#WallysHockeyCorner 14

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Alles auf eine Karte gesetzt…

…Und verloren! So erging es den Eisbären am Sonntag, 1. März, gegen die Iserlohn Roosters als sie zweieinhalb Minuten vor Spielende, bei Überzahl, Petri Vehanen zugunsten eines 6. Feldspielers beim Spielstand von 2:2 aus dem Tor nahmen um ein 3:2 zu erzwingen. Leider traf elf Sekunden vor Spielende Chad Bassen für die Roosters ins leere Tor und die Eisbären blieben so auf dem 9. Platz nach der DEL Hauptrunde. Das Heimrecht, das sich die Berliner für die Pre-Playoffs erkämpfen wollten, liegt somit beim Achtplatzierten Nürnberg. Dass die Eisbären nun aber in den Pre-Playoffs nachsitzen müssen und ums Viertelfinale kämpfen, liegt nicht daran, dass sie knapp das Spiel gegen Iserlohn verloren haben, sondern daran, dass sie solche Spiele wie das am Freitag, 20. Februar, gegen den Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings nach 0:3 Führung (!) noch 4:3 nach Verlängerung verlieren. Auch das Spiel zwei Tage zuvor gegen den Spitzenreiter Mannheim ging mit 3:2 an die Mannschaft Hessen.

Alles beginnt bei Null
Um die Auswärtswoche vollkommen zu vergeigen, verloren die Eisbären dann noch gegen den Tabellenzweiten aus München mit 6:3. Einzig gegen die Düsseldorfer EG konnte am ersten Tag des Doppelheimspielwochenendes mit 5:2 gewonnen werden. Nun beginnt, wie André Rankel es in der Mixed Zone gesagt hat, nach der Niederlage gegen Iserlohn alles bei Null. Die Köpfe sind angeblich frei und es ist egal, ob das nächste Heimspiel im Wellblechpalast, dem Erika-Hess-Eisstadion oder der nicht mehr existierenden Deutschlandhalle stattfindet. (Mehr dazu im nächsten Abschnitt.) Auf den Weg ins Finale haben die Eisbären bei allen Serien kein Heimrecht (Ausnahme wäre Krefeld). Es wäre für die Männer von Uwe Krupp jetzt an der Zeit zu zeigen, dass sie wirklich keine Auswärtsschwäche haben. Denn von einen Stigma diesbezüglich, wollte der Trainer nach der Pressekonferenz letzten Sonntag nichts wissen. Dass man aber auch von Tabellenplatz 9 Deutscher Meister werden kann, zeigte letzte Saison der ERC Ingolstadt eindrucksvoll. Mentalcoach Markus Flemming wird das sicher als Beispiel anbringen, wenn es darum geht, die letzten Prozente aus der Mannschaft zu kitzeln.

Die 1-Spiel-Rückkehr in die Vergangenheit
Am Freitag, 6. März, bestreiten die Eisbären ihr erstes Pflichtspiel seit dem 18. April 2008 im Wellblechpalast im Sportforum Hohenschönhausen. Dass es dazu kommen konnte, liegt zum Teil an dem Umstand, dass die o2 World durch mehrere andere Veranstaltungen geblockt ist, an den Spielterminen, aber auch daran, dass man in der Geschäftsstelle der Eisbären wohl davon ausgeht, die Pre-Playoffs zu vermeiden und direkt ins Viertelfinale der DEL einzuziehen. So wurde die letzte Februarwoche ganz schön „gerödelt“, um die ein oder andere Spielverlegung bei möglichen Gegnern zu erbitten. Am Ende stimmten Krefeld, Wolfsburg und Nürnberg zu, schon am Dienstag, dem 3. März, in der o2 World zu spielen, sollte Berlin das Heimrecht zustehen. Medienberichten war zu entnehmen, dass Berlin jede Menge Zugeständnisse machen musste, so zum Beispiel die Übernahme der Flug/Hotelkosten. Letztendlich spielen die Eisbären aufgrund ihres Tabellenplatzes nun das einzige Heimspiel der Serie im Welli – und 9.505 Fans schauen in die Röhre, weil die o2 World 14.200 Zuschauer fasst und der Wellblechpalast nur 4.695. Im Wellblechpalast haben mit Ach und Krach die ca. 5000 Dauerkarteninhaber Platz. Selbst die Rollstuhlfahrer, die sich das Spiel ansehen dürfen, werden ausgelost! Nicht nur die Fans, die das Spiel verpassen werden, sondern auch die Dauerkarteninhaber sind sauer, weil sie ihre Karten extra umtauschen müssen. Die ersten zwei Spielminuten im Spiel gegen Iserlohn gab es deshalb Protest. Mich erinnert die ganze Posse um den Spielort an das Viertelfinale 2003, als die Eisbären in die Deutschlandhalle ziehen mussten, um dort gegen die Hamburg Freezers zu spielen. Nur gab es damals Karten für alle. Nicht nur die Fans hat man mit dem Umstand vor den Kopf gestoßen. Sicher verlangen auch die Logeninhaber und Sponsoren Kompensation für die Ausfälle. Dieses eine Spiel wird ein dickes Minusgeschäft. Hoffen wir, dass die Eisbären die Pre-Playoff Serie gewinnen und dann gegen Mannheim oder München im Viertelfinale spielen.

Bei Mannheim kommt mir die Viertelfinalserie 2002 wieder in den Sinn, als die Eisbären gegen Adler Mannheimin 3:1 Spielen verloren. Im Jahr darauf verloren sie im Halbfinale, dann im Finale und 2005 konnte die erste deutsche Meisterschaft errungen werden. Damals, 2002, gab es wie 2015 auch einen Trainerwechsel unter der Saison. Uli Egen musste gehen und Pierre Pagé kam. Wenn dieser Trainerwechsel 2015 von Tomlinson auf Krupp genauso positive Effekte hat wie der Wechsel 2002, warte ich gerne noch weitere drei Jahre auf die nächste Meisterschaft.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies vom OSC Berlin spielten am 21. und 22. Februar beim EC Bergkamen und gewannen 1:5 und 2:4. Mit diesen beiden Siegen konnten sie sich den 2. Tabellenplatz zurückerobern. Am 28. Februar und 1. März hätte im Gegenzug Ingolstadt wieder vorrücken können, aber beide Spiele gegen Bergkamen gingen verloren, während die Eisladies in der DFEL Spielfrei hatten. Dadurch, dass die Frauen in der Liga nicht ran mussten, konnten sie mit einem Mixed-Team aus jüngeren und älteren Spielerinnen an einem Turnier in Jonsdorf (Landkreis Görlitz) teilnehmen. Dort belegten die Damen vom OSC den zweiten Platz. Die letzten beiden Saisonspiele bestreiten die Eisladies gegen ECDC Memmingen, die momentan mit 2 Punkten Rückstand auf OSC Berlin auf Platz 4 in der Tabelle liegen. Es wird also ein spannendes und knappes Finish um die Plätze 2, 3 & 4 in der DFEL geben.
In den letzten zwei Wochen konnte FASS Berlin in vier Spielen zweimal siegen. Gegen den Neusser e.V. wurde mit 7:6 nach Penaltyschiessen gewonnen und gegen die Löwen Frankfurt Eishockey e.V. klar mit 6:2. Gegen EHC Schönheide mussten die Akademiker eine 6:0 Niederlage hinnehmen und gegen Ratinger Ice Aliens 97, nach 1:5 Führung (nach 30 Minuten) noch eine 7:5 Niederlage (nach 60 Minuten). Geehrt wurde Fabio Patrzek für 250 Spiele für FASS Berlin. Die Akademikerfamilie trauert um ihr langjähriges Mitglied Walter Emslander. Zwischen 1973 und 1985 stand der gebürtige Bayer im Tor der Berliner. Bei der Wahl zum besten FASS Spieler aller Zeiten belegte er 2014 Platz drei. Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen.

#ebbwelcomesrefugees
Zwischen dem 51. und 52. DEL Spieltag trainierten die Eisbären in der o2 World. Draußen standen sich die Dauerkarteninhaber die Beine in den Bauch, um Tickets für das Pre-Playoff Spiel zu holen und drinnen wurden Kinderaugen zum Glänzen gebracht. Aber von vorne: Die Fangruppe „black corner 2007“ feierte im vergangenen Dezember ihren 7. Geburtstag als Soliparty für Flüchtlinge, die in Berlin untergebracht sind. Nach Monaten der Vorbereitung und mehreren Treffen wurden gemeinsam mit den „Eishockeyfans für Toleranz“, den Eisbären Berlin, dem Eisbären Kids Club, dem Eisbärenmaskottchen Bully und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern ca. 60 Flüchtlinge aus Hohenschönhausen, Lichtenberg und Wedding eingeladen. Mitglieder der Fangruppe holten die Flüchtlinge am Sonnabend,  28. Februar, von ihren Unterkünften ab und brachten sie zum Treffpunkt am neuen Fanbogen. Punkt 10 Uhr eröffnete Eisbären Pressesprecher Daniel Goldstein die Veranstaltung. Nachdem sich die Eisbären und die Organisatoren den black corners vorgestellt hatten, ging es mit den Kids rüber in die o2 World. Die Mannschaft der Eisbären trainierte bereits fleißig für das letzte Hauptrundenspiel der Saison gegen die Iserlohn Roosters. Zuerst waren die Kids natürlich etwas schüchtern und setzten sich – weitab vom eigentlichen Geschehen – auf die Sitzplätze hinter dem Stehplatzbereich. Nach einiger Zeit gewann dann aber doch die Neugier und sie strömten runter an die Plexiglas-Schutzwand, um die Spieler von Nahem zu sehen. Nach dem ersten Gruppenfoto auf der Stehplatztribüne ging es schnurstracks in die Katakomben der o2 World, um sich die Schlittschuhe anzuziehen. Kurz darauf konnten die Mädchen und Jungen endlich aufs Eis der o2 World. Mathias Niederberger war leider der einzige Eisbärenspieler, der sich freiwillig die Zeit nahm, um den Flüchtlingskindern auf dem Eis zu begegnen. Niederberger sagte nach der Aktion, dass er sich einfach freue, das Glänzen in den Kinderaugen zu sehen. Die Eisbären hätten auch eine soziale Verantwortung und er nehme diese sehr gerne wahr. Nach der ganzen Action auf dem Eis gab es anschließend von „Red Star Catering“ gespendete Kartoffelsuppe. Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde ich dann noch gefragt, ob ich elf Flüchtlinge mit zurück nach Hohenschönhausen begleiten könne als Unterstützung. Sehr gern hab ich das getan. Der ganze Tag war total Klasse, organisatorisch und vor allem für die ca. 60 Kinder. Ich selbst hatte noch am Abend ein Grinsen vom linken zum rechten Ohr auf dem Gesicht und kann die „besorgten Bürger“ die gegen diese armen Menschen demonstrieren jetzt noch weniger verstehen als vorher. Ein riesengroßes Dankeschön an black corner 2007, die Eisbären Berlin und alle Helfer für diese Veranstaltung! Und wie ich gehört habe, soll das nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein. Nächste Saison geht es weiter und ich bin sehr gern wieder mit vor Ort und schreibe bei LichtenbergMarzahnPlus darüber.

