#WallysRantnerReisen Europa Edition

#WallysRantnerReisen Europa Edition

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Heute ist Samstag der 24. Oktober 2015, ich bin seit knapp 10 Tagen wieder Zuhause, noch lange nicht erholt von dem Trip durch Europa mittendrin im Tief nach der zweitgrössten Reise meines Lebens (Ja, den USA Trip kann nichts Toppen.)aber trotzdem wird es Zeit mal die Tour zu verbloggen bevor die kleinen Details alle nach hinten ins Gedächtnis wandern weil unnützer Quatsch dazu kommt.
Angefangen hat alles im Mai als die Martina, die ich seit über 10 Jahren über das Musikforum Gigi Fans United kenne meine Begleitung zur Hochzeit von meinem Mitadmin Nils war.

Martina und Wally wären dann für #FamVanBuer bereit. #Attacke #Hochzeit #GFUHeiratet

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#Hach, #FamVanBuer war Toll. Im Oktober gehts dann weiter. #GFUHeiratet Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

5 Monate später wollte unsere gemeinsame Bekannte Sonja (auch aus dem #GFU Forum) am 10.10.15 heiraten. Da kam die Idee doch in der Konstellation zur Hochzeit zu gehen. Während meiner Zeit im Krankenhaus, im Juni kam die Einladung und im Juli machte ich mich ans Planen da ich nicht unbedingt einzig und allein nur für Hochzeit nach Österreich wollte sondern wenn man schon mal unterwegs ist die Chance auch nutzen noch ein paar Tage hier und ein paar Tage dort zu sein. So wuchs aus einem Wochenende Österreich recht schnell der Plan erst zu Martina nach Rimini zu fliegen, ein paar Tage Italien zu geniessen und dann gemeinsam nach Wien zur Hochzeit zu fliegen. Da ich aber auch nur alle 5 Jahre (2005, 2010, 2015) in Wien bin wollte ich diesmal auch etwas länger bleiben und mir die Tourihotspots geben, da die bei den ersten beiden Besuchen (wegen Gigi D’Agostino Gigs) hinten runter fielen. Da Martina während dem Hochzeitswochenende bei ihrer Mama in der Slowakei wohnte hatte ich dankenswerterweise auch die Möglichkeit neben Italien, Österreich auch die Slowakei zu sehen, in der ich vorher noch nie war. Das zu den Ländern noch einige andere dazu kamen, kommt später.
Vor der Reise gab es viel zu erledigen, so musste ich mir z.B. erstmal wieder den großen Koffer der USA Reise ausleihen oder die gesamte Reise mit TripIt planen und vorher unbedingt noch in einen Barber Shop um zu der Hochzeit perfekt rasiert zu sein.

Erfahrung des Tages: Sich eine Stunde lang in die Hände eines Barbiers aus New York begeben. Und es war Perfekt. <3

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Am 5.10. ging es viel zu früh, wie meine Art halt so ist von Wartenberg nach Tegel zum Flughafen. Vom Flug mit Germanwings nach Bologna hab ich mir nicht so viel Versprochen aber es wurde der beste, den ich je hatte. Ich hatte eine komplette Reihe für mich alleine, genug Beinfreiheit (sonst ein RIESEN(!!!)problem Höhö) und von Robert den Tipp bekommen, dass ich über Hohenschönhausen starte.  In Bologna angekommen wurde ich dann von Martina abgeholt und wir sind ca. 1 Std. nach Rimini gefahren. Zum Abendessen gab es gleich was typisch italienisches, eine Piadina. Am nächsten morgen, so war der Plan, den ich seit Monaten hatte sollte es direkt ans Meer gehen & wenn die Situation passt wollte ich nach gefühlt 582 Jahren auch mal wieder Baden gehen. Sie passte zum Glück und so bin ich zwei mal am menschenleeren Strand in die Fluten gesprungen.

Schöne Grüße vom Strand in #Rimini <3 #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Neben dem Meer stand am ersten Tag aber auch noch eine Tour von 10,34km auf dem Programm. Neben dem Amphitheater, dem Kongresszentrum & dem Fußballstadion des AC Rimini sahen wir Abends noch die Residence Wally in Rimini (Höhö) und Riccione.

Heute ein #Selfie mit #Wally gemacht, mit Christian Tours und am Strand 44. Perfekter Tag! #Rimini #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Ein Teil des Hafens in #Riccione. #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Am Mittwoch dem 7. Oktober hatte ich die größte Tour mit 12,96km vor mir. Durch die Altstadt von Rimini ging es über den Augustusbogen, Tempio Malatestiano, Piazza Tre Martiri, Chiesa di Sant’Agostino, Piazza Cavour, Piazza Ferrari, Domus del Chirurgo, Ponte di Tiberio, den Hafen von Rimini zur nordöstlichsten Spitze zu Rock Island.

Abends ging es mit dem Auto in das kleine Land San Marino. Irgendwie war dieser Ausflug eins der Highlights den sowas wie San Marino kannte ich bisher nur aus den Kulissen des Filmpark Babelsberg aus meiner Kindheit. Auf einmal war man in einem anderen Jahrhundert. Die Architektur des Stadtstaates war der Hammer, die Straßen steil & der Geheimtipp schlechthin der Weihnachtsladen der das ganze Jahr über geöffnet hat. Auch ich hab dort zugeschlagen und mir eine Weihnachtsbaum“kugel“ von Washington D.C. gekauft in Erinnerung an den Urlaub vor 2 Jahren in der USA.

#SanMarino war unglaublich Toll. Als wäre die Zeit im Mittelalter stehen geblieben. #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Da ich Rimini in zwei Tagen durchgespielt habe, empfahl mir meine Gastgeberin einen Tagesausflug nach Bologna. Drei Leute meiner Timeline waren der Meinung, dass ich sie mit meinem Besuch in Bologna an den gleichnamigen Song von #Wanda erinnere.

Ein wenig Bammel hatte ich ja schon Zug zu fahren und dann auch noch in Italien aber es ging zum Glück alles gut. Früh 9:30H. bin ich nach etwas über 1 Std. Fahrt angekommen und gleich hab ich mich auf den Weg gemacht, den ich mir vorab am Vorabend über Google Maps zusammengestellt hab. Über den großen Parco Montagnola ging es zum Museo delle Cere Anatomiche Luigi Cattaneo, Pinacoteca Nazionale di Bologna, Torre Prendiparte, die Kathedrale von Bologna, Palazzo Re Enzo/Palazzo D’Accursio am Piazza Maggiore, Santuario di Santa Maria della Vita, Basilica San Petronio, Biblioteca dell’Archiginnasio, Teatro Anatomico, Centro San Domenico und die Basilika Santo Stefano. Da ich schon tierisch fertig war, hab ich mich entschlossen es mal mit dem Busfahren in Bologna zu probieren und so leitete mich Google Maps mit dem Bus wieder zum Hauptbahnhof. Von Bologna nach Rimini dauerte es dann wieder ca. 1 Std. Ein ProTipp den ich vor meiner Zugfart bekommen hab war ja, das Ticket unbedingt entwerten. Ein paar aus Kanada, dass in meiner Nähe sass hat den Tipp anscheinend nicht bekommen. Die Ärmsten mussten 65€ trotz Ticket nachzahlen.

Ein kleines unscheinbares Fenster ließ den Blick auf den #CanaleDiReno in #Bologna zu. #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

#Bologna #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Auf dem Tisch wurden vor StudentenInnen in der Universität #Bologna seit 1563 Leichen seziert. #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Schnell noch ein paar Grüße in diesem Internetz aus #Bologna hinterlassen. o/ #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Am Freitag hatte ich mir vorgenommen einfach mal absolut gar nichts zu machen und die Wohnung in Rimini nicht zu verlassen sondern in Ruhe nen Film zu schauen, Koffer zu packen für den Flug am Abend nach Wien und einfach mal durchzuschnaufen. Das die Entscheidung ganz gut war, zeigte die Situation als Google Now mir meldete, dass unser Flug nach Wien anuliert wurde. keine 30 Sekunden nach der Message hab ich mich mit Martina kurzgeschlossen. Zur gleichen Zeit als ich die Nachricht von Google bekommen hat, hat sie die Mail von Austrian Airlines bekommen. Auf meine offizielle Benachrichtigung von lastminute.de warte ich heute noch. Da Martina direkt bei Austrian gebucht hatte, konnte sie problemlos am Telefon umbuchen ich dagegen hatte verrückterweise gar nicht lastminute 3 Monate vor der Reise bei lastminute.de gebucht und am Telefon meinte der Call Center Mitarbeiter, dass in ihrem System der Flug eingetragen sei und damit auch stattfindet. Es sei egal, was da Google und Austrian Airlines sagen. Ein wenig Panik bekam ich ja schon, als ich während des Telefonats beim gleichzeitigen googlen nach Alternativen nach Wien nur die Verbindung Bologna -> Amsterdam -> Wien gefunden hab. Außerdem ging der Flug nach Amsterdam 2 Std. früher als der eigentlich geplante Flug nach Wien also hiess es Hals über Kopf aufbrechen. Martina ist sofort von der Arbeit los nachhause & hat mich eingesammelt. Am Flughafen konnte ich dann am Schalter noch umbuchen und so kam spontan Land Nummer 6 in die Liste von #WallysRantnerReisen, die Niederlande. Auch wenn es nur 50min. zum Umsteigen auf dem Flughafen waren, ich war da & hab für Lieblingsmenschen im Souveniershop Postkarten gekauft. 😀 Hätte Google nicht rechtzeitig informiert, wir hätten keine Möglichkeit gehabt via Flugzeug noch Richtung Österreich zu kommen. Von daher seh ich mich in meiner Technologieliebe zu Google wieder mal bestätigt! Insgesamt hat uns dieser Abstecher nach Amsterdam 3 Std. gekostet. Wir sind 2 Std. früher abgeflogen und kamen 1 Std. später in Wien an. In Wien wurden wir dann mit Auto abgeholt und ins 1 Std. entfernte Bratislava gefahren, wo wir unser Lager für die nächsten Tage aufschlugen. Samstag am 10.10. war der große Tag von Sonja und Roman. 11:30H. machten wir uns auf dem Weg von Bratislava nach Ebreichsdorf, was unter Wien liegt. Als erste kamen wir im Restaurant Albatros an. Während nach und nach die anderen der 93 Gäste eintrudelten machte ich schon die ersten Fotos:

Bis 13:30H. sollten alle Gäste da sein, damit 14H. pünktlich die Trauung beginnen konnte. Die Trauung fand auf der Terrasse statt und die Feier dann drinnen. In einer schönen Zeremonie gaben sich Sonja und Roman das Ja-Wort und bis 2H. Nachts wurde dann 12 Std. lang gefeiert. Also die anderen feierten. Mir war irgendwie nicht so danach. Neben einigen alten bekannten Gesichtern von Gigi Fans United aus dem Forum hab ich mich ganz besonders über Carmen gefreut, die ich 2005 das erste mal in Wien getroffen hatte und dann alle paar Jahre immer mal wieder bei diversen Gigs rund um Gigi D’Agostino & 1x auch in Brixen, Italien vor 2 Jahren mit ihrem Mann Martin und dem Sohn. Die Braut Sonja hat in ihrer Tischplanung alles richtig gemacht und dem Mann von Carmen neben mich gesetzt. Neben der gleichen politischen Einstellungen hatten wir auch das Eishockey als Gemeinsamkeit entdeckt. Er als ehemaliger Spieler war echt ein super Gesprächspartner während ich den Rest der Feier eher Sprachlos blieb.

4 Menschen aus 3 Ländern über 10 Jahre verbunden. <3 #WallysRantnerReisen #GFU #GFUHochzeit   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Sonntag hiess es dann ausnahmsweise mal Ausschlafen. Also für Martina. Ich war sicherheitshalber schon 9H. wach, da wir uns nichts ausgemacht hatten, wann wir die Stadt Bratislava erkunden wollten. Gegen 12H. taperten wir dann los. Zuerst ging es in ein Einkaufszentrum, die dort auch Sonntags geöffnet haben. Aus einem 20min. Nailtermin wurden 90min aber das war dann auch eher egal, da ich mich mit den Besonderheiten der slowakischen Soft Drinks befasste und die interessantesten mal durchprobierte. Bis auf die Fanta Himbeere sind leider alle Sorten geschmacklich durchgefallen. P.S. Spannend war, dass Burn von Coca-Cola in der Slowakei noch produziert wird. Ich kann mich nämlich mal erinnern, dass die in Berlin beim Eishockey vorm Wellblechpalast zum probieren verteilt wurde.

Nach den Abstecher ins Einkaufszentrum ging es dann in die Innen/Altstadt von Bratislava. Dort sahen wir u.a. das alte Rathaus, den Präsidentenpalast, dass Michaelertor, das Nationaltheater, die Brücke des slowakischen Nationalaufstands und schöne alte Häuser die man in Altstädten halt so sieht. Da es mit 2°C doch recht frisch war, gestaltete sich der Ausflug recht kurz. Nach ca. 4 Std. waren wir schon wieder in der Wohnung von Martinas Mutter und ich widmete mich den Rest des Abends meiner Kolumne #WallysHockeyCorner, die am Dienstag während ich in Wien war erscheinen sollte.

Der slowakische Präsidentenpalast in #Bratislava. #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

#Herbst @ #Bratislava #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Am Montag hiess es an einem wunderschönem Herbstmorgen Abschied nehmen von Martina und der Slowakei früh ging es mit dem Zug von Bratislava zur letzten Station meiner Reise, ins rote Wien.

