichten, oder nur über das Eishockey?

Wally: Nein, eigentlich nur über das Eishockey erst einmal. Mir ist es aber freigestellt auf Redaktionskonferenzen Anregungen zu geben für andere Themen oder vielleicht auch selbst einmal darüber zu berichten. Da traue ich mich aber (noch) nicht so richtig ran. Ich bleibe da lieber bei Sachen die ich auch wirklich verstehe.

ED: Das ist richtig, würde ich bei bestimmten Sachen auch nicht machen, aber beim Eishockey hast du dir das halt zugetraut…

Wally: Ja genau. Habe erst einmal so zur Probe angefangen zu schreiben und mittlerweile läuft das immer besser. Bin selbstsicherer geworden und schreib nun sogar in der nächsten Ausgabe eine kleine Reportage über das Skater-Hockey Team „Stratos Hohenschönhausen“, so werden meine Beiträge immer umfassender.

ED: Also geht es in der Eishockey-Kolumne nicht nur um die Eisbären, sondern auch um andere Teams in Berlin?

Wally: Naja, vor allem über das was sich so in Sachen Eishockey in und um den Wellblechpalast tut. Da ist ja auch noch FASS Berlin oder die Eisladies vom OSC.

ED: Sollen die Eisbären aber der Mittelpunkt deines Blogs bleiben, oder soll sich das gerecht über die Teams verteilen?

Wally: Natürlich bilden die Eisbären den Schwerpunkt, allein schon von ihrem Status her. Ich werde mir aber Mühe geben auch den anderen Teams eine Plattform zu geben, die sonst so nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

ED: Beim Eis-Dynamo findet ja auch seit geraumer Zeit FASS als Kooperationspartner eine Plattform. Genau wie die Teams der Juniors. Möchtest du da auch mal deinen Fokus draufrichten, was jetzt die DNL betrifft?

Wally: Ich muß ehrlich sagen, daß wäre mir dann doch zuviel. Der Schwerpunkt bleibt erstmal bei den „großen“ Eisbären, aber ein Special wie jetzt mit Stratus möchte ich schon immer mal wieder einbauen.

ED: Klar, wir wissen ja selbst wie aufwendig das alles sein kann. Findest du überhaupt genug Zeit dafür?

Wally: Im Moment eigentlich schon. Ich schreibe ja nicht wöchentlich, sondern nur alle 14 Tage. So hab ich das mit Birgit Eltzel erst einmal vereinbart. Wöchentlich würde es sich doch meist nur mehr auf statistische Sachen beschränken, aber so kann ich doch dann mal eine Story einbauen, so das alles nicht so trocken rüberkommt.

ED: Also wird dein Blog jetzt immer alle zwei Wochen erscheinen. Was ist dann eigentlich in der Sommerpause? Machst du dann damit weiter?

Wally: Da bin ich mir nicht ganz so sicher ob dann Ende April oder im Mai erst einmal Ruhe ist. Vielleicht bringe ich dann spontan noch ein Special, wo es um Erlebnisse aus der Vergangenheit geht zum Beispiel.

ED: Da gibt es doch bestimmt eine Menge Dinge die du bei den Fanatics erlebt hast, die so manchen gerade bei den Jüngeren interessieren würden?

Wally: Aber na klar, gerade was man so bei Auswärtsfahrten mitgemacht hat, das waren schon Erlebnisse. Freitag warst du noch beim Heimspiel, Samstag in Oberhausen und einen Tag später in Ingolstadt auswärts. Das bleibt unvergessen!

ED: Also gab es Zeiten wo du richtig „Hardcore-Fan“ warst?

Wally: Klar, das war ich wohl. Aber wie gesagt, man wurde ja dann auch älter und so ließ das mit der Zeit dann doch nach. Jetzt bin ich eigentlich froh gemütlich mit meinem Laptop auf der Pressetribüne zu sitzen und nicht mehr mittenmang im Ultra-Block zu stehen (lacht).

ED: Das kann ich verstehen, auch ich sitze ja mittlerweile gerne lieber über der Fankurve, man wird halt gesetzter sozusagen. Also kannst du dir es generell nicht mehr vorstellen, da unten mit zu stehen oder dir die Qualen einer Auswärtsfahrt nach NRW oder Bayern anzutun?