Diverses
Am Mittwoch, 18. Februar, trafen sich in Berlin die 26 Vertreter der Gründungsclubs der Champions Hockey League, um über die Zukunft des Wettbewerbs zu beraten und die ersten kleinen Reformen zu verabschieden. Z.B. sollen zukünftig 48 statt 44 Teams am Wettbewerb teilnehmen und statt 11 Gruppen mit jeweils 4 Teams soll es zukünftig 16 Gruppen mit je 3 Teams geben, um schneller in die Phase der KO Runden übergehen zu können. Weiterhin kein Part in der CHL sind die Teams der russischen KHL.
Die Fanatics-Ost sind Back-to-Back Sieger des Gasag Fanhockeys. Wie 2014 gewannen sie 2015 das Finale im Polarsoccer.
Am Samstag, 7. März, wird der neue Fanbeirat gewählt. Eure Stimme könnt ihr ab 13 Uhr im neuen Fanbogen an der Warschauer Brücke abgeben.

In eigener Sache
Ich möchte von euch wissen: Wer war euer Spieler der Saison? Schreibt mir am besten via Twitter an @Wally44. Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 13

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5 von 6 Punkten geholt

„Wir sind froh, dass wir 5 von 6 Punkten holen konnten”, sagte Eisbären Cheftrainer Uwe Krupp bei der Pressekonferenz nach dem Match gegen einen der schärfsten Konkurrenten um einen der PlayOff Plätze, die Nürnberg Ice Tigers. Das Doppelheimspielwochenende nach der Länderspielpause begann diffus. Gegen die Panther aus Augsburg setzte es innerhalb von 20 Sekunden nach drei Spielminuten die ersten zwei Gegentore. Im Doppelschlag glichen die Eisbären postwendend aus, um zwei Minuten später wieder zwei Tore zu kassieren. Julian Talbot machte in dem Spiel seinen 150. Punkt für die Eisbären und der wiedergenesene Matt Foy sein 100. DEL Spiel. Direkt nach Spielende konnte man Uwe Krupp seine Stimmung ansehen. Kopfschüttelnd verließ er die Kabine und ging in sein Trainerzimmer. Bis zur Pressekonferenz hatte er allerdings seine professionelle Contenance wiedergefunden. Sein 150. DEL Spiel hätte Verteidiger Casey Borer am 15. Februar gegen Nürnberg machen sollen, leider verletzte er sich beim Match gegen die Panther zwei Tage zuvor und fiel mit einer Oberkörperverletztung aus.

Penaltyschießen
Gegen die Ice Tigers aus Nürnberg waren die Eisbären 57 Minuten die stärkere Mannschaft. Auf beiden Seiten gab es Chancen noch und nöcher. Die Torhüter beider Teams waren allerdings auch gut aufgelegt und verhinderten jede Menge Tore. In den letzten drei Minuten des Spiels witterten die Nürnberger noch mal Morgenluft, kamen durch zwei späte Tore zurück ins Spiel und zwangen die Eisbären in die Verlängerung. Auch in der Overtime ließen die Nürnberger in ihrem Druck nicht nach und wollten unbedingt den Zusatzpunkt. Aber mit Ach und Krach konnten sich die Eisbären ins Penaltyschießen retten, wo dann Matt Foy das entscheidende Tor erzielte. In der Pressekonferenz waren beide Trainer mit der Punkteverteilung zufrieden. Uwe Krupp, weil seine Mannschaft ein ordentliches Spiel ablieferte und Martin Jiranek aufgrund des gewonnen Punktes.
In den nächsten und letzten fünf Partien der Hauptrunde geht es für die Berliner nach Mannheim, Schwenningen und München, ehe das nächste Doppelheimspielwochenende am 27. Februar und 1. März gegen Düsseldorf und Iserlohn im DEL Terminplan steht. Hoffentlich werden von der Mannschaft alle fünf Partien als Endspiele aufgefasst, um noch einen guten PlayOff Platz zu erreichen. Grade gegen die in der Tabelle Erst -und Zweitplatzierten, Mannheim und München könnte schon PlayOff Feeling aufkommen.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies hatten in der DFEL Spielfrei. So zog auch der ERC Ingolstadt am OSC Berlin in der Tabelle vorbei auf den 2. Platz. Das nächste Spielwochenende hat Ingolstadt allerdings Spielfrei, so dass sich der OSC gegen den EC Bergkamen wieder auf den 2. Platz vorarbeiten kann.
Die Akademiker von FASS Berlin spielten in der Pokalrunde der Oberliga Mitte gegen Lippe-Hockey Hamm Nachwuchs e.V. (6:3 Niederlage), Ratinger Ice Aliens 97 e.V. (5:3 Sieg), Lippe-Hockey Hamm Nachwuchs e.V. (2:4 Niederlage) und Löwen Frankfurt Eishockey e.V. (4:6 Niederlage)

Diverses
Beide Wochenendspiele bestritten die Eisbären im blauen Third Jersey.
Auf die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer von der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus vom 15. Januar zur Datei „Sportgewalt Berlin“ gab die Senatsverwaltung für Inneres und Sport bekannt, dass es unter den Fans der Eisbären Berlin fünf registrierte Anhänger gibt, die der „gewaltbereiten Kategorie B“ angehören. Der „gewaltsuchenden Kategorie C“ gehört kein Anhänger der Eisbären an. Im Vergleich zu den anderen Profiteams in Berlin stehen die Eisbären gut da. (Hertha BSC: 535 registrierte „Fans“, Union Berlin: 473 registrierte „Fans“ und Alba Berlin: 7 registrierte „Fans“ allerdings alle in der Kategorie C.) (Quelle >>)
Im Slovakia-Cup spielte die Mannschaft des DEB gegen die Schweiz und die Slowakei. Beide Spiele gingen 1:4 verloren und das Turnier beendete die junge Mannschaft auf dem letzten Platz. Turniersieger wurde die Slowakei durch einen 5:0 Erfolg im letzten Spiel gegen die Schweiz. Jens Baxmann war der einzige Eisbärenspieler im DEB-Kader.

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Wally #WHC

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#WallysHockeyCorner 12

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Die erste Minikrise unter Krupp

Dass man mal vier Mal hintereinander verliert, ist im Sport eigentlich nichts Ungewöhnliches. Aber, dass es grade in der Crunchtime der Hauptrunde ist, wo es um die wichtigen Punkte für die Playoffqualifizierung geht, macht die Niederlagenserie ärgerlich. Durch die Niederlagen gegen Straubing am 23. Januar (3:2), Ingolstadt (5:3), Krefeld (4:6) und Wolfsburg (4:2) wurden die Eisbären auf den 7. Tabellenplatz „runtergereicht“. Zeit zum Sammeln und ausgiebigen Trainieren haben die Eisbären jetzt, da die DEL anderthalb Wochen pausiert und erst wieder am 13. Februar startet. Fehlen werden in der Zeit allerdings Jens Baxmann und Eisbärencaptain André Rankel. Beide wurden für die Nationalmannschaft nominiert, die vom 5. – 7. Februar gegen die Slowakei und die Schweiz um den Slovakia-Cup spielt. Nach der Nationalmannschaftspause stehen dann nur noch sieben Spiele in der DEL Hauptrunde auf dem Programm. Hoffentlich kann der „Verteidigungs­minister“ Frank Hördler seine Leistung beibehalten, denn in den letzten fünf Spielen ist er „on Fire“ wie seine phänomenale Ausbeute von 7 Punkten für einen Verteidiger zeigt. Aber nicht nur in den letzten Spielen macht Hördler einen Punkt nach dem anderen, die ganze Saison über spielte er sehr konstant und offensiv. Sieben Spiele vor Hauptrundenende hat er schon seine Karrierebestwerte gebrochen und zurzeit 11 Tore und 20 Vorlagen auf seinem Konto. Nur Ex-Eisbär Richie Regehr (36 Pkte.) aus München und der Mannheimer Danny Richmond (32 Pkte.) haben in der Verteidigung mehr Punkte erzielt als Nante (31 Pkte.), wie der Spitzname von Frank Hördler ist.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies vom OSC Berlin konnten ihre beiden Auswärtsspiele gegen den ERC Ingolstadt beide knapp nicht gewinnen. Das erste ging am 24. Januar 5:4 verloren und tags darauf mussten sich die Berlinerinnen nach Penaltyschiessen 6:5 geschlagen geben. Besser lief es am 31. Januar und 1. Februar im heimischen Wellblechpalast gegen Garmisch-Partenkirchen. Das erste Spiel ging 4:1 an die Gastgeberinnen und das zweite Spiel 8:0. Trotz der beiden Siege ist der ESC Planegg-Würmtal uneinholbar an der Tabellenspitze und feierte somit am 1. Februar schon die vorzeitige Deutsche Meisterschaft der DFEL.
Bei FASS Berlin gibt es laut Eishockey News zurzeit Gerüchte: Angeblich will der Freie Akademischer Sportverein Siegmundshof Berlin e.V. (FASS Berlin) mit den Preußen von der Oberliga Ost in die Oberliga Nord wechseln.

