#WallysHockeyCorner 09

#WallysHockeyCorner 09

Eisbären planen die Zukunft

Huch, was ist alles in den letzten beiden Wochen passiert?! Nach drei Siegen in Folge entließen die Eisbären ihren bisherigen Headcoach Jeff Tomlinson (dessen Vertrag in der Hauptstadt zum Saisonende eh ausgelaufen wäre) und verpflichteten den zweifachen Stanley Cup Sieger (mit Colorado Avalanche 1996 und Detroit Red Wings 2002) Uwe Krupp als Nachfolger genau an dem Tag, an dem sich Krupp mit seinem früheren Team (Kölner Haie) im letzten Moment über eine Abfindung geeinigt hatte bevor es vors Arbeitsgericht gegangen wäre. Die Entlassung von Tommer ist für mich persönlich absolut schade, da ich immer positive Erinnerungen an Jeff Tomlinson hatte. Aus sportlicher Sicht, und wenn man in die Zukunft schaut, ist aber die Verpflichtung von Uwe Krupp der richtige Schritt. Krupp unterschrieb einen Vertrag bis 2017 und wird so sicher das eine oder andere Wörtchen zur Kaderplanung mit Sportdirektor Stefan Ustorf und General Manager Peter-John Lee mitsprechen.

„Machs jut Tommer – Willkommen Uwe!!!“
Sportlich gesehen lief die letzte Woche der Eisbären ganz gut. So konnten die Berliner am 10. Dezember in Nürnberg bei den Ice Tigers 1:3 gewinnen. Zwei Tage später ging das Spiel in Schwenningen bei den Wild Wings mit 2:4 an die Eisbären. Beim Sonntags-Heimspiel, welches auch das letzte unter Headcoach Jeff Tomlinson war, gab es einen knappen 4:3 Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Hamburg Freezers. Dieses Spiel gegen Hamburg war auch das erste Match, wo die Fans anfingen, das Team auszupfeifen und ihren Unmut über die Spielweise an den Tag zu legen. Vor dem Spiel gab es ein Banner, auf dem stand: „Die Geduld ist fast am Ende. Kämpft und schafft die Wende“. Dieses Statement war unmissverständlich und letztendlich wurde die Reißleine gezogen und das erste Mal seit 2002 wieder ein Trainer (damals Uli Egen) in Berlin entlassen. Vielleicht schafft es ja der Nachfolger von Tommer, eine ähnliche Dynastie aufzubauen, wie sie damals der Nachfolger von Egen, Pierre Pagé, begründete.

Die beiden ersten Spiele mit Uwe Krupp an der Bande konnten die Eisbären für sich entscheiden und ihre Siegesserie auf fünf gewonnene Spiele ausbauen. Am 19. Dezember gewannen die Eisbären 2:0 gegen Straubing (von der Fankurve gab es Banner mit „Machs jut Tommer – Willkommen Uwe!!!“). Zwei Tage später (bei der großen Sonderzugfahrt mit über 800 Eisbärenfans) wurde 6:2 in Augsburg gewonnen. So langsam kommen somit auch die Eisbären in Fahrt. Zurzeit sind es nur noch 4 Punkte bis zum 3. Tabellenplatz. Vor Wochen bezeichnete Ex-Trainer Jeff Tomlinson noch Platz 4 als Saisonziel. Das ist mittlerweile näher als mancher Fan damals dachte.

Zum Jahresende stehen wieder jede Menge Spiele auf dem Programm. In der Weihnachtswoche geht es zwei Mal in der o2 World gegen Köln und Wolfsburg. Das Spiel am 26.12. wird ein besonderes Spiel für Steve Walker sein. Der ehemalige Captain kommt wieder nach Berlin, weil er wie vor ihm Mark Beaufait und Sven Felski geehrt wird und ein Banner mit seinem Namen und seiner 27 unters Hallendach gezogen wird. Diese Nummer wird somit nie wieder vergeben.

Am 25.12. jährt sich auch meine erste Auswärtsfahrt. Diese ging damals im Jahr 2002 nach Ingolstadt in das Eisstadion an der Jahnstraße. Viele weitere Auswärtsfahrten sollten in den nächsten Jahren folgen. Apropos Ingolstadt: Gegen die Panther bestreiten die Eisbären ihr letztes DEL Heimspiel im Jahr 2014 am 30. Dezember. Zwei Tage zuvor geht es nochmal nach Iserlohn zu den Roosters. Zwei Eisbären verbringen den Jahreswechsel im Heimatland des Eishockeys bei der U20 Weltmeisterschaft in Kanada. Kai Wissmann und Jonas Müller fehlen somit in den nächsten Spielen.

OSC Berlin und FASS Berlin
Nachdem die Eisladies am 9. DFEL Spieltag frei hatten, ging es am 10. Spieltag gegen den EC Bergkamen. Das erste Spiel ging mit 6:3 an die Berlinerinnen. Beim nächsten Spiel tags darauf mussten die Eisladies nachsitzen und ins Penaltyschießen. Dort gewannen sie mit 4:3 gegen Bergkamen. Bis zum 17. Januar 2015 hat die DFEL jetzt Spielpause. Zwischen dem 19. und 21. Dezember spielte die Eishockeynationalmannschaft der Damen bei der Euro Hockey Challenge im schwedischen Uppsala. Im Kader waren auch fünf Berliner Spielerinnen. Nach den Niederlagen beim Turnier gegen Finnland, Russland und Schweden belegte das Team der DEB Damen den letzten Platz.
Die Akademiker von FASS Berlin konnten am 12. und 13. Dezember die Erfurt Black Dragons und Tornado Niesky ins Penaltyschießen bringen. Dort unterlag man mit 3:4 und 3:2. Eine herbe Klatsche gab es am 21. Dezember in Erfurt bei den Black Dragons. Dort ging man 9:2 unter.

Filmkritik: „Red Army“ – Legenden auf dem Eis
Vorsicht: Die Kritik enthält einen Spoiler! Am 9. Dezember war ich auf Einladung von Hockeyweb und Weltkino zur Pressevorführung des Eishockeydokumentarfilms „Red Army“ im kleinen und gemütlichen Kino „filmkunst 66“. Regisseur Gabe Polsky zauberte einen mitreißenden und höchst interessanten Film, in dem der ehemalige russische Topverteidiger und russische Sportminister Slava Fetisov von seiner Jugendzeit beim Armeeklub ZSKA Moskau berichtet, über die Nationalmannschaft der Sowjetunion sowie über die Verhältnisse zu den Teamkameraden und die Trainer Tarasov sowie den am 24. November verstorbenen Tichonov. Im 76 Minuten langen Film kommt allerdings nicht nur Slava Fetisov zu Wort sondern auch seine Frau, ehemalige Weggefährten und diverse Journalisten. Der Film zeigt, wie Spieler kurz vor dem Ende der Sowjetunion anfangen gegen die menschenverachtenden Trainingsmethoden von Trainer Tichonow zu rebellieren und sich Fetisov mit der Obrigkeit in der UdSSR anlegt bis hoch zum Verteidigungsminister, der ihn schließlich aus der Armee und somit auch von ZSKA Moskau entlässt. Fetisov kann damit nach Nordamerika in die NHL wechseln und wird Wegbereiter für so viele russische Spieler. Anfangs schlägt einzelnen russischen Spielern geballter Rassismus entgegen von Journalisten (wie z.B. Don Cherry, der sagte, dass man die Spieler aus Russland nicht wolle) und nordamerikanischen Spielern, die Angst haben, dass die Spieler aus der Sowjetunion ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen. Heute ist so eine Einstellung zum Glück undenkbar. Die NHL hat sich zu der Weltliga schlechthin entwickelt, in der die besten Spieler aus Nordamerika UND Europa gleichberechtigt miteinander spielen. Zum Glück zählt nur noch die Leistung und nicht die Nationalität.
Das erinnert mich an ein Zitat von ehemaligen Eisbären Manager Lorenz Funk. „Bei den Eisbären ist egal, ob du ein Chinese bist… Hauptsache du spielst gut!“ Nach einigen mehr oder weniger guten Jahren bei den Devils aus New Jersey wechselt Fetisov zu den Detroit Red Wings, die bis zu den Zeitpunkt schon vier russische Spieler haben, aber noch einen weiteren Verteidiger brauchen, um ihren Block vollzubekommen und die gegnerischen Reihen schwindlig zu spielen. Im Endeffekt gewinnen die Red Wings aus Detroit 1997 und (leider) auch 1998 gegen meine Capitals aus Washington den Stanley Cup und Fetisov kann somit seine eindrucksvolle Karriere krönen. 2002 wird Fetisov von Putin zum Sportminister ernannt. Diesen Posten übt er sechs Jahre lang aus.