Nach 1 Std. Fahrt ging es erstmal ins  Hotel einchecken. Da mein Zimmer noch nicht fertig war, stellte ich erstmal die Koffer ab und begab mich nach einem Kaffeekauf für Renke an die Donau wo ich einfach mal ne Stunde chillte und nichts machte. Besonderes Highlight war ja die ganze Werbung vom Gigi D’Agostino Gig im Club unter meinem Hotel am 25.10. (Der Auftritt findet übrigens doch nicht statt.)

Nach dem Einkaufen erstmal ne Stunde an die #Donau setzen. #WieSonRantner #WallysRantnerReisen #Wien   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Nachdem ich 14H. mein Zimmer im wunderbaren Harrys’s Home Wien beziehen konnte, staunte ich erstmal über den fabelhaften Donaublick und genoss das wunderbare schnelle WLAN bevor es zum ersten Erkunden raus in die Stadt ging. Neben dem Stephansdom stand das Mozarthaus, der Graben mit der Pestsäule und die Kirche St. Peter auf meiner TripIt Liste. Beim Restaurantempfehlungen vertrau ich ja seit meiner Reise nach Rom 2013 auf die Tipps von Anna, die ich 2011 auf dem Bundesparteitag der SPD in Berlin kennen lernte. Als Kunsthistorikerin weiss sie, wo was am besten ist. Diesmal empfahl sie mir das „Ilona Stüberl“. Dieses kleine ungarische Restaurant war echt richtig gut. Der Szegediner Gulasch war Klasse und wie sich später rausstellte, waren dort auch schon andere Freundinnen essen. Die Welt ist so Klein! <3 Apropos kleine Welt, ein weiterer Beweis, dass die Welt ein Dorf ist war, als ich vor dem Kaffeehaus Julius Meinl am Graben kurz vor der Hofburg den ehemaligen Eishockeyspieler und heutigen Sport1/ServusTV Kommentator Erich Goldmann traf. Das letzte mal, als wir uns begegnet sind, war das  vor 45 Wochen in der o2 World in Berlin. Kurz nach dem wieder jeder seiner Wege gegangen ist, ist mir noch eingefallen, dass ich ihn noch mal gern persönlich gesagt hätte, wie doof die Hashtagaktion von ihm zur WM 2015 in Tschechien mit #Lettenplätten war. Aber man sieht sich ja immer 3x im Leben. #oderso Der Abend im Hotel bestand dann aus dem Schreiben der restlichen Karten für die Lieblingsmenschen. Am Ende wurden es 20 Stück, die ich dann tags darauf richtung Deutschland schickte.

Der #Steffl in #Wien. #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Die #Hofburg in #Wien. #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Am Dienstag dem 13. Oktober stand das Hauptprogramm in Wien auf dem Plan. 10,14km später hab ich früh das Schloß Schönbrunn gesehen (Tipp: So früh wie möglich da sein!), den Karlsplatz mit der Karlskirche, die Staatsoper, den Heldenplatz mit der Hofburg sowie der Nationalbibliothek, den Maria-Theresien Platz mit dem Kunsthistorischen Museum, dem Naturhistorischen Museum un dem Museumsquartier. Einen Abstecher ins berühmte Café Sacher durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und so probierte ich auch zum ersten mal in meinem Leben die Sachertorte. Am Volksgarten ging es dann entlang zum Bundeskanzleramt, dem Justizpalast (Tipp: Unbedingt hoch aufs Dachcafé, dort gibt es einen netten Blick über Wien) und das Parlament. Zum Abschluss des ersten Teils des tages ging es vom Parlament zum Burgtheater und dann zum seit 70 Jahren sozialdemokratisch regierten Rathaus des roten Wiens. Da ich schon im Europaparlament in Straßburg (bald auch in Brüssel), im Capitol in Washington D.C. und natürlich auch im Reichstag war, war es klar, dass ich mir das Parlament in Wien auch näher anschauen wollte und machte dort eine Führung mit. Das ganze Gebäude ist sehr Sehenswert und man kommt aus dem Fotos knipsen kaum raus. Bis auf den aktuellen Plenarsaal, der ist in seiner holz vertäfelten 50er Jahre Art richtig hässlich. Zum Glück zieht der zweite Plenarsaal im Gebäude alles wieder raus. Der war echt richtig schick. Leider wird die „Tintenburg“ wie er früher genannt wurde heut nur noch zu Feierlichkeiten genutzt. Der Bundesrat und die Säulenhalle waren auch ziemlich schick. Eine Führung lohnt sich auf alle Fälle. P.S. beinnah hätte ich vergessen noch was zur Tour im Schloß Schönbrunn zu schreiben. Auch hier lohnt sich die Grand Tour. Nur leider ist das Fotografieren offiziell verboten. Aber solch ein Fotografieverbot hat mich schon in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan nicht gestört.

#Schönbrunn @ #Wien #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Endlich ein #Selfie im angemessenen Rahmen. #WallysRantnerReisen #SchlossSchönbrunn #Schönbrunn Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

#latergram #Wien #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Seit über 70 Jahren sozialdemokratisch Regiert: Das rote #Wien. <3 #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Nach kurzer Verschnaufpause ging es Abends dann zu den Vienna Capitals zum Spitzenspiel gegen EC Red Bull Salzburg. Von einem Spitzenspiel sah ich allerdings sehr wenig. Ich bin mir nicht ganz sicher ob es einfach nur die Müdigkeit der letzten Tage war, die mich fast hätte einschlafen lassen bei dem Spiel oder das niedrige Niveau der EBEL. In einer rumpelhockeyartigen Partie gewann schlussendlich das Team aus Salzburg 0:3. Persönliches Highlight war noch die Disco wieder zu sehen, in der ich meinen zweiten Gigi D’Agostino Gig am 2.12.2005 hatte. In der Nachtschicht Deluxe Donauplex. Das Donauplex ist an der selben Station (Kagran) wie die Arena der Caps.

UPC Vienna Capitals vs. EC Red Bull Salzburg. #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Der letzte Touritag sollte eigentlich mit einem Besuch am Prater und des Wiener Riesenrads beginnen. Da es aber wie aus Eimern schüttete strich ich das vorerst mit dem Hundertwasserhaus aus meiner TripIt Liste und begann beim Heeresgeschichtlichen Museum, dass mit André aus dem GFU Forum empfohlen hatte. Danach ging es zum Schloß Belvedere und dem Palais Schwarzenberg am Schwarzenbergplatz. Im T.G.I. Fridays wollte ich eigentlich Mittag essen, weil ich bei denen schon in Washington 2013 gegessen hatte aber ich war 1 Std. zu früh dort. Also ging es weiter Richtung Museumsquartier und in die kleinen Gassen rund um den Spittelberg. Dort habe ich auch ein schönes österreichisches Restaurant gefunden, wo ich mal das original Wiener Schnitzel und einen Apfelstrudel probieren konnte. Spontan entschloss ich mich noch auf Empfehlung von Martina den Naschmarkt zu besuchen und mir das bunte treiben mal anzuschauen. So ganz war das nichts für mich aber Okay, dass muss mal 1x im Leben gesehen haben. Da der Regen vom Vormittag weitestgehend vorüber war, fuhr ich spontan doch noch zum Prater und hatte mit der Fahrt im Riesenrad einen wunderbaren Abschluss des vorletzten Tags.

#Belvedere @ #Wien #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

#Schwarzenberg @ #Wien #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

#Prater & #Riesenrad @ #Wien #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

#Riesenrad & #Wien von oben. #latergram #WallysRantnerReisen Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

#Wien & #Riesenrad #latergram #WallysRantnerReisen   Ein von Christian Baumeier (@wally44) gepostetes Foto am

Der letzte Tag in Wien stand ganz im Zeichen von Ausschlafen, 11H. auschecken, bis 12H. noch was Essen und dann mit der S7 direkt vom Handelskai zum Flughafen Wien nach Schwechat fahren. Überpünktlich kam ich dort an und in einer viel zu kleinen, viel zu alten Maschine von Niki ging es dann zurück nach Berlin. Kaum angekommen hat man auch am schnoddrigen Ton der Busfahrer gemerkt, dass man wieder Zuhause ist! #weilwirdichlieben Vor Monaten hatte ich geplant, 18:30H. Zuhause zu sein & 18:29H. fuhr mein Zug im S Bhf. Wartenberg ein. Manchmal liebe ich ja dieses durchgeplante. 😀 Das war jetzt die komplette Story von #WallysRantnerReisen in der 6 Länder/Europa Edition. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen & falls euch die Fotos nicht gereicht haben, habe ich bei Facebook in zwei Alben noch 2000 Fotos für euch. Viel Spaß! … Album 1: #WallysRantnerReisen Italien-San Marino Edition…   …Album 2: #WallysRantnerReisen Niederlande-Slowakei-Österreich Edition… Bedanken möchte ich mich noch bei allen, die geholfen haben, dass die Reise so unvergesslich wird, sei es meinen Eltern oder Martina und ihrer Mutter für die Möglichkeit bei ihnen zu wohnen oder Sonja und Roman für die Hochzeitseinladung ohne dass die gesamte Reise erst gar nicht Möglich wär, Carmen, Martin & Familie für die schöne Zeit bei der Hochzeit & allen Followern, dass sie so fleißig mit dabei waren. Mit Twitter und Facebook reist man doch nie so ganz alleine! <3

P.S. Die nächsten Reisen sind auch schon geplant. Ende November geht es für eine Woche in die Schweiz. Erst ein wenig Kultur und dann 3 Hockeyspiele der NLA an 3 Tagen in 3 verschiedenen Städten. #Zürich #Ambri #Kloten Nach einem Tag Zuhause zum Verschnaufen geht es Anfang Dezember dann zum Jahresabschluss nach Belgien ins Europaparlament in Brüssel.

#WallysHockeyCorner 21

#WallysHockeyCorner 21

Der Sturm ist ein laues Lüftchen

„Mensch, dit war heut mal wieda richtee schönet Hockey. Die haben um jeden Puck jekämpft. So wie früher.“ Mit diesem schönen Zitat eines Fans, das ich nach dem Spiel der Eisbären gegen Ingolstadt aufgeschnappt hab, sollte eigentlich die Kolumne beginnen. Aber nach der Niederlagenserie von drei Spielen passt es nicht mehr so ganz. Eine Torausbeute von gerademal einem Tor in 3 DEL-Spielen ist viel zu wenig. Und das eine Tor wurde noch von Verteidiger Baxmann erzielt. Krupp muss jetzt die richtigen Schrauben drehen, dass auch die Stürmer wieder treffen. Trotz alledem: Ein herzliches „Hallo!“ aus Wien, wo ich mir heute mal die österreichische Liga EBEL zu Gemüte führe. Den Bericht dazu gibt es in zwei Wochen an gewohnter Stelle. Nun aber erstmal viel Spaß mit der neuen und ausnahmsweise kurzen Ausgabe von #WallysHockeyCorner!

Eisbären Berlin
Schwupps, da ist es schon wieder Oktober oder wie man zu der Zeit im Profisport auch sagt: #Pinktober, #PinkInTheRink, #HockeyFightsCancer oder wie ich gern schreibe #BreastCancerAwarenessMonth. In dieser Zeit holen die Eisbären (und viele andere Profiteams) das pinke Equipment aus dem Schrank und spielen für den Susan G. Komen Deutschland e.V., um Aufmerksamkeit für Brustkrebs zu generieren und Spenden zu sammeln. Den kompletten Oktober tragen die Eisbären pinke Handschuhe, mitunter nutzen sie auch pinke Schläger wie z.B. Goalie Petri Vehanen. An zwei DEL Spieltagen tragen die Berliner dann auch pinke Trikots.

Nun aber zum Sportlichen: Gegen die Panther aus Ingolstadt gab es ein hochwertiges, defensiv geprägtes Spiel. In der Pressekonferenz lobten beide Coaches überschwänglich das gegnerische Team. Während Krupp Ingolstadts Goalie Timo Pielmeier rühmte (der übrigens mal in der Organisation der Eisbären für kurze Zeit spielte, bevor er nach Nordamerika wechselte), lobte Panthercoach Manny Viveiros den jungen Verteidiger Jonas Müller. Er ist wirklich von ihm beeindruckt und froh, dass solche guten, jungen Verteidiger in Deutschland nachkommen. Die erkämpfte Tabellenführung war für Krupp ein kleiner Pluspunkt. Mahnend sagte er allerdings gleich, dass es auch Wochen geben wird, wo die Eisbären nicht auf Platz 1 stehen werden und sie sich dann als Team auf ihre Stärken besinnen müssen. Gegen die Freezers aus Hamburg gab es im Derby nach einer sechs Spiele andauernden Siegesserie (inkl. CHL) eine 0:3 Klatsche. Petri Vehanen bekam nach sieben DEL Spielen mal eine Pause und so kam der zweite Goalie, Kevin Nastiuk, zu seinem ersten Saisoneinsatz. Die Klatschen zwei und drei in Serie (DEL) gab es am Wochenende in NRW. Am Freitag, 9. Oktober, unterlagen die Eisbären 2:0 der Düsseldorfer EG. Deutlicher war das Ergebnis gegen die Haie aus Köln zwei Tage später. Dort musste Petri Vehanen sechsmal hinter sich greifen, um die Scheibe aus seinem Tor zu holen. Das einzige Tor bei der 6:1 Niederlage gegen die Haie erzielte Baxmann. Das Positive in den letzten 14 Tagen war das Weiterkommen in der Champions Hockey League. 3:3 Unentschieden trennten sich die Eisbären von den Norwegern aus Stavanger. Im Achtelfinale (das im Wellblechpalast gespielt wird) treffen die Hauptstädter auf Skelleftea AIK aus Schweden. Die Eisbären sind das einzige deutsche Team in der Runde der letzten 32 in der CHL.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Akademiker von FASS Berlin kommen in der neuen Oberliga Nord nur schwer in Tritt. Nach sechs Spielen steht auf dem Konto der Jungs von FASS Berlin gerade einmal 1 Punkt. Dieser konnte in Hamburg bei den Crocodiles nach einer Niederlage durch Penaltyschiessen geholt werden. (5:4 n.P.) Die restlichen drei Spiele der vergangen zwei Wochen verloren die Jungs. Gegen den Hamburger SV hieß es knapp 2:3 und gegen EHC Neuwied sowie EC Hannover Indians kassierte die Mannschaft von Jesse Panek jeweils sechs Tore, versenkte aber nur zwei im Tor des Gegners.
Die Eisladies vom OSC hatten Spielfrei und stehen erst wieder am 17. und 18. Oktober auf dem Eis gegen die Damen vom ERC Ingolstadt.

