Interview mit dem Eis-Dynamo

Interview mit dem Eis-Dynamo

In der Ausgabe 144 des Fanzines Eis-Dynamo erschien in der Rubrik „Hinter der Bande“ ein Interview mit mir zu #WallysHockeyCorner drüben bei LichtenbergMarzahnPlus.

Nun wurde mir gestattet, es zur Zweitverwertung auch hier zu Veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen!

Hinter der Bande: #WallysHockeyCorner

Printmedien haben es in der heutigen Zeit bekanntlich immer schwerer in der Medienlandschaft. Auch für den Eis-Dynamo ist es seit Jahren nicht einfach sich am Leben zu halten. Aber nach über 21 Jahren sind wir immer noch für unsere Leserschaft da und das ist auch gut so! Es ist eben der Lauf der Zeit, daß sich viele fast ausschließlich nur noch über die elektronischen Medien informieren. Das Internet bietet ja mittlerweile unzählige Möglichkeiten dafür. Auch über unseren Lieblingssport findet man im www reichlich Portale, wo man sich umfassend informieren kann. Manche sind wirklich sehr gut, andere kann man getrost links liegen lassen. Auf dem lokalen Internetportal LichtenbergMarzahnPlus.de findet man seit dieser Saison die Eishockey-Kolumne von Christian Baumeier, vielen  im Fanumfeld der Eisbären auch als Wally ein Begriff.

Grund genug für den Eis-Dynamo, in Person vom „Langen“,  mal bei Wally vorbeizuschauen, um mehr über dieses Projekt zu erfahren.

Eis-Dynamo (ED):  Hallo Wally, wie kam es das du zum Kolumnenschreiber in diesem Internetportal geworden bist?

Wally: Wie ich dazu gekommen bin? Hmm. Zum Eishockey gekommen bin ich 1998. Damals bei einem der Spiel der Juniors, wo ja bekanntlich die Eisbären damals die Karten haufenweise an die Schulen verschenkt haben.  Über ein Familienmitglied kam ich dann auch zu einer Freikarte für die „großen“ Eisbären. Das war damals ein Spiel der European Hockey League, gegen den HC Dukla Jihlava. Ich war dann natürlich Feuer und Flamme und das zog sich dann auch über einige Jahre hinweg. So war ich auch über viele Jahre Mitglied bei den Fanatics Ost. Habe mich dann aber  nach einiger Zeit vom Hockey zurückgezogen, aber nie ganz den Faden dazu verloren.

ED: Hast du also Abstand vom Eishockey gesucht, weil es dir mit den Fanatics Ost nicht mehr so gepasst hat, oder ?

Wally: Naja so ein bisschen. Es kamen halt bei den Fanatics immer mehr junge Leute dazu und selbst wurde man ja auch älter. Ich merkte dann irgendwie, daß ich in die Struktur doch nicht mehr so recht reinpasste.  Irgendwie war bei mir dann auch die Luft raus nach den ersten Meisterschaften. Man hatte so viel gesehen und erlebt, alle DEL-Stadien mitgenommen und natürlich auch viel Spaß gehabt.

Ich hab mich dann ein paar Jahre vom Hockey zurückgezogen, das Geschehen aber trotzdem weiter verfolgt und blieb so immer im Bilde, was auf und um das Eis so passierte. Langsam kam die Lust auf Eishockey dann aber doch wieder und ich bin mit Kollegen und Freunden dann wieder sporadisch zu den Spielen der Eisbären gegangen, schrieb darüber und auch über die NHL in den diversen Netzwerken, hauptsächlich bei Twitter.

So wurde die Birgit Eltzel, ehemalige Redakteurin in der Lokalredaktion der „Berliner Zeitung“, auf mich aufmerksam. Sie betreibt mit ihrem Mann die Plattform „LichtenbergMarzahnPlus“ im Internet.

ED: Den nicht so bewanderten im Internet, was bedeutet das konkret?

Wally: Das ist ein Online-Medium, was praktisch lokale Nachrichten bringt, die man heute in den Print-Medien so gar nicht findet oder gar keinen Platz mehr haben. Die gibt es auch für andere Stadtbezirke, wie zum Beispiel Prenzlauer Berg.