Der Film, der am 29. Januar 2015 in die Kinos kommt, ist sehr empfehlenswert. Ich werde ihn mir garantiert noch einmal ansehen und mir, wenn es soweit ist, auch die Blu-Ray zulegen. Man lernt sehr viel über die damalige Zeit im Eishockey und hat sicher auch den einen oder anderen Aha-Effekt. Von mir gibt es 9/10 Punkte, da der Film als Dokumentation für den neutralen Zuschauer sehr sehenswert ist, aber auch der Hockeynerd, wie ich einer bin, noch etwas dazulernen kann.

Was macht eigentlich…
Rob Zepp? Zepper, der vor der Saison mit 33 Jahren noch einmal den Sprung nach Nordamerika in die Heimat wagte, wurde aufgrund der Verletzung des ersten Torwarts der Philadelphia Flyers vom AHL Farmteam Lehigh Valley Phantoms ins NHL Team berufen und absolvierte am 21. Dezember sein erstes NHL Spiel. Damit war er seit 88 Jahren der älteste Debütant (Rookie) im Tor bei einem NHL Spiel. Der letzte war 1926 der 42-jährige Hugh Lehman.

In eigener Sache
In der Ausgabe 144 des Fanmagazins Eis-Dynamo wird ein Interview mit mir zu meiner Kolumne hier bei LichtenbergMarzahnPlus.de zu finden sein. Erhältlich ist das Fanzine, welches seit 20 Jahren einen festen Platz in der Fankultur der Eisbären Berlin hat, ab 4. Januar 2015 in der o2 World zum Preis von 2,50 EUR.

Zum Ende der letzten Kolumne im Jahr 2014 bleibt mir nur, mich bei meinen Lesern zu bedanken, euch ein Frohes Fest und einen fleißigen Weihnachtsmann zu wünschen sowie einen Guten Rutsch.
Wir lesen uns 2015 wieder!

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 08

#WallysHockeyCorner 08

Junge, Junge…

… seufzte Ur-Eisbär Hartmut Nickel nach dem 4:3 Sieg (nach Penaltyschießen) am 28. November gegen die Krefeld Pinguine. Mit dem Spiel war eigentlich niemand zufrieden, da man innerhalb kürzester Zeit 1 Punkt verschenkte. Denn die Eisbären führten bis 2 Minuten vor Schluss, ehe der gebürtige Berliner und Ex-Eisbär Marcel Müller (der gerade frisch von Köln nach Krefeld wechselte) das Tor zum 3:3 Ausgleich schoss. So mussten beide Teams in die Verlängerung und anschließend ins Penaltyschießen, wo die Eisbären dann gewannen. Eisbären Headcoach Jeff Tomlinson war trotz des Sieges bei der Pressekonferenz sehr sauer. Er sagte, dass wohl beide Mannschaften verlieren wollten und dass es eigentlich keiner seiner Spieler verdient hätte, auf dem Eis zu sein. Zwei Tage später verloren die Eisbären beim amtierenden Deutschen Meister ERC Ingolstadt 3:1. Das Mantra, dass die Eisbären am Anfang der Woche ausgaben, dass es wegen der sich langsam bessernden Verletztenmisere keine Ausreden mehr gibt, hat wohl nur die Pressevertreter erreicht, nicht die Mannschaft.

In der Woche darauf gab es die Back-to-Back Games mit Köln. Erst spielten die Berliner in der Domstadt am Mittwoch, 3. Dezember, und gewannen im Penaltyschießen 3:4. Zwei Tage später konnten die Kölner in der o2 World 2:3 nach Penaltyschießen gewinnen. Letztendlich gingen so jeweils 3 Punkte nach Berlin und 3 Punkte nach Köln. Geholfen ist damit in der aktuellen Tabellensituation keinem der beiden Teams. Jeff Tomlinson hat aber noch Hoffnung, dass es bei seinen Spielern Klick macht, sich die Blockade im Kopf löst und sie bald wieder befreit aufspielen und so der angestrebte Tabellenplatz 4 noch erreicht werden kann.

Beim dritten Spiel der Woche ging es am Sonntag, 7. Dezember, gegen den ewigen Rivalen aus Mannheim. In diesem Spiel taten sich die Eisbären wahnsinnig schwer und man hatte das Gefühl, dass sie am 2. Advent nur reagierten statt zu agieren. Der bärenstarke Petri Vehanen verhinderte wie so oft in den letzten Spielen, dass die Eisbären mehr Tore kassierten. Der Endstand der Partie war 0:2 für Mannheim. Besonderheit bei dem Spiel: Es gab das erste Mal Bobbleheads. Die in den USA sehr beliebten Wackelköpfe werden jetzt auch endlich hier eingeführt, um ehemalige und aktuelle Spieler zu ehren. Die Bobbleheads sind ein nettes gratis Gimmick für die Fans und für die Sponsoren eine neue Werbemöglichkeit.

Warum wird es immer leerer in der Arena?
Ich finde die Idee richtig Klasse, da ich bisher auch schon einige Bobbleheads aus Washington besitze wie z.B. die von Alex, Ovechkin, Troy Brouwer oder aus Hershey von den Bears aus der American Hockey League vom deutschen Nationaltorwart Philipp Grubauer und vom jetzigen Eisbärenstürmer Marcel Noebels aus seiner Juniorenzeit bei den Seattle Thunderbirds aus der kanadischen Nachwuchsliga WHL. Typisch Deutsch ist es ja, bei Geschenken zu meckern. Die Leute, die nach dem Spiel bemängelten, dass die Figur ja gar nicht aussieht wie Sven Felski, hatten wahrscheinlich noch nie einen Bobblehead in der Hand, den sonst würden sie wissen, dass in wahrscheinlich 99 Prozent der Fälle ein Bobblehead nur grob wie sein Vorbild aussieht und man ihn eher am Drumherum erkennt wie z.B. dem Trikot. Aber wahrscheinlich waren die jährlichen Weihnachtsmützen & Schokoweihnachtsmänner zu Wellizeiten die bessere Option.

Gewundert hat mich die Tatsache, dass trotz der Wackelkopfaktion & massiver Werbung online (Google Ads) die o2 World gefühlt immer leerer wird. Waren beim Spiel gegen Krefeld 11.560 Zuschauer anwesend, waren es gegen den KEC 12.560 Zuschauer und gegen Mannheim nur noch 11.460 Zuschauer. Ob es nur an der Leistung der Eisbären liegt oder ob die Berliner mittlerweile einfach satt sind und alle mal die Arena nach sechs Jahren besucht haben, wäre schon spannend zu wissen. Ändern muss sich auf alle Fälle auch der Auftritt des Events. Ich glaube seit 2008 ist nichts neues Spektakuläres mehr hinzugekommen. Seit Jahren das gleiche Feuerwerk, die gleichen Werbesprüche etc. Vielleicht sollte man da doch mal den einen oder anderen Blick über den großen Teich nach Nordamerika wagen, wo die Potenziale der Arenen wesentlich besser ausgenutzt werden.