Diverses
Seit ein paar Wochen habe ich das Eishockeyteam der Arizona State University ganz gern. Dort steht hinter der Bande auch ein alter Bekannter aus Berlin. Alex Hicks, der in der Saison 2000/2001 für die Eisbären die Schlittschuhe schnürte, coacht nun als Co-Trainer die Arizona Sun Devils mit.
Am 4. Oktober spielte Daniel Kreutzer von der DEG sein eintausendstes DEL Spiel. Laut eigener Aussage war sein erstes DEL Spiel im Wellblechpalast in Hohenschönhausen – damals gegen die Eisbären.
„Gegendarstellung“: In meiner vorletzten Kolumne hatte ich Matt McIlvane in einer Reihe mit nicht ganz so guten ehemaligen Eisbärenspielern genannt. Zwei meiner Leser haben nun interveniert. Also stelle ich fest, McIlvane war ein guter Defensivstürmer.
Mit besten Grüßen an Dennis und Hartmut. 😉

In eigener Sache
Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 20

#WallysHockeyCorner 20

Saisonstart geglückt

…anders kann man die Bilanz nach drei DEL Wochenenden nicht ziehen. Neben einer Niederlage stehen fünf Siege auf der Habenseite der Eisbären Berlin. Dass ein Sieg dabei in der Verlängerung gelang und man dadurch einen Punkt abgeben musste, ist da sicherlich zu verschmerzen. 14 von 18 möglichen Punkten sind geholt und die Devise kann nur lauten: Weitermachen!

Eisbären Berlin

Viel hatte man sich vor der Saison ausgemalt, wie sehr werden Mannheim und München die Liga dominieren und wo im Mittelfeld stehen die Eisbären. Aber Pustekuchen, nach sechs Spieltagen stehen die Hauptstädter auf Platz 2 der Tabelle, hinter der großen Überraschung zum Start der DEL Saison 2015/2016, den Straubing Tigers, die bisher erst eine Niederlage (in Berlin) kassierten. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen. In den letzten zwei Wochen waren alle Spiele eng und bis auf das Champions Hockey League Spiel gegen die Stavanger Oilers wurden alle mit nur einem Tor Vorsprung gewonnen. Ausnahme war das 7:5 gegen den Tabellenführer aus Straubing. Da sorgte „6 Feldspieler“ der Bayern für ein offenes Tor.

Aber von vorne: Gegen die Grizzlys aus Wolfsburg, die in der Sommerpause ihr Design massiv geliftet haben und sich das altbackene Logo abgestreiften, wurde am Freitag, 18. September, 3:2 gewonnen, ehe es zwei Tage später zu dem fulminanten Spitzenspiel zwischen den Berlinern und den Tigers aus Straubing kam. Binnen 60 Minuten, in denen es auf und ab auf dem Eis in der Mercedes-Benz Arena ging, wurden 12 Tore geschossen. 7 auf Seiten der Berliner und 5 Mal musste Vehanen hinter sich greifen. In der Mixed Zone sagte Captain André Rankel nach dem Spiel, er glaube, „dass die Eisbären ein einfaches Hockey spielen.“ Aber ich sehe das gar nicht so. Sehr oft hat z.B. nicht der erste anspielbare Mann den Puck bei Pässen angenommen, sondern ihn durchgelassen für den Mann dahinter, während sich mitunter die Gegenspieler auf den ersten Passannehmer konzentrierten. Besonderes Highlight waren die beiden ersten DEL Tore des Verteidigers Constantin Braun nach knapp 11 Monaten Verletzungspause.

Am Sonnabend, 19. September, fand in der Arena #ebbwelcomesrefugees statt, zu der Veranstaltung könnt ihr unten mehr lesen. Beim vorherigen Training war wieder der Ex-Torhüter der Washington Capitals und Goaliecoach der Berliner, Maxime Ouellet zu Gast und arbeitete besonders mit Kevin Nastiuk. Zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen, ging es am Dienstag in die mit 4.069 Zuschauer mehr als leere Arena zum Champions Hockey League Spiel gegen den Norwegischen Serienmeister, der 2010, 2012, 2013, 2014 und 2015 Meister wurde. In einem zähen Spiel, das sich zog wie ein alter Kaugummi, zeigten sich die Eisbären dann doch als cleverere Mannschaft. Mit ihrem 3:0 Erfolg schufen sie eine gute Grundlage für das Rückspiel am 6. Oktober in Norwegen und den möglichen Achtelfinaleinzug gegen HC Kosice aus der Slowakei oder Skellefteå AIK aus Schweden. Nach dem 3:0 Sieg gab Uwe Krupp seinen Jungs einen Tag frei, ehe es am Donnerstag zurück aufs Wellblechpalast-Eis zum Trainieren ging und dann ins Auswärtswochenende nach Krefeld und Schwenningen. Gegen die Pinguine aus der Seidenstadt ließ man einen Punkt liegen und gewann in der Verlängerung 2:1. Zum Abschluss des Wochenendes gewannen die Eisbären in der Helios-Arena gegen die Wild Wings 3:2. Der von den Eisbären an die Wild Wings ausgeliehene Verteidiger und italienische Nationalspieler Alex Trivellato, schoss in dem Spiel sein erstes Saisontor. Nach fünf Siegen in den letzten fünf Spielen steht am Freitag, 2. Oktober, ein Heimspiel gegen Ingolstadt an, ehe die Eisbären auf einen Vierspiele Roadtrip gehen. Von Hamburg geht es übers norwegische Stavangar und Düsseldorf nach Köln.

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Eisladies starteten durchwachsen in die DFEL Saison 2015/2016. Nach einer 4:3 Niederlage am 25. September beim EC Bergkamen konnte das Rückspiel Tags darauf 2:0 gewonnen werden.
Mit zwei Niederlagen in die Oberliga Nord starteten die Männer von FASS Berlin. Gegen die Wedemark Scorpions endete das Spiel knapp mit 3:4. Deutlich höher fiel die Niederlage beim Topfavoriten der Liga, in Leipzig bei den Icefighters aus. Dort mussten sich die Akademiker mit 7:3 geschlagen geben.

#ebbwelcomesrefugees Part 2

Bereits zum zweiten Mal nach Ende Februar luden die Eishockeyfans für Toleranz zusammen mit black corner 2007, Eisbären Berlin, Mercedes-Benz Arena, Eisbären Kids Club und dem Maskottchen Bully zu #ebbwelcomesrefugees ein. Am Sonnabend, 19. September um 14 Uhr, war es soweit, die rund 50 Flüchtlingskinder aus drei verschiedenen Einrichtungen gingen mit zirka 50 Kindern des Eisbären Kids Clubs und Florian Busch zwei Stunden aufs Eis. Neben anderthalb Stunden Schlittschuhlaufen durfte die letzte halbe Stunde Eishockey gespielt werden. Die vielen lachenden Gesichter waren den zahlreichen Helfern sicher Dank genug, obwohl ich mir vorstellen kann, dass die auch gar keinen Dank erwartet haben. Bei der zweiten Auflage der Veranstaltung konnte man auch ein paar Hintergründe über die Kinder erfahren. Zum Beispiel war da das Mädchen aus Syrien, das ihren rechten Arm durch Granatsplitter verlor. Das sind Geschichten, die das grausame Geschehen dort greifbarer machen. Ich habe es schon nach der ersten #ebbwelcomesrefugees Veranstaltung hier in meiner Kolumne geschrieben und muss es jetzt noch mal untermauern: Ich kann diese „besorgten Bürger“ absolut nicht verstehen, die wegen der Flüchtlinge auf die Straße gehen. Hätten sie dasselbe durchmachen müssen, wären sie auch froh, wenn sie irgendwo in einem sicheren Land abseits von Krieg und Terror ihre Ruhe finden könnten.

Wo allerdings viel Licht ist, gibt es auch irgendwo etwas Schatten. So wurde ich vor #ebbwelcomesrefugees darauf aufmerksam gemacht, dass es im näheren Umfeld der Mannschaft mehrere Mitarbeiter der Eisbären gibt, die wiederholt öffentlich in sozialen Medien neurechten und rechtspopulistischen Content verbreiten wie z.B. von „Pegida“, „Wacht auf“, „Anonymus“, „Schnauze voll von der BRD GmbH Pseudostaat-Regierung“ und ähnlichem. Es ist mir persönlich völlig unerklärlich, wie man mit solchen Ansichten bei einem internationalen Arbeitgeber arbeiten kann (sei es bei den Eisbären Berlin oder bei der noch internationaler aufgestellten Anschutz Entertainment Group). Ob sich die Eisbären auch in dem Umfang von den Vorfällen öffentlich vor einem Spiel distanzieren, wie vor genau einem Jahr, als es in der damaligen o2 World einen Vorfall gab, wo fremdenfeindliche Äußerungen von Fans gegen farbige Mitarbeiter einer Reinigungsfirma getätigt wurden, bleibt abzuwarten. Ich hoffe die Eisbären besinnen sich auf das folgende Zitat aus der gemeinsamen Erklärung vom September 2014 und geben sie den beiden Mitarbeitern auch nochmal zu lesen:
„Für Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung ist bei uns kein Platz!“
P.S. zum Champions Hockey League Spiel gegen die Stavanger Oilers haben die Eisbären dann noch 450 Freikarten ausgegeben für benachteiligte Jugendliche, soziale Projekte, Flüchtlinge und die engagierten ehrenamtlichen HelferInnen.

Diverses

Die Eisbären haben in dieser Saison einen Statistikanalysten verpflichtet. Aus Belfast von den dortigen Giants wechselte Alan Hamilton in die Hauptstadt, um auch hier die Spiele auszuwerten. In der vergangenen Saison arbeitete Hamilton zusätzlich für die London Knights aus der Ontario Hockey League und analysierte dort – laut seinem Blogpost – jedes Spiel über vier Stunden. In der NHL zum Beispiel ist es seit einiger Zeit en Vogue, auf diese moderne Spielauswertung und Bewertung einzelner Spieler zu setzen und sie dadurch besser zu machen. In der letzten Woche gab es auf Twitter eine Debatte zwischen solch einem Analysten, wie die Eisbären ihn geholt haben und dem ehemaligen NHL-Spieler Paul Bissonnette, der von der ganzen Sache nicht so überzeugt war. Während die Analysten nur auf die reinen Zahlen schauen, meinte Bissonnette, dass diese Zahlen eben nicht die ganze Story erzählen und es auch den menschlichen Blick braucht, da beispielsweise ein Spieler der dritten Reihe nicht die selben Aufgaben hat, wie ein Spieler der ersten Reihe. In beiden Aussagen steckt Wahrheit und ein Mix aus beiden Richtungen wird wohl die Teams stärker machen als eine Fokussierung auf nur eine Analyse. Bisher haben der SC Langenthal, die Zürich Lions und Frölunda Göteburg in Europa auch solche Analysten verpflichtet. Übrigens sind die ersten Teams, wie zum Beispiel die Toronto Maple Leafs, schon wieder den nächsten Schritt gegangen: Sie haben nach dem Analysten aus der letzten Spielperiode für diese Saison einen Sportwissenschaftler angestellt, der die Biomechanik der Spieler in Echtzeit überwachen soll. Dadurch sieht man kleinere Blessuren, bevor sie zu ernsten Verletzungen werden. Ebenso kann man mit dieser Technik erkennen, wann ein Spieler eine längere Pause braucht. Mit den gewonnenen Daten wird man über einen längeren Zeitraum sicherlich richtig viel anfangen können.