ED: Wurdest du dann engagiert um allgemein über lokale Sachen zu berichten, oder nur über das Eishockey?

Wally: Nein, eigentlich nur über das Eishockey erst einmal. Mir ist es aber freigestellt auf Redaktionskonferenzen Anregungen zu geben für andere Themen oder vielleicht auch selbst einmal darüber zu berichten. Da traue ich mich aber (noch) nicht so richtig ran. Ich bleibe da lieber bei Sachen die ich auch wirklich verstehe.

ED: Das ist richtig, würde ich bei bestimmten Sachen auch nicht machen, aber beim Eishockey hast du dir das halt zugetraut…

Wally: Ja genau. Habe erst einmal so zur Probe angefangen zu schreiben und mittlerweile läuft das immer besser. Bin selbstsicherer geworden und schreib nun sogar in der nächsten Ausgabe eine kleine Reportage über das Skater-Hockey Team „Stratos Hohenschönhausen“, so werden meine Beiträge immer umfassender.

ED: Also geht es in der Eishockey-Kolumne nicht nur um die Eisbären, sondern auch um andere Teams in Berlin?

Wally: Naja, vor allem über das was sich so in Sachen Eishockey in und um den Wellblechpalast tut. Da ist ja auch noch FASS Berlin oder die Eisladies vom OSC.

ED: Sollen die Eisbären aber der Mittelpunkt deines Blogs bleiben, oder soll sich das gerecht über die Teams verteilen?

Wally: Natürlich bilden die Eisbären den Schwerpunkt, allein schon von ihrem Status her. Ich werde mir aber Mühe geben auch den anderen Teams eine Plattform zu geben, die sonst so nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

ED: Beim Eis-Dynamo findet ja auch seit geraumer Zeit FASS als Kooperationspartner eine Plattform. Genau wie die Teams der Juniors. Möchtest du da auch mal deinen Fokus draufrichten, was jetzt die DNL betrifft?

Wally: Ich muß ehrlich sagen, daß wäre mir dann doch zuviel. Der Schwerpunkt bleibt erstmal bei den „großen“ Eisbären, aber ein Special wie jetzt mit Stratus möchte ich schon immer mal wieder einbauen.

ED: Klar, wir wissen ja selbst wie aufwendig das alles sein kann. Findest du überhaupt genug Zeit dafür?

Wally: Im Moment eigentlich schon. Ich schreibe ja nicht wöchentlich, sondern nur alle 14 Tage. So hab ich das mit Birgit Eltzel erst einmal vereinbart. Wöchentlich würde es sich doch meist nur mehr auf statistische Sachen beschränken, aber so kann ich doch dann mal eine Story einbauen, so das alles nicht so trocken rüberkommt.

ED: Also wird dein Blog jetzt immer alle zwei Wochen erscheinen. Was ist dann eigentlich in der Sommerpause? Machst du dann damit weiter?

Wally: Da bin ich mir nicht ganz so sicher ob dann Ende April oder im Mai erst einmal Ruhe ist. Vielleicht bringe ich dann spontan noch ein Special, wo es um Erlebnisse aus der Vergangenheit geht zum Beispiel.

ED: Da gibt es doch bestimmt eine Menge Dinge die du bei den Fanatics erlebt hast, die so manchen gerade bei den Jüngeren interessieren würden?

Wally: Aber na klar, gerade was man so bei Auswärtsfahrten mitgemacht hat, das waren schon Erlebnisse. Freitag warst du noch beim Heimspiel, Samstag in Oberhausen und einen Tag später in Ingolstadt auswärts. Das bleibt unvergessen!

ED: Also gab es Zeiten wo du richtig „Hardcore-Fan“ warst?

Wally: Klar, das war ich wohl. Aber wie gesagt, man wurde ja dann auch älter und so ließ das mit der Zeit dann doch nach. Jetzt bin ich eigentlich froh gemütlich mit meinem Laptop auf der Pressetribüne zu sitzen und nicht mehr mittenmang im Ultra-Block zu stehen (lacht).

ED: Das kann ich verstehen, auch ich sitze ja mittlerweile gerne lieber über der Fankurve, man wird halt gesetzter sozusagen. Also kannst du dir es generell nicht mehr vorstellen, da unten mit zu stehen oder dir die Qualen einer Auswärtsfahrt nach NRW oder Bayern anzutun?