Besuch bei Stratus Hohenschönhausen
Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, gibt es heute einen ausführlichen Bericht über das Skaterhockeyteam Stratus Hohenschönhausen. Abteilungsleiter Marcus Proske ist auf meine kleine Kolumne aufmerksam geworden und lud mich im September ein, sein Team im September zu besuchen. Da am von ihm angedachten Termin bereits die Eisbären spielten und Sven Felski für seine 1000 Spiele im Eisbärentrikot geehrt wurde, mussten wir den Termin auf den 23. November umlegen, welcher gleichzeitig auch als gemeinsamer und bunt gemischter Saisonabschluss der Herren- , Freizeit- und Nachwuchsteams diente. Marcus Proske stellte mir ausführlich sein Skaterhockeyteam vor, während wir den ersten Mannschaften beim Spielen zuschauten. Die Abteilung Inline-Skaterhockey ist eine von 15 Abteilungen, die bei TuS Hohenschönhausen ihre Heimat haben. Seit 2006 gibt es sie beim Verein und seit 2011 trainieren die Jungs und Mädels gemeinsam im Barnim-Gymnasium an der Grenze von Berlin-Hohenschönhausen. In nächster Zeit möchte sich die Abteilung weiter professionalisieren, bekannter werden und wenn möglich umziehen – um mit Grundschulen und Kitas besser zusammenzuarbeiten zu können. Da es sich beim Inline-Skaterhockey um eine sehr bewegungsintensive Sportart handelt, könnte in bestimmten Turnhallen die Temperaturen angepasst werden. Der Bezirk würde davon profitieren und Betriebskosten einsparen, bei vielen anderen Sportarten wäre das nicht denkbar. Zusätzlich soll ab Dezember ein neues Logo vorgestellt werden, um auch im Marketing einige weitere Schritte gehen zu können. Die Herrenteams von Stratus spielen in der Regional- und Landesliga. Die Spielzeiten sind genau wie beim Eishockey mit 3×20 min. angegeben.

Zurzeit gibt es vier Nachwuchsaltersklassen (U10, U13, U16 und U19), die bei Stratus Hohenschönhausen spielen. Mädchen und Jungs spielen gemischt was ich gar nicht schlecht finde. Ab etwa 5 Jahren können die Kinder mit dem Sport beginnen. Für die U10 und U13 werden immer Kinder gesucht. Zuerst steht natürlich das Skaten im Vordergrund, später dann die Arbeit mit den Schlägern. Während des Trainings lernen die Kids auch mal alle Positionen kennen – von Stürmer über Verteidiger zum Torwart. Dadurch müssen die Jungs und Mädels früh Verantwortung übernehmen, wobei die Teambildung laut Marcus Proske sehr hoch im Kurs steht. Ich habe mich ja ein wenig über die Grün/Weiß/Goldenen Trikots gefreut, mit denen hier gespielt wird, da diese mich sehr stark an mein schwedisches Lieblingsteam Färjestad BK aus Karlstad oder die Texas Stars aus der American Hockey League erinnern. Mir haben die drei Stunden, die ich bei Stratus Hohenschönhausen war, sehr gut gefallen und ich werde auch mal eine Trainingseinheit in der Freizeitmannschaft mitmachen. Da ich das Laufen auf Inlineskates erst mal mit den jüngeren Semestern in der Laufschule üben müsste, werde ich es bei den Schießübungen belassen, um so für die „Teichhockey-Saison“ auf dem Obersee gut vorbereitet zu sein. Falls Ihr nach dem Lesen Lust bekommen habt, mal das ein oder andere Spiel von Stratus zu sehen oder euch selbst auszuprobieren, Ihr könnt bis zu dreimal in der Woche die Trainingszeiten hier nutzen. In allen Altersklassen findet die Ligasaison von März bis Oktober statt. Das Team würde sich sicher über einen Besuch und ein wenig Support freuen. www.stra-tus.com

OSC Berlin und FASS Berlin
FASS Berlin bleibt weiterhin sieglos. In den Back-to-Back Spielen mit Halle ging das erste am 28. November 7:3 verloren und zwei Tage später mit 5:1. Die erste Klatsche im Dezember kassierten die Akademiker beim EHC Fortuna Leipzig am 6. Dezember. 8:1 wurde FASS vom Eis gefegt.

Bei den Damen vom OSC Berlin sah das Wochenende um den 29. und 30. November äußerst erfolgreich aus. Im ersten Spiel gewannen die Berlinerinnen gegen EKU Mannheim mit 7:1 und tags darauf legte man nochmal eine Schippe oder sogar zwei, drei drauf und demontierte die Damen aus der Quadratestadt mit 19:0. Das Wochenende darauf hatten die Eisladies spielfrei in der DFEL.

In eigener Sache
Demnächst wird im Fanmagazin Eis-Dynamo ein Interview mit mir zu finden sein zu meiner Kolumne hier bei LichtenbergMarzahnPlus.de . Und wenn Euch die Kolumne gefällt, könnt Ihr sie gern bei Facebook und Twitter teilen.

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Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 07

#WallysHockeyCorner 07

Harte Arbeit zahlt sich aus. Manchmal.

Nach der Deutschland-Cup Pause hatte der triste Ligaalltag die Eisbären und alle anderen DEL-Teams wieder. Am Freitag, 14. November, erkämpften sich die Berliner in Hamburg bei den Freezers ein 3:4 Sieg nach Penaltyschiessen. Zwei Tage später sollte es ein besonderes Spiel gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg geben. Besonders, weil es im Eishockey sehr selten Partien gibt, die 1:0 ausgehen, aber auch, weil der Siegtreffer von Antti Miettinen schon beim ersten Schuss nach 25 Sekunden fiel. Auch die 59 weiteren torfreien Minuten waren aber alles andere als langweilig. Ich sah ein hochklassiges Spiel mit sehr guten Torhütern und weniger guten Schiedsrichtern. Roland Aumüller und Alfred Hascher hatten mehrere Phasen, wo sie das Spiel einfach nicht unter Kontrolle bekamen. Entsprechend angesäuert und emotional reagierte auch Eisbären Trainer Jeff Tomlinson, der die Bandentür mehrmals mit Wucht zuschmiss. Besonders war das Spiel aber auch, weil die Eisbären mit zwei Trikotsätzen spielen mussten. Nach dem ersten Drittel entschieden die Schiedsrichter nämlich, dass sie die Wolfsburger Farbe Orange nicht eindeutig von der Heimtrikotfarbe der Eisbären auseinanderhalten können. Also musste ab Drittel zwei das weiße Auswärtsdress der Eisbären ran. (was mir übrigens diese Saison auch besser gefällt.)Ganz besonderes Spiel
Beim Dienstagsspiel am 18. November gab es in Düsseldorf leider einen kleinen Leistungseinbruch und man verlor 5:2. Wiedergutmachen konnten die Eisbären die Schlappe am darauffolgenden Freitag, 21. November, mit einem 5:1 Sieg gegen die Augsburger Panther. Für mich war das Spiel ein ganz besonderes, denn statt Laptop hatte ich den 6-jährigen Sohn einer guten Bekannten, Julian, dabei, der sein erstes Eishockeyspiel sah. Für ihn war es schon ein Mega-Erlebnis, das hat man ihm angesehen. Das obligatorische Feuerwerk vor dem Spiel, das Maskottchen Bully, die Spieler… Alles war neu und auch ich hab die Situation genossen, mit ihm sein erstes Spiel zu erleben. Obwohl es dann zum Ende doch etwas viel für ihn wurde und er bei der Pressekonferenz einschlief. Ob es nun an der fortgeschrittenen Zeit oder den langen Ausführungen von Larry Mitchell lag, weiß ich nicht. Wenn man mit so einem jungen Menschen beim Eishockey ist, macht man sich natürlich auch Gedanken und geht nochmal in der Zeit zurück. Zum Beispiel, dass die o2 World mittlerweile genauso alt ist wie er. Oder, dass das erste Eisbären Heimspiel in der o2 World auch gegen die Ausgburger Panther war und die Eisbären damals sensationell 11:0 gewannen.