Am 6. Dezember kommen die Fans der Iserlohn Roosters mit einem Sonderzug in die Hauptstadt. 
Die Eisbären haben sich von Fanbetreuer Robbie Haschker getrennt, die Sendung Eiszeit von tv.Berlin wurde vorerst eingestellt. Grund sind rechtliche Differenzen zwischen dem Sender und der DEL. Einer der fünf Fanbeiratsmitglieder ist zurückgetreten.
Eisbären-Rückkehrer Micki DuPont trainiert ab sofort 1 Mal pro Woche (immer mittwochs) die U12 Kleinschüler der Eisbären Bambinis mit. Hauptamtlicher Trainer bleibt Rumid Masche.
Nachdem ich in der letzten Ausgabe von #WallysHockeyCorner über den neuen Twitteraccount von Sven Felski berichtete und davon, dass Constantin Braun auch mal einen hatte, ihn aber wieder löschte, tauchte zehn Tage nach dem Erscheinen von #WHC der Account @cbraun90 in meiner Timeline auf. Tine ist also wieder zurück. Welcome back! #ff

In eigener Sache

Ob in zwei Wochen die nächste #WHC Ausgabe pünktlich kommt oder eventuell mit einer Woche Verspätung kann ich hier noch nicht versprechen, da ich zu der Zeit durch Europa reise und mir unter anderem auch Eishockey in der österreichischen Liga EBEL gönne. Also nicht sauer sein, wenn ihr erst wieder in drei Wochen von mir lest. Ansonsten bleiben euch ja noch meine Tweets. Folgen könnt ihr mir unter @Wally44 oder für News aus Lichtenberg, Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf @LichtMarzPlus.
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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 19

#WallysHockeyCorner 19

“Endlich wieder Eishockey…”

…stand auf dem Banner an der Oberbaumbrücke, das mit dem blau-weiß-roten Rauch umrandet war, der am Freitagmorgen des 1. DEL Spieltages der Saison 2015/2016 zu sehen war. So ganz stimmt das ja nun auch nicht, da die Champions Hockey Saison schon läuft, aber grundsätzlich stimme ich mit dem Spruch überein. Wird Zeit, dass es wieder losgeht. Zumindest live in der Arena. Im Netz gibt es seit Jahren gefühlt keine Sommerpause mehr, da jeden Tag stündlich, wenn nicht gar minütlich, neue Hockeynews kommen und man dadurch auch keinen Abstand mehr findet. Wie schön waren da die Sommerpausen noch vor 13, 14 oder 15 Jahren. Als man mal wirklich nichts mitbekommen hat zwischen April und September.

Eisbären Berlin
Mit viel Pathos begann am Mittwoch, 9. September, die Saisoneröffnungspressekonferenz der Eisbären Berlin beim Hauptsponsor Gasag. Der neue Berater des Aufsichtsrates, Billy Flynn, berichtete, wie er vor 20 Jahren die Friedrichstraße hoch und runter irrte nach einen neuen Hauptsponsor für seine Eisbären. Damals wollte das Finanzamt den Verein schließen und die DEL die Lizenz verweigern. All das ist dank der Gasag nun Schnee von gestern – oder von vor 20 Jahren. Dies soll auch die Kampagne „Größter Fan seit 1995“ untermauern, die Gasag-Geschäftsführerin Vera Gäde-Butzlaff vorstellte. In der seit 11. September laufenden Kampagne sollen über die Saison hinaus 20 Fans vorgestellt werden. Wie Trommler Ralle, der schon mehrmals in Medien rund um die Eisbären auftauchte (z.B. im Eisbärenfilm Heimspiel aus dem Jahr 1998). Aber auch Eisbärenmitarbeiter wie Billy Flynn oder Sven Felski werden zu Wort kommen. Gasag-Angestellte wie Birgit Jammes, der künstlerische Leiter des Grips-Theaters, Stefan Fischer-Fels, das Direktoriumsmitglied der Neuköllner Oper, Andreas Altenhof, der Karat-Gitarrist Bernd Römer und viele weitere Fans des Vereins werden auf der Kampagnenplattform www.groesster-fan.de ebenfalls vorgestellt. Ein Making of des Shootings und der Bildauswahl ist auf der Seite bereits zu finden, ebenso der Hinweis, dass es im Januar 2016 eine Ausstellung geben wird. Um die anderen Fans ebenfalls einzubinden, werden bald Badges mit dem Namen der Kampagne bestellbar sein. Ansonsten wurde vor den 29 anwesenden Journalisten berichtet, dass der Rekord der verkauften Dauerkarten gebrochen wurde, dass sich die Mannschaft so früh wie nie (seit 20. Juli) und so intensiv (unter anderem zwei Mal Eistraining am Tag) wie schon lange nicht mehr auf die Saison vorbereitet habe. Dass die Stimmung eine positiv angespannte sei, dass Trainer Krupp erst nach dem ersten Viertel der Saison eine erste Bilanz ziehen möchte, wenn man einmal gegen jeden Gegner gespielt hat, und dass Shuhei Kuji nach dem TryOut bleiben darf.
Selten gingen bei einer Spielerverpflichtung die Meinungen so auseinander wie bei der von Kuji. Auf der einen Seite Fans, die es ganz fantastisch finden, so einen kleinen, schnellen und wendigen Spieler in den Reihen zu haben, und auf der anderen jene, die der Meinung sind, dass Kuji dem Team nicht helfen kann. Ich persönlich freue mich über die Verpflichtung, sie ist marketingtechnisch nicht die schlechteste Entscheidung. Zudem ist Kuji auch nur ausgeliehen von Ōji Eagles und wird weiter von der Firma bezahlt, bei der Kuji angestellt ist (Ōji Seishi K.K. – eine Firma der japanischen Papier- und Verpackungsindustrie, die den Eishockeyclubs Ōji Eagles besitzt). Von den Eisbären bekommt er zusätzlich nur ein kleines Salär. Auch wenn Kuji vielleicht einem jungen deutschen Spieler wie Filin den Platz wegnehmen sollte, hat er so die Chance, sich über die DEL2 in Dresden zu beweisen, statt, wenn überhaupt, in der vierten Reihe Bankwärmer zu sein. Die Schnelligkeit, die Kuji mitbringt, hat er schon wunderbar gezeigt. Und seien wir ehrlich, Ausländerlizenzen wurden schon für ganz andere Spieler „verschwendet“. Heid, Swärd, Angell, Arniel, Hahn, MacIlvaine, Kosick, Katic und Wharton waren in den letzten zehn Jahren auch nicht unbedingt die Granaten, die sich mancher Fan gewünscht hätte. Von daher meine Empfehlung: Keep calm and support Kuji!
Zum Sportlichen: In der Champions Hockey League mussten die Eisbären am 4. September in Winterthur gegen die ZSC Lions aus Zürich antreten und zwei Tage später im französischen GAP gegen Rapaces. Beide Spiele gingen verloren. Gegen den ZSC 2:3 und gegen GAP überraschend 1:3. Durch den besseren direkten Vergleich (Hinspiel gegen GAP 6:1 gewonnen) zogen die Hauptstädter noch in die nächste Runde ein und spielen dort gegen den norwegischen Meister Stavanger Oilers. Trotz des Abos auf die Meisterschaft in Norwegen (2010, 2012, 2013, 2014, 2015) glaube ich schon, dass die Eisbären hier einen angenehmen Gegner zugelost bekommen haben. Es hätte sie schlimmer treffen können. Alles andere als ein Weiterkommen würde mich schon überraschen. Zum DEL Start gelang den Eisbären, die endlich nach -zig Jahren ein neues Intro bekommen haben, gegen Nürnberg ein Auftakt nach Maß. Mit 5:2 schoss man die Ice Tigers aus der Mercedes-Benz Arena. Auffälligster Spieler war hier bei Florian Busch, der 5 Schüsse aufs Tor von Andreas Jenike brachte. Diese Arbeit wurde belohnt mit 2 Toren für den Ur-Bayern. Später in der Pressekonferenz fragte ein beleidigter Journalist von Springer, wie denn der Cheftrainer die beiden Glückstore bewerte. Krupp und Pressesprecher Goldstein entglitten die Gesichtszüge und der Reporter bekam auch die gegenteilige Meinung von Kollegen dazu zu hören. Krupp meinte, dass das keine Glückstore waren, sondern Resultat harter Arbeit. Vorausgegangen war ein Interview in der Mixed Zone nach dem Spiel, in dem der besagte Journalist provokativ meinte, dass die 2 Tore 50 Prozent der Gesamtausbeute der letzten Saison waren. Busch konterte gewohnt flapsig: „Ich glaube, da liegst Du ein bisschen falsch. Da musst du nochmal bei Hockeyweb nachschauen. Hast doch ein Smartphone, oder?!“ Auf die Frage, wie er sich auf die Saison vorbereitete, antwortete er: „Ich bin viel Traktor gefahren, hab ne Kuh gemolken und ansonsten war nicht viel anders.“ Das war sicher nicht das Verhalten, was in den Medienschulungen vermittelt wird aber es war mal eine erfrischende Klarheit, die kurz erheiterte. Besonders gut gefallen hat mir die Verteidigerreihe Hördler und DuPont. Da bekam der Name Powerplay auch wieder seine Bedeutung zurück. Die beiden setzten offensiv viele Akzente und feuerten aus allen Rohren ihre Schüsse ab. Einnetzen konnte trotzdem ein anderer Verteidiger mit einem Schlagschuss, der 141 km/h schnell war: Herzlichen Glückwunsch an Bruno Gervais zum ersten DEL Tor im ersten Spiel! Die Tabellenführung nach dem ersten DEL Spieltag konnte nicht gehalten werden, da die Berliner sich in Iserlohn 3:2 knapp geschlagen geben mussten. Tine Braun erzielte nach knapp elf Monaten Verletzungspause in seinem dritten Spiel das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1.

OSC Berlin und FASS Berlin
Nicht viel zu vermelden gibt es von den Eisladies und den Akademikern. Beide Teams bereiten sich gewissenhaft auf die neue Saison vor. Während die Eisladies vom OSC Berlin gerade im tschechischen Tachov ihr Trainingslager mit 2x Eiszeit á 90 Minuten bestreiten und gegen die TSG Reutlingen, eine Männermannschaft aus Landesliga Baden-Württemberg, 8:4 gewannen, absolvierten die Jungs von FASS Berlin ihr erstes Testspiel gegen Oberliga-Aufsteiger Tornado Niesky in Weißwasser. Am Ende hatten die Akademiker den längeren Atem. Nachdem es zwischenzeitlich 4:4 stand, gewannen sie am Ende 4:7. Das Rückspiel findet am Sonnabend, 19. September, im Erika-Hess Eisstadion in Wedding statt. Ex-FASS Goalie Philip Lehr hat in Nürnberg einen Vertrag für zwei Monate unterschrieben als Absicherung für Andreas Jenike, falls dieser sich nach Jochen Reimer auch noch verletzen sollte.

Diverses
Demnächst findet wieder #ebbwelcomesrefugees statt. So langsam wird es auch eng auf dem Eis der Mercedes-Benz-Arena. Wie ich gehört habe, freuen sich die Kids schon massig darauf, die Schlittschuhe zu schnüren. In der nächsten Kolumne gibt es dann wie gewohnt den langen Bericht und viele schöne Bilder von lachenden Kindern. Falls ihr helfen möchtet oder Fragen habt, schreibt einfach eine Mail an faceoff@fuertoleranz.de Zusätzlich stellen die Eisbären auch immer ein kleines Kontingent Freikarten für Flüchtlinge für ihre Spiele zur Verfügung.

Sven Felski hat es geschafft, er ist endlich bei Twitter. Hoffentlich bleibt er länger als es seine ehemaligen Teamkollegen Florian Busch und Tine Braun geschafft haben, die nach einigen Monaten ihre Accounts wieder löschten. Die Anmeldung und ein „4 Minuten Chrashkurs“ erfolgte wohl in Verbindung mit den Social Media Aktivitäten von Servus TV, für die Felski als Experte vor der Kamera steht. Dass es Felski ernst meint, merkte man schon daran, dass er mehrere Journalisten aus dem Pressekorps der Eisbären um Hilfe fragte, damit er besser durchsieht. Folgen könnt ihr Hohenschönhausens Bürgermeister unter @FelskiSven #ff.

Ex-Eisbärenverteidiger Rob Cowie arbeitet seit dieser Saison für die NHL Franchise der Nashville Predators als Scout und weilt zurzeit beim #EsteroTourney in Florida, um sich die Spieler seiner Preds gegen Washington, Tampa Bay und die Florida Panthers anzusehen. Bei den Capitals aus Washington spielt der in der letzten Kolumne vorgestellte junge Schweizer Jonas Siegenthaler von den ZSC Lions mit.

Neben der bisher auf der Eisbären Website bekannten Nummer 14, die nicht mehr vergeben wird, hat sich nun auch noch die Nummer 20 von Pederson eingeschlichen, hinter der „Wird nicht mehr vergeben“ steht. Wir können uns diese Saison wohl auf eine zweite Trikotzeremonie in der Arena freuen.

Der ehemalige Torwarttrainer der Eisbären, Frederic Chabot, ist seit Anfang September Development-Coach bei den Minnesota Wild in der NHL.

Apropos Torwarttrainer, der Ex-Eisbär Sebastian Elwing, der in diesem Sommer seine Torwartschule eröffnete, heuerte in Teilzeit beim Eisbären Farmteam in Dresden an. Er wird alle zwei Wochen für drei Tage mit Marvin Cüpper und Co. arbeiten. Nebenbei studiert Elwing in Berlin noch angewandte Sport- und Trainingswissenschaft.