Wally: Eine Auswärtsfahrt schon, aber das Kapitel Fankurve ist wohl für mich dann doch endgültig abgeschlossen.

ED: Also ist die Bindung dann nicht mehr so innig, daß du mal wieder heiser nach einem Spiel nach Hause gehst?

Wally: Eigentlich war ich nie der Typ Fan, der nach einem Spiel heiser war. Mich hat schon dann doch mehr das Geschehen auf dem Eis interessiert, so wie es heute auch noch ist. Verstehe dann wirklich nicht so recht, wie manche  permanent am singen etc. sind und so gar nichts vom Spiel mitbekommen. Dafür dann 15 oder 20 Euros auszugeben, ich weiß nicht. Aber das ist jedem seine Sache und ich akzeptiere das natürlich auch.

ED: Ich weiß auch, daß dich die NHL sehr interessiert, wird diese in deinem Blog in Zukunft auch eine Rolle spielen, oder fühlst du dich dafür nicht kompetent genug?

Wally: Ach ich glaube mal schon. Ich verfolge die NHL eigentlich noch intensiver als die Eisbären oder die DEL. Schaue mir oft nächtelang per Internet-Abo die Spiele an, vor allem von den Washington Capitals, welcher mein Lieblingsverein ist. Das ist eben der Vorteil wenn man Frührentner ist. Jetzt wäre ist nicht ganz so passend, aber nach der DEL-Saison sicherlich schon.

ED: Da du ja deinen eigentlich erlernten Beruf nicht mehr ausüben kannst, wäre es für dich in der Zukunft vorstellbar beruflich fest in der journalistischen Branche einzusteigen?

Wally: Ich weiß natürlich in welcher Situation vor allem die Printmedien heutzutage stehen. Viele kämpfen um das Überleben und da ist es für einen Quereinsteiger wie mich sicherlich schwer. Vorstellen kann ich mir das schon, aber realistisch ist es eher nicht.

ED: Nun bist du ja seit dieser Saison auf der Pressetribüne integriert, hast also noch mehr den Draht zur Journalistenweltwie Pressekonferenzen etc.  War das anfangs spannend, oder eher nicht? Kann man da noch dazulernen?

Wally: Ich hatte ja schon vorher Kontakt zu Michael Lachmann oder Claus Vetter über Twitter (Anm. der Redaktion: Bild/B.Z. und Tagespiegel), also ganz unbedarft war ich da nicht. Anfangs hat mir gerade Michael Lachmann Tipps gegeben, wie man gewisse Dinge schreibt oder manche Sätze beginnt. Das war schon hilfreich. Für Kritik bin ich aber immer offen, auch wenn bis jetzt eigentlich keine kam zu meinem Blog, eher gab es nur positive Reaktionen.  Das macht mich schon etwas stolz. Manchmal wunder ich mich vor Pressekonferenzen wie so mancher, grad von den älteren Journalisten am poltern ist, dann aber wenn es los geht, keinerlei Fragen mehr hat. Finde ich schon etwas merkwürdig. Auch die Kritik an den Verantwortlichen im Verein zur Öffentlichkeitsarbeit und daraus resultierender sinkender Zuschauerzahlen, kann ich nicht nachvollziehen. Ich denke da tut sich bei den Eisbären eine ganze Menge, in letzter Zeit auch im Internet wo man ständig auf Links zum EHC und dessen Spielen stößt.

ED: Wie ich weiß, warst du ja auch schon selbst zu NHL-Spielen in Übersee. Kann man denn Vergleiche ziehen, was da in den großen Arenen so abläuft und hier in der DEL, speziell bei den Eisbären?

