#WallysHockeyCorner 07

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Harte Arbeit zahlt sich aus. Manchmal.

Nach der Deutschland-Cup Pause hatte der triste Ligaalltag die Eisbären und alle anderen DEL-Teams wieder. Am Freitag, 14. November, erkämpften sich die Berliner in Hamburg bei den Freezers ein 3:4 Sieg nach Penaltyschiessen. Zwei Tage später sollte es ein besonderes Spiel gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg geben. Besonders, weil es im Eishockey sehr selten Partien gibt, die 1:0 ausgehen, aber auch, weil der Siegtreffer von Antti Miettinen schon beim ersten Schuss nach 25 Sekunden fiel. Auch die 59 weiteren torfreien Minuten waren aber alles andere als langweilig. Ich sah ein hochklassiges Spiel mit sehr guten Torhütern und weniger guten Schiedsrichtern. Roland Aumüller und Alfred Hascher hatten mehrere Phasen, wo sie das Spiel einfach nicht unter Kontrolle bekamen. Entsprechend angesäuert und emotional reagierte auch Eisbären Trainer Jeff Tomlinson, der die Bandentür mehrmals mit Wucht zuschmiss. Besonders war das Spiel aber auch, weil die Eisbären mit zwei Trikotsätzen spielen mussten. Nach dem ersten Drittel entschieden die Schiedsrichter nämlich, dass sie die Wolfsburger Farbe Orange nicht eindeutig von der Heimtrikotfarbe der Eisbären auseinanderhalten können. Also musste ab Drittel zwei das weiße Auswärtsdress der Eisbären ran. (was mir übrigens diese Saison auch besser gefällt.)Ganz besonderes Spiel
Beim Dienstagsspiel am 18. November gab es in Düsseldorf leider einen kleinen Leistungseinbruch und man verlor 5:2. Wiedergutmachen konnten die Eisbären die Schlappe am darauffolgenden Freitag, 21. November, mit einem 5:1 Sieg gegen die Augsburger Panther. Für mich war das Spiel ein ganz besonderes, denn statt Laptop hatte ich den 6-jährigen Sohn einer guten Bekannten, Julian, dabei, der sein erstes Eishockeyspiel sah. Für ihn war es schon ein Mega-Erlebnis, das hat man ihm angesehen. Das obligatorische Feuerwerk vor dem Spiel, das Maskottchen Bully, die Spieler… Alles war neu und auch ich hab die Situation genossen, mit ihm sein erstes Spiel zu erleben. Obwohl es dann zum Ende doch etwas viel für ihn wurde und er bei der Pressekonferenz einschlief. Ob es nun an der fortgeschrittenen Zeit oder den langen Ausführungen von Larry Mitchell lag, weiß ich nicht. Wenn man mit so einem jungen Menschen beim Eishockey ist, macht man sich natürlich auch Gedanken und geht nochmal in der Zeit zurück. Zum Beispiel, dass die o2 World mittlerweile genauso alt ist wie er. Oder, dass das erste Eisbären Heimspiel in der o2 World auch gegen die Ausgburger Panther war und die Eisbären damals sensationell 11:0 gewannen.

Das letzte Spiel der Woche fand am Sonntag, 23. November in Nürnberg statt. Dort konnten die Berliner nur das erste Drittel durch ein Tor von Mark Bell für sich entscheiden. Die restlichen beiden Drittel gingen an die IceTigers, die am Ende 3:1 gewinnen konnten.

Trivelatto wieder zurück
Auf der Pressekonferenz nach dem 1:0 Sieg gegen Wolfsburg kündigte Jeff Tomlinson an, dass man sofort den italienischen Nationalspieler Alex Trivelatto aus Dresden (2. Liga) zurückholen werde, damit er nach dem Ausfall von Constantin Braun die Verteidigung der Berliner ergänzen kann.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies begannen nach ihrer Spielpause ganz stark mit zwei Erfolgen in Garmisch. Das erste Spiel gegen den SC Garmisch-Patenkirchen am 15. November wurde 14:0 gewonnen. Tags darauf gingen die Damen mit einem 5:2 Sieg in der Tasche in Garmisch vom Eis. Am 22. und 23. November spielten die Zweiten der DFEL beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer ESC Planegg/Würmtal in Grafing. Beide Partien verloren die Eisladies. Das erste Spiel allerdings erst im Penaltyschiessen mit 3:2. Die zweite Partie ging etwas deutlicher aus. Mit 4:1 mussten sich die Berlinerinnen den Spitzenreiterinnen geschlagen geben.