In eigener Sache
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Wally #WHC

#WallysHockeyCorner 18

#WallysHockeyCorner 18

„The old Teacher beat the Student!“

„Der alte Lehrer schlägt den Schüler!”, sagte Zürcher SC Lions Coach Marc Crawford am Sonnabend, 22. August, nach dem 6:3 Sieg seiner Mannschaft gegen die Eisbären bei der Pressekonferenz. Bevor er allerdings vom Spielgeschehen berichtete, erinnerte er an den schönsten Moment seiner Karriere, als der Eisbärencoach Uwe Krupp 1996 unter ihm das entscheidende Tor zum Stanley Cup Sieg der Colorado Avalanche schoss. Dass Marc Crawford ein exzellenter Trainer ist, merkt man nicht nur daran, wie professionell er sich gibt, sondern auch daran, dass Top-Nachwuchsspieler wie z.B. der 17-jährige Auston Matthews aus der USA (wird im nächsten NHL Draft im Juni 2016 unter den ersten 3 Picks sein) in die Schweiz kommen, um unter ihm spielen zu können und sich noch mehr zu verbessern als sie es in einem nordamerikanischen Nachwuchsteam schaffen könnten. Den gleichen Weg geht auch der von den Washington Capitals an Position 57 in Runde 2 gedraftete Schweizer Jonas Siegenthaler. Auf Anhieb überzeugte er beim Development Camp die Verantwortlichen von seiner Leistung und wurde daraufhin mit einem Drei-Jahresvertrag ausgestattet, von dem er das erste Jahr noch unter Marc Crawford beim ZSC spielen darf. Dass Siegenthaler ein so großes Talent besitzt, sieht man auch an dem Fakt, dass Steve Richmond aus der Organisation der Capitals in Berlin zu Besuch war, um Siegenthaler noch einmal zu beobachten. In zwei Wochen wird die #97 der Zürcher allerdings fehlen, da Siegenthaler für kurze Zeit nach Nordamerika fliegt, um in Florida gegen die Prospects anderer NHL Teams anzutreten. Uwe Krupp hatte völlig recht, als er in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte, dass mehr Trainer wie Crawford in Europa arbeiten müssten, „die unseren Sport mit ihrer Expertise nach vorne bringen”.

Eisbären Berlin

Die Eisbären starteten mit einem traurigen Moment in die Champions Hockey League Saison. Mit einer Choreographie und einen Moment der Stille gedachten sie des langjährigen, engagierten Fans Timo Paul, der Anfang August verstorben ist. In dem Spiel wurden die Eisbären vom ZSC in der Anfangsphase regelrecht überrannt, so dass es nach dem ersten Drittel bereits 3:0 aus Sicht der Zürcher hieß. Die Berliner konnten sich allerdings an ein 3:3 herankämpfen, ehe man zum Ende des Spiels noch 3 Tore kassierte und 3:6 verlor. Funfact, genau 364 Tage zuvor verloren die Eisbären ihr Spiel gegen das Schweizer Team aus Fribourg auch  6:3.  Im zweiten CHL Spiel drehten die Eisbären gegen den französischen Meister GAP Rapaces am Sonnabend, 29. August, richtig auf und gewannen verdient 6:1. Man of the Match war ganz klar der kleine, schnelle und quirlige japanische TryOut Spieler Shuhei Kuji, der seine sehr gute Leistung an dem Abend mit einem Tor krönen konnte, welches in der Art sonst nur absolute Ausnahmeprofis wie Alexander Ovechkin schießen. In der Mixed Zone sprach Kuji, übersetzt von Gasttrainer Mark Mahon, deutlich geflasht von der gesamten Situation, in den höchsten Tönen von den Eisbärenfans. Durch die tolle Arena und das große Medieninteresse fühle er sich etwas überrannt, so der Japaner.

Ich muss gestehen, dass ich eher skeptisch war bezüglich Kuji, aber das Spiel hat mir gezeigt, dass man ihn ruhig verpflichten könnte. Es gelingt ihm durch seine Schnelligkeit, Räume zu schaffen, die seine Mitspieler intelligent nutzen können. Oder Kuji nutzt die Chancen selbst, so wie bei seinem ersten Tor für die Eisbären, wo er einfach den einen Schritt schneller war als der Gegner. Unerwähnt bleiben sollten natürlich nicht die körperlichen Nachteile: Da Kuji mit 1,70 Meter sehr klein ist, wurde er auch beim Spiel gegen GAP öfter gecheckt. Aber wenn man ihm z.B. Henry Haase in der Verteidigung an die Seite stellt, bin ich mir sicher, dass dieser als Tough Guy seinen Job gut erledigen würde und ihn beschützen könnte. Die Zuschauerstatistik ist europaweit wieder sehr ernüchternd. Während beim Spiel gegen die Lions 6.570 Fans in die Mercedes-Benz Arena pilgerten, waren es gegen GAP Rapace nur 5.650 Zuschauer. Woher das Desinteresse bei europäischen Spielen kommt, ist mir nicht ersichtlich, da doch eigentlich jeder Eishockeyliebhaber lieber ein Topspiel gegen z.B. die ZSC Lions sehen könnte, anstatt zum gefühlt 39. Mal ein Duell mit den Straubing Tigers. Weiter geht es mit der CHL für die Eisbären mit den beiden Auswärtsspielen am Freitag, 4. September, im schweizerischen Winterthur gegen die ZSC Lions und am Sonntag, 6. September, im französischen GAP gegen Rapaces

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Damen vom OSC Berlin spielten am 22. August ihr Benefizspiel, „Kämpfen für Paul“, gegen die Hannover Lady Scorpions. Vor dem Spiel wurde ein Spendenscheck über 2.100 Euro an den Verein Kämpfen für Paul e.V. überreicht. Das an diesem Nachmittag zweitrangige Endergebnis war 3:2 nach Penaltyschießen für die Eisladies aus Berlin. Am 29. und 30. August kam es im Wellblechpalast zum international hochkarätig besetzten Howoge-Cup, den der EHV Sabres Wien für sich entscheiden konnte. In zehn Spielen an zwei Tagen gab es am ersten Tag eher die engen Kisten mit vier Partien, die mit nur einem Tor Unterschied endeten. Drei davon im Penaltyschiessen. Am zweiten Tag folgten die torreichen Spiele, die u.a. 7:5 oder 7:2 ausgingen. OSC Berlin belegte am Ende Platz 3 und hofft, den Howoge-Cup jährlich in Vorbereitung auf die neue Saison durchführen zu können.

Die Akademiker von FASS Berlin haben nochmal richtig zugeschlagen auf dem Transfermarkt. Erst holten sie die Torhüterin Mareike Krause, die mit einer Doppellizenz für OSC Berlin und FASS Berlin auflaufen darf, dann wurde der niederländische Nationalspieler Julian van Lijden verpflichtet, der zwischen 2006 und 2009 für die Eisbären Juniors in der Schüler-Bundesliga und DNL spielte. Der Kontakt zu van Lijden kam über den ehemaligen Mitspieler Christian Leers zustande. Und zu guter Letzt gibt es einen Wechsel auf der Cheftrainerposition der Akademiker. Rumid Masche wird hauptamtlich zu den Juniors der Eisbären gehen. Den freiwerdenden Posten übernimmt Czeslaw Panek. Der 61-jährige, 59-malige polnische Ex-Nationalspieler, der früher u.a. für die Preussen in Berlin spielte und als Trainer u.a. italienischer Meister mit dem HC Bozen wurde, verstärkt die Akademiker ab sofort und leitete bereits die ersten Trainingseinheiten. Um nochmal zur Torhüterin Mareike Krause zu kommen: Sie ist in bester Gesellschaft von Frauen, die versuchen, im Männerbereich Fuß zu fassen. Neben ihr haben das auf nationaler Ebene auch schon Jennifer Harß, Ivonne Schröder und Viona Harrer praktiziert so wie bei FASS Berlin im Regionalligateam Susi Götz und Nina Kamenik. International fallen mir auf Anhieb Manon Rheaume ein, die es kurzzeitig bei den Tampa Bay Lightnings probiert hat, und Shannon Szabados bei den Edmonton Oilers. Allerdings ohne Erfolg. Bei den Feldspielerinnen probierte es 1998 Maren Valenti bei den Eisbären Berlin. Für mehr als ein Testspiel gegen die Kassel Huskies reichte es allerdings nicht. FASS Berlin und die gesamte Berliner Eishockeyfamilie trauert um Detlev Minter. Der Stadionsprecher der Berlin Capitals/Preussen Berlin, der in der Saison 2005/2006 auch bei FASS Berlin am dem Mikrofon stand, verstarb am 25. August.

Diverses

Ab und zu gibt es diese Zufälle, dass bei Twitter ein Tweet auftaucht und in die Timeline gespült wird. So zum Beispiel, dass die Anschutz Entertainment Group, Besitzerin der Eisbären, für ihr Franchise in Berlin einen neuen Director Business Operations sucht. Die Stelle soll wohl im kaufmännischen Bereich auf einer Ebene mit dem Sportdirektorposten von Stefan Ustorf stehen. Es ist auf alle Fälle spannend, einmal Einblick zu bekommen, welche Anforderungen bei einer solchen Position gestellt werden und was genau die Tätigkeitsbeschreibung für so einen Job ist.  So etwas bleibt den Eishockeyfans ja meist verborgen.

Da ich ja bekanntermaßen Freund der großen Airbrush-Kunst auf Torhütermasken bin, gab es für mich vergangene Woche Grund zur Freude, denn die neue Goaliemaske von Marvin Cüpper ist aus Kanada angekommen. Ein schlichtes blau-weißes Design ohne viel Schnickschnack mit drei Eisbärenlogos hat David Leroux von DIELairbrush für Cüpper gestaltet. Funfact: Bevor Leroux seine Karriere beenden musste, spielte er für die Shawinigan Cataractes in der QMJHL. Von dem Team wechselte Cüpper im Sommer in die Organisation der Eisbären. Leroux gestaltete bisher u.a. auch Masken für Timo Pielmeier aus Ingolstadt oder den slowakischen Nationaltorhüter Jaroslav Halak im Dienste der New York Islanders. Ein wenig hatte ich ja gehofft, dass Cüpper bei seiner goldenen Farbwahl von den Cataractes bleibt, denn mir persönlich hat das ganz gut gefallen.

Die Eisbären Juniors hatten letzte Woche beim Hockey is Diversity Cup hohen Besuch aus Kanada. Neben einem Auswahlteam aus Kanada schaute auch die stellvertretende kanadische Botschafterin Jennifer May im Hohenschönhausener Wellblechpalast vorbei.

Jahrelang gab es im Sommer immer wieder Spekulationen, ob der altinternationale Spieler Jiri Dopita zurück nach Berlin kommt. Nun hätten die Eisbären die Chance, ihn zurückzuholen. Nicht als Spieler, aber um eventuell den Trainerstab zu verstärken, da Dopita nicht mehr Co-Trainer beim HC Olomouc ist.

Mike Bullard ist ein Radiomoderator aus Mississauga in Kanada und Host der Sendung „Beyond the Mic with Mike Bullard“. Seinen knapp 43.000 Followern auf Twitter verkündete er am 30. August, dass nicht er auf der gehackten und veröffentlichten Liste des Seitensprung/Datingportals Ashley Madison stand, sondern sein Namensvetter, der ehemalige Eishockeyspieler Mike Bullard, der zwischen 1998 und 2000 zwei Jahre für die Eisbären in Berlin aufs Eis ging.

Der deutsche NHL-Spieler Korbinian Holzer steht für einige Tage in Hohenschönhausen mit auf dem Eis bevor er zu seinem Team, die Anaheim Ducks, reist.

In eigener Sache
Diese Saison wird #WallysHockeyCorner noch internationaler, da bereits jetzt, vor der Saison die Spielpläne der europäischen Ligen gecheckt wurden und die ein oder andere interessante Partie von mir ins Auge gefasst wurde. So geht es dieses Jahr im Oktober nach Österreich, um dort die Vienna Capitals gegen Red Bull Salzburg zu sehen. Und Ende November noch einmal für drei Spiele der Nationalliga A, um dort an drei Tagen in drei Städten drei Matches zu sehen. Angepeilt sind ZSC Lions vs. HC Lausanne, HC Ambri-Piotta vs. ZSC Lions und Kloten Flyers vs. HC Ambri Piotta.
Vielleicht lässt sich im neuen Jahr die tschechische Liga und Sparta Prag auch noch besuchen. Ich hoffe, dass Ihr Euch schon auf die Berichte freut.
Bedanken möchte ich mich hier in aller Form auch bei den stillen Mitlesern, die nicht so im Netz aktiv sind. Denn die gibt es auch, wie ich nach dem Spiel gegen die ZSC Lions bemerkte, als ich von einer Leserin angesprochen wurde, die sich für die Kolumne bedankte und weiterhin viel Erfolg wünschte. Sowas motiviert ungemein. Vielen Dank!

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Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

Invicta Dynamos – Trikot Sammelbestellung

Invicta Dynamos – Trikot Sammelbestellung

Wer von meinen Eishockeyfollowern hat den Lust auf das neue sehr hübsche Trikot der Invicta Dynamos aus Großbritannien?
Der Blogpost hier dient zur Absprache und dem vorstellen der Idee der Sammelbestellung. Ich persönlich favorisiere das weinrote/creme Auswärtstrikot. Kosten sollen die Trikots 46 Pfund was ca. 64€ sind. Es gibt die Trikots in der Größe S – 4XL

Wenn jemand auch ein Trikot der #Dynamos haben möchte, so schreibt er/sie mir hier in die Comments oder drüben bei Facebook eine Message oder einen Kommentar unter das Bild mit folgenden Daten:

Voller Name: (Bsp.: Christian Baumeier)

Heim oder Auswärtstrikot: (Bsp.: Auswärtstrikot)

Größe: (Bsp.: XXL)

Stückzahl: (Bsp.: 1)

Name auf dem Trikot: (Bsp.: Wally)

Nummer auf dem Trikot: (Bsp.: 44)

Deadline ist der 13. September 2015 23:59H.