Neujahrsempfang des WKHL e.V.
Am 27. Januar lud der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. zum Neujahrsempfang in den Wellblechpalast. Zu einer für Empfänge recht ungewöhnlichen Zeit, um 9:30 Uhr, trafen sich die im Wirtschaftskreis organisierten Unternehmer und diverse Politiker wie z.B. die Sozialstadträtin Lichtenbergs, Kerstin Beurich (SPD) und der Fraktionsvorsitzende der CDU, Gregor Hoffmann. Vor Wochen fragte mich der Herausgeber von LichtenbergMarzahnPlus.de, ob ich ihn zu der Veranstaltung begleiten wolle. Ich sagte natürlich sofort zu, denn ich war zwar schon sehr oft im Wellblechpalast, aber bei dem Programm, was nebenbei geboten wurde, kann man eigentlich nicht Nein sagen. So stand nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden, Thomas Kleindienst, ein kleines Canapéfrühstück auf dem Programm. Durch den Vormittag leitete Ex-Eisbären Spieler und heutiges Mitglied des Vorstands der Eisbären Juniors, Nico Pyka. Schon kurz nach Beginn kam ich mit Pyka ins Gespräch über seine Game-Worn Trikots, die im Restaurant Welli’s hängen, aus seiner Zeit bei den Adler Mannheim, Iserlohn Roosters, Memphis Riverkings und natürlich der Eisbären Berlin. Die Gäste des Neujahrsempfangs wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Und nach einem Gruppenfoto ging es dann in die Katakomben des Wellblechpalastes. Durch die Umkleidekabine, enge Flure und einen Aufenthaltsraum ging es in den Videoraum, wo der Sportpsychologe der Eisbären, Markus Flemming, seine Arbeit erklärte und ein Video zeigte, welches vor Beginn der Playoffs 2012 dem gesamten Team im CinemaxX am Potsdamer Platz nach einem gemeinsamen Essen gezeigt wurde. Die Spieler sollten sehen, welche Erfolge sie in der laufenden Saison schon erzielt hatten, und dass man nach Niederlagen auch wieder aufstehen und weiterkämpfen muss. All dies haben die verschiedenen Sequenzen des 20 minütigen Films auch sehr anschaulich dargestellt. Nach dem Besuch bei Markus Flemming ging es zurück in die Kabine der Eisbären, wo Nico Pyka auch jede Menge Sachen erklärte: Zum Beispiel, dass die Eishockeyschläger seit einiger Zeit aus Carbon bestehen und nicht mehr aus Holz und warum jeder Schläger spezifische Biegungen hat. Während auf dem Eis noch die Profis trainierten, hieß es dann: Umziehen! Kabine 2 des Wellis war komplett ausgestattet wie vor einem Ligaspiel. Ich hatte dort auch endlich mal die Gelegenheit, mir eine Goalieausrüstung von nahem anzusehen und auch mal eine Torwartmaske aufzusetzen oder den Blocker von Ex-Eisbären Torwart Rob Zepp anzuziehen, der jetzt in der Organisation der Philadelphia Flyers spielt. Ja, auch für mich gibt es beim Eishockey noch Dinge, die ich zum ersten Mal tue. Ein wenig enttäuscht war der Betreuer schon, als sich insgesamt nur vier Leute von 18 Angemeldeten trauten, aufs Eis zu gehen und Eishockey zu spielen. Als die Eisbärenprofis mit ihrem Training fertig waren, mussten sie sich noch durch die Gäste des Neujahrsempfangs kämpfen und sehr viele Autogramme geben. Nachdem der Zamboni im Sportforum nochmal das Eis aufbereitet hatte, ging es dann für die Gäste des Neujahrsempfangs auf selbiges. Die Mehrheit versuchte sich im Eisstockschießen. Nico Pyka und der Betreuer spielten mit uns vier Leuten Eishockey. Nach 50 wunderbaren Minuten war das Ganze auch schon wieder vorbei und es ging zum Mittagessen ins Restaurant Wellis. Marcel Noebels wohnte dem auch bei und beantwortete noch die ein oder andere Frage.
Für mich war das Erlebnis bisher das Highlight des Jahres 2015, denn wann steht man schon mal auf dem Eis, auf dem die Eisbären zig Meisterschaften geholt haben. Danke an den Wirtschaftskreis für die Einladung und an die Eisbären, insbesondere Nico Pyka fürs Realisieren des Events.

Diverses
Die o2 World heißt ab 1. Juli 2015 Mercedes-Benz Arena. Der Vertrag soll 20 Jahre laufen und die Arena soll im laufenden Betrieb an den neuen Sponsor angepasst werden. Z.B. sollen die Sitze ausgetauscht werden und das in der Arena noch vorherrschende Blau den Mercedes Farben weichen. Ich hoffe, dass der Namenswechsel auch als Chance gesehen wird, in der Präsentation der Eisbären das Ein oder Andere zu ändern, z.B. beim Walk-In oder den Unterbrechungen etc. Ein neues Scoreboard wurde vor dem Spiel gegen Krefeld ja schon ausprobiert. Mal sehen, wann das auf dem Videowürfel zum Einsatz kommt.
Am Wochenende zog der Fanbogen in sein neues Domizil. Am Freitag nach dem Krefeld-Spiel gab es den letzten Abend im alten Bogen und am 7. Februar ist dann ab 19 Uhr offizielle Eröffnung des neuen. Es gelten die bisherigen Mitgliedschaften. Die Tagesmitgliedschaft kostet weiterhin 50 Cent.
Der ehemalige Goalie der Washington Capitals, Maxime Ouellet, nahm sich der Torhüter der Eisbären an und trainierte speziell mit ihnen. Wenn Ouellet nicht grad in Berlin die Goalies trainiert, arbeitet er hauptamtlich als Goaliecoach der Quebec Remparts in der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) und trainiert dort den nächsten kanadischen Supergoalie Zach Fucale. Fucale gewann am 5. Januar mit der kanadischen U20 Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft im Endspiel gegen Russland.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

 

Interview mit dem Eis-Dynamo

Interview mit dem Eis-Dynamo

In der Ausgabe 144 des Fanzines Eis-Dynamo erschien in der Rubrik „Hinter der Bande“ ein Interview mit mir zu #WallysHockeyCorner drüben bei LichtenbergMarzahnPlus.

Nun wurde mir gestattet, es zur Zweitverwertung auch hier zu Veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen!

Hinter der Bande: #WallysHockeyCorner

Printmedien haben es in der heutigen Zeit bekanntlich immer schwerer in der Medienlandschaft. Auch für den Eis-Dynamo ist es seit Jahren nicht einfach sich am Leben zu halten. Aber nach über 21 Jahren sind wir immer noch für unsere Leserschaft da und das ist auch gut so! Es ist eben der Lauf der Zeit, daß sich viele fast ausschließlich nur noch über die elektronischen Medien informieren. Das Internet bietet ja mittlerweile unzählige Möglichkeiten dafür. Auch über unseren Lieblingssport findet man im www reichlich Portale, wo man sich umfassend informieren kann. Manche sind wirklich sehr gut, andere kann man getrost links liegen lassen. Auf dem lokalen Internetportal LichtenbergMarzahnPlus.de findet man seit dieser Saison die Eishockey-Kolumne von Christian Baumeier, vielen  im Fanumfeld der Eisbären auch als Wally ein Begriff.

Grund genug für den Eis-Dynamo, in Person vom „Langen“,  mal bei Wally vorbeizuschauen, um mehr über dieses Projekt zu erfahren.

Eis-Dynamo (ED):  Hallo Wally, wie kam es das du zum Kolumnenschreiber in diesem Internetportal geworden bist?

Wally: Wie ich dazu gekommen bin? Hmm. Zum Eishockey gekommen bin ich 1998. Damals bei einem der Spiel der Juniors, wo ja bekanntlich die Eisbären damals die Karten haufenweise an die Schulen verschenkt haben.  Über ein Familienmitglied kam ich dann auch zu einer Freikarte für die „großen“ Eisbären. Das war damals ein Spiel der European Hockey League, gegen den HC Dukla Jihlava. Ich war dann natürlich Feuer und Flamme und das zog sich dann auch über einige Jahre hinweg. So war ich auch über viele Jahre Mitglied bei den Fanatics Ost. Habe mich dann aber  nach einiger Zeit vom Hockey zurückgezogen, aber nie ganz den Faden dazu verloren.

ED: Hast du also Abstand vom Eishockey gesucht, weil es dir mit den Fanatics Ost nicht mehr so gepasst hat, oder ?

Wally: Naja so ein bisschen. Es kamen halt bei den Fanatics immer mehr junge Leute dazu und selbst wurde man ja auch älter. Ich merkte dann irgendwie, daß ich in die Struktur doch nicht mehr so recht reinpasste.  Irgendwie war bei mir dann auch die Luft raus nach den ersten Meisterschaften. Man hatte so viel gesehen und erlebt, alle DEL-Stadien mitgenommen und natürlich auch viel Spaß gehabt.

Ich hab mich dann ein paar Jahre vom Hockey zurückgezogen, das Geschehen aber trotzdem weiter verfolgt und blieb so immer im Bilde, was auf und um das Eis so passierte. Langsam kam die Lust auf Eishockey dann aber doch wieder und ich bin mit Kollegen und Freunden dann wieder sporadisch zu den Spielen der Eisbären gegangen, schrieb darüber und auch über die NHL in den diversen Netzwerken, hauptsächlich bei Twitter.

So wurde die Birgit Eltzel, ehemalige Redakteurin in der Lokalredaktion der „Berliner Zeitung“, auf mich aufmerksam. Sie betreibt mit ihrem Mann die Plattform „LichtenbergMarzahnPlus“ im Internet.

ED: Den nicht so bewanderten im Internet, was bedeutet das konkret?

Wally: Das ist ein Online-Medium, was praktisch lokale Nachrichten bringt, die man heute in den Print-Medien so gar nicht findet oder gar keinen Platz mehr haben. Die gibt es auch für andere Stadtbezirke, wie zum Beispiel Prenzlauer Berg.

ED: Wurdest du dann engagiert um allgemein über lokale Sachen zu berichten, oder nur über das Eishockey?

Wally: Nein, eigentlich nur über das Eishockey erst einmal. Mir ist es aber freigestellt auf Redaktionskonferenzen Anregungen zu geben für andere Themen oder vielleicht auch selbst einmal darüber zu berichten. Da traue ich mich aber (noch) nicht so richtig ran. Ich bleibe da lieber bei Sachen die ich auch wirklich verstehe.

ED: Das ist richtig, würde ich bei bestimmten Sachen auch nicht machen, aber beim Eishockey hast du dir das halt zugetraut…

Wally: Ja genau. Habe erst einmal so zur Probe angefangen zu schreiben und mittlerweile läuft das immer besser. Bin selbstsicherer geworden und schreib nun sogar in der nächsten Ausgabe eine kleine Reportage über das Skater-Hockey Team „Stratos Hohenschönhausen“, so werden meine Beiträge immer umfassender.

ED: Also geht es in der Eishockey-Kolumne nicht nur um die Eisbären, sondern auch um andere Teams in Berlin?

Wally: Naja, vor allem über das was sich so in Sachen Eishockey in und um den Wellblechpalast tut. Da ist ja auch noch FASS Berlin oder die Eisladies vom OSC.

ED: Sollen die Eisbären aber der Mittelpunkt deines Blogs bleiben, oder soll sich das gerecht über die Teams verteilen?