Die Jungs von FASS Berlin „haben den Monat voll“. Seit mehr als einen Monat konnten sie keinen Sieg mehr für sich verbuchen. Der letzte Erfolg war das 5:2 bei Tornado Niesky am 18. Oktober. Am 14. November, nach meiner letzten Kolumne, verloren die Akademiker 2:5 zu Hause gegen EHC Thüringen Erfurt Black Dragons und am 23. November gegen EHV Schönheide 09 mit 3:6 im heimischen Wellblechpalast. Alle weiteren Heimspiele trägt FASS Berlin laut Website statt in Hohenschönhausen nun im Wedding im Erika-Heß-Eisstadion aus.

Vorgeschmack
In der nächsten Ausgabe von #WallysHockeyCorner gibt es einen Bericht vom Skaterhockey Team Stratus aus Hohenschönhausen.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 06

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Endlich durchatmen

…wird sich wohl der ein oder andere Spieler gedacht haben, nachdem ca. 1/4 der DEL Saison absolviert war und die erste spielfreie Woche durch den Deutschland Cup in München auf dem Plan stand. Mittlerweile sind die Eisbären nach 15 Spielen auf den 11 Tabellenplatz abgerutscht. Die letzten beiden Niederlagen vor der Pause kassierten die Berliner am 31. Oktober in Straubing, wo man 5:3 unter die Räder geriet und zwei Tage später beim 2:3 Zuhause in der o2 World gegen Red Bull München.

Hiobsbotschaft von der Krankenstation
Nachdem die Eisbären während der ersten 15 Saisonspiele schon jede Menge Verletzte zu beklagen hatten, kam es vor der Deutschland Cup Pause nochmal knüppeldick. Nationalverteidiger Constantin Braun wird aufgrund eines Knorpelschadens im Sprunggelenk die nächsten acht bis zehn Monate ausfallen. Vergleichsweise Glück hingegen hatte da Eisbärenkapitän André Rankel, bei dem es lt. eigener Aussage beim Loslaufen auf dem Eis im Oberschenkel knallte. Er zog sich einen Muskelfaserriss zu und wird wahrscheinlich „nur“ ca. einen Monat ausfallen.

Diese beiden Spieler werden durch ihre Verletzungen auch nicht dem Kader des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) angehören. In München dabei sind aber Verteidiger Frank Hördler (der auch Assistent von Kapitän Michael Wolf sein wird) und der Neu-Berliner Marcel Noebels.

Deutschland Cup
Das Team des DEB hat den Deutschland Cup 2014 in München gewonnen. In der ersten Partie siegten die Deutschen gegen die Schweiz 3:1. Tags darauf, am Samstag, 8. November, 2:1 gegen die Slowakei ehe man sich am Abschlusstag gegen Kanada (Das von Eisbären Berlin Headcoach Jeff Tomlinson trainiert wird) 4:2 geschlagen geben musste.
Die Frage ist nun, was bedeutet dieser Sieg, wenn man bei den Weltmeisterschaften schlecht spielt und auch die Qualifikation zu Olympia verpasst. Ich wünsche dem DEB jedenfalls endlich mal etwas Konstanz, dass sie nicht das eine Jahr Klasse spielen und sich einen 4. Platz bei der Weltmeisterschaft (2010 in Deutschland) erkämpfen und dann quasi das nächste Jahr wieder um den Verbleib im Pool der A Gruppe spielen. Denn anders als beim Fußball, kann man mit der Nationalmannschaft auch absteigen. Dann heißen die Gegner plötzlich nicht mehr Schweden, Kanada, Tschechien, USA oder Russland sondern Japan, Österreich, Slowenien und Südkorea.

FASS Berlin und OSC Berlin
Die Akademiker, wie die Spieler von FASS Berlin gerufen werden, gingen am Freitag, 31. Oktober, Zuhause gegen Fortuna Leipzig mit 0:7 unter und blieben auch zwei Tage später in Schönheide ohne Torerfolg. Sie verloren 0:6.
Kleiner Lichtblick nach diesem Wochenende, war das „We are Family“ Spiel am Montag, 3. November, gegen das DEL Team der Eisbären. In diesem Freundschaftsspiel konnte man zumindest nach dem torlosen Wochenende 3 Buden (Tore) machen, aber trotzdem verlor man gegen den großen Bruder 3:7 vor ca. 800 Zuschauern im Wellblechpalast. Beim Auswärtsspiel am Samstag, 8. November, verlor man gegen Tornado Niesky 5:1.
Der OSC Berlin in der Deutschen Frauen Eishockey Liga hatte spielfrei.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de