Wally: Eine Auswärtsfahrt schon, aber das Kapitel Fankurve ist wohl für mich dann doch endgültig abgeschlossen.

ED: Also ist die Bindung dann nicht mehr so innig, daß du mal wieder heiser nach einem Spiel nach Hause gehst?

Wally: Eigentlich war ich nie der Typ Fan, der nach einem Spiel heiser war. Mich hat schon dann doch mehr das Geschehen auf dem Eis interessiert, so wie es heute auch noch ist. Verstehe dann wirklich nicht so recht, wie manche  permanent am singen etc. sind und so gar nichts vom Spiel mitbekommen. Dafür dann 15 oder 20 Euros auszugeben, ich weiß nicht. Aber das ist jedem seine Sache und ich akzeptiere das natürlich auch.

ED: Ich weiß auch, daß dich die NHL sehr interessiert, wird diese in deinem Blog in Zukunft auch eine Rolle spielen, oder fühlst du dich dafür nicht kompetent genug?

Wally: Ach ich glaube mal schon. Ich verfolge die NHL eigentlich noch intensiver als die Eisbären oder die DEL. Schaue mir oft nächtelang per Internet-Abo die Spiele an, vor allem von den Washington Capitals, welcher mein Lieblingsverein ist. Das ist eben der Vorteil wenn man Frührentner ist. Jetzt wäre ist nicht ganz so passend, aber nach der DEL-Saison sicherlich schon.

ED: Da du ja deinen eigentlich erlernten Beruf nicht mehr ausüben kannst, wäre es für dich in der Zukunft vorstellbar beruflich fest in der journalistischen Branche einzusteigen?

Wally: Ich weiß natürlich in welcher Situation vor allem die Printmedien heutzutage stehen. Viele kämpfen um das Überleben und da ist es für einen Quereinsteiger wie mich sicherlich schwer. Vorstellen kann ich mir das schon, aber realistisch ist es eher nicht.

ED: Nun bist du ja seit dieser Saison auf der Pressetribüne integriert, hast also noch mehr den Draht zur Journalistenweltwie Pressekonferenzen etc.  War das anfangs spannend, oder eher nicht? Kann man da noch dazulernen?

Wally: Ich hatte ja schon vorher Kontakt zu Michael Lachmann oder Claus Vetter über Twitter (Anm. der Redaktion: Bild/B.Z. und Tagespiegel), also ganz unbedarft war ich da nicht. Anfangs hat mir gerade Michael Lachmann Tipps gegeben, wie man gewisse Dinge schreibt oder manche Sätze beginnt. Das war schon hilfreich. Für Kritik bin ich aber immer offen, auch wenn bis jetzt eigentlich keine kam zu meinem Blog, eher gab es nur positive Reaktionen.  Das macht mich schon etwas stolz. Manchmal wunder ich mich vor Pressekonferenzen wie so mancher, grad von den älteren Journalisten am poltern ist, dann aber wenn es los geht, keinerlei Fragen mehr hat. Finde ich schon etwas merkwürdig. Auch die Kritik an den Verantwortlichen im Verein zur Öffentlichkeitsarbeit und daraus resultierender sinkender Zuschauerzahlen, kann ich nicht nachvollziehen. Ich denke da tut sich bei den Eisbären eine ganze Menge, in letzter Zeit auch im Internet wo man ständig auf Links zum EHC und dessen Spielen stößt.

ED: Wie ich weiß, warst du ja auch schon selbst zu NHL-Spielen in Übersee. Kann man denn Vergleiche ziehen, was da in den großen Arenen so abläuft und hier in der DEL, speziell bei den Eisbären?