Wally: Aus meiner Sicht als Fan gefällt mir es da irgendwie besser. Man kann da in Ruhe sitzen, sich das Spiel anschauen. Das Event an sich ist einfach spektakulärer, auch wenn ich mich jetzt nicht als „Eventie“ bezeichnen möchte. Da gibt es zwar nicht die teilweise angetrunkenen Fans die, aus meiner Sicht immer wieder dieselben Lieder singen. Aber das Ereignis an sich gestaltet sich wesentlich spektakulärer. Was hat sich denn seit 2008 bei uns verändert, das Feuerwerk ist fast dasselbe, genau wie der Einspieltrailer zum „Sicherheitshinweis“. Das ist dort wesentlich besser. Fast in jeder Unterbrechung wird da auf den Videowürfeln ein Spieler vorgestellt oder andere interessante Sachen, ganz abgesehen von der Einlaufzeremonie, die ist einfach gigantischer! Da könnte man sich hier bei uns so manche Sache mal abschauen.

ED: Danke Wally für deine umfassenden Aussagen. Der Eis-Dynamo wünscht dir an dieser Stelle weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deinem Blog!

Wally: Das wünsche ich dem Euch auch, auf weitere 20 Jahre und mehr!

Bleibt mir an dieser Stelle traditionell nur noch allen Lesern des Eis-Dynamo ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen!

Der Lange

#WallysHockeyCorner 11

#WallysHockeyCorner 11


Zuhause hui – auswärts meistens pfui

Acht Heimspiele konnten die Eisbären Berlin seit 14. Dezember 2014 für sich entscheiden, während sie auswärts seit dem 28. Dezember vier Spiele hintereinander verloren. Erst am vergangenen Sonntag, 18. Januar, gelang es ihnen in Hamburg endlich wieder zu punkten. Die Punkte, die man auswärts hat liegen lassen, hätte man dringend gebraucht im Kampf um den noch unter dem ehemaligen Headcoach Jeff Tomlinson anvisierten 4. Tabellenplatz nach der DEL-Hauptrunde, der das Heimrecht im Viertelfinale bedeutet. Momentan stehen die Berliner auf dem 5. Platz, aber es wäre meines Erachtens noch Platz zwei nach der DEL Hauptrunde hinter Mannheim möglich. Die letzten fünf Spiele der Bären seit der letzten Kolumne waren recht durchwachsen. Drei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber. Am 6. Januar verloren die Eisbären gegen die Düsseldorfer nach Penaltyschiessen 4:3. Drei Tage später konnte man konsequent 4:0 gegen die Wild Wings aus Schwenningen siegen. Das Sonntagsspiel am 11. Januar ging mit 6:4 an den DEL Spitzenreiter aus Mannheim. Das letzte Wochenende war aus Sicht der Bären ein 6-Punkte-Wochenende. Zuerst gewannen die Bären am Freitag in der o2 World 3:0 gegen die Ice Tigers aus Nürnberg und zwei Tage später endlich wieder einmal auswärts 1:4 in Hamburg. Beim Heimspiel gegen Nürnberg gelang Goalie Mathias Niederberger sein erstes Zu-Null-Spiel (Shutout) in der DEL. Dementsprechend aufgekratzt war er nach dem Spiel auch in der Mixed Zone beim Interview mit den Journalisten. Eine kleine Besonderheit ist auch, dass die Eisbären seit drei Heimspielen zu Hause kein Tor mehr kassierten. Chapeau an Niederberger, der wie schon geschrieben sein Tor sauber hielt und Petri Vehanen, der gegen Schwenningen und München fehlerfrei blieb.