Das letzte Spiel der Woche fand am Sonntag, 23. November in Nürnberg statt. Dort konnten die Berliner nur das erste Drittel durch ein Tor von Mark Bell für sich entscheiden. Die restlichen beiden Drittel gingen an die IceTigers, die am Ende 3:1 gewinnen konnten.

Trivelatto wieder zurück
Auf der Pressekonferenz nach dem 1:0 Sieg gegen Wolfsburg kündigte Jeff Tomlinson an, dass man sofort den italienischen Nationalspieler Alex Trivelatto aus Dresden (2. Liga) zurückholen werde, damit er nach dem Ausfall von Constantin Braun die Verteidigung der Berliner ergänzen kann.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies begannen nach ihrer Spielpause ganz stark mit zwei Erfolgen in Garmisch. Das erste Spiel gegen den SC Garmisch-Patenkirchen am 15. November wurde 14:0 gewonnen. Tags darauf gingen die Damen mit einem 5:2 Sieg in der Tasche in Garmisch vom Eis. Am 22. und 23. November spielten die Zweiten der DFEL beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer ESC Planegg/Würmtal in Grafing. Beide Partien verloren die Eisladies. Das erste Spiel allerdings erst im Penaltyschiessen mit 3:2. Die zweite Partie ging etwas deutlicher aus. Mit 4:1 mussten sich die Berlinerinnen den Spitzenreiterinnen geschlagen geben.

Die Jungs von FASS Berlin „haben den Monat voll“. Seit mehr als einen Monat konnten sie keinen Sieg mehr für sich verbuchen. Der letzte Erfolg war das 5:2 bei Tornado Niesky am 18. Oktober. Am 14. November, nach meiner letzten Kolumne, verloren die Akademiker 2:5 zu Hause gegen EHC Thüringen Erfurt Black Dragons und am 23. November gegen EHV Schönheide 09 mit 3:6 im heimischen Wellblechpalast. Alle weiteren Heimspiele trägt FASS Berlin laut Website statt in Hohenschönhausen nun im Wedding im Erika-Heß-Eisstadion aus.

Vorgeschmack
In der nächsten Ausgabe von #WallysHockeyCorner gibt es einen Bericht vom Skaterhockey Team Stratus aus Hohenschönhausen.

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Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 06

#WallysHockeyCorner 06

Endlich durchatmen

…wird sich wohl der ein oder andere Spieler gedacht haben, nachdem ca. 1/4 der DEL Saison absolviert war und die erste spielfreie Woche durch den Deutschland Cup in München auf dem Plan stand. Mittlerweile sind die Eisbären nach 15 Spielen auf den 11 Tabellenplatz abgerutscht. Die letzten beiden Niederlagen vor der Pause kassierten die Berliner am 31. Oktober in Straubing, wo man 5:3 unter die Räder geriet und zwei Tage später beim 2:3 Zuhause in der o2 World gegen Red Bull München.

Hiobsbotschaft von der Krankenstation
Nachdem die Eisbären während der ersten 15 Saisonspiele schon jede Menge Verletzte zu beklagen hatten, kam es vor der Deutschland Cup Pause nochmal knüppeldick. Nationalverteidiger Constantin Braun wird aufgrund eines Knorpelschadens im Sprunggelenk die nächsten acht bis zehn Monate ausfallen. Vergleichsweise Glück hingegen hatte da Eisbärenkapitän André Rankel, bei dem es lt. eigener Aussage beim Loslaufen auf dem Eis im Oberschenkel knallte. Er zog sich einen Muskelfaserriss zu und wird wahrscheinlich „nur“ ca. einen Monat ausfallen.

Diese beiden Spieler werden durch ihre Verletzungen auch nicht dem Kader des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) angehören. In München dabei sind aber Verteidiger Frank Hördler (der auch Assistent von Kapitän Michael Wolf sein wird) und der Neu-Berliner Marcel Noebels.

Deutschland Cup
Das Team des DEB hat den Deutschland Cup 2014 in München gewonnen. In der ersten Partie siegten die Deutschen gegen die Schweiz 3:1. Tags darauf, am Samstag, 8. November, 2:1 gegen die Slowakei ehe man sich am Abschlusstag gegen Kanada (Das von Eisbären Berlin Headcoach Jeff Tomlinson trainiert wird) 4:2 geschlagen geben musste.
Die Frage ist nun, was bedeutet dieser Sieg, wenn man bei den Weltmeisterschaften schlecht spielt und auch die Qualifikation zu Olympia verpasst. Ich wünsche dem DEB jedenfalls endlich mal etwas Konstanz, dass sie nicht das eine Jahr Klasse spielen und sich einen 4. Platz bei der Weltmeisterschaft (2010 in Deutschland) erkämpfen und dann quasi das nächste Jahr wieder um den Verbleib im Pool der A Gruppe spielen. Denn anders als beim Fußball, kann man mit der Nationalmannschaft auch absteigen. Dann heißen die Gegner plötzlich nicht mehr Schweden, Kanada, Tschechien, USA oder Russland sondern Japan, Österreich, Slowenien und Südkorea.

FASS Berlin und OSC Berlin
Die Akademiker, wie die Spieler von FASS Berlin gerufen werden, gingen am Freitag, 31. Oktober, Zuhause gegen Fortuna Leipzig mit 0:7 unter und blieben auch zwei Tage später in Schönheide ohne Torerfolg. Sie verloren 0:6.
Kleiner Lichtblick nach diesem Wochenende, war das „We are Family“ Spiel am Montag, 3. November, gegen das DEL Team der Eisbären. In diesem Freundschaftsspiel konnte man zumindest nach dem torlosen Wochenende 3 Buden (Tore) machen, aber trotzdem verlor man gegen den großen Bruder 3:7 vor ca. 800 Zuschauern im Wellblechpalast. Beim Auswärtsspiel am Samstag, 8. November, verlor man gegen Tornado Niesky 5:1.
Der OSC Berlin in der Deutschen Frauen Eishockey Liga hatte spielfrei.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 05

#WallysHockeyCorner 05

Im Osten nichts Neues

So könnte die Überschrift für die neue Kolumne von mir lauten, in Anlehnung an den Roman „im Westen nichts Neues“ von Eric Maria Remarque. Tatsächlich waren die letzten beiden Wochen wieder äußerst durchwachsen. Konnten sich die Eisbären beim Freitagsspiel am 17. Oktober in Köln noch in die Verlängerung retten, um da den Zusatzpunkt zu gewinnen und kämpften sie sich beim Sonntagsspiel gegen die Schwenninger Wild Wings über die 60 Minuten zu einem mageren 2:1, fehlten anscheinend die Kräfte in der Folgewoche beim 4:3 in Krefeld und dem 1:3 gegen die Iserlohn Roosters.

Zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch an den „Verteidigungsminister“ der Eisbären, Frank Hördler zum 600. DEL Spiel im Berliner Trikot. Hatte ich in der letzten Kolumne noch bemängelt, dass das 250. DEL Spiel von Jimmy Sharrow offiziell nicht geehrt wurde, so besserte man sich bei den Eisbären diesmal und übergab Frank Hördler vor seinem 601. DEL Spiel (gegen Iserlohn) ein Trikot mit der Rückennummer 600. Als kleine Anekdote vielleicht noch: Frank Hördler und ich nutzen seit Jahren den selben Rewe zum Einkaufen und am 16. Oktober habe ich ihn endlich mal, mit dem Gedanken im Hinterkopf, was für die #WHC Kolumne zu haben, nach einem Foto gefragt.

#PinkInTheRink
Es wurde wieder für den guten Zweck in der o2 World gesammelt. Genauer gesagt für die Susan G. Komen Stiftung, die Frauen bei Brustkrebserkrankungen hilft. Initiiert wurde der #Pinktober damals durch den heutigen Sportdirektor Stefan Ustorf, dessen Frau, Jodi, an Brustkrebs erkrankte und die Halt und Unterstützung durch die Stiftung bekam. Den gesamten Oktober spielten die Eisbären in pinken Warrior Handschuhen. Bei den Spielen in Krefeld & gegen Iserlohn kamen noch die pinken Trikots dazu. Durch die Eisbären und ihre Fans konnten 7.958,62€ gesammelt werden. Obwohl ich die Aktion natürlich super finde, muss ich allerdings auch anmerken, dass man ein wenig mehr aus #HockeyFightsCancer hätte machen können. Zum Beispiel hätte man den gesamten Oktober über schon günstige pinke Shirts mit Eisbären Logo an den Merchandisingständen verkaufen können, statt nur die 85 Euro teuren Trikots. Der ein oder andere o2 World – Besucher mehr, wäre in Pink zu sehen gewesen. Des Weiteren ist es ja schön, dass dazu aufgerufen wird, Unterstützerbilder auf Twitter, Facebook und Instagram zu posten. Allerdings sollte man einen einheitlichen Hashtag dafür ausgeben, um diese Bilder dann auch zu sammeln. Vielleicht eine Anregung für nächstes Jahr.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies spielten am 18. und 19. Oktober gegen ERC Ingolstadt e.V. Das erste Spiel verloren die Berlinerinnen 4:6. Das zweite konnte 4:3 nach Penaltyschiessen gewonnen werden. Eine Woche später, am 25. und 26. Oktober gegen ECDC Memmingen, konnten die Damen beide Spiele für sich entscheiden. Das erste Spiel wurde 5:2 gewonnen und das zweite nach Penaltyschiessen 5:4.

In der Oberliga gewann FASS Berlin am 18. Oktober gegen Tornado Niesky 5:2 und verlor gegen ESC Halle 04 in der Woche darauf 5:1. Am 3. November gibt es unter dem Motto „We are Family“ ein Benefizspiel für FASS Berlin gegen den Kooperationspartner aus der DEL. Mit dem Spiel wird versucht, die Einnahmen der vier ausfallenden Heimspiele durch den Oberligarückzug von Chemnitz und Johnsdorf aufzufangen. Ich kann nur dazu aufrufen, am 3. November um 19 Uhr zum Start der Deutschland-Cup Pause, den Weg in den Wellblechpalast nach Hohenschönhausen zu finden und FASS Berlin zu unterstützen. Die sind schließlich wichtig für die Vielseitigkeit des Eishockeys in Berlin und die Nachwuchsarbeit der Eisbären Berlin.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 04

#WallysHockeyCorner 04

Durchwachsene Wochen, aber gute Verpflichtung

Während in der vorletzten Woche in der DEL zwei Arbeitssiege gegen München und Düsseldorf eingefahren werden konnten, mussten sich die Eisbären gegen den amtierenden Deutschen Meister Ingolstadt
und den Grizzly Adams Wolfsburg (nach Verlängerung) geschlagen geben.

Niederberger herausragend
Beim Heimspiel am 5. Oktober gegen Düsseldorf stand das erste Mal in dieser Saison in der O2 World der zweite Torhüter der Eisbären, Mathias Niederberger, im Tor. Und das ausgerechnet gegen sein altes Team. Bis 2011 stand Niederberger im Kasten der Düsseldorfer, bevor er in die kanadische Juniorenliga OHL (Ontario Hockey League) wechselte.  Das Spiel an sich war ein typisches Sonntagnachmittagsspiel. Es plätscherte alles irgendwie langsam vor sich hin und endete mit 2:1. Herausragend am Abend war für mich der oben schon erwähnte Niederberger. Auch Coach Tomlinson pflichtete dem auf der Pressekonferenz bei, indem er Niederberger als sehr talentiert bezeichnete, immer gut positioniert im Spiel, sehr athletisch. Er traue sich auch mal etwas.
Der Trainer der Düsseldorfer EG, Christof Kreuzer, pflichtete dem bei und sagte süffisant: „Tja, Düsseldorfer Schule halt!“

Gegen die DEG gaben die beiden 1996 geborenen Förderlizenzspieler Kai Wissmann und Lukas Koziol ihre DEL-Debüts. Verteidiger Jimmy Sharrow spielte sein 250. DEL Spiel. Ich hätte mir allerdings schon gewünscht, dass es vor dem Spiel eine kleine Ehrung für das Jubiläum gibt.

Effizienz fehlte
Beim Heimspiel am 10. Oktober gegen den aktuellen Deutschen Meister ERC Ingolstadt verlor man 2:5. Genickbrechend waren vor allem die ersten beiden Tore der Gäste. Das 0:1 wurde in der Schlusssekunde des ersten Drittels erzielt und das 0:2 bereits 20 Spielsekunden später im zweiten Drittel. Bei beiden Toren kann man sagen, dass die Eisbären schon bzw. noch in der Kabine waren. Ansonsten hat man der Mannschaft angesehen, dass sie platt war, viele Fehler machte, die der ERC clever ausnutzte. Jeff Tomlinson gab nach dem Spiel bei der Pressekonferenz zu, dass seine Spieler „Scheiße auf den Schlägern hatten“ weil absolut nichts gelang. Trotz 40 Schüsse auf das Tor des von mir sehr geschätzten Timo Pielmeier fehlte die Effizienz.

Ziegler in 9 Spielen 4 Punkte
In den Auswärtsspielen am 3. Oktober und am 12. Oktober gegen München und Wolfsburg konnte sich vor allem ein Youngster hervor tun. Sven Ziegler, der gerade mal 20-jährige Stürmer, spielt in einer Reihe mit den erfahrenen Darin Olver und Barry Tallackson. Ziegler sagte nach dem Spiel gegen Düsseldorf, dass die beiden ihn unterstützen, helfen, Selbstvertrauen auf dem Eis geben
und ihn mitziehen. Ziegler erzielte in den beiden Auswärtsspielen 3 Tore. Eins gegen München beim 3:1 Sieg und 2 Tore bei der 4:3 Niederlage (nach Verlängerung) in Wolfsburg. In 9 DEL-Spielen hat er bis jetzt 4 Punkte (3 Tore 1 Vorlage) gemacht. Letzte Saison waren es in 18 DEL Spielen 5 Punkte (2 Tore 3 Vorlagen).

CHL: Nur 3 Punkte in 6 Spielen
In der Champions Hockey League fuhren die Eisbären, Old School, am 7. Oktober mit dem Bus ins tschechische Zlin. In dieser Partie hatten alle jungen Spieler die für die CHL spielberechtigt waren, die Möglichkeit auf Eiszeit, da viele Spieler der Eisbären verletzungsbedingt ausfielen bzw. nicht spielberechtigt waren. Nach dem starken Spiel gegen Düsseldorf durfte auch der junge Mathias Niederberger wieder das Tor hüten. Die Partie ging 4:2 verloren und so beendete das Team aus Berlin das Abenteuer CHL mit gerade einmal 3 Punkten aus 6 Spielen gegen Zlin, Fribourg und Djugarden Stockholm.