Heimtrikot:

Dynamo1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswärtstrikot:

Dynamo2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WarmUp Trikot:

Dynamo3

#BloggerFuerFluechtlinge

#BloggerFuerFluechtlinge

Letzte Woche habe ich über die bekannten Netzwerke von #BloggerFuerFluechtlinge erfahren.
Da ich es nat. auch wichtig finde, dass wir in einer linken, humanistischen Gesellschaft leben, in der jeder soviel helfen kann, wie er kann möchte ich hier in meinem kleinen Blog auf die Aktion hinweisen.

Auch meine Großeltern väterlicherseits waren damals nach dem zweiten Weltkrieg Flüchtlinge und wurden hier ordentlich aufgenommen. Genau das sollten die Geflüchteten heutzutage auch erwarten ohne das ein ungebildeter brauner Mob #mimimi macht weil sie ihn 1. die Arbeit wegnehmen & 2. gleichzeitig auch noch die Sozialleistungen. #SchrödingersFlüchtling

Die Stimmung die der Mob erzeugt, und von den Konservativen, den strunzdummen Boulevardblättchen und den Doitschlandhype seit 2006 geschürt wurde ist einfach nur noch zum Kotzen. Seit Jahren warnen Linke vor den Auswirkungen und jetzt will es wieder niemand gewusst haben, was passiert wenn man sich Schwarz-Rot-Goldene Hawaikettchen anlegt und sein Auto Schlandardisiert. Wenn es jetzt en Vogue ist zu zeigen wie Geil Doitschland ist, dann sehen wir eigentlich nur, wie Ungeil Schland und seine Bewohner wirklich sind. Zurück zum Thema:

Vor 6 Monaten durfte ich in Berlin der Fanvereinigung blackcorner07 dabei helfen mit den Eisbären Berlin Flüchtlinge in die damalige o2 World einzuladen um mit ihnen aufs Eis zu gehen, Schlittschuhe zu laufen und für ein paar Stunden raus aus ihrem Alltag zu kommen. Die Bilder findet ihr hier: #ebbwelcomesrefugees Vor nicht einmal 2 Wochen fand die selbe Aktion in Dresden statt vor einem Turnier an dem die Eisbären teilnahmen und bald wieder in Berlin, in der Mercedes-Benz Arena. Den Text, den ich damals dazu in meiner Kolumne bei LichtenbergMarzahnPlus.de war:

„Zwischen dem 51. und 52. DEL Spieltag trainierten die Eisbären in der o2 World. Draußen standen sich die Dauerkarteninhaber die Beine in den Bauch, um Tickets für das Pre-Playoff Spiel zu holen und drinnen wurden Kinderaugen zum Glänzen gebracht. Aber von vorne: Die Fangruppe „black corner 2007“ feierte im vergangenen Dezember ihren 7. Geburtstag als Soliparty für Flüchtlinge, die in Berlin untergebracht sind. Nach Monaten der Vorbereitung und mehreren Treffen wurden gemeinsam mit den „Eishockeyfans für Toleranz“, den Eisbären Berlin, dem Eisbären Kids Club, dem Eisbärenmaskottchen Bully und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern ca. 60 Flüchtlinge aus Hohenschönhausen, Lichtenberg und Wedding eingeladen. Mitglieder der Fangruppe holten die Flüchtlinge am Sonnabend,  28. Februar, von ihren Unterkünften ab und brachten sie zum Treffpunkt am neuen Fanbogen. Punkt 10 Uhr eröffnete Eisbären Pressesprecher Daniel Goldstein die Veranstaltung. Nachdem sich die Eisbären und die Organisatoren den black corners vorgestellt hatten, ging es mit den Kids rüber in die o2 World. Die Mannschaft der Eisbären trainierte bereits fleißig für das letzte Hauptrundenspiel der Saison gegen die Iserlohn Roosters. Zuerst waren die Kids natürlich etwas schüchtern und setzten sich – weitab vom eigentlichen Geschehen – auf die Sitzplätze hinter dem Stehplatzbereich. Nach einiger Zeit gewann dann aber doch die Neugier und sie strömten runter an die Plexiglas-Schutzwand, um die Spieler von Nahem zu sehen. Nach dem ersten Gruppenfoto auf der Stehplatztribüne ging es schnurstracks in die Katakomben der o2 World, um sich die Schlittschuhe anzuziehen. Kurz darauf konnten die Mädchen und Jungen endlich aufs Eis der o2 World. Mathias Niederberger war leider der einzige Eisbärenspieler, der sich freiwillig die Zeit nahm, um den Flüchtlingskindern auf dem Eis zu begegnen. Niederberger sagte nach der Aktion, dass er sich einfach freue, das Glänzen in den Kinderaugen zu sehen. Die Eisbären hätten auch eine soziale Verantwortung und er nehme diese sehr gerne wahr. Nach der ganzen Action auf dem Eis gab es anschließend von „Red Star Catering“ gespendete Kartoffelsuppe. Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde ich dann noch gefragt, ob ich elf Flüchtlinge mit zurück nach Hohenschönhausen begleiten könne als Unterstützung. Sehr gern hab ich das getan. Der ganze Tag war total Klasse, organisatorisch und vor allem für die ca. 60 Kinder. Ich selbst hatte noch am Abend ein Grinsen vom linken zum rechten Ohr auf dem Gesicht und kann die „besorgten Bürger“ die gegen diese armen Menschen demonstrieren jetzt noch weniger verstehen als vorher. Ein riesengroßes Dankeschön an black corner 2007, die Eisbären Berlin und alle Helfer für diese Veranstaltung! Und wie ich gehört habe, soll das nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein. Nächste Saison geht es weiter und ich bin sehr gern wieder mit vor Ort und schreibe bei LichtenbergMarzahnPlus darüber.“

Ihr könnt, wenn ihr helfen wollt bei #ebbwelcomesrefugees mal an faceoff [at] fuertoleranz.de wenden oder offiziell #bloggerfuerfluechtlinge folgendermassen unterstützen:

Geld spenden!

Sachspenden!

dich vor Ort engagieren und Spenden sammeln!

#REFUGEESWELCOME

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#WallysHockeyCorner 17

#WallysHockeyCorner 17

Sommerpause? Schon wieder vorbei?!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mitte März hatte ich noch die Termine angekündigt, an denen #WallysHockeyCorner erscheinen sollte, aber dann machte mir ein einmonatiger Krankenhausaufenthalt einen Strich durch die Rechnung. Nun geht es aber endlich wieder los mit der Saison und der Kolumne. Entschuldigung für die nicht erschienen #WHC Kolumnen und Herzlich Willkommen zurück!

Eisbären Berlin
Gefühlt hatten die Spieler dieses Jahr keine Sommerpause. Es gab den ganzen Sommer über Eis im Sportforum Hohenschönhausen und seit Ende Juli ist die komplette Mannschaft wieder in Berlin. Neben den beiden Neuzugängen Bruno Gervais (Lake Erie Monsters), Spencer Machacek (Augsburger Panther) gibt es vier(!) Rückkehrer in die Franchise der Eisbären: Vladislav Filin kommt aus der russischen Nachwuchsliga MHL, wo er im Nachwuchssystem von Red Bull für Salzburg spielte. In der Verteidigung ist ein alter Bekannter wieder da: Micki DuPont kommt aus der schweizerischen NLA von den Kloten Flyers nach neun Jahren wieder in die Hauptstadt. Mit den Eisbären konnte er unter Pierre Pagé 2005 und 2006 bisher zwei Deutsche Meisterschaften feiern. Zwei weitere Rückkehrer befinden sich auf den Torhüterpositionen. Neben Kevin Nastiuk, der aus der DEL2 von den Dresdner Eislöwen kommt und zwischen 2009 und 2012 mit den Eisbären zwei Meisterschaften (2011 und 2012) als BackUp Goalie für Rob Zepp feiern durfte, kommt aus der kanadischen Québec Major Junior Hockey League von den Shawinigan Cataractes nach drei Jahren Marvin Cüpper zurück nach Europa und wird vorerst hinter Petri Vehanen und Kevin Nastiuk als dritter Goalie für das Eisbären Farmteam in Dresden zwischen den Pfosten stehen. Zur Probe bei den Eisbären spielt zurzeit der Japaner Shūhei Kuji und Saša Martinovic hält sich in Berlin fit. Sollte Shūhei Kuji verpflichtet werden, wäre er der erste Japaner, der für die Eisbären aufläuft und nach Chris Marinucci (Saison 2001/2002) der zweite Spieler, der aus Japan nach Berlin wechselt. Japanerfahrung in Verbindung mit den Eisbären haben u.a. auch der ehemalige Verteidiger Ricard Persson, der zwischen 2007 und 2009 in Japan spielte und der ehemalige Eisbärentrainer aus dem Jahr 2000, Glen Williamson.

Die Abgänge beim Rekordmeister sehen wie folgt aus: Casey Borer geht nach zwei Jahren Berlin zurück zu den Nürnberg Ice Tigers, Jimmy Sharrow geht zu den Grizzlys Wolfsburg, Matt Foy in die DEL2 zu den Eispiraten Crimmitschau, Antti Miettinen geht nach einem Jahr DEL zurück nach Finnland zu seinem Heimatteam HPK Hämeenlinna, wo er das Eishockeyspielen in seiner Kindheit erlernte. Ausgeliehen werden der italienische Nationalspieler und Neubesitzer eines deutschen Passes, Alex Trivellato, an die Schwenninger Wild Wings und der Torwart Mathias Niederberger geht zu seinem Heimatteam, der Düsseldorfer EG. Grade bei Niederberger hoffe ich, dass wir ihn in Berlin wiedersehen können, da seine Leistungen letzte Saison stimmten und er ein überaus sympathischer Spieler war. Ansonsten bin ich ein wenig enttäuscht über die Verpflichtungen. Bei der Story, die offiziell kursierte, dass Ex-Eisbärenstar Danny Briere Verteidiger Bruno Gervais empfohlen hat, bin ich ja etwas skeptisch, da bei der USA Scoutingtour Mitte April Lee, Ustorf und Krupp u.a. die Lake Erie Monsters gegen die Grand Rapids Griffins ansahen und Captain bei den Monsters aus Ohio war Bruno Gervais. Das Spiel damals ging 4:6 verloren und Gervais stand dabei bei zwei Gegentoren auf dem Eis. Trotzdem muss er wohl die Eisbären überzeugt haben.

Beim dem am 15. und 16. August ausgespielten Turnier in Dresden belegten die Eisbären den zweiten Platz hinter den Grizzlys aus Wolfsburg. Der HC Verva Litvinov wurde Dritter vor dem Gastgeber aus Dresden. Das erste Spiel gegen Dresden gewannen die Berliner 7:0. Im Finale musste man sich den Grizzlys aus Wolfsburg 4:3 geschlagen geben. Weiter geht es für die Berliner am 22. August in der Champions Hockey League mit dem Heimspiel gegen die ZSC Lions aus Zürich und am 29. August gegen GAP Rapaces aus Frankreich. Neben den beiden Rückspielen am 4. und 6. September war das schon die komplette Vorbereitung auf die am 11. September beginnende DEL Saison.

OSC Berlin und FASS Berlin
Der DEB hat nun auch endlich die Frauenbundesliga terminiert. Am 26. und 27. September starten die Damen vom OSC auswärts beim EC Bergkamen. Fest stehen schon die folgenden Termine: Am 22. August, 16 Uhr, spielen die Eisladies ein Wohltätigkeitsspiel gegen die Hannover Lady Scorpions im Wellblechpalast an der Konrad-Wolf-Straße. Alle Einnahmen gehen zu 100 Prozent an den Verein „Kämpfen für Paul e.V.“ Der 7jährige Paul, der an Adrenoleukodystrophie leidet, freut sich sicher über jeglichen Support von euch. Am 29. und 30. August wird es international im Wellblechpalast. Zu Gast beim Howoge-Cup 2015 sind neben dem OSC Berlin, der erste Ligagegner EC Bergkamen, die Herlev Hornets aus Dänemark, der HC SKP Bratislava aus der Slowakei und der EHV Sabres Wien aus Österreich.

Bei FASS Berlin bereitet man sich auch schon akribisch auf die kommende Saison vor. Am 25. September startet die Oberliga Nord und die Akademiker konnten bisher die größten Leistungsträger halten wie z.B. die Ex-DEL Spieler Patrick Czajka, Nils Watzke und Fabio Patrzek. Spannend finde ich vor allem, dass der niederländische Meister 2015, Tilburg Trappers, am Oberliga-Nord Spielbetrieb teilnimmt und das Gastspiel in Berlin werde ich mir bestimmt nicht entgehen lassen. Die Heimspiele sollen weitestgehend im Erika-Heß-Eisstadion durchgeführt werden. Ab und an werden die Akademiker allerdings auch in Hohenschönhausen im Wellblechpalast spielen. Funfact: Niklas Treutle, der ein Spiel für FASS Berlin zwischen den Pfosten stand (Förderlizenz der Hamburg Freezers), ist der erste Akademiker, der in eine NHL Organisation wechselt. Die Arizona Coyotes gaben Treutle einen Einjahres – Zweiwegevertrag. Dass Treutle allerdings in der NHL spielt, ist höchst unwahrscheinlich, denn mit Mike Smith, Anders Lindbäck und Louis Domingue hat er starke Torhüter vor sich. Treutle wird in der AHL bei den Springfield Falcons, wenn nicht sogar in der ECHL Rapid City Rush in die Saison gehen.