DEL Wintergame in Düsseldorf

Vier Tage nach dem Spiel der Eisbären in Düsseldorf fand das zweite DEL Wintergame statt. Nach 2013, als die Eisbären gegen die Thomas Sabo Ice Tigers spielten, trafen sich die Kölner Haie und die Düsseldorfer EG zum Rheinderby in der Esprit-Arena, in der sonst Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga spielt. 3:2 gewannen die Düsseldorfer gegen den KEC. Für mich persönlich war das „Event“ nach dem Hochgefühl, dass ich wegen dem Winter Classic Spiel in Washington hatte, eher so mittelmäßig. Außer einer spektakulären Lichtshow konnte das Event irgendwie nicht so viele Wow Effekte bieten. Ob es daran lag, dass wegen der schlechten Witterungsbedingungen das Hallendach der Esprit-Arena zu bleiben musste oder ob wegen des schier endlosen Gigs von Mando Diao vor dem Spiel doch der ein oder andere Geduldsfaden gerissen ist: Man hatte quasi das Gefühl, dass das Konzert im Vordergrund steht und als Zugabe noch ein wenig Eishockey gespielt wurde. Bei mir ist der Funke keinesfalls übergesprungen wie bei den Freiluftspielen in Nordamerika. Trotz alledem hoffe ich, dass sich die Eisbären um das DEL Wintergame im Januar 2017 bemühen, da ich mir vorstellen könnte, dass das Olympiastadion ein perfekter Standort wäre. Hoffnungen machte Eisbären Manager Peter-John Lee schon, als er im Interview mit Servus TV diesbezügliche Andeutungen fallen ließ. Mehrere Spiele wären auf alle Fälle möglich, so zum Beispiel neben dem DEL Spiel vielleicht auch eines der DEL2. Ein Derby zwischen Dresden und Crimmitschau, wie es das schon in der NHL im Januar 2012 gab, als die AHL die Outdoorspielfläche im Baseballstadion Citizins Bank Park nutzte, um vier Tage nach den NHL Winter Classics das AHL Outdoor Classic durchzuführen. Vielleicht ist das aber auch eine Möglichkeit, die Kosten zwischen DEL und DEL2 zu teilen, wenn die gesamte Veranstaltung etwas größer wird.

Verschiedenes
Verwirrung stiftete am 16. Januar ein B.Z. Artikel, der kurz vor Spielbeginn gegen Nürnberg Online veröffentlicht wurde. Darin stand, dass der Eisbären Stürmer Matt Foy an Depressionen erkrankt sei. In der Nacht vom 16. zum 17. Januar antwortete Foy auf meine Genesungswünsche bei Twitter, dass der Artikel falsch sei. Auch bei den Eisbären krachte es bei diesem Thema. Sportdirektor Stefan Ustorf polterte nach dem Spiel-Interview mit Mathias Niederberger gegen anwesende Journalisten: Es könne nicht wahr sein, dass die Eisbären selbst nur wüssten, dass Foy krank ist, die BZ aber schon Diagnosen stelle. Das sei eine Frechheit sondergleichen. Einen Tag später veröffentlichten die Eisbären dann die Presseinformation, dass Foy zwar krank sei, sie aber Wert darauf legten, dass es sich nicht um eine Depression handele.

Die Eisbären unterstützen die Kampagne zur Bewerbung Berlins um die Olympischen Sommerspiele 2024. Seit dem 18. Januar tragen die Spieler auf ihren Trikots den Patch „Berlin für Olympia“. Schon bei der Olympiabewerbung um die Olympischen Spiele 2000 hatte der Verein die damalige Kampagne mit dem Logo auf den Trikots mitgetragen.

Am 9. Januar sammelten die Eisbärenfans für die Kältehilfe Berlin. Neben vielen Sachspenden kamen auch über 3.200 Euro an Spenden zusammen.

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Topspiele der DFEL fanden am 17. Und 18. Januar in Berlin statt. Die Tabellenzweiten vom OSC Berlin empfingen die Tabellenersten vom ESC Planegg. Beide Spiele gingen mit 0:5 an die Gäste und der 2. Tabellenplatz wurde mit den Damen vom ERC Ingolstadt getauscht.

Zum 125 jährigen Jubiläum gratuliere ich dem Olympischen Sport Club Berlin und wünsche alles Gute sowie mindestens weitere 125 weitere Jahre.

Auch in den letzten beiden Spielen gab es nichts zu holen für die Akademiker von FASS Berlin. Während man gegen Tornado Niesky nach Penaltyschiessen 2:3 verlor, ging man gegen die Saale-Bulls aus Halle sang- und klanglos 2:9 unter.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 10