Wally: Natürlich bilden die Eisbären den Schwerpunkt, allein schon von ihrem Status her. Ich werde mir aber Mühe geben auch den anderen Teams eine Plattform zu geben, die sonst so nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

ED: Beim Eis-Dynamo findet ja auch seit geraumer Zeit FASS als Kooperationspartner eine Plattform. Genau wie die Teams der Juniors. Möchtest du da auch mal deinen Fokus draufrichten, was jetzt die DNL betrifft?

Wally: Ich muß ehrlich sagen, daß wäre mir dann doch zuviel. Der Schwerpunkt bleibt erstmal bei den „großen“ Eisbären, aber ein Special wie jetzt mit Stratus möchte ich schon immer mal wieder einbauen.

ED: Klar, wir wissen ja selbst wie aufwendig das alles sein kann. Findest du überhaupt genug Zeit dafür?

Wally: Im Moment eigentlich schon. Ich schreibe ja nicht wöchentlich, sondern nur alle 14 Tage. So hab ich das mit Birgit Eltzel erst einmal vereinbart. Wöchentlich würde es sich doch meist nur mehr auf statistische Sachen beschränken, aber so kann ich doch dann mal eine Story einbauen, so das alles nicht so trocken rüberkommt.

ED: Also wird dein Blog jetzt immer alle zwei Wochen erscheinen. Was ist dann eigentlich in der Sommerpause? Machst du dann damit weiter?

Wally: Da bin ich mir nicht ganz so sicher ob dann Ende April oder im Mai erst einmal Ruhe ist. Vielleicht bringe ich dann spontan noch ein Special, wo es um Erlebnisse aus der Vergangenheit geht zum Beispiel.

ED: Da gibt es doch bestimmt eine Menge Dinge die du bei den Fanatics erlebt hast, die so manchen gerade bei den Jüngeren interessieren würden?

Wally: Aber na klar, gerade was man so bei Auswärtsfahrten mitgemacht hat, das waren schon Erlebnisse. Freitag warst du noch beim Heimspiel, Samstag in Oberhausen und einen Tag später in Ingolstadt auswärts. Das bleibt unvergessen!

ED: Also gab es Zeiten wo du richtig „Hardcore-Fan“ warst?

Wally: Klar, das war ich wohl. Aber wie gesagt, man wurde ja dann auch älter und so ließ das mit der Zeit dann doch nach. Jetzt bin ich eigentlich froh gemütlich mit meinem Laptop auf der Pressetribüne zu sitzen und nicht mehr mittenmang im Ultra-Block zu stehen (lacht).

ED: Das kann ich verstehen, auch ich sitze ja mittlerweile gerne lieber über der Fankurve, man wird halt gesetzter sozusagen. Also kannst du dir es generell nicht mehr vorstellen, da unten mit zu stehen oder dir die Qualen einer Auswärtsfahrt nach NRW oder Bayern anzutun?

Wally: Eine Auswärtsfahrt schon, aber das Kapitel Fankurve ist wohl für mich dann doch endgültig abgeschlossen.

ED: Also ist die Bindung dann nicht mehr so innig, daß du mal wieder heiser nach einem Spiel nach Hause gehst?

Wally: Eigentlich war ich nie der Typ Fan, der nach einem Spiel heiser war. Mich hat schon dann doch mehr das Geschehen auf dem Eis interessiert, so wie es heute auch noch ist. Verstehe dann wirklich nicht so recht, wie manche  permanent am singen etc. sind und so gar nichts vom Spiel mitbekommen. Dafür dann 15 oder 20 Euros auszugeben, ich weiß nicht. Aber das ist jedem seine Sache und ich akzeptiere das natürlich auch.

ED: Ich weiß auch, daß dich die NHL sehr interessiert, wird diese in deinem Blog in Zukunft auch eine Rolle spielen, oder fühlst du dich dafür nicht kompetent genug?

Wally: Ach ich glaube mal schon. Ich verfolge die NHL eigentlich noch intensiver als die Eisbären oder die DEL. Schaue mir oft nächtelang per Internet-Abo die Spiele an, vor allem von den Washington Capitals, welcher mein Lieblingsverein ist. Das ist eben der Vorteil wenn man Frührentner ist. Jetzt wäre ist nicht ganz so passend, aber nach der DEL-Saison sicherlich schon.

ED: Da du ja deinen eigentlich erlernten Beruf nicht mehr ausüben kannst, wäre es für dich in der Zukunft vorstellbar beruflich fest in der journalistischen Branche einzusteigen?

Wally: Ich weiß natürlich in welcher Situation vor allem die Printmedien heutzutage stehen. Viele kämpfen um das Überleben und da ist es für einen Quereinsteiger wie mich sicherlich schwer. Vorstellen kann ich mir das schon, aber realistisch ist es eher nicht.

ED: Nun bist du ja seit dieser Saison auf der Pressetribüne integriert, hast also noch mehr den Draht zur Journalistenweltwie Pressekonferenzen etc.  War das anfangs spannend, oder eher nicht? Kann man da noch dazulernen?

Wally: Ich hatte ja schon vorher Kontakt zu Michael Lachmann oder Claus Vetter über Twitter (Anm. der Redaktion: Bild/B.Z. und Tagespiegel), also ganz unbedarft war ich da nicht. Anfangs hat mir gerade Michael Lachmann Tipps gegeben, wie man gewisse Dinge schreibt oder manche Sätze beginnt. Das war schon hilfreich. Für Kritik bin ich aber immer offen, auch wenn bis jetzt eigentlich keine kam zu meinem Blog, eher gab es nur positive Reaktionen.  Das macht mich schon etwas stolz. Manchmal wunder ich mich vor Pressekonferenzen wie so mancher, grad von den älteren Journalisten am poltern ist, dann aber wenn es los geht, keinerlei Fragen mehr hat. Finde ich schon etwas merkwürdig. Auch die Kritik an den Verantwortlichen im Verein zur Öffentlichkeitsarbeit und daraus resultierender sinkender Zuschauerzahlen, kann ich nicht nachvollziehen. Ich denke da tut sich bei den Eisbären eine ganze Menge, in letzter Zeit auch im Internet wo man ständig auf Links zum EHC und dessen Spielen stößt.

ED: Wie ich weiß, warst du ja auch schon selbst zu NHL-Spielen in Übersee. Kann man denn Vergleiche ziehen, was da in den großen Arenen so abläuft und hier in der DEL, speziell bei den Eisbären?

Wally: Aus meiner Sicht als Fan gefällt mir es da irgendwie besser. Man kann da in Ruhe sitzen, sich das Spiel anschauen. Das Event an sich ist einfach spektakulärer, auch wenn ich mich jetzt nicht als „Eventie“ bezeichnen möchte. Da gibt es zwar nicht die teilweise angetrunkenen Fans die, aus meiner Sicht immer wieder dieselben Lieder singen. Aber das Ereignis an sich gestaltet sich wesentlich spektakulärer. Was hat sich denn seit 2008 bei uns verändert, das Feuerwerk ist fast dasselbe, genau wie der Einspieltrailer zum „Sicherheitshinweis“. Das ist dort wesentlich besser. Fast in jeder Unterbrechung wird da auf den Videowürfeln ein Spieler vorgestellt oder andere interessante Sachen, ganz abgesehen von der Einlaufzeremonie, die ist einfach gigantischer! Da könnte man sich hier bei uns so manche Sache mal abschauen.

ED: Danke Wally für deine umfassenden Aussagen. Der Eis-Dynamo wünscht dir an dieser Stelle weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deinem Blog!

Wally: Das wünsche ich dem Euch auch, auf weitere 20 Jahre und mehr!

Bleibt mir an dieser Stelle traditionell nur noch allen Lesern des Eis-Dynamo ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen!

Der Lange

#WallysHockeyCorner 11

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Zuhause hui – auswärts meistens pfui

Acht Heimspiele konnten die Eisbären Berlin seit 14. Dezember 2014 für sich entscheiden, während sie auswärts seit dem 28. Dezember vier Spiele hintereinander verloren. Erst am vergangenen Sonntag, 18. Januar, gelang es ihnen in Hamburg endlich wieder zu punkten. Die Punkte, die man auswärts hat liegen lassen, hätte man dringend gebraucht im Kampf um den noch unter dem ehemaligen Headcoach Jeff Tomlinson anvisierten 4. Tabellenplatz nach der DEL-Hauptrunde, der das Heimrecht im Viertelfinale bedeutet. Momentan stehen die Berliner auf dem 5. Platz, aber es wäre meines Erachtens noch Platz zwei nach der DEL Hauptrunde hinter Mannheim möglich. Die letzten fünf Spiele der Bären seit der letzten Kolumne waren recht durchwachsen. Drei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber. Am 6. Januar verloren die Eisbären gegen die Düsseldorfer nach Penaltyschiessen 4:3. Drei Tage später konnte man konsequent 4:0 gegen die Wild Wings aus Schwenningen siegen. Das Sonntagsspiel am 11. Januar ging mit 6:4 an den DEL Spitzenreiter aus Mannheim. Das letzte Wochenende war aus Sicht der Bären ein 6-Punkte-Wochenende. Zuerst gewannen die Bären am Freitag in der o2 World 3:0 gegen die Ice Tigers aus Nürnberg und zwei Tage später endlich wieder einmal auswärts 1:4 in Hamburg. Beim Heimspiel gegen Nürnberg gelang Goalie Mathias Niederberger sein erstes Zu-Null-Spiel (Shutout) in der DEL. Dementsprechend aufgekratzt war er nach dem Spiel auch in der Mixed Zone beim Interview mit den Journalisten. Eine kleine Besonderheit ist auch, dass die Eisbären seit drei Heimspielen zu Hause kein Tor mehr kassierten. Chapeau an Niederberger, der wie schon geschrieben sein Tor sauber hielt und Petri Vehanen, der gegen Schwenningen und München fehlerfrei blieb.