Die Eisbären standen leider nicht alleine da, denn kein DEL Team konnte sich für die Play-offs der CHL qualifizieren. Hoffen wir für das deutsche Eishockey, dass es in der Saison 2015/2016 besser aussieht und dass sich auch mehr Fans für europäisches Eishockey interessieren.

Fazit: Es waren durchwachsene zwei Wochen. 2 Siege stehen 3 Niederlagen gegenüber. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Verletztenliste der Eisbären in naher Zukunft noch verkleinert, denn zur Zeit ist sie mit Vincent Schlenker (Rücken), Florian Busch (Schulter), Laurin Braun (Schlüsselbein), Matt Foy (Rippenbruch) und Mark Bell (Knieprellung) leider viel zu groß.

Eisbären Berlin verstärken sich mit Marcel Noebels
Ein großes Lächeln machte sich Montag Nachmittag gegen 16 Uhr auf meinem Gesicht breit, als die Medieninformation der Eisbären in meinem Mailpostfach einging. Endlich war die Nachricht raus, zu der man mit anderen gleichgesinnten Hockeynerds schon eine Weile diskutierte. Marcel Noebels wechselt nach Berlin. Noebels ist ein junger, 22jähriger Deutscher, der vor acht Jahren schon in der Schüler Bundesliga für die Eisbären spielte und schon ein Jahr DEL. Was ich an Noebels aber super finde, ist, dass er es in Nordamerika mehrere Jahre probiert hat. Er spielte dort für die Seattle Thunderbirds und Portland Winterhawks in der kanadischen Nachwuchsliga Western Hockey League (WHL) und die letzten beiden Jahre in der Organisation der Philadelphia Flyers für die Adirondack Phantoms in der American Hockey League (AHL). Der noch laufende Vertrag mit den Flyers wurde aufgelöst damit Noebels in die DEL wechseln kann. Vorher musste er allerdings noch 48 Stunden auf die „Waiverlist“ der NHL gesetzt werden. Jedes der anderen 29 Teams hätte sich dann die Rechte an Marcel Noebels sichern können. Noebels hat in Berlin einen Dreijahresvertrag unterschrieben, wird die Rückennummer 92 tragen und soll bereits nächsten Freitag beim Auswärtsspiel der Kölner Haie das Trikot mit dem Bären tragen. Nachdem es die letzten paar Jahre nicht wirklich eine Verpflichtung gab, die mich vom Hockey reißt, sind es diese Saison schon drei. Antti Miettinen und die beiden Nordamerika Rückkehrer Mathias Niederberger und Marcel Noebels. Das find ich richtig gut. Weiter so #ebb!

OSC Berlin und FASS Berlin
Beim Eisbären Kooperationspartner FASS Berlin begann ebenfalls die Saison in der Oberliga. In 3 Spielen konnte man eins gewinnen (6:4 gegen Schönheide), verlor aber zwei Spiele gegen Leipzig (7:1) und Erfurt (11:2).

In der DFEL ging dieses Wochenende die Saison auch wieder los. In der 1. Bundesliga im Frauen-Eishockey konnte der Vizemeister OSC Berlin die Aufsteigerinnen aus Mannheim am 11. Oktober 10:0 besiegen und tags darauf 14:0.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

Wally gibt ein aus!

Wally gibt ein aus!

Huhu, liebe LeserInnen,

meine Nachbarin hat mir heute 18 druckfrische Karten für das Eisbären All Stars vs. Gazprom Export Hockey Spiel am Sonntag dem 19. Oktober 12:00H. für euch gegeben.
Wer also Bock auf eine oder mehrere Freikarten hat, gibt mir rechtzeitig bei Twitter und/oder Facebook bescheid und darf sich dann am 19. Oktober 11:00H. seine Freikarte an der Blue Lane vor der o2 World bei mir abholen.

Alle Informationen zum Spiel inkl. Aufstellungen, findet ihr drüben auf der Eisbären Website.

LG

euer Lieblingswally <3

#WallysHockeyCorner 03

#WallysHockeyCorner 03

„Dynamo ist der geilste Club der Welt!“

So schallte es beim 7:3 Erfolg der Eisbären Berlin gegen das durch Verletzungen sehr stark dezimierte Team der Hamburg Freezers am 19. September durch die O2 World! Die Eisbären dominierten bis auf eine Schwächephase gegen Ende des 2. Drittels das gesamte Spiel nach Belieben. Der von mir in meiner letzten Kolumne gelobte Petr Pohl konnte in dieser Partie 4 Punkte erzielen. 3 Tore erzielte Matt Foy. Ganz besonders freut mich der Hattrick für Foy, da er in der Sommerpause sehr hart an sich gearbeitet hat, das erste Mal seit Jahren wieder mit einem privaten Fitnesscoach trainierte und dabei 10 kg abnahm. Die Eisbären holten im 47. Spiel gegen Hamburg den 31. Sieg.

Gegen Diskriminierungen
Vor dem Spiel mussten aus gegebenem, unschönen Anlass Sportdirektor Stefan Ustorf, ein Vertreter der O2 World und der Fanbeirat auf dem Eis eine gemeinsame Erklärung abgeben. Beim ersten Saisonheimspiel gegen die Straubing Tigers ist es zu rassistischen Äußerungen von „Eisbärenfans“ gegenüber Mitarbeitern der Arena gekommen. Alle Seiten machten klar, dass solch ein rassistisches, fremdenfeindliches und diskriminierendes Verhalten bei der Eisbären-Familie absolut keinen Platz hat.

Sven Felski, „Bürgermeister aus Hohenschönhausen“
Nach dem Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters am 20. September kletterten die Eisbären durch einen 2:5 Erfolg in der Tabelle kurzfristig auf den zweiten Rang. Der 5. Spieltag zwischen den Nürnberg Ice Tigers und den Eisbären wird erst am 21. Oktober ausgespielt. Das Heimspiel gegen die Adler Mannheim am vergangenen Sonntag, 28. September, stand ganz im Zeichen eines Mannes. Der Mann, der mit den Eisbären Berlin – wie es Lorenz Funk in seiner Zeit als Manager mal formulierte – vom „Scheisshaus ins Penthouse der Liga“ gezogen ist: Sven Felski! Sven Felski, der „Bürgermeister aus Hohenschönhausen“, spielte seit 1992 in 20 Jahren genau 1.000 Erstligaspiele und das alles nur für ein Team. So was ist in der Sportwelt sehr selten. Nach den vielen Tiefs im harten Ligaalltag der DEL kamen nach sechs Jahren die ersten Erfolge für Felski und seine Eisbären. Man wurde 1998 Vizemeister und 1999 Europas drittbeste Mannschaft in der European Hockey League. Die darauffolgenden Jahre waren nicht grade von Erfolg gekrönt. Erst als 2001 der Kanadier Pierre Pagé Cheftrainer der Eisbären wurde, formte er diese Siegermannschaft, die Jahr für Jahr besser wurde. Man arbeitete sich vom Viertelfinale zum Halbfinale, zur Vizemeisterschaft und dann zur ersten gesamtdeutschen Meisterschaft im Jahr 2005. Am Ende seiner Karriere hat Sven Felski sechs Deutsche Meisterschaften auf dem „Kerbholz“ sowie zwei Olympische Spiele (2006 Turin und 2010 Vancouver) und insgesamt 159 Länderspiele für Deutschland. Diese beeindruckende Karriere wurde vor dem Spiel gegen Mannheim geehrt, indem man sein Trikot mit seiner Trikotnummer #11 unter das Hallendach der O2 World hing. Diese Nummer wird nun nie wieder an einen Spieler der Eisbären vergeben.