Wally: Aus meiner Sicht als Fan gefällt mir es da irgendwie besser. Man kann da in Ruhe sitzen, sich das Spiel anschauen. Das Event an sich ist einfach spektakulärer, auch wenn ich mich jetzt nicht als „Eventie“ bezeichnen möchte. Da gibt es zwar nicht die teilweise angetrunkenen Fans die, aus meiner Sicht immer wieder dieselben Lieder singen. Aber das Ereignis an sich gestaltet sich wesentlich spektakulärer. Was hat sich denn seit 2008 bei uns verändert, das Feuerwerk ist fast dasselbe, genau wie der Einspieltrailer zum „Sicherheitshinweis“. Das ist dort wesentlich besser. Fast in jeder Unterbrechung wird da auf den Videowürfeln ein Spieler vorgestellt oder andere interessante Sachen, ganz abgesehen von der Einlaufzeremonie, die ist einfach gigantischer! Da könnte man sich hier bei uns so manche Sache mal abschauen.

ED: Danke Wally für deine umfassenden Aussagen. Der Eis-Dynamo wünscht dir an dieser Stelle weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deinem Blog!

Wally: Das wünsche ich dem Euch auch, auf weitere 20 Jahre und mehr!

Bleibt mir an dieser Stelle traditionell nur noch allen Lesern des Eis-Dynamo ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen!

Der Lange

#WallysHockeyCorner 11

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Zuhause hui – auswärts meistens pfui

Acht Heimspiele konnten die Eisbären Berlin seit 14. Dezember 2014 für sich entscheiden, während sie auswärts seit dem 28. Dezember vier Spiele hintereinander verloren. Erst am vergangenen Sonntag, 18. Januar, gelang es ihnen in Hamburg endlich wieder zu punkten. Die Punkte, die man auswärts hat liegen lassen, hätte man dringend gebraucht im Kampf um den noch unter dem ehemaligen Headcoach Jeff Tomlinson anvisierten 4. Tabellenplatz nach der DEL-Hauptrunde, der das Heimrecht im Viertelfinale bedeutet. Momentan stehen die Berliner auf dem 5. Platz, aber es wäre meines Erachtens noch Platz zwei nach der DEL Hauptrunde hinter Mannheim möglich. Die letzten fünf Spiele der Bären seit der letzten Kolumne waren recht durchwachsen. Drei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber. Am 6. Januar verloren die Eisbären gegen die Düsseldorfer nach Penaltyschiessen 4:3. Drei Tage später konnte man konsequent 4:0 gegen die Wild Wings aus Schwenningen siegen. Das Sonntagsspiel am 11. Januar ging mit 6:4 an den DEL Spitzenreiter aus Mannheim. Das letzte Wochenende war aus Sicht der Bären ein 6-Punkte-Wochenende. Zuerst gewannen die Bären am Freitag in der o2 World 3:0 gegen die Ice Tigers aus Nürnberg und zwei Tage später endlich wieder einmal auswärts 1:4 in Hamburg. Beim Heimspiel gegen Nürnberg gelang Goalie Mathias Niederberger sein erstes Zu-Null-Spiel (Shutout) in der DEL. Dementsprechend aufgekratzt war er nach dem Spiel auch in der Mixed Zone beim Interview mit den Journalisten. Eine kleine Besonderheit ist auch, dass die Eisbären seit drei Heimspielen zu Hause kein Tor mehr kassierten. Chapeau an Niederberger, der wie schon geschrieben sein Tor sauber hielt und Petri Vehanen, der gegen Schwenningen und München fehlerfrei blieb.