DEL Wintergame in Düsseldorf

Vier Tage nach dem Spiel der Eisbären in Düsseldorf fand das zweite DEL Wintergame statt. Nach 2013, als die Eisbären gegen die Thomas Sabo Ice Tigers spielten, trafen sich die Kölner Haie und die Düsseldorfer EG zum Rheinderby in der Esprit-Arena, in der sonst Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga spielt. 3:2 gewannen die Düsseldorfer gegen den KEC. Für mich persönlich war das „Event“ nach dem Hochgefühl, dass ich wegen dem Winter Classic Spiel in Washington hatte, eher so mittelmäßig. Außer einer spektakulären Lichtshow konnte das Event irgendwie nicht so viele Wow Effekte bieten. Ob es daran lag, dass wegen der schlechten Witterungsbedingungen das Hallendach der Esprit-Arena zu bleiben musste oder ob wegen des schier endlosen Gigs von Mando Diao vor dem Spiel doch der ein oder andere Geduldsfaden gerissen ist: Man hatte quasi das Gefühl, dass das Konzert im Vordergrund steht und als Zugabe noch ein wenig Eishockey gespielt wurde. Bei mir ist der Funke keinesfalls übergesprungen wie bei den Freiluftspielen in Nordamerika. Trotz alledem hoffe ich, dass sich die Eisbären um das DEL Wintergame im Januar 2017 bemühen, da ich mir vorstellen könnte, dass das Olympiastadion ein perfekter Standort wäre. Hoffnungen machte Eisbären Manager Peter-John Lee schon, als er im Interview mit Servus TV diesbezügliche Andeutungen fallen ließ. Mehrere Spiele wären auf alle Fälle möglich, so zum Beispiel neben dem DEL Spiel vielleicht auch eines der DEL2. Ein Derby zwischen Dresden und Crimmitschau, wie es das schon in der NHL im Januar 2012 gab, als die AHL die Outdoorspielfläche im Baseballstadion Citizins Bank Park nutzte, um vier Tage nach den NHL Winter Classics das AHL Outdoor Classic durchzuführen. Vielleicht ist das aber auch eine Möglichkeit, die Kosten zwischen DEL und DEL2 zu teilen, wenn die gesamte Veranstaltung etwas größer wird.

Verschiedenes
Verwirrung stiftete am 16. Januar ein B.Z. Artikel, der kurz vor Spielbeginn gegen Nürnberg Online veröffentlicht wurde. Darin stand, dass der Eisbären Stürmer Matt Foy an Depressionen erkrankt sei. In der Nacht vom 16. zum 17. Januar antwortete Foy auf meine Genesungswünsche bei Twitter, dass der Artikel falsch sei. Auch bei den Eisbären krachte es bei diesem Thema. Sportdirektor Stefan Ustorf polterte nach dem Spiel-Interview mit Mathias Niederberger gegen anwesende Journalisten: Es könne nicht wahr sein, dass die Eisbären selbst nur wüssten, dass Foy krank ist, die BZ aber schon Diagnosen stelle. Das sei eine Frechheit sondergleichen. Einen Tag später veröffentlichten die Eisbären dann die Presseinformation, dass Foy zwar krank sei, sie aber Wert darauf legten, dass es sich nicht um eine Depression handele.

Die Eisbären unterstützen die Kampagne zur Bewerbung Berlins um die Olympischen Sommerspiele 2024. Seit dem 18. Januar tragen die Spieler auf ihren Trikots den Patch „Berlin für Olympia“. Schon bei der Olympiabewerbung um die Olympischen Spiele 2000 hatte der Verein die damalige Kampagne mit dem Logo auf den Trikots mitgetragen.

Am 9. Januar sammelten die Eisbärenfans für die Kältehilfe Berlin. Neben vielen Sachspenden kamen auch über 3.200 Euro an Spenden zusammen.

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Topspiele der DFEL fanden am 17. Und 18. Januar in Berlin statt. Die Tabellenzweiten vom OSC Berlin empfingen die Tabellenersten vom ESC Planegg. Beide Spiele gingen mit 0:5 an die Gäste und der 2. Tabellenplatz wurde mit den Damen vom ERC Ingolstadt getauscht.

Zum 125 jährigen Jubiläum gratuliere ich dem Olympischen Sport Club Berlin und wünsche alles Gute sowie mindestens weitere 125 weitere Jahre.

Auch in den letzten beiden Spielen gab es nichts zu holen für die Akademiker von FASS Berlin. Während man gegen Tornado Niesky nach Penaltyschiessen 2:3 verlor, ging man gegen die Saale-Bulls aus Halle sang- und klanglos 2:9 unter.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 10

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Neue Besen kehren gut…

…könnte man vom neuen Eisbärentrainer Uwe Krupp behaupten. Seit dem Trainerwechsel Mitte Dezember konnten die Eisbären sechs von acht Spielen unter ihrem neuen Headcoach gewinnen. Das Selbstvertrauen ist wieder da, auch mal in der Crunchtime besonders enge Spiele zu gewinnen wie zum Beispiel am 30. Dezember 2014 gegen den aktuellen Deutschen Meister ERC Ingolstadt. 5,5 Sekunden vor Ende der Verlängerung erzielte Antti Miettinen das entscheidende 3:2. Nach dem Spiel äußerte Larry Huras, der Trainer der Ingolstädter, dass er sauer sei, dass seine Mannschaft nicht die drei Punkte geholt habe trotz der Super-Arbeit vom Topgoalie Timo Pielmeier. Momentan sind sie in einer Phase, wo sie gut spielen, aber keine Punkte holen. Huras zitierte den kanadischen Hockeycoach Dave Chambers, der sagte, dass eine perfekte Saison aus einem starken Start bestehe, ein Loch in der Mitte habe und ein gutes Ende. Am Ende der Pressekonferenz lobte Huras auch noch die Berliner Journalisten. Er sagte, dass das für ihn die beste Pressekonferenz des Jahres 2014 gewesen sei. Sonst gebe es immer nur kurze Statements, aber hier habe es auch mal interessante Fragen gegeben, wo auch er noch was lernen konnte.

Respekt von Don Jackson
Drei Tage nach dem Ingolstadt-Spiel verloren die Bären zwar das erste Spiel des neuen Jahres, aber gegen München am 4. Januar konnten sie einen soliden 5:0-Erfolg einfahren. Selbst der ehemalige Eisbärencoach Don Jackson zollte den Berlinern Respekt für ihr großartiges Spiel und gab zu, dass seine Münchener null Chance gegen die Eisbären hatten. Am Erscheinungstag der letzten #WHC Kolumne (23. Dezember) spielten die Berliner gegen das alte Team von Uwe Krupp, sie fegten die Kölner Haie mit 6:1 aus der o2 World. Es war auch das Spiel der Rekorde. Jens Baxmann und Florian Busch bestritten ihre 600. DEL Spiele und erhielten diesmal sogar eine offizielle Ehrung auf dem Eis. Nachdem es in dieser Saison schon anders war, muss man die Eisbären auch mal dafür loben, dass so etwas durchgeführt wird. (Beim Jubiläumsspiel von Julian Talbot am 4. Januar wurde es allerdings schon wieder vergessen.) Außerdem konnten sich mit ihren Jubiläen noch TJ Mulock und Verteidigungsminister Frank Hördler beschenken. Mulock erzielte seinen 250 Scorerpunkt und Hördler seine 150.  Vorlage. Unter Krupp geht es zum Gefallen der Fans, die die Härte beim Eishockey mögen, auch wieder etwas ruppiger zu. Gegen Köln gab es zwei Fights, die sonst ganz selten in der DEL zu sehen sind. Mittlerweile wird auch der Torhüter geschützt, wenn er von Spielern des gegnerischen Teams angegangen wird.

„Ich bin ein Berliner“
Ehrengast zu den Spielen am 23. und 26. Dezember war der ehemalige Eisbärenkapitän Steve Walker, dessen Leistungen am 26. Dezember gegen Wolfsburg vor dem Spiel geehrt wurden. Seine Trikotnummer #27 wird nie wieder in Berlin vergeben und ein Banner mit seiner Nummer wurde unter das Hallendach gezogen. Jetzt hängt sie dort neben der #11 von Sven Felski und der #19 von Mark Beaufait. Auch bei den Zeremonien hat man in Berlin anscheinend etwas dazugelernt. Es brauchte zwei (gefühlt halbherzige) Trikot-Zeremonien ehe man eine richtig gute auf die Beine stellte. Die Rede von Steve Walker endete übrigens mit dem bekannten Zitat von US-Präsident John F. Kennedy vom 26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg: „Ich bin ein Berliner!“ Auch sportlich lief es beim Spiel gegen Wolfsburg ganz gut. Am Ende stand es 3:1 für die Berliner. Steve Walker hatte das Glück, nicht die Eisbären vom Anfang der Saison zu sehen, sondern ein Team, das an seine Zeit in Berlin erinnerte. Nicht nur Steve Walker war Gast in Berlin, sondern auch Hannu Nykvist, der „Director of Goalie Development for the Finnish Hockey Federation“, um den finnischen Torwart Petri Vehanen zu beobachten. Vehanen und Nykvist waren sicher beide sehr zufrieden mit der Leistung und ich könnte mir vorstellen, dass eine Einladung zu Weltmeisterschaft im Mai 2015 in Tschechien winkt. Das hängt natürlich auch davon ab, wie viele finnische Torhüter aus Nordamerika nach der NHL Hauptrunde für Finnland spielen könnten. Die beiden Auswärtsspiele gegen die Iserlohn Roosters (5:3) und die Krefeld Pinguine (4:1) gingen verloren.
Am Erscheinungstag der Kolumne spielen die Eisbären auswärts gegen die Düsseldorfer EG. Ich bin ganz froh, dass dieser harte Eishockeydezember jetzt auch ein Ende gefunden hat. Sieben Heimspiele und dazu die ganzen nächtlichen NHL Spiele fordern schon irgendwann ihren Tribut. Im Januar stehen „nur“ vier Heimspiele an, im Februar „nur“ drei und im März bisher „nur“ eins. Wenn man das mal mit Deutschlands Sportart Nummer 1, Fußball, vergleicht, dann würden sieben Dezemberheimspiele in vier Wochen dort den Heimspielen von 14 Wochen entsprechen, also mehr als einem Vierteljahr. Im neuen Jahr hab ich mir vorgenommen, es eishockeytechnisch etwas ruhiger angehen zu lassen und nicht mehr auf Teufel komm raus jedes mögliche Spiel zu sehen.

OSC Berlin & FASS Berlin
Noch bis zum 17. Januar ist in der DFEL Spielpause. Nachdem die Eishockeynationalmannschaft der Damen bei der Euro Hockey Challenge im schwedischen Uppsala den letzten Platz belegte, sieht es beim Nations Cup in Füssen auch nicht gut aus. Dort verloren die Damen bisher gegen Schweden 0:3. Am 5. Januar steht noch das Spiel gegen die Schweiz auf dem Programm und tags darauf das Platzierungsspiel um Platz 5 oder Platz 3.
FASS Berlin baut seine Niederlagenserie weiter auf mittlerweile 14 sieglose Spiele aus. Nachdem sich die Akademiker gegen Leipzig 11:3 geschlagen geben mussten, verlor FASS auch das Spiel zwei Tage später, am 4. Januar, mit 8:2 beim EHV Schönheide 09.