Zum Urlaub nach Los Angeles
Für die meisten Fans war es sicherlich eine schöne Zeremonie mit etwas Gänsehaut aber ich weiß auch, wie man in Nordamerika solch eine „Jersey Retirement Ceremony“ begeht. Und in Anbetracht dessen muss ich sagen, dass ich schon etwas enttäuscht war. Ich hatte gehofft, dass man es diesmal wirklich in Angriff nimmt und versucht, an das Nordamerika-Niveau heranzukommen. Kleines persönliches Highlight war für mich, im Tributvideo den ehemaligen Kapitän der Eisbären, Marc Fortier, wiederzusehen, der die außergewöhnliche Karriere von Felski mit einer Grußbotschaft honorierte. Ich gebe aber auch zu, dass es schon ein wenig Gänsehaut bei mir gab. Für die, die sich fragen, was André Rankel Felle geschenkt hat: es war ein Urlaub für Familie nach Los Angeles. Hoffentlich fasst man sich bei den Eisbären ein Herz und begeht die nächste Zeremonie, die noch diese Saison für Steve Walker stattfinden soll, noch etwas besser. Übrigens, hätte ich dann gern noch die Porträts der im Wellblechpalast geehrten Spieler endlich auch in der O2 World hängen. Nach sechs Jahren wird es langsam Zeit.

Chapeau an Mannheim
Zum Spiel an sich kann man sagen, dass die Eisbären und die Adler 40 Minuten ebenbürtige Gegner waren und es ein rasantes Spiel gab. Im letzten Drittel war leider die Luft raus bei den Eisbären. Auf der Pressekonferenz sagte Headcoach Jeff Tomlinson, dass die Verletzungen und die grippegeschwächten Spieler keine Ausrede sein dürfen und er sehr beeindruckt war vom aggressiven Hockey der Adler. Einer der besten Spieler auf dem Eis war der von mir hoch geschätzte Glen Metropolit, den ich schon seit seiner Zeit bei den Washington Capitals, Anfang des Jahrtausends auf den Schirm habe. Dieser Spieler ist trotz seines Alters von mittlerweile 40 Jahren eine Bereicherung für die Liga. Mit mittlerweile 11 Punkten aus 6 Spielen steht Glen Metropolit auch zu Recht auf Platz 1 der DEL Top-Scorer Liste. Solch einen Spieler hätte ich gern im Eisbären Trikot gesehen. Aber Chapeau an Mannheim, dass sie ihn diesen Sommer verpflichten konnten.

Letzter CHL-Rang in Gruppe D
Diese 2:4 Niederlage war die zweite in dieser Woche. Bereits am Dienstag verlor das Team um Kapitän André Rankel das Champions Hockey League Spiel gegen Fribourg-Gotteron aus der Schweiz mit 0:2. Damit belegen die Eisbären in der CHL Gruppe D weiterhin mit 3 Punkten aus fünf Spielen den letzten Rang. Gefreut habe ich mich bei dem Spiel auch über zwei ehemalige Spieler der Washington Capitals, die jetzt in Fribourg ihre Schlittschuhe schnüren: Joel Kwiatkowski und Timo Helbling. Letzteren habe ich noch aus zwei anderen Ereignissen im Kopf, und zwar bei meinem zweiten Tessiner Derby im Februar 2008 beim HC Ambri-Piotta als er für den HC Lugano spielte. Und natürlich beim Viertelfinale der Eishockey WM 2010 in Deutschland – als es eine Sekunde vor Schluss u.a. wegen Helbling zu einer Massenschlägerei auf dem Eis kam.

Arena nicht voll
Bemängeln muss ich an dieser Stelle auch mal, dass Desinteresse der Berliner Fans an der CHL. 4860 Zuschauer sind für ein Champions Hockey League Spiel wohl ein Witz. Beim zigsten Aufeinandertreffen mit Straubing oder Augsburg ist die Arena immer gefüllt, aber bei internationalen Spielen nicht. Ich hatte beim Spiel Eisbären vs. Djugarden Stockholm zwei Freunde mit, die sonst nur zum Fußball gehen. Ich konnte ihnen dieses seltsame Phänomen nicht erklären. Falls ihr wisst, warum das so ist, schreibt es doch bitte unten als Comment. Danke!

Spenden gegen Brustkrebs
Am 7. Oktober findet das letzte CHL Gruppenspiel statt. Gegner ist der PSG Zlin aus der Tschechischen Republik. Der Oktober ist wie jedes Jahr der „Breast Cancer Awareness Month“. Dadurch, dass die Eisbären (wie auch sehr viele Teams diverser Sportarten in Nordamerika) in Pink spielen, machen sie auf die Brustkrebs-Krankheit aufmerksam. Die Eisbären tragen ab Anfang Oktober pinke Warrior Handschuhe und bei den beiden Spielen am 24. Oktober in Krefeld und am 26. Oktober zu Hause gegen Iserlohn – wie auch in den letzten Jahren – pinke Trikots. Die Aktion, die der jetzige Sportdirektor Stefan Ustorf in Zusammenarbeit mit der Susan G. Komen Stiftung in Berlin ins Leben rief, wird nun mittlerweile schon zum vierten Mal durchgeführt. In den letzten Jahren konnten so jeweils über 10.000 € an Spenden gesammelt werden.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 02

#WallysHockeyCorner 02

Nach anderthalb Monaten intensiver Vorberei­tung begann am Freitag, 12. September, endlich die 21. DEL Saison. Im ersten Auswärtsspiel mussten die Eisbären gegen die Panther aus Augsburg ran. Dieses Spiel ging 4:1 an die Gast­geber. Die ersten Zeitungen titelten schon vom Fehlstart und brachten sich in Stellung, um bei einer erneuten Niederlage im Home Opener am Sonntag in der O2 World wieder alles in Frage zu stellen, was Manager Peter-John Lee, Sport­direk­tor Stefan Ustorf, Trainer Jeff Tomlin­son und der Rest der Organisation im Sommer während der Vorbereitung geleistet haben. Ich glaube, dass man ohne Probleme gegen die Augsburger verlieren kann, da sie in meinen Augen im Sommer einen der Top Torhüter verpflichteten.
Chris Mason, der in der besten Liga der Welt 317 Spiele absolvierte, zeigte bei seinen ersten beiden DEL Spielen schon sein können und liegt mit über 95 Prozent aller gehaltenen Schüsse auf Platz 3 der Liga.

Coach Tomlinson freut sich
Im zweiten Saisonspiel gewannen die Eisbären vor 12.560 Zuschauern in der O2 World am Sonntag, 14. September, eindrucksvoll mit 5:1 gegen die Straubing Tigers. Nach 2 Dritteln stand es schon 5:0 für die Hausherren und mein Gedanke war, dass wenn das Spiel so weiter geht, es vielleicht ein bis zwei Tore zu hoch ausgehen würde. Aber Straubing wechselte den Torhüter, sie fighteten die letzten 20 Minuten und ließen somit keine weiteren Treffer zu. In der Pressekonferenz freute sich auch Coach Tomlinson über den Sieg, der die Eisbären 180 Grad anders als am Freitag zeigte. Im letzten Drittel bemängelte der Trainer die vielen Schnörkel und zu viele Fehler. Unter der Woche lag der Fokus beim Training auf den Special Teams, man trainierte also Über –und Unterzahlspiel. Die Trainer der beiden Teams kannten sich noch von ihrer aktiven Spielerzeit aus Großbritannien. Während Eisbären Trainer Jeff Tomlinson von 1997 bis 2000 für Manchester Storm spielte, zog der Trainer der Straubing Tigers in der Zeit die Schlittschuhe für die Sheffield Steelers an.