#WallysHockeyCorner 10

Neue Besen kehren gut…

…könnte man vom neuen Eisbärentrainer Uwe Krupp behaupten. Seit dem Trainerwechsel Mitte Dezember konnten die Eisbären sechs von acht Spielen unter ihrem neuen Headcoach gewinnen. Das Selbstvertrauen ist wieder da, auch mal in der Crunchtime besonders enge Spiele zu gewinnen wie zum Beispiel am 30. Dezember 2014 gegen den aktuellen Deutschen Meister ERC Ingolstadt. 5,5 Sekunden vor Ende der Verlängerung erzielte Antti Miettinen das entscheidende 3:2. Nach dem Spiel äußerte Larry Huras, der Trainer der Ingolstädter, dass er sauer sei, dass seine Mannschaft nicht die drei Punkte geholt habe trotz der Super-Arbeit vom Topgoalie Timo Pielmeier. Momentan sind sie in einer Phase, wo sie gut spielen, aber keine Punkte holen. Huras zitierte den kanadischen Hockeycoach Dave Chambers, der sagte, dass eine perfekte Saison aus einem starken Start bestehe, ein Loch in der Mitte habe und ein gutes Ende. Am Ende der Pressekonferenz lobte Huras auch noch die Berliner Journalisten. Er sagte, dass das für ihn die beste Pressekonferenz des Jahres 2014 gewesen sei. Sonst gebe es immer nur kurze Statements, aber hier habe es auch mal interessante Fragen gegeben, wo auch er noch was lernen konnte.

Respekt von Don Jackson
Drei Tage nach dem Ingolstadt-Spiel verloren die Bären zwar das erste Spiel des neuen Jahres, aber gegen München am 4. Januar konnten sie einen soliden 5:0-Erfolg einfahren. Selbst der ehemalige Eisbärencoach Don Jackson zollte den Berlinern Respekt für ihr großartiges Spiel und gab zu, dass seine Münchener null Chance gegen die Eisbären hatten. Am Erscheinungstag der letzten #WHC Kolumne (23. Dezember) spielten die Berliner gegen das alte Team von Uwe Krupp, sie fegten die Kölner Haie mit 6:1 aus der o2 World. Es war auch das Spiel der Rekorde. Jens Baxmann und Florian Busch bestritten ihre 600. DEL Spiele und erhielten diesmal sogar eine offizielle Ehrung auf dem Eis. Nachdem es in dieser Saison schon anders war, muss man die Eisbären auch mal dafür loben, dass so etwas durchgeführt wird. (Beim Jubiläumsspiel von Julian Talbot am 4. Januar wurde es allerdings schon wieder vergessen.) Außerdem konnten sich mit ihren Jubiläen noch TJ Mulock und Verteidigungsminister Frank Hördler beschenken. Mulock erzielte seinen 250 Scorerpunkt und Hördler seine 150.  Vorlage. Unter Krupp geht es zum Gefallen der Fans, die die Härte beim Eishockey mögen, auch wieder etwas ruppiger zu. Gegen Köln gab es zwei Fights, die sonst ganz selten in der DEL zu sehen sind. Mittlerweile wird auch der Torhüter geschützt, wenn er von Spielern des gegnerischen Teams angegangen wird.

„Ich bin ein Berliner“
Ehrengast zu den Spielen am 23. und 26. Dezember war der ehemalige Eisbärenkapitän Steve Walker, dessen Leistungen am 26. Dezember gegen Wolfsburg vor dem Spiel geehrt wurden. Seine Trikotnummer #27 wird nie wieder in Berlin vergeben und ein Banner mit seiner Nummer wurde unter das Hallendach gezogen. Jetzt hängt sie dort neben der #11 von Sven Felski und der #19 von Mark Beaufait. Auch bei den Zeremonien hat man in Berlin anscheinend etwas dazugelernt. Es brauchte zwei (gefühlt halbherzige) Trikot-Zeremonien ehe man eine richtig gute auf die Beine stellte. Die Rede von Steve Walker endete übrigens mit dem bekannten Zitat von US-Präsident John F. Kennedy vom 26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg: „Ich bin ein Berliner!“ Auch sportlich lief es beim Spiel gegen Wolfsburg ganz gut. Am Ende stand es 3:1 für die Berliner. Steve Walker hatte das Glück, nicht die Eisbären vom Anfang der Saison zu sehen, sondern ein Team, das an seine Zeit in Berlin erinnerte. Nicht nur Steve Walker war Gast in Berlin, sondern auch Hannu Nykvist, der „Director of Goalie Development for the Finnish Hockey Federation“, um den finnischen Torwart Petri Vehanen zu beobachten. Vehanen und Nykvist waren sicher beide sehr zufrieden mit der Leistung und ich könnte mir vorstellen, dass eine Einladung zu Weltmeisterschaft im Mai 2015 in Tschechien winkt. Das hängt natürlich auch davon ab, wie viele finnische Torhüter aus Nordamerika nach der NHL Hauptrunde für Finnland spielen könnten. Die beiden Auswärtsspiele gegen die Iserlohn Roosters (5:3) und die Krefeld Pinguine (4:1) gingen verloren.
Am Erscheinungstag der Kolumne spielen die Eisbären auswärts gegen die Düsseldorfer EG. Ich bin ganz froh, dass dieser harte Eishockeydezember jetzt auch ein Ende gefunden hat. Sieben Heimspiele und dazu die ganzen nächtlichen NHL Spiele fordern schon irgendwann ihren Tribut. Im Januar stehen „nur“ vier Heimspiele an, im Februar „nur“ drei und im März bisher „nur“ eins. Wenn man das mal mit Deutschlands Sportart Nummer 1, Fußball, vergleicht, dann würden sieben Dezemberheimspiele in vier Wochen dort den Heimspielen von 14 Wochen entsprechen, also mehr als einem Vierteljahr. Im neuen Jahr hab ich mir vorgenommen, es eishockeytechnisch etwas ruhiger angehen zu lassen und nicht mehr auf Teufel komm raus jedes mögliche Spiel zu sehen.