#WJC2015 U20 WM in Kanada
Die U20 Nationalmannschaft ist nach sechs Niederlagen bei der Weltmeisterschaft abgestiegen. Die beiden Verteidiger aus Berlin, Jonas Müller und Kai Wissmann, konnten dabei keine besonderen Akzente setzen und fügten sich mit ihren teaminternen Statistiken ins Mannschaftsgefüge des DEB ein. Einzig positiv war der Offensivdrang durch Jonas Müller, der in sechs  Spielen neun Mal aufs Tor des Gegners schoss und damit so oft wie kein anderer deutscher Verteidiger. Ein Torerfolg blieb ihm jedoch verwehrt.

Washington Capitals Berlin
Am 1. Januar 2015 fand das alljährliche NHL Winter Classic statt. Diesmal war der Nationals Park in Washington D.C. der Austragungsort dieses unvergleichlichen Eishockeyevents. Grund genug für mich als Washingtonliebhaber (Stadt und Eishockeyteam), Anne (US Sports Fan),  Thomas und Torsten (lebte drei Jahre in Washington D.C.), das zum Anlass zu nehmen, uns bei US-Softdrinks und leckeren Burgern bei mir zu Hause zu Hause zu treffen, um das NHL Freiluftspiel im Baseballstadion der Washington Nationals gemeinsam zu schauen – und auch die „Washington Capitals Berlin“ zu gründen. Zuerst war ich ja für den Namen „Berlin Capitals“ aber der wurde ja schon durch die ehemaligen Preußen aus Charlottenburg besudelt, so dass er leider nicht mehr tragbar war. Falls ihr auch Interesse an den Caps habt, dieses Jahr finden noch fünf Spiele zu europafreundlichen Zeiten statt, die wir in Viewing Parties schauen wollen. Mehr Infos findet ihr hier >>

Zum Schluß der Kolumne bleibt mir nur noch, den Lesern von LichtenbergMarzahnPlus.de ein frohes und gesundes neues Jahr 2015 zu wünschen!

Ciao and Take care!
Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 09

#WallysHockeyCorner 09

Eisbären planen die Zukunft

Huch, was ist alles in den letzten beiden Wochen passiert?! Nach drei Siegen in Folge entließen die Eisbären ihren bisherigen Headcoach Jeff Tomlinson (dessen Vertrag in der Hauptstadt zum Saisonende eh ausgelaufen wäre) und verpflichteten den zweifachen Stanley Cup Sieger (mit Colorado Avalanche 1996 und Detroit Red Wings 2002) Uwe Krupp als Nachfolger genau an dem Tag, an dem sich Krupp mit seinem früheren Team (Kölner Haie) im letzten Moment über eine Abfindung geeinigt hatte bevor es vors Arbeitsgericht gegangen wäre. Die Entlassung von Tommer ist für mich persönlich absolut schade, da ich immer positive Erinnerungen an Jeff Tomlinson hatte. Aus sportlicher Sicht, und wenn man in die Zukunft schaut, ist aber die Verpflichtung von Uwe Krupp der richtige Schritt. Krupp unterschrieb einen Vertrag bis 2017 und wird so sicher das eine oder andere Wörtchen zur Kaderplanung mit Sportdirektor Stefan Ustorf und General Manager Peter-John Lee mitsprechen.

„Machs jut Tommer – Willkommen Uwe!!!“
Sportlich gesehen lief die letzte Woche der Eisbären ganz gut. So konnten die Berliner am 10. Dezember in Nürnberg bei den Ice Tigers 1:3 gewinnen. Zwei Tage später ging das Spiel in Schwenningen bei den Wild Wings mit 2:4 an die Eisbären. Beim Sonntags-Heimspiel, welches auch das letzte unter Headcoach Jeff Tomlinson war, gab es einen knappen 4:3 Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Hamburg Freezers. Dieses Spiel gegen Hamburg war auch das erste Match, wo die Fans anfingen, das Team auszupfeifen und ihren Unmut über die Spielweise an den Tag zu legen. Vor dem Spiel gab es ein Banner, auf dem stand: „Die Geduld ist fast am Ende. Kämpft und schafft die Wende“. Dieses Statement war unmissverständlich und letztendlich wurde die Reißleine gezogen und das erste Mal seit 2002 wieder ein Trainer (damals Uli Egen) in Berlin entlassen. Vielleicht schafft es ja der Nachfolger von Tommer, eine ähnliche Dynastie aufzubauen, wie sie damals der Nachfolger von Egen, Pierre Pagé, begründete.

Die beiden ersten Spiele mit Uwe Krupp an der Bande konnten die Eisbären für sich entscheiden und ihre Siegesserie auf fünf gewonnene Spiele ausbauen. Am 19. Dezember gewannen die Eisbären 2:0 gegen Straubing (von der Fankurve gab es Banner mit „Machs jut Tommer – Willkommen Uwe!!!“). Zwei Tage später (bei der großen Sonderzugfahrt mit über 800 Eisbärenfans) wurde 6:2 in Augsburg gewonnen. So langsam kommen somit auch die Eisbären in Fahrt. Zurzeit sind es nur noch 4 Punkte bis zum 3. Tabellenplatz. Vor Wochen bezeichnete Ex-Trainer Jeff Tomlinson noch Platz 4 als Saisonziel. Das ist mittlerweile näher als mancher Fan damals dachte.

Zum Jahresende stehen wieder jede Menge Spiele auf dem Programm. In der Weihnachtswoche geht es zwei Mal in der o2 World gegen Köln und Wolfsburg. Das Spiel am 26.12. wird ein besonderes Spiel für Steve Walker sein. Der ehemalige Captain kommt wieder nach Berlin, weil er wie vor ihm Mark Beaufait und Sven Felski geehrt wird und ein Banner mit seinem Namen und seiner 27 unters Hallendach gezogen wird. Diese Nummer wird somit nie wieder vergeben.

Am 25.12. jährt sich auch meine erste Auswärtsfahrt. Diese ging damals im Jahr 2002 nach Ingolstadt in das Eisstadion an der Jahnstraße. Viele weitere Auswärtsfahrten sollten in den nächsten Jahren folgen. Apropos Ingolstadt: Gegen die Panther bestreiten die Eisbären ihr letztes DEL Heimspiel im Jahr 2014 am 30. Dezember. Zwei Tage zuvor geht es nochmal nach Iserlohn zu den Roosters. Zwei Eisbären verbringen den Jahreswechsel im Heimatland des Eishockeys bei der U20 Weltmeisterschaft in Kanada. Kai Wissmann und Jonas Müller fehlen somit in den nächsten Spielen.

OSC Berlin und FASS Berlin
Nachdem die Eisladies am 9. DFEL Spieltag frei hatten, ging es am 10. Spieltag gegen den EC Bergkamen. Das erste Spiel ging mit 6:3 an die Berlinerinnen. Beim nächsten Spiel tags darauf mussten die Eisladies nachsitzen und ins Penaltyschießen. Dort gewannen sie mit 4:3 gegen Bergkamen. Bis zum 17. Januar 2015 hat die DFEL jetzt Spielpause. Zwischen dem 19. und 21. Dezember spielte die Eishockeynationalmannschaft der Damen bei der Euro Hockey Challenge im schwedischen Uppsala. Im Kader waren auch fünf Berliner Spielerinnen. Nach den Niederlagen beim Turnier gegen Finnland, Russland und Schweden belegte das Team der DEB Damen den letzten Platz.
Die Akademiker von FASS Berlin konnten am 12. und 13. Dezember die Erfurt Black Dragons und Tornado Niesky ins Penaltyschießen bringen. Dort unterlag man mit 3:4 und 3:2. Eine herbe Klatsche gab es am 21. Dezember in Erfurt bei den Black Dragons. Dort ging man 9:2 unter.

Filmkritik: „Red Army“ – Legenden auf dem Eis
Vorsicht: Die Kritik enthält einen Spoiler! Am 9. Dezember war ich auf Einladung von Hockeyweb und Weltkino zur Pressevorführung des Eishockeydokumentarfilms „Red Army“ im kleinen und gemütlichen Kino „filmkunst 66“. Regisseur Gabe Polsky zauberte einen mitreißenden und höchst interessanten Film, in dem der ehemalige russische Topverteidiger und russische Sportminister Slava Fetisov von seiner Jugendzeit beim Armeeklub ZSKA Moskau berichtet, über die Nationalmannschaft der Sowjetunion sowie über die Verhältnisse zu den Teamkameraden und die Trainer Tarasov sowie den am 24. November verstorbenen Tichonov. Im 76 Minuten langen Film kommt allerdings nicht nur Slava Fetisov zu Wort sondern auch seine Frau, ehemalige Weggefährten und diverse Journalisten. Der Film zeigt, wie Spieler kurz vor dem Ende der Sowjetunion anfangen gegen die menschenverachtenden Trainingsmethoden von Trainer Tichonow zu rebellieren und sich Fetisov mit der Obrigkeit in der UdSSR anlegt bis hoch zum Verteidigungsminister, der ihn schließlich aus der Armee und somit auch von ZSKA Moskau entlässt. Fetisov kann damit nach Nordamerika in die NHL wechseln und wird Wegbereiter für so viele russische Spieler. Anfangs schlägt einzelnen russischen Spielern geballter Rassismus entgegen von Journalisten (wie z.B. Don Cherry, der sagte, dass man die Spieler aus Russland nicht wolle) und nordamerikanischen Spielern, die Angst haben, dass die Spieler aus der Sowjetunion ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen. Heute ist so eine Einstellung zum Glück undenkbar. Die NHL hat sich zu der Weltliga schlechthin entwickelt, in der die besten Spieler aus Nordamerika UND Europa gleichberechtigt miteinander spielen. Zum Glück zählt nur noch die Leistung und nicht die Nationalität.
Das erinnert mich an ein Zitat von ehemaligen Eisbären Manager Lorenz Funk. „Bei den Eisbären ist egal, ob du ein Chinese bist… Hauptsache du spielst gut!“ Nach einigen mehr oder weniger guten Jahren bei den Devils aus New Jersey wechselt Fetisov zu den Detroit Red Wings, die bis zu den Zeitpunkt schon vier russische Spieler haben, aber noch einen weiteren Verteidiger brauchen, um ihren Block vollzubekommen und die gegnerischen Reihen schwindlig zu spielen. Im Endeffekt gewinnen die Red Wings aus Detroit 1997 und (leider) auch 1998 gegen meine Capitals aus Washington den Stanley Cup und Fetisov kann somit seine eindrucksvolle Karriere krönen. 2002 wird Fetisov von Putin zum Sportminister ernannt. Diesen Posten übt er sechs Jahre lang aus.