Petr Pohl begeistert
Ich muss gestehen: Ich bin, wie auch der Trainer, nach den ersten Spielen der Vorbereitung, der Champions Hockey League und den DEL Spielen von Petr Pohl begeistert. Wie er ackert und sein Zug zum Tor, sowas habe ich lange nicht mehr gesehen. Es macht Freude, ihm beim Eishockey zuzusehen. Hoffentlich hält die Form die Saison über an. Vor ein paar Tagen erst hat Petr Pohl seinen deutschen Pass bekommen, somit fällt er auch nicht unter die Ausländerlizenzen, die in der DEL ja begrenzt sind. Eine Einladung für die Deutsche Nationalmannschaft dürfte leider nicht so schnell kommen, da er letzte Saison drei Spiele für die Tschechische Nationalmannschaft bestritt. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte er schon bald den Angriff des DEB Teams verstärken können. Die nächste Möglichkeit wäre im November der Deutschland-Cup in München gewesen.

Champions Hockey League
In der CHL spielten die Eisbären letztes Wochenende zwei Mal gegen Djugarden Stockholm. Am Freitag, 5. September, ging das Spiel in Stockholm mit 3:2 an den Gastgeber. Zwei Tage später erkämpften sich die Eisbären ein 4:3 nach Penaltyschiessen. Spiele gegen Djugarden Stockholm sind für mich immer etwas Besonderes, da ich im September 1998 eines meiner ersten Eisbären Spiele in der European Hockey League gegen Djugarden erleben durfte. Im Laufe der letzten Jahre gab es zum Glück öfter die Duelle Eisbären vs. Djugarden und ich muss gestehen, sie bereiten mir jedes Mal wieder eine Freude.

Miettinen bei Eisbären verpflichtet
Nach dem Sonntagsspiel meldeten gestern schon einige Zeitungen die mögliche Verpflichtung von Antti Miettinen. Am Montagvormittag bestätigten die Eisbären dann die Verpflichtung auf ihrer Website. Miettinen hat eine sensationelle Erfahrung von 539 NHL Spielen und mehreren Olympischen Winterspielen. 2006 in Turin gewann er mit der Finnischen Nationalmannschaft die Silbermedaille und 2010 in Vancouver die Bronzemedaille. Insgesamt spielte er 45 Mal bei Weltmeisterschaften und konnte dort auch jeweils einmal die Silber und einmal die Bronzemedaille gewinnen. Mit dieser Verpflichtung haben die Eisbären auf alle Fälle noch mal ein Zeichen gesetzt. Ich freue mich wirklich auf ihn und hoffe, dass er hier in Berlin an seine glanzvollen NHL Zeiten anknüpfen kann.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 01

#WallysHockeyCorner 01

Hohenschönhausen. Liebe Eisbären, zu eurem 60. Geburtstag wünsche ich euch alles Gute und dass ihr mindestens noch die nächsten 60 Jahre schafft.

Am Freitag, 29. August, und Samstag, 30. August, haben die Eisbären im altehrwürdigen Wellblechpalast ein Turnier gegen die DEL2-Teams (Deutsche Eishockey-Liga) der Eispiraten Crimmitschau, Dresdner Eislöwen und die Lausitzer Füchse aus Weißwasser bestritten. Zu den Eispiraten gibt es viele freundschaftliche Verbindungen unter den Fans. Dabei möchte ich beispielsweise die beiden Gruppierungen Fanatics-Ost und die Kultras Crimmitschau erwähnen. Die Eislöwen aus Dresden sind der Kooperationspartner der Eisbären in der DEL2. Dort können die jungen deutschen Spieler Spielpraxis sammeln. Mit dem letzten Team in der Runde verbinden die Eisbären die Erfahrung, seinerzeit unter dem Namen Dynamo Berlin gegen Dynamo Weißwasser in der kleinsten Liga der Welt mit nur zwei Teams gespielt zu haben.

In schöner Tradition
Es ist quasi das ewige Duell. Vor 25 Jahren, nach Öffnung der Mauer, wurden die beiden Teams auch sofort als erste ostdeutschen Teams im Sport in die 1. Bundesliga geholt. Das Jubiläumsturnier stand, wie ich finde, in schöner Tradition zu Sommerturnieren wie die Electro-Oil Trophy in Lugano (Schweiz) 2005 oder der Coupe des Bains in Yverdon-les-Bains (Schweiz) 2008. Ich würde mir wünschen, dass die Form des Vorbereitungsturniers gegen diese Teams beibehalten wird, mit rotierenden Spielorten. Nächstes Jahr z.B. in Crimmitschau, ein Jahr darauf in Dresden, dann in Weißwasser und in vier Jahren wieder in Berlin.

Deutlicher Klassenunterschied
Dass es einen Klassenunterschied zwischen dem DEL-Team der Eisbären und den DEL2-Teams gibt, war im Wellblechpalast leider mehr als sichtbar. So gewannen die Eisbären das Turnier mit 2 Siegen, 11 Toren und 0 Gegentoren. Zweiter wurden die Eispiraten aus Crimmitschau. Platz 3 erkämpfte sich Dresden gegen die Lausitzer Füchse. Der Welli war während der vier Spiele leider nicht ausverkauft, aber die 3.360 Zuschauer verwandelten das exakt 4.695 Zuschauer fassende Stadion zumindest zum Finalspiel am Samstagabend in den Hexenkessel, den ich noch von früher (2008 war der Umzug in die o2 World) kannte.

Champions Hockey League
In der CHL sind die Eisbären nach zwei Spieltagen mit 1 Punkt auf dem letzten Rang der Tabelle hinter Djugarden Stockholm, Fribourg-Gotteron und PSG Zlin. Die Champions Hockey League wurde in dieser Saison neu gegründet und ging aus der European Trophy hervor. 2010 konnten die Eisbären die European Trophy gewinnen und waren somit die beste Vereinsmannschaft Europas.

Deutsche Eishockey Liga
Die DEL Saison beginnt am 12. September für das Eisbären-Team auswärts in Augsburg. Ob Neuzugang Petr Pohl #33 schon im Kader steht, ist noch fraglich, da er nicht als Ausländer lizensiert werden soll, sondern auf die deutsche Staatsbürgerschaft wartet. Außer Pohl sind noch neu im Kader der Eisbären die beiden Torhüter Petri Verhanen #31 (von Lev Prag), der als Ersatz für den in die Organisation der Philadelphia Flyers abgewanderten Rob Zepp den Job des Stammgoalies einnehmen soll. Zweiter Torhüter wird der junge deutsche Perspektivspieler Mathias Niederberger #35, über den ich mich persönlich sehr freue, da er die letzten 3 Jahre in Nordamerika gespielt hat. Während seiner Juniorenzeit bei den Barrie Colts in der Ontario Hockey League und danach, in der letzten Saison, in der Organisation der Los Angeles Kings bei den Manchester Monarchs in der American Hockey League und den Ontario Reign in der East Coast Hockey League. Dort hat er seine Technik und sein Können sicher besser schulen können als Torhüter seines Alters, die in Deutschland bleiben. Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig über die Verpflichtung und würde mir wünschen, dass der 21-jährige Niederberger vom 36-jährigen Verhanen auch noch einiges lernen kann sowie genügend Starts in der DEL bekommt.

Soweit erst einmal von mir. Wir lesen uns in zwei Wochen am 16. September wieder…

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Wally #WHC

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