DEL Wintergame in Düsseldorf

Vier Tage nach dem Spiel der Eisbären in Düsseldorf fand das zweite DEL Wintergame statt. Nach 2013, als die Eisbären gegen die Thomas Sabo Ice Tigers spielten, trafen sich die Kölner Haie und die Düsseldorfer EG zum Rheinderby in der Esprit-Arena, in der sonst Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga spielt. 3:2 gewannen die Düsseldorfer gegen den KEC. Für mich persönlich war das „Event“ nach dem Hochgefühl, dass ich wegen dem Winter Classic Spiel in Washington hatte, eher so mittelmäßig. Außer einer spektakulären Lichtshow konnte das Event irgendwie nicht so viele Wow Effekte bieten. Ob es daran lag, dass wegen der schlechten Witterungsbedingungen das Hallendach der Esprit-Arena zu bleiben musste oder ob wegen des schier endlosen Gigs von Mando Diao vor dem Spiel doch der ein oder andere Geduldsfaden gerissen ist: Man hatte quasi das Gefühl, dass das Konzert im Vordergrund steht und als Zugabe noch ein wenig Eishockey gespielt wurde. Bei mir ist der Funke keinesfalls übergesprungen wie bei den Freiluftspielen in Nordamerika. Trotz alledem hoffe ich, dass sich die Eisbären um das DEL Wintergame im Januar 2017 bemühen, da ich mir vorstellen könnte, dass das Olympiastadion ein perfekter Standort wäre. Hoffnungen machte Eisbären Manager Peter-John Lee schon, als er im Interview mit Servus TV diesbezügliche Andeutungen fallen ließ. Mehrere Spiele wären auf alle Fälle möglich, so zum Beispiel neben dem DEL Spiel vielleicht auch eines der DEL2. Ein Derby zwischen Dresden und Crimmitschau, wie es das schon in der NHL im Januar 2012 gab, als die AHL die Outdoorspielfläche im Baseballstadion Citizins Bank Park nutzte, um vier Tage nach den NHL Winter Classics das AHL Outdoor Classic durchzuführen. Vielleicht ist das aber auch eine Möglichkeit, die Kosten zwischen DEL und DEL2 zu teilen, wenn die gesamte Veranstaltung etwas größer wird.

Verschiedenes
Verwirrung stiftete am 16. Januar ein B.Z. Artikel, der kurz vor Spielbeginn gegen Nürnberg Online veröffentlicht wurde. Darin stand, dass der Eisbären Stürmer Matt Foy an Depressionen erkrankt sei. In der Nacht vom 16. zum 17. Januar antwortete Foy auf meine Genesungswünsche bei Twitter, dass der Artikel falsch sei. Auch bei den Eisbären krachte es bei diesem Thema. Sportdirektor Stefan Ustorf polterte nach dem Spiel-Interview mit Mathias Niederberger gegen anwesende Journalisten: Es könne nicht wahr sein, dass die Eisbären selbst nur wüssten, dass Foy krank ist, die BZ aber schon Diagnosen stelle. Das sei eine Frechheit sondergleichen. Einen Tag später veröffentlichten die Eisbären dann die Presseinformation, dass Foy zwar krank sei, sie aber Wert darauf legten, dass es sich nicht um eine Depression handele.

Die Eisbären unterstützen die Kampagne zur Bewerbung Berlins um die Olympischen Sommerspiele 2024. Seit dem 18. Januar tragen die Spieler auf ihren Trikots den Patch „Berlin für Olympia“. Schon bei der Olympiabewerbung um die Olympischen Spiele 2000 hatte der Verein die damalige Kampagne mit dem Logo auf den Trikots mitgetragen.

Am 9. Januar sammelten die Eisbärenfans für die Kältehilfe Berlin. Neben vielen Sachspenden kamen auch über 3.200 Euro an Spenden zusammen.

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Topspiele der DFEL fanden am 17. Und 18. Januar in Berlin statt. Die Tabellenzweiten vom OSC Berlin empfingen die Tabellenersten vom ESC Planegg. Beide Spiele gingen mit 0:5 an die Gäste und der 2. Tabellenplatz wurde mit den Damen vom ERC Ingolstadt getauscht.

Zum 125 jährigen Jubiläum gratuliere ich dem Olympischen Sport Club Berlin und wünsche alles Gute sowie mindestens weitere 125 weitere Jahre.

Auch in den letzten beiden Spielen gab es nichts zu holen für die Akademiker von FASS Berlin. Während man gegen Tornado Niesky nach Penaltyschiessen 2:3 verlor, ging man gegen die Saale-Bulls aus Halle sang- und klanglos 2:9 unter.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 10