Der Film, der am 29. Januar 2015 in die Kinos kommt, ist sehr empfehlenswert. Ich werde ihn mir garantiert noch einmal ansehen und mir, wenn es soweit ist, auch die Blu-Ray zulegen. Man lernt sehr viel über die damalige Zeit im Eishockey und hat sicher auch den einen oder anderen Aha-Effekt. Von mir gibt es 9/10 Punkte, da der Film als Dokumentation für den neutralen Zuschauer sehr sehenswert ist, aber auch der Hockeynerd, wie ich einer bin, noch etwas dazulernen kann.

Was macht eigentlich…
Rob Zepp? Zepper, der vor der Saison mit 33 Jahren noch einmal den Sprung nach Nordamerika in die Heimat wagte, wurde aufgrund der Verletzung des ersten Torwarts der Philadelphia Flyers vom AHL Farmteam Lehigh Valley Phantoms ins NHL Team berufen und absolvierte am 21. Dezember sein erstes NHL Spiel. Damit war er seit 88 Jahren der älteste Debütant (Rookie) im Tor bei einem NHL Spiel. Der letzte war 1926 der 42-jährige Hugh Lehman.

In eigener Sache
In der Ausgabe 144 des Fanmagazins Eis-Dynamo wird ein Interview mit mir zu meiner Kolumne hier bei LichtenbergMarzahnPlus.de zu finden sein. Erhältlich ist das Fanzine, welches seit 20 Jahren einen festen Platz in der Fankultur der Eisbären Berlin hat, ab 4. Januar 2015 in der o2 World zum Preis von 2,50 EUR.

Zum Ende der letzten Kolumne im Jahr 2014 bleibt mir nur, mich bei meinen Lesern zu bedanken, euch ein Frohes Fest und einen fleißigen Weihnachtsmann zu wünschen sowie einen Guten Rutsch.
Wir lesen uns 2015 wieder!

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

#WallysHockeyCorner 08

#WallysHockeyCorner 08

Junge, Junge…

… seufzte Ur-Eisbär Hartmut Nickel nach dem 4:3 Sieg (nach Penaltyschießen) am 28. November gegen die Krefeld Pinguine. Mit dem Spiel war eigentlich niemand zufrieden, da man innerhalb kürzester Zeit 1 Punkt verschenkte. Denn die Eisbären führten bis 2 Minuten vor Schluss, ehe der gebürtige Berliner und Ex-Eisbär Marcel Müller (der gerade frisch von Köln nach Krefeld wechselte) das Tor zum 3:3 Ausgleich schoss. So mussten beide Teams in die Verlängerung und anschließend ins Penaltyschießen, wo die Eisbären dann gewannen. Eisbären Headcoach Jeff Tomlinson war trotz des Sieges bei der Pressekonferenz sehr sauer. Er sagte, dass wohl beide Mannschaften verlieren wollten und dass es eigentlich keiner seiner Spieler verdient hätte, auf dem Eis zu sein. Zwei Tage später verloren die Eisbären beim amtierenden Deutschen Meister ERC Ingolstadt 3:1. Das Mantra, dass die Eisbären am Anfang der Woche ausgaben, dass es wegen der sich langsam bessernden Verletztenmisere keine Ausreden mehr gibt, hat wohl nur die Pressevertreter erreicht, nicht die Mannschaft.

In der Woche darauf gab es die Back-to-Back Games mit Köln. Erst spielten die Berliner in der Domstadt am Mittwoch, 3. Dezember, und gewannen im Penaltyschießen 3:4. Zwei Tage später konnten die Kölner in der o2 World 2:3 nach Penaltyschießen gewinnen. Letztendlich gingen so jeweils 3 Punkte nach Berlin und 3 Punkte nach Köln. Geholfen ist damit in der aktuellen Tabellensituation keinem der beiden Teams. Jeff Tomlinson hat aber noch Hoffnung, dass es bei seinen Spielern Klick macht, sich die Blockade im Kopf löst und sie bald wieder befreit aufspielen und so der angestrebte Tabellenplatz 4 noch erreicht werden kann.

Beim dritten Spiel der Woche ging es am Sonntag, 7. Dezember, gegen den ewigen Rivalen aus Mannheim. In diesem Spiel taten sich die Eisbären wahnsinnig schwer und man hatte das Gefühl, dass sie am 2. Advent nur reagierten statt zu agieren. Der bärenstarke Petri Vehanen verhinderte wie so oft in den letzten Spielen, dass die Eisbären mehr Tore kassierten. Der Endstand der Partie war 0:2 für Mannheim. Besonderheit bei dem Spiel: Es gab das erste Mal Bobbleheads. Die in den USA sehr beliebten Wackelköpfe werden jetzt auch endlich hier eingeführt, um ehemalige und aktuelle Spieler zu ehren. Die Bobbleheads sind ein nettes gratis Gimmick für die Fans und für die Sponsoren eine neue Werbemöglichkeit.

Warum wird es immer leerer in der Arena?
Ich finde die Idee richtig Klasse, da ich bisher auch schon einige Bobbleheads aus Washington besitze wie z.B. die von Alex, Ovechkin, Troy Brouwer oder aus Hershey von den Bears aus der American Hockey League vom deutschen Nationaltorwart Philipp Grubauer und vom jetzigen Eisbärenstürmer Marcel Noebels aus seiner Juniorenzeit bei den Seattle Thunderbirds aus der kanadischen Nachwuchsliga WHL. Typisch Deutsch ist es ja, bei Geschenken zu meckern. Die Leute, die nach dem Spiel bemängelten, dass die Figur ja gar nicht aussieht wie Sven Felski, hatten wahrscheinlich noch nie einen Bobblehead in der Hand, den sonst würden sie wissen, dass in wahrscheinlich 99 Prozent der Fälle ein Bobblehead nur grob wie sein Vorbild aussieht und man ihn eher am Drumherum erkennt wie z.B. dem Trikot. Aber wahrscheinlich waren die jährlichen Weihnachtsmützen & Schokoweihnachtsmänner zu Wellizeiten die bessere Option.

Gewundert hat mich die Tatsache, dass trotz der Wackelkopfaktion & massiver Werbung online (Google Ads) die o2 World gefühlt immer leerer wird. Waren beim Spiel gegen Krefeld 11.560 Zuschauer anwesend, waren es gegen den KEC 12.560 Zuschauer und gegen Mannheim nur noch 11.460 Zuschauer. Ob es nur an der Leistung der Eisbären liegt oder ob die Berliner mittlerweile einfach satt sind und alle mal die Arena nach sechs Jahren besucht haben, wäre schon spannend zu wissen. Ändern muss sich auf alle Fälle auch der Auftritt des Events. Ich glaube seit 2008 ist nichts neues Spektakuläres mehr hinzugekommen. Seit Jahren das gleiche Feuerwerk, die gleichen Werbesprüche etc. Vielleicht sollte man da doch mal den einen oder anderen Blick über den großen Teich nach Nordamerika wagen, wo die Potenziale der Arenen wesentlich besser ausgenutzt werden.

Besuch bei Stratus Hohenschönhausen
Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, gibt es heute einen ausführlichen Bericht über das Skaterhockeyteam Stratus Hohenschönhausen. Abteilungsleiter Marcus Proske ist auf meine kleine Kolumne aufmerksam geworden und lud mich im September ein, sein Team im September zu besuchen. Da am von ihm angedachten Termin bereits die Eisbären spielten und Sven Felski für seine 1000 Spiele im Eisbärentrikot geehrt wurde, mussten wir den Termin auf den 23. November umlegen, welcher gleichzeitig auch als gemeinsamer und bunt gemischter Saisonabschluss der Herren- , Freizeit- und Nachwuchsteams diente. Marcus Proske stellte mir ausführlich sein Skaterhockeyteam vor, während wir den ersten Mannschaften beim Spielen zuschauten. Die Abteilung Inline-Skaterhockey ist eine von 15 Abteilungen, die bei TuS Hohenschönhausen ihre Heimat haben. Seit 2006 gibt es sie beim Verein und seit 2011 trainieren die Jungs und Mädels gemeinsam im Barnim-Gymnasium an der Grenze von Berlin-Hohenschönhausen. In nächster Zeit möchte sich die Abteilung weiter professionalisieren, bekannter werden und wenn möglich umziehen – um mit Grundschulen und Kitas besser zusammenzuarbeiten zu können. Da es sich beim Inline-Skaterhockey um eine sehr bewegungsintensive Sportart handelt, könnte in bestimmten Turnhallen die Temperaturen angepasst werden. Der Bezirk würde davon profitieren und Betriebskosten einsparen, bei vielen anderen Sportarten wäre das nicht denkbar. Zusätzlich soll ab Dezember ein neues Logo vorgestellt werden, um auch im Marketing einige weitere Schritte gehen zu können. Die Herrenteams von Stratus spielen in der Regional- und Landesliga. Die Spielzeiten sind genau wie beim Eishockey mit 3×20 min. angegeben.

Zurzeit gibt es vier Nachwuchsaltersklassen (U10, U13, U16 und U19), die bei Stratus Hohenschönhausen spielen. Mädchen und Jungs spielen gemischt was ich gar nicht schlecht finde. Ab etwa 5 Jahren können die Kinder mit dem Sport beginnen. Für die U10 und U13 werden immer Kinder gesucht. Zuerst steht natürlich das Skaten im Vordergrund, später dann die Arbeit mit den Schlägern. Während des Trainings lernen die Kids auch mal alle Positionen kennen – von Stürmer über Verteidiger zum Torwart. Dadurch müssen die Jungs und Mädels früh Verantwortung übernehmen, wobei die Teambildung laut Marcus Proske sehr hoch im Kurs steht. Ich habe mich ja ein wenig über die Grün/Weiß/Goldenen Trikots gefreut, mit denen hier gespielt wird, da diese mich sehr stark an mein schwedisches Lieblingsteam Färjestad BK aus Karlstad oder die Texas Stars aus der American Hockey League erinnern. Mir haben die drei Stunden, die ich bei Stratus Hohenschönhausen war, sehr gut gefallen und ich werde auch mal eine Trainingseinheit in der Freizeitmannschaft mitmachen. Da ich das Laufen auf Inlineskates erst mal mit den jüngeren Semestern in der Laufschule üben müsste, werde ich es bei den Schießübungen belassen, um so für die „Teichhockey-Saison“ auf dem Obersee gut vorbereitet zu sein. Falls Ihr nach dem Lesen Lust bekommen habt, mal das ein oder andere Spiel von Stratus zu sehen oder euch selbst auszuprobieren, Ihr könnt bis zu dreimal in der Woche die Trainingszeiten hier nutzen. In allen Altersklassen findet die Ligasaison von März bis Oktober statt. Das Team würde sich sicher über einen Besuch und ein wenig Support freuen. www.stra-tus.com

OSC Berlin und FASS Berlin
FASS Berlin bleibt weiterhin sieglos. In den Back-to-Back Spielen mit Halle ging das erste am 28. November 7:3 verloren und zwei Tage später mit 5:1. Die erste Klatsche im Dezember kassierten die Akademiker beim EHC Fortuna Leipzig am 6. Dezember. 8:1 wurde FASS vom Eis gefegt.