Diverses
Kai Wissmann, Jonas Müller, eine Delegation der Eisbären Berlin (Manager, Trainer etc.) und das gefühlt halbe Pressekorps der Eisbären hatten die Möglichkeit beim Development Camp der Los Angeles Kings Anfang Juli dabei zu sein. Neben den oben erwähnten Berliner Prospect-Spielern waren auch aus Hamburg von den Freezers zwei Jungs dabei, die am siebentägigen Nachwuchs Camp der Kings teilnehmen durften: Dominik Tiffels und Maximilian Franzreb. Die vier jungen deutschen Spieler haben Glück, an solch einen Camp unter professionellen NHL Bedingungen teilnehmen zu können. Dass sie allerdings dabei waren, ist wohl eher der engen Zusammenarbeit der AEG Teams geschuldet als ihres wirklichen Talents wegen. Oder sie waren dabei, weil sie schon von den LA Kings gedraftet wurden. Früher nahmen schon Constantin Braun (er war allerdings von LA gedraftet), André Rankel, Frank Hördler und Florian Busch an einen Camp in Los Angeles teil. Alle blieben in der DEL bei den Eisbären und versuchten ihr Glück nicht in Nordamerika.

Neue Eisbären-Trikots
Am 7. August wurden die neuen Eisbären-Trikots offiziell vorgestellt. In der heimischen Mercedes-Benz Arena spielt man jetzt wieder in Blau, auswärts in Weiß, das dritte Trikot ist rot. Im Oktober wird es zum Breast Cancer Awerness Month sicher wieder ein pinkes Trikot geben. Das erste Mal seit der Saison 2003/2004 spielen die Eisbären in Längsstreifen. Mir persönlich gefällt das Design nicht so, aber es gab in den letzten Jahren schon uninspiriertere Trikotdesigns. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass bis auf das DEL Logo, die Meistersterne und bei den Torhütern die Berliner-Rundfunk-Werbung wieder nicht genäht ist und das Trikot dadurch nicht unbedingt hochwertiger wirkt.

#ebbwelcomesrefugees Part II hieß es am 15. August in Dresden. Vor dem oben erwähnten Turnier wurden 40 – 60 Flüchtlingskinder und bedürftige Kinder von den Eislöwen, den Eisbären und der Fanvereinigung Eishockeyfans für Toleranz zum Schlittschuhlaufen eingeladen. Hier könnt ihr nochmal #ebbwelcomesrefugees Part I nachlesen.

Ehemalige Eisbären
Ich habe in der Sommerpause mal nach ehemaligen Eisbärenspielern gesucht und was sie jetzt so treiben. Versuche mal einen kleinen Überblick zu geben:

  • Steve Walker wird Co-Trainer in Mannheim.
  • John Gruden ist erster Chefcoach im neugegründeten Team der Flint Firebirds. Diese spielen in der kanadischen Ontario Hockey League.
  • Apropos OHL, bei den Sudbury Wolves wird Drake Berehowsky Co-Trainer.
  • Ex-Eisbären Lockout Spieler Danny Briere hat seine Karriere beendet.
  • Auf den Tag genau ein Jahr nachdem Trainerlegende Hartmut Nickel seine Trainerkarriere beendete, gab Sven Felski den Beginn seiner Karriere bekannt. Er wird neben Jochen Molling Honorartrainer der U17 Mannschaft des Deutschen Eishockey Bundes.
  • Sebastian Elwing hat in Weißwasser sein Abschiedsspiel bestritten und betreibt künftig eine Torwartschule.
  • Jason Muzzatti wird Torwartcoach an seiner Alma Mater, der Michigan State University bei den Spartans.
  • Das Sommermärchen des vergangenen Jahres vom späten Karrierestart von Rob Zepp in der NHL könnte zum Horrormärchen werden, da Zepp nach dem Auslaufen seines Vertrags in der Organisation der Philadelphia Flyers immer noch keine neue Anstellung hat. Nach B.Z. Informationen wäre für eine Rückkehr in die DEL eine 100.000 Euro Kompensationszahlung an die Eisbären Berlin notwendig.
  • Denis Pederson wurde in Price Albert, Saskatchewan in Kanada in die dortige Hall of Fame aufgenommen. Dort ist er neben Brad Bergen schon der zweite Ex-Eisbären Spieler.
  • Derrick Walser wird Spielertrainer bei den Belfast Giants.
  • Keith Aldridge ist Vizepräsident und Manager im Indianwood Golf and Country Club.
  • Udo Döhler scheint nicht nur ein guter Name für Eishockeyspieler zu sein, sondern auch noch für Bürgermeister. So heißen nämlich die Bürgermeister in Joinville, Santa Catarina in Brasilien und in der Gemeinde Dörfles-Esbach wie Mr. Europacup.
  • Und zu guter Letzt wird in dieser Saison die Rückennummer 14 von Stefan Ustorf gesperrt. Auf der Website der Trikotnummernhistorie steht mittlerweile: „wird nicht mehr vergeben“. Wir können uns also auf eine weitere Trikotzeremonie in dieser Saison freuen.

P.S. In der letzten Kolumne habe ich einen Blick auf den kommenden NHL Draft geworfen und Taggert Corriveau sowie Jansen Harkins vorgestellt, dessen Väter beide bei den Eisbären spielten. Corriveau hatte kein Glück und wurde nicht gedraftet. Allerdings wurde er zum Nachwuchscamp der Carolina Hurricanes eingeladen und durfte dort im Juli vorspielen. Vorspielen beim Nachwuchscamp der Winnipeg Jets durfte auch Jansen Harkins. Allerdings hatte er das Glück, dass sich die Jets beim NHL Draft die Rechte an Harkins in der zweiten Runde auf Platz 47 sicherten. Und um den Kreis zu schließen, noch die Info, dass er dort beim Camp in Winnipeg auf Nikolaj Ehlers traf, der 2014 in der ersten Runde auf Platz gedraftet wurde. Dessen Vater, Heinz Ehlers spielte in Charlottenburg bei den Berlin Capitals.

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Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 16

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Sommerpause? Ach was…

Nachdem ich eigentlich dachte, dass das Hockeyleben nach dem frühen Ausscheiden der Eisbären in den Pre-Playoffs etwas ruhiger wird, wurde ich doch eines Besseren belehrt. Zig nächtliche Spiele meiner Washington Capitals standen auf der Agenda sowie nach 12 Jahren das erste Länderspiel des Deutschen Eishockey Bundes in Berlin und ein Spontantrip nach Prag zur Eishockey WM. Aber dazu unten mehr:

WM Generalprobe: Deutschland vs. Slowenien

Kurz bevor die Nationalmannschaft mit zwischenzeitlich 7 Eisbären (L. Braun, Müller, Wissmann, Haase, Niederberger Noebels und Baxmann) in die Weltmeisterschaftsvorbereitung in Oberhausen mit zwei Spielen gegen Russland einstieg, verplapperte sich Eisbären-Stürmer Marcel Noebels auf seiner Facebookseite, dass der DEB ein Länderspiel im heimischen Wellblechpalast stattfinden lassen würde. Beim DEB gab es keinerlei Infos dazu, aber relativ schnell wurde man auf der Website des slowenischen Eishockeyverbandes fündig, da sie das Spiel schon bewarben. Am 29. April, zwei Tage vor dem Start der Weltmeisterschaft in Tschechien war es soweit, nach 12 Jahren (Berlin) bzw. 20 Jahren (Hohenschönhausen) gab es endlich wieder ein Länderspiel in der Region zu sehen. Da die Los Angeles Kings des slowenischen Superstars Anze Kopitar die Play-Offs in der NHL verpasst haben und er für sein Land spielen wollte, könnte man eigentlich ohne Probleme vom Team Kopitar sprechen statt von Slowenien. Der Superstar überstrahlte alles. Das Spiel war überraschend schnell und auch von Härte geprägt, so dass man den ein oder anderen krachenden Check vernehmen konnte. Der Wellblechpalast war zum Erstaunen einiger Skeptiker gut gefüllt mit 4.060 Zuschauern. Die Atmosphäre war auch ganz angenehm, fast keine Trommeln, keine Klatschpappen sondern einfach nur pures Hockey. Einen besonderen Abend hatten sicher auch die 20 Flüchtlinge, die auf Einladung des Veranstalters in den Welli gekommen waren und einen 4:3 Sieg der Deutschen nach Penaltyschiessen sahen. Nach dem Spiel nahm sich Anze Kopitar noch die Zeit für die Fans und erfüllte geduldig alle Foto und Autogrammwünsche.

#IIHFWorlds – Eishockeyweltmeisterschaft in Tschechien
Am Kampftag der ArbeiterInnen begann die 17-tägige Weltmeisterschaft in Prag und Ostrava. Durch die Verletzungen von Marcel Noebels, André Rankel und Verteidigungsminister Frank Hördler und der Aussortierung der oben erwähnten Spieler von den Eisbären, kam am Ende nur der Harzer Jens Baxmann zu Einsätzen im Trikot mit dem Adler auf der Brust in den 7 Hauptrundenspielen, die die Deutsche Nationalmannschaft innerhalb von 11 Tagen zu absolvieren hatte. Zweiter Bekannter neben Baxi war der Co-Trainer der DEB-Auswahl: Ex-Eisbären Cheftrainer Jeff Tomlinson. Am Ende hatte es nicht zu einer Viertelfinalteilnahme gereicht, weil man gegen den vermeintlich einfachen Gegner Österreich 2:3 verlor und auch das Prestigeduell gegen den direkten Konkurrenten Schweiz mit 1:0. Von der 10:0 Niederlage gegen Kanada braucht man eigentlich gar nicht zu reden. Das war zu erwarten. Gegen Schweden und Tschechien hielt man Phasenweise mit, aber um dauerhaft gegen solche Gegner gewinnen zu können, muss noch viel Wasser von der Elbquelle herunterfliesen. Die Siege gegen Frankreich und Lettland waren gut für das Punktekonto, um die WM als Zehnter von 16 Teams zu beenden, aber schön anzusehen waren sie leider auch nicht. Anscheinend passt man sich sehr gern an das Niveau des Gegners an.

Ein kleines Schmankerl hatte die WM für mich persönlich dann doch noch: Mit meinem bescheidenen Eishockeywissen gewann ich in einem Quiz zwei Eintrittskarten für das Schweiz vs. Deutschland Spiel. Mein Freund Torsten und ich machten uns spontan Dienstag früh auf den Weg nach Prag. Eigentlich wollte ich mir noch etwas Kultur gönnen und nach 15 Jahren mal wieder die Karlsbrücke besuchen und in Klassenfahrtserinnerungen schwelgen, aber da wir die tschechische Eishockey Hall of Fame direkt neben der o2 Arena entdeckten, wurde aus dem Ausflug nichts und wir gingen lieber ins Museum. Allein für die Hall of Fame rund um das tschechische Eishockey hat sich der Trip nach Prag gelohnt. Man sah neben alten Bekannten wie z.B. Ex-Eisbär Jiri Dopita sehr viele Pokale, die Tschechien in all den Jahrzehnten gewinnen konnte, Originaltrikots, Original-Medaillen von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie auch die original Torhüterausrüstung vom besten tschechischen Torwart aller Zeiten, Dominik Hasek von den Spielen 1998 in Nagano. Das Spiel gegen die Schweiz war leider nicht sehr ansehnlich und man verlor durch ein Tor kurz vor Ende des Spiels auch 1:0. Gleich nach Spielende ging es für Torsten und mich dann zurück nach Berlin und um 22 Uhr war der Prag-Tag dann auch geschafft. Weltmeister wurde übrigens nach einem sensationellen Turnier Kanada, dessen Mannschaft alle anderen Länder aus der o2 Arena in Prag fegte. Im Finale bezwangen die Kanadier Russland mit 6:1. Dritter wurde die USA, die Gastgeber Tschechien 3:0 bezwangen. Für mich war die WM auf so vielen Ebenen ein Wow-Erlebnis. Nicht nur, weil es meine erste war, an der ich Live vor Ort war, sondern auch im Netz wurde seit knapp einem Jahr sehr gute Arbeit geleistet. Also Hut ab vor den Spielern, den Organisatoren & den Mitarbeitern rund um das Event. Trotz allem sollte man bei der IIHF vielleicht einmal darüber nachdenken, die WM nur alle zwei Jahre auszutragen, statt jedes Jahr, um die Wertigkeit etwas zu erhöhen.

Eisbären Berlin

Einige Personalentscheidungen konnten von den Eisbären verkündet werden. Wie bereits in der letzten Kolumne berichtet, wird Matt Foy nicht mehr das Eisbärentrikot tragen. Die drei anderen sicheren Abgänge sind zurzeit Casey Borer, Jimmy Sharrow und Antti Miettinen. Neu dagegen sind Spencer Machacek (von Augsburg) und der Rückkehrer Micki DuPont (Kloten – SUI). DuPont spielte bereits in seinen besten Jahren (2003 – 2006) in Berlin und ich hoffe, dass er an diese Zeiten anknüpfen kann, obwohl ich es aufgrund des fortgeschrittenen Alters von 35 Jahren nicht ganz glauben kann.
Ihre Verträge verlängert haben Laurin Braun, Julian Talbot und Torwart Petri Vehanen. Alle drei haben Zweijahresverträge unterzeichnet.

