#WallysHockeyCorner 21

Der Sturm ist ein laues Lüftchen

„Mensch, dit war heut mal wieda richtee schönet Hockey. Die haben um jeden Puck jekämpft. So wie früher.“ Mit diesem schönen Zitat eines Fans, das ich nach dem Spiel der Eisbären gegen Ingolstadt aufgeschnappt hab, sollte eigentlich die Kolumne beginnen. Aber nach der Niederlagenserie von drei Spielen passt es nicht mehr so ganz. Eine Torausbeute von gerademal einem Tor in 3 DEL-Spielen ist viel zu wenig. Und das eine Tor wurde noch von Verteidiger Baxmann erzielt. Krupp muss jetzt die richtigen Schrauben drehen, dass auch die Stürmer wieder treffen. Trotz alledem: Ein herzliches „Hallo!“ aus Wien, wo ich mir heute mal die österreichische Liga EBEL zu Gemüte führe. Den Bericht dazu gibt es in zwei Wochen an gewohnter Stelle. Nun aber erstmal viel Spaß mit der neuen und ausnahmsweise kurzen Ausgabe von #WallysHockeyCorner!

Eisbären Berlin
Schwupps, da ist es schon wieder Oktober oder wie man zu der Zeit im Profisport auch sagt: #Pinktober, #PinkInTheRink, #HockeyFightsCancer oder wie ich gern schreibe #BreastCancerAwarenessMonth. In dieser Zeit holen die Eisbären (und viele andere Profiteams) das pinke Equipment aus dem Schrank und spielen für den Susan G. Komen Deutschland e.V., um Aufmerksamkeit für Brustkrebs zu generieren und Spenden zu sammeln. Den kompletten Oktober tragen die Eisbären pinke Handschuhe, mitunter nutzen sie auch pinke Schläger wie z.B. Goalie Petri Vehanen. An zwei DEL Spieltagen tragen die Berliner dann auch pinke Trikots.

Nun aber zum Sportlichen: Gegen die Panther aus Ingolstadt gab es ein hochwertiges, defensiv geprägtes Spiel. In der Pressekonferenz lobten beide Coaches überschwänglich das gegnerische Team. Während Krupp Ingolstadts Goalie Timo Pielmeier rühmte (der übrigens mal in der Organisation der Eisbären für kurze Zeit spielte, bevor er nach Nordamerika wechselte), lobte Panthercoach Manny Viveiros den jungen Verteidiger Jonas Müller. Er ist wirklich von ihm beeindruckt und froh, dass solche guten, jungen Verteidiger in Deutschland nachkommen. Die erkämpfte Tabellenführung war für Krupp ein kleiner Pluspunkt. Mahnend sagte er allerdings gleich, dass es auch Wochen geben wird, wo die Eisbären nicht auf Platz 1 stehen werden und sie sich dann als Team auf ihre Stärken besinnen müssen. Gegen die Freezers aus Hamburg gab es im Derby nach einer sechs Spiele andauernden Siegesserie (inkl. CHL) eine 0:3 Klatsche. Petri Vehanen bekam nach sieben DEL Spielen mal eine Pause und so kam der zweite Goalie, Kevin Nastiuk, zu seinem ersten Saisoneinsatz. Die Klatschen zwei und drei in Serie (DEL) gab es am Wochenende in NRW. Am Freitag, 9. Oktober, unterlagen die Eisbären 2:0 der Düsseldorfer EG. Deutlicher war das Ergebnis gegen die Haie aus Köln zwei Tage später. Dort musste Petri Vehanen sechsmal hinter sich greifen, um die Scheibe aus seinem Tor zu holen. Das einzige Tor bei der 6:1 Niederlage gegen die Haie erzielte Baxmann. Das Positive in den letzten 14 Tagen war das Weiterkommen in der Champions Hockey League. 3:3 Unentschieden trennten sich die Eisbären von den Norwegern aus Stavanger. Im Achtelfinale (das im Wellblechpalast gespielt wird) treffen die Hauptstädter auf Skelleftea AIK aus Schweden. Die Eisbären sind das einzige deutsche Team in der Runde der letzten 32 in der CHL.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Akademiker von FASS Berlin kommen in der neuen Oberliga Nord nur schwer in Tritt. Nach sechs Spielen steht auf dem Konto der Jungs von FASS Berlin gerade einmal 1 Punkt. Dieser konnte in Hamburg bei den Crocodiles nach einer Niederlage durch Penaltyschiessen geholt werden. (5:4 n.P.) Die restlichen drei Spiele der vergangen zwei Wochen verloren die Jungs. Gegen den Hamburger SV hieß es knapp 2:3 und gegen EHC Neuwied sowie EC Hannover Indians kassierte die Mannschaft von Jesse Panek jeweils sechs Tore, versenkte aber nur zwei im Tor des Gegners.
Die Eisladies vom OSC hatten Spielfrei und stehen erst wieder am 17. und 18. Oktober auf dem Eis gegen die Damen vom ERC Ingolstadt.

Diverses
Seit ein paar Wochen habe ich das Eishockeyteam der Arizona State University ganz gern. Dort steht hinter der Bande auch ein alter Bekannter aus Berlin. Alex Hicks, der in der Saison 2000/2001 für die Eisbären die Schlittschuhe schnürte, coacht nun als Co-Trainer die Arizona Sun Devils mit.
Am 4. Oktober spielte Daniel Kreutzer von der DEG sein eintausendstes DEL Spiel. Laut eigener Aussage war sein erstes DEL Spiel im Wellblechpalast in Hohenschönhausen – damals gegen die Eisbären.
„Gegendarstellung“: In meiner vorletzten Kolumne hatte ich Matt McIlvane in einer Reihe mit nicht ganz so guten ehemaligen Eisbärenspielern genannt. Zwei meiner Leser haben nun interveniert. Also stelle ich fest, McIlvane war ein guter Defensivstürmer.
Mit besten Grüßen an Dennis und Hartmut. 😉

In eigener Sache
Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

Wally44

Wally oder wie ihn seine Eltern kennen, Christian betreibt d. Blog wally44.de erst seit dem Jahr 2014. Zurzeit schreibt er nebenbei noch bei thebighockeytheory.de als Hockey Writer und hat seine Kolumne #WallysHockeyCorner bei lichtenbergmarzahnplus.de. #WHC

2 Gedanken zu „#WallysHockeyCorner 21

  • 24. Oktober 2015 um 16:07
    Permalink

    Hat es eigentlich einen Grund warum du über FASS aber nicht die Preussen berichtest?

    Antwort
    • 24. Oktober 2015 um 16:18
      Permalink

      Da gibt es mehrere Gründe. Ich bin ein Ein-Mann-Unternehmen. Kann also nicht alles abdecken. Daher konzentriere ich mich neben den Eisbären noch auf die Teams die in Hohenschönhausen, im Wellblechpalast spielen & somit für die Onlineregionalzeitung, für die ich schreibe relevant sind. (OSC Eisladies Berlin & FASS Berlin). Selbst die Eisbären Juniors kann ich nicht abdecken obwohl ich das gern wollte. Außerdem ist FASS auch das Oberligafarmteam der Eisbären.

      Antwort

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