OSC Berlin & FASS Berlin
Noch bis zum 17. Januar ist in der DFEL Spielpause. Nachdem die Eishockeynationalmannschaft der Damen bei der Euro Hockey Challenge im schwedischen Uppsala den letzten Platz belegte, sieht es beim Nations Cup in Füssen auch nicht gut aus. Dort verloren die Damen bisher gegen Schweden 0:3. Am 5. Januar steht noch das Spiel gegen die Schweiz auf dem Programm und tags darauf das Platzierungsspiel um Platz 5 oder Platz 3.
FASS Berlin baut seine Niederlagenserie weiter auf mittlerweile 14 sieglose Spiele aus. Nachdem sich die Akademiker gegen Leipzig 11:3 geschlagen geben mussten, verlor FASS auch das Spiel zwei Tage später, am 4. Januar, mit 8:2 beim EHV Schönheide 09.

#WJC2015 U20 WM in Kanada
Die U20 Nationalmannschaft ist nach sechs Niederlagen bei der Weltmeisterschaft abgestiegen. Die beiden Verteidiger aus Berlin, Jonas Müller und Kai Wissmann, konnten dabei keine besonderen Akzente setzen und fügten sich mit ihren teaminternen Statistiken ins Mannschaftsgefüge des DEB ein. Einzig positiv war der Offensivdrang durch Jonas Müller, der in sechs  Spielen neun Mal aufs Tor des Gegners schoss und damit so oft wie kein anderer deutscher Verteidiger. Ein Torerfolg blieb ihm jedoch verwehrt.

Washington Capitals Berlin
Am 1. Januar 2015 fand das alljährliche NHL Winter Classic statt. Diesmal war der Nationals Park in Washington D.C. der Austragungsort dieses unvergleichlichen Eishockeyevents. Grund genug für mich als Washingtonliebhaber (Stadt und Eishockeyteam), Anne (US Sports Fan),  Thomas und Torsten (lebte drei Jahre in Washington D.C.), das zum Anlass zu nehmen, uns bei US-Softdrinks und leckeren Burgern bei mir zu Hause zu Hause zu treffen, um das NHL Freiluftspiel im Baseballstadion der Washington Nationals gemeinsam zu schauen – und auch die „Washington Capitals Berlin“ zu gründen. Zuerst war ich ja für den Namen „Berlin Capitals“ aber der wurde ja schon durch die ehemaligen Preußen aus Charlottenburg besudelt, so dass er leider nicht mehr tragbar war. Falls ihr auch Interesse an den Caps habt, dieses Jahr finden noch fünf Spiele zu europafreundlichen Zeiten statt, die wir in Viewing Parties schauen wollen. Mehr Infos findet ihr hier >>

Zum Schluß der Kolumne bleibt mir nur noch, den Lesern von LichtenbergMarzahnPlus.de ein frohes und gesundes neues Jahr 2015 zu wünschen!

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de