Am 13. Mai wurden während der Weltmeisterschaft in Prag die 16 Gruppen der Champions Hockey League ausgelost. Die Eisbären treffen auf die Zürich Lions aus der Schweiz und Gap Rapaces aus Frankreich. Die ersten beiden der Dreiergruppe erreichen die nächste Runde.

Die ersten Vorbereitungsspiele der Saison 2015/2016 sind auch terminiert.
Am 15. August treffen die Eisbären in Dresden auf das 2. Liga Team der Eislöwen. Der Gewinner der Partie spielt tags darauf gegen den Gewinner des Spiels Wolfsburg vs. Litvinov

Neben den oben erwähnten sieben deutschen Eisbären Spielern waren auch Petr Pohl (CZ) und Alex Trivellato (ITA) für ihre Länder im Einsatz. Während Pohl den Cut in der Vorbereitung schon nicht überstand und nicht für Tschechien bei der WM spielen durfte, war Trivellato im Kader für Italien für die zweitklassige Division I WM in Polen.

Diverses
Am 26. Und 27. Juni findet in Sunrise, Florida der alljährliche NHL Draft statt, an dem sich die 30 NHL Teams die Nordamerikarechte der besten Talente weltweit sichern. Aus Berliner Sicht ist spannend, dass jetzt langsam die Jungs der ehemaligen Eisbärenspieler in das Alter kommen, in dem sie für die NHL interessant werden. Auf Platz 84 findet sich z.B. Taggert Corriveau wieder, dessen Vater Yvon Corriveau acht Jahre in Berlin spielte. Fünf Jahre in Hohenschönhausen bei den Eisbären und drei Jahre in Charlottenburg bei den Berlin Capitals (DEL) /Preussen (Oberliga). Viel besser platziert auf der Liste der Nordamerikanischen Skater wurde mit Platz 15 der Sohn von Todd Harkins, der im Jahr 2000 für die Eisbären die Schlittschuhe schnürte: Jansen Harkins. Erfolgreichster Sohn eines ehemaligen Eisbärenspielers dürfte Alexander Steen sein, der 11 Saisons in der NHL hinter sich hat und auf bisher 679 NHL Spiele kommt. Sein Vater Thomas Steen kam auf 1.006 Spiele und spielte zwischen 1996 und 1999 für die Eisbären.

In eigener Sache

Am 24. April startete #TBHT. Hinter dem Hashtag befindet sich ein neues Projekt, dass drei eishockeyverrückte Freunde mit mir auf die Beine stellen. Wir Hockeynerds haben uns vorgenommen, unter dem Namen
„The Big Hockey Theory“ unseren Platz in der Blogsphäre zu finden und über die wirklich spannenden und lustigen Dinge abseits von Ergebnissen zu bloggen. Ihr findet uns unter http://thebighockeytheory.de/ , https://www.facebook.com/TheBigHockeyTheory undhttps://twitter.com/BigHockeyTheory/

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Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 15

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Zurück in die Zukunft

…heißt es für die Eisbären Berlin nach 2:1 Niederlagen in der Best-Of-Three Serie gegen die Nürnberg Ice Tigers. Nach der Abschlussfeier am Sonntag, 22. März, in der o2 World kehren die Eisbären erst im August (in die bis dahin in Mercedes-Benz Arena umbenannte Mehrzweckhalle am Ostbahnhof) zurück aus der 1-Spiel Vergangenheit im Wellblechpalast.

Aber von vorn: Durch den missglückten Ausgang der Hauptrunde mussten die Berliner gegen Nürnberg nachsitzen. Im ersten Pre-Playoff Spiel in Nürnberg kam es für die Eisbären gleich ganz dick. 6:2 schickten die Ice Tigers die Eisbären zurück nach Berlin. Dort wartete das Spiel der Spiele. Es ging um alles oder nichts, Sekt oder Selters, dem Playoff-Tod noch mal von der Schippe springen oder ausscheiden. Ich glaube, es gab kein Spiel seit dem DEL Finalspiel der Eisbären in Köln 2008, wo ich so aufgeregt war, wie vor der 1-Spiel-Rückkehr in die Vergangenheit, in den Wellblechpalast. Die Stimmung war, wie schon vorher angenommen, bombastisch. Von der ersten Sekunde bis zur letzten Sekunde des Spiels pushten sich Fans und Eisbären gegenseitig. Ich hatte das Gefühl, wieder in der Lehre im Jahr 2002 zu sein und die Arbeitswoche im Welli ausklingen zu lassen. Total komisch, was für Gedanken und Erinnerungen kommen, wenn man nach sieben Jahren mal wieder in der alten Halle spielt. Natürlich war der Abend nicht nur für mich ein ganz besonderer, sondern auch für die Leute, mit denen ich nach dem Spiel noch reden konnte. Denn dieses Mal war es nicht, wie bei einem Spiel in der o2 World, dass sich alles verläuft und nach Hause geht. Dieses Mal traf man sich wie damals noch hinten am Casino (mittlerweile Restaurant Welli’s) zum Schnattern. Bis 3 Uhr nachts saßen wir zusammen und ließen den 6:3 Sieg der Eisbären Revue passieren, redeten über Gott und die Welt.  Erwähnenswert war auf alle Fälle Marcel Noebels, der gefühlt jeden zweiten Wechsel hatte und sehr lange auf dem Eis stand. In der Mixed-Zone meinte er, dass er wohl am nächsten Tag einen Kran bräuchte, der ihn aus dem Bett holt.

Leider landeten die Eisbären zwei Tage beim entscheidenden Spiel der Serie auf dem Boden der Realität. Bis zum Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2 ehe im Sudden Death Jason Jaspers mit den 3:2 n.V. den Eisbären den Todesstoß versetzte und sie in die Sommerpause schickte – und seine Ice Tigers ins DEL Viertelfinale gegen die Adler Mannheim.

OSC Berlin und FASS Berlin

Den Eisladies fehlte bei den letzten beiden Auswärtsspielen gegen den ECDC Memmingen das nötige Glück, um das Rennen um die DFEL Vizemeisterschaft für sich zu entscheiden. Der Dreikampf um die Plätze 2, 3 und 4 wurden erst im letzten Saisonspiel entschieden. Dass ESC Planegg Deutscher Meister ist, stand schon Spieltage vor Ende der Saison fest. Gegen die Memminger verloren die Eisladies das erste Spiel am Samstag, 7. März, mit 6:3 und tags darauf 5:4. Durch diese beiden Siege konnte sich Memmingen die Vizemeisterschaft sichern und auch Ingolstadt zog noch am OSC vorbei. Die DFEL Platzierungen waren auch ausschlaggebend für das DEB Pokalfinalturnier am Wochenende vom 14./15.März. Für die Weltmeisterschaftsvorbereitung in Füssen wurden die Berlinerinnen Anne Bartsch, Nina Kamenik, Laura Kluge und Lisa Schuster nominiert. Die WM beginnt am 28. März. Deutschland spielt in der Vorrunde gegen Schweiz, Japan und Gastgeber Schweden.
FASS Berlin hat bis zum 21.März spielfrei.

DEB Pokalfinale
In diesem Jahr war der OSC Berlin Ausrichter des DEB Pokalfinal Turniers. Die beiden Halbfinalspiele zwischen dem ESC Planegg und OSC Berlin (2:1) sowie ECDC Memmingen & ERC Ingolstadt (0:3) verpasste ich aufgrund des siebten  Geburtstags von Julian, über den ich in meiner Kolumne schon mal schrieb, aber zum Finaltag machte ich mich auf den Weg in das Sportforum, um mir die besten vier deutschen Teams im Fraueneishockey anzusehen. Über die Meldung, dass das Spiel um Platz 3 in der kleinen Eishalle 2 statt in der Eishalle 1 (Wellblechpalast) stattfinden soll, war ich dann doch erstaunt. Anscheinend ist die Schüler-Bundesliga, die zeitgleich dort spielte, wichtiger als das Finalturnier der Frauen. Hintergründe zu dem Termindesaster sind mir allerdings auch nicht bekannt. Aber auch in der Eishalle 2 war es gemütlich und man musste nicht stehen, wenn man rechtzeitig in der Halle war. In einem kuriosen Spiel gewann ECDC Memmingen das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen gegen die Eisladies aus Berlin. Mit 7:2 sicherten sie sich den 3. Platz.

Im bayrischen Finale zwischen dem ESC Planegg und ERC Ingolstadt gab es zum ersten Mal in der Pokalfinalgeschichte ein Penaltyschiessen. Ich persönlich fand das schade und hätte nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit lieber eine Sudden Death Verlängerung gehabt, in der so lange weitergespielt wird, bis das entscheidende Tor fällt. Trotz der wenigen Tore war das Spiel überraschend hochklassig und unglaublich schnell. Im Penaltyschiessen hatte Planegg dann das erforderliche Quäntchen Glück und gewann zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den DEB Pokal und machte das Double mit der Deutschen Meisterschaft perfekt. In der Abschlussrede dankte der Generalsekretär des Deutschen Eishockey Bundes, Michael Pfuhl, den teilnehmenden Spielerinnen und gab bekannt, dass der nächste DEB Pokal in Ingolstadt ausgespielt wird.

Girls Night @ Kick on Ice
Am Samstag, 7. März, ging es für mich spontan zum Girls Night Event von Kick on Ice. Von 21 Uhr bis zum Frauentag am 8. März, 1 Uhr, lud Kick on Ice (ein Sportprojekt der Laureus Sport for Good Stiftung) in die Eishalle in die Paul-Heyse-Straße ein, um mit Mädchen und jungen Frauen ein bisschen Zeit auf dem Eis zu verbringen. Susann Götz (ehemals Kapitän der Nationalmannschaft) und Stefanie Frohberg (Eistanz) vermittelten den Mädels in zwei Gruppen (Anfänger und Fortgeschrittene) die wichtigen Skills, die sie auf dem Eis brauchen. Da es einige Mädels gab, die noch nie mit Schläger auf den Eis standen, gab es für diese zunächst ein Lauftechniktraining. Die Fortgeschrittenen machten sich an die Stocktechnik, um ihr Stickhandling zu verbessern. Die gesamte Ausrüstung, die gebraucht wurde, wurde vom Kick on Ice Projekt gestellt, obwohl es mehrere Teilnehmerinnen gab, die ihr eigenes Equipment mitbrachten. Da ein Imagefilm während der Veranstaltung gedreht wurde, mussten alle anwesenden Spielerinnen die Trikots der Teams aus der Kick Liga tragen. In der Kick Liga sind acht Teams organisiert, die sich in Form des Projekts Kick on Ice präventiv mit Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden an Kinder und Jugendliche richten und einem Abgleiten in die Kriminalität entgegenwirken wollen. Für mich war das Projekt ehrlich gesagt neu und deswegen vielen Dank an Katrin, die mich darauf aufmerksam gemacht hat und mitgenommen hat.

Diverses
In der letzten Ausgabe fragte ich die #WHC Leser nach ihren Spieler der Saison. Aus der nicht repräsentativen Umfrage ergab sich, dass vor Petr Pohl und Petri Vehanen mit großen Abstand der Verteidigungsminister Frank Hördler gewann. Eine Sondererwähnung gibt es für Steve Walker und Udo Döhler, die auch nominiert wurden.
Nicht nur die #WHC Leser haben sich für Frank Hördler entschieden, sondern auch Eishockey-Deutschland hat Frank Hördler zum besten Verteidiger der Liga gewählt. Bei der Gala in Mannheim war Hördler zwar nicht dabei, aufgrund der Pre-Playoff Spiele der Eisbären aber dafür Sven Felski, der für seine Verdienste in 20 Profijahren für das deutsche Eishockey in die Hall of Fame aufgenommen wurde. Herzlichen Glückwunsch an beide!

Im europaweiten Zuschauerranking sind die Eisbären Berlin in der Saison 2014/2015 nach dem Hoch der Saison 2013/2014 (Platz 2) wieder auf den 3. Platz wie in der Saison 2012/2013 gelandet. Bei einer Auslastung der o2 World von 91,68% kamen durchschnittlich 13.018 Zuschauer zu den Eisbären-Heimspielen. Europäischer Spitzenreiter bleibt wie die letzten Jahre unangefochten der SC Bern. Die DEL ist zurzeit hinter NHL aus Nordamerika und der Nationalliga A der Schweiz die drittbestbesuchte Eishockeyliga weltweit. Quelle siehe hier >>:

Als erster Spieler gab Matt Foy nach 3 Jahren mit dem Eisbär auf der Brust bei Twitter bekannt, dass er das Team verlassen wird.

Eisbären Kapitän André Rankel wird wegen einer Schulteroperation die Weltmeisterschaft in Tschechien verpassen. Der Kapitän des letztjährigen DEB Teams, Frank Hördler erholt sich momentan von einem Hüftmuskelfaserriss.

In eigener Sache

Während der Sommerpause erscheint #WallysHockeyCorner nicht mehr alle 14 Tage, sondern voraussichtlich an folgenden Terminen:
Nach dem Ende der DEL Saison: 28. April
Nach dem Ende der Weltmeisterschaft: 19. Mai
Nach den Stanley Cup Finalspielen: 9. Juni
je nach Nachrichtenlage (evtl. ein Game Worn Jersey Special): 14. Juli
Zu Beginn der Eisbärenvorbereitung: 4. August
je nach Nachrichtenlage: 18. August
Zum DEL Saisonbeginn: 1. September.

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Ciao and Take care!
 Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de