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Neue Besen kehren gut…

…könnte man vom neuen Eisbärentrainer Uwe Krupp behaupten. Seit dem Trainerwechsel Mitte Dezember konnten die Eisbären sechs von acht Spielen unter ihrem neuen Headcoach gewinnen. Das Selbstvertrauen ist wieder da, auch mal in der Crunchtime besonders enge Spiele zu gewinnen wie zum Beispiel am 30. Dezember 2014 gegen den aktuellen Deutschen Meister ERC Ingolstadt. 5,5 Sekunden vor Ende der Verlängerung erzielte Antti Miettinen das entscheidende 3:2. Nach dem Spiel äußerte Larry Huras, der Trainer der Ingolstädter, dass er sauer sei, dass seine Mannschaft nicht die drei Punkte geholt habe trotz der Super-Arbeit vom Topgoalie Timo Pielmeier. Momentan sind sie in einer Phase, wo sie gut spielen, aber keine Punkte holen. Huras zitierte den kanadischen Hockeycoach Dave Chambers, der sagte, dass eine perfekte Saison aus einem starken Start bestehe, ein Loch in der Mitte habe und ein gutes Ende. Am Ende der Pressekonferenz lobte Huras auch noch die Berliner Journalisten. Er sagte, dass das für ihn die beste Pressekonferenz des Jahres 2014 gewesen sei. Sonst gebe es immer nur kurze Statements, aber hier habe es auch mal interessante Fragen gegeben, wo auch er noch was lernen konnte.

Respekt von Don Jackson
Drei Tage nach dem Ingolstadt-Spiel verloren die Bären zwar das erste Spiel des neuen Jahres, aber gegen München am 4. Januar konnten sie einen soliden 5:0-Erfolg einfahren. Selbst der ehemalige Eisbärencoach Don Jackson zollte den Berlinern Respekt für ihr großartiges Spiel und gab zu, dass seine Münchener null Chance gegen die Eisbären hatten. Am Erscheinungstag der letzten #WHC Kolumne (23. Dezember) spielten die Berliner gegen das alte Team von Uwe Krupp, sie fegten die Kölner Haie mit 6:1 aus der o2 World. Es war auch das Spiel der Rekorde. Jens Baxmann und Florian Busch bestritten ihre 600. DEL Spiele und erhielten diesmal sogar eine offizielle Ehrung auf dem Eis. Nachdem es in dieser Saison schon anders war, muss man die Eisbären auch mal dafür loben, dass so etwas durchgeführt wird. (Beim Jubiläumsspiel von Julian Talbot am 4. Januar wurde es allerdings schon wieder vergessen.) Außerdem konnten sich mit ihren Jubiläen noch TJ Mulock und Verteidigungsminister Frank Hördler beschenken. Mulock erzielte seinen 250 Scorerpunkt und Hördler seine 150.  Vorlage. Unter Krupp geht es zum Gefallen der Fans, die die Härte beim Eishockey mögen, auch wieder etwas ruppiger zu. Gegen Köln gab es zwei Fights, die sonst ganz selten in der DEL zu sehen sind. Mittlerweile wird auch der Torhüter geschützt, wenn er von Spielern des gegnerischen Teams angegangen wird.

„Ich bin ein Berliner“
Ehrengast zu den Spielen am 23. und 26. Dezember war der ehemalige Eisbärenkapitän Steve Walker, dessen Leistungen am 26. Dezember gegen Wolfsburg vor dem Spiel geehrt wurden. Seine Trikotnummer #27 wird nie wieder in Berlin vergeben und ein Banner mit seiner Nummer wurde unter das Hallendach gezogen. Jetzt hängt sie dort neben der #11 von Sven Felski und der #19 von Mark Beaufait. Auch bei den Zeremonien hat man in Berlin anscheinend etwas dazugelernt. Es brauchte zwei (gefühlt halbherzige) Trikot-Zeremonien ehe man eine richtig gute auf die Beine stellte. Die Rede von Steve Walker endete übrigens mit dem bekannten Zitat von US-Präsident John F. Kennedy vom 26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg: „Ich bin ein Berliner!“ Auch sportlich lief es beim Spiel gegen Wolfsburg ganz gut. Am Ende stand es 3:1 für die Berliner. Steve Walker hatte das Glück, nicht die Eisbären vom Anfang der Saison zu sehen, sondern ein Team, das an seine Zeit in Berlin erinnerte. Nicht nur Steve Walker war Gast in Berlin, sondern auch Hannu Nykvist, der „Director of Goalie Development for the Finnish Hockey Federation“, um den finnischen Torwart Petri Vehanen zu beobachten. Vehanen und Nykvist waren sicher beide sehr zufrieden mit der Leistung und ich könnte mir vorstellen, dass eine Einladung zu Weltmeisterschaft im Mai 2015 in Tschechien winkt. Das hängt natürlich auch davon ab, wie viele finnische Torhüter aus Nordamerika nach der NHL Hauptrunde für Finnland spielen könnten. Die beiden Auswärtsspiele gegen die Iserlohn Roosters (5:3) und die Krefeld Pinguine (4:1) gingen verloren.
Am Erscheinungstag der Kolumne spielen die Eisbären auswärts gegen die Düsseldorfer EG. Ich bin ganz froh, dass dieser harte Eishockeydezember jetzt auch ein Ende gefunden hat. Sieben Heimspiele und dazu die ganzen nächtlichen NHL Spiele fordern schon irgendwann ihren Tribut. Im Januar stehen „nur“ vier Heimspiele an, im Februar „nur“ drei und im März bisher „nur“ eins. Wenn man das mal mit Deutschlands Sportart Nummer 1, Fußball, vergleicht, dann würden sieben Dezemberheimspiele in vier Wochen dort den Heimspielen von 14 Wochen entsprechen, also mehr als einem Vierteljahr. Im neuen Jahr hab ich mir vorgenommen, es eishockeytechnisch etwas ruhiger angehen zu lassen und nicht mehr auf Teufel komm raus jedes mögliche Spiel zu sehen.

OSC Berlin & FASS Berlin
Noch bis zum 17. Januar ist in der DFEL Spielpause. Nachdem die Eishockeynationalmannschaft der Damen bei der Euro Hockey Challenge im schwedischen Uppsala den letzten Platz belegte, sieht es beim Nations Cup in Füssen auch nicht gut aus. Dort verloren die Damen bisher gegen Schweden 0:3. Am 5. Januar steht noch das Spiel gegen die Schweiz auf dem Programm und tags darauf das Platzierungsspiel um Platz 5 oder Platz 3.
FASS Berlin baut seine Niederlagenserie weiter auf mittlerweile 14 sieglose Spiele aus. Nachdem sich die Akademiker gegen Leipzig 11:3 geschlagen geben mussten, verlor FASS auch das Spiel zwei Tage später, am 4. Januar, mit 8:2 beim EHV Schönheide 09.

#WJC2015 U20 WM in Kanada
Die U20 Nationalmannschaft ist nach sechs Niederlagen bei der Weltmeisterschaft abgestiegen. Die beiden Verteidiger aus Berlin, Jonas Müller und Kai Wissmann, konnten dabei keine besonderen Akzente setzen und fügten sich mit ihren teaminternen Statistiken ins Mannschaftsgefüge des DEB ein. Einzig positiv war der Offensivdrang durch Jonas Müller, der in sechs  Spielen neun Mal aufs Tor des Gegners schoss und damit so oft wie kein anderer deutscher Verteidiger. Ein Torerfolg blieb ihm jedoch verwehrt.

Washington Capitals Berlin
Am 1. Januar 2015 fand das alljährliche NHL Winter Classic statt. Diesmal war der Nationals Park in Washington D.C. der Austragungsort dieses unvergleichlichen Eishockeyevents. Grund genug für mich als Washingtonliebhaber (Stadt und Eishockeyteam), Anne (US Sports Fan),  Thomas und Torsten (lebte drei Jahre in Washington D.C.), das zum Anlass zu nehmen, uns bei US-Softdrinks und leckeren Burgern bei mir zu Hause zu Hause zu treffen, um das NHL Freiluftspiel im Baseballstadion der Washington Nationals gemeinsam zu schauen – und auch die „Washington Capitals Berlin“ zu gründen. Zuerst war ich ja für den Namen „Berlin Capitals“ aber der wurde ja schon durch die ehemaligen Preußen aus Charlottenburg besudelt, so dass er leider nicht mehr tragbar war. Falls ihr auch Interesse an den Caps habt, dieses Jahr finden noch fünf Spiele zu europafreundlichen Zeiten statt, die wir in Viewing Parties schauen wollen. Mehr Infos findet ihr hier >>

Zum Schluß der Kolumne bleibt mir nur noch, den Lesern von LichtenbergMarzahnPlus.de ein frohes und gesundes neues Jahr 2015 zu wünschen!

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de