Bei den Damen vom OSC Berlin sah das Wochenende um den 29. und 30. November äußerst erfolgreich aus. Im ersten Spiel gewannen die Berlinerinnen gegen EKU Mannheim mit 7:1 und tags darauf legte man nochmal eine Schippe oder sogar zwei, drei drauf und demontierte die Damen aus der Quadratestadt mit 19:0. Das Wochenende darauf hatten die Eisladies spielfrei in der DFEL.

In eigener Sache
Demnächst wird im Fanmagazin Eis-Dynamo ein Interview mit mir zu finden sein zu meiner Kolumne hier bei LichtenbergMarzahnPlus.de . Und wenn Euch die Kolumne gefällt, könnt Ihr sie gern bei Facebook und Twitter teilen.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de

„Joa, jetzt hab ich Klassenfahrtfeeling!“

„Joa, jetzt hab ich Klassenfahrtfeeling!“

sagte Vincent als er am zweiten Abend vom gemeinsamen Bier mit der Politikerin der Linkspartei Gabi Zimmer aufs gemeinsame Zimmer im ates Hotel in Kehl kommt. Die Aussage kann ich nur bestätigen dennoch hätte ich sie schon früher getätigt, nämlich schon Sonntag Abend als es darum ging die Nacht bei Weihnachtsfilmen in 3D & den ein oder anderen Energy Drink durchzumachen um dann frühzeitig von Hohenschönhausen nach Wedding zu fahren, wo unsere Reise 8H. früh mit einem Reisebus starten sollte. Da ich vor Jahren schon die ein oder andere Fahrt mit Reisebussen zu Auswärtsspielen der Eisbären Berlin mitmachte hatte ich trotz der 10-11 Std. Fahrzeit nicht solch ein Bammel vor evtl. auftretenden medizinischen Problemen wie ein Jahr zuvor beim Langstreckenflug in die USA. Da wir durch guten Kontakt zum Reiseleiter und Head of Berlin Office von Sylvia-Yvonne Kaufmann, Ernst Patrick Mommsen wussten, dass die Fahrt nicht ganz ausgelastet war, nutzten Vincent und ich die Chance uns gleich früh die letzte Reihe für uns zu reservieren. Nachdem uns unser Sozialdemokratischer Stammtaxifahrer Andreas 6H. in Wedding absetzte weil er 7H. das Taxi wieder abgeben musste, gingen wir erstmal ne Std. in eine Tankstelle zum Frühstücken.
Als wir gegen 7H. zurück zum Kurt-Schuhmacher-Haus der SPD Berlin kamen, stand der Reisebus von „Prima-Klima- Reisen“ schon parat und wir konnten uns wie gewollt die letzte Bank sichern. Fast zur selben zeit kam Anne, die sich 2 Reihen vor Vincent platzierte. Zu dem Zeitpunkt konnten wir noch nicht ahnen, dass wir die Fahrt über mit ihr besonders viel Spaß haben werden. Mit 4 Minuten Verspätung ging es dann 8:04H. los von Berlin ins französische Strasbourg zur ersten Besucherfahrt von Sylvia-Yvonne Kaufmann. Die ersten 2 Std. erholten wir uns von der durchgemachten Nacht auf den Weg nach Leipzig zum Flughafen. Von dort an übernahm der Fahrer Hr. Ungetüm den Bus die komplette Reise. Solch einen umgänglichen Fahrer hab ich bei meinen vielen Auswärtsfahrten auch noch nicht erlebt obwohl das eine komplett andere Klientel war. Kannte ich es bisher nur, im Gang stehend mit lauter Musik & Getränken in der Hand zu den DEL Eishallen der Republik zu fahren war es bei dieser Reise meinem Geschmack nach viel zu Ruhig und statt im Gang zu stehen saßen die Leute brav & v.A.  angeschnallt auf ihren Plätzen. Zwischen 18 und 19H. kamen wir dann im ates Hotel in Kehl an, welches zu meiner Überraschung absolut Klasse war. Nur das WLAN hätte etwas besser sein können. Am ersten Abend an der Deutsch-Französischen Grenze haben wir nicht mehr viel gemacht außer ins Edeka zu gehen, die Getränke für die nächsten Tage zu Organisieren und die hiesige Küche beim McDonald’s auszuprobieren. Danach ging es wieder ins Hotel um noch die eine oder andere Serie zu schauen und dann bis 6H. des nächsten Tages durchzuschlummern.

Am nächsten Morgen ging es in aller Herrgottsfrühe zum Super Buffet für das Frühstück für Champions. Während einige Gäste noch innerlich schliefen unterhielten wir mit unserer Fahrtbekanntschaft Anne, die am Nachbartisch saß, schon den halben Saal in dem wir die Order ausgaben, Kännchen gibt’s nur draußen. Als Wessi konnte sie mit dem Spruch nichts anfangen aber den ein oder anderen fremden Gast hat man schon beim Lachen erwischt. Später kam dann noch die ehemalige Vorsitzende der PDS Gabi Zimmer hinzu wo wir erstmal überlegen mussten ob sie das überhaupt ist oder nicht. Hätten wir nicht gewusst, dass sie im Europaparlament sitzt, hätten wir sie nat. auch in der Reisegruppe Kaufmann begrüßt. 😀
10H. ging es dann mit dem Bus auf die erste kleine Tour durch Strasbourg um danach zu den Oberkirchner Winzer zu fahren für eine Tour durch ihren Weinkeller, die Produktion und damit sich das auch für die Winzer lohnt, die obligatorische Verkostung. Da ich noch nie im Leben Wein getrunken hatte und nun auch nicht unbedingt damit anfangen wollte hatte Vincent das Glück von allen 6 Weinen zwei Gläser zu bekommen. Am Tisch saßen wir in der Lichtenberger „Delegation“ zusammen mit Teodora Gionova-Busch und dem Vorsitzenden der AGS Lichtenberg Ulrich Brietzke zusammen. Dort und am Abend beim gemeinsamen Essen mit Sylvia-Yvonne Kaufmann wurde über viele Themen gequatsch & „kontrovers diskutiert“ wie mein Gegenüber das so sagte. Die Tour durch die heiligen Hallen der Winzer fand ich ganz spannend auch wenn ich in diesem Leben nicht mehr zum Weintrinker werde. Am Ende der Tour wurde gefühlt von den älteren Mitreisenden der halbe Werksverkauf leergekauft weil es in Berlin anscheinend keinen Wein gibt. Dabei lese ich bei Twitter immer was von der Cordobar. Muss wohl ein Geheimtipp sein. #oderso 😉
Nach der Weintour sollte es lt. Plan 4 Std. Freizeit im Hotel geben aber nichts da. Der Plan wurde umgeschmissen und es ging nach einer kurzen Pause im Hotel gleich wieder Richtung Strasbourg. Dort angekommen wurden erstmal die hiesigen Kirchen Notre Dame (Katholisch) & St. Thomas (Evangelisch) besichtigt. Vincent (Organist in der Taborkirche Hohenschönhausen) war nat. sehr angetan von den Orgeln und der Kirche St. Thomas. Aufgrund der geschichtlichen Verhältnisse können die älteren Elsässer noch Deutsch so das Vincent sich mit einigen Leuten gefühlt stundenlang über die Situation der Kirchen in Strasbourg bzw. Frankreich unterhielt. Irgendwann ging es auch nochmal um Bouletten aber dann hab ich wieder abgeschaltet. Nachdem die ersten Tourifallen abgeklappert wurden und hier und da KrimmsKramms sowie Postkarten für Freunde und Verwandte gekauft wurden, ging es staunend, aufgrund der großartigen Weihnachtsbeleuchtung an den Strasbourger Häusern zum verabredeten Restaurant wo wir mit Sylvia- Yvonne Kaufmann einen netten Abend verbringen sollten. Da Vincent und ich wiedermal als erste vor Ort waren, konnten wir uns wieder die besten Plätze aussuchen. Am Ende saß Lichtenberg wieder komplett an einem Tisch. Diesmal auch zu unserer Freude unsere Gastgeberin. Es gab 4 oder 5 verschiedene Sorten Flammkuchen, die mir überraschenderweise zusagten. Okay, bisher hab ich Flammkuchen auch nur einmal vor 10 Jahren auf irgendeinen Jahrmarkt probiert. Das ist mit dem Original aus dem Elsass wohl nicht vergleichbar. Nach dem schönen Abend, ging es mit einem Vortrag, warum Anne Vegetariarin ist zum Bus der uns wieder zum Hotel brachte. Während ich mich schon aufs Zimmer verzog blieb Vincent noch in der Lobby und hatte später noch die nette Gesellschaft durch Gabi Zimmer, mit der wir schon am Morgen zusammen beim Frühstück saßen. Später so erzählte mir Vincent, stellten sie beide noch fest, dass Rot-Rot-Grün nicht an ihnen beiden scheitern würde. Das lob ich mir. Zu dem Zeitpunkt ist übrigens auch das Zitat gefallen, welches als Überschrift für meinen Blogpost dient.

Tags darauf, am Mittwoch stand dann der Hauptprogrammpunkt auf dem Programm. Der Besuch im Europaparlament. Mit dem Bus ging es 8H. über die Europabrücke nach Strasbourg. Nach relativ laschen Sicherheitskontrollen (Ich bin aus dem Capitol in Washington D.C. echt anderes gewöhnt) ging es in einen Raum wo uns ein Host aus Österreich das Europaparlament vorstellte. Leider waren die Sitze so gemütlich, dass mir doch das ein oder andere mal die Augen aufgrund des Schlafmangels zugefallen sind. Als dann aber Sylvia-Yvonne Kaufmann zur Gruppe hinzu kam, ging es wieder. Es wurden viele Fragen der anwesenden Besucher beantwortet wie z.B. zu TTIP oder den Hunden in Rumänien. Nach der Fragerunde ging es zum Fototermin wo wohl alle Besuchergruppen des Europaparlaments vor den Flaggen der EU Mitgliedsstaaten abgelichtet werden. Zum Schluss ging es auf die Besuchertribüne des Europaparlaments wo man der Debatte zur Umweltpolitik folgen konnte. Besonderes Highlight war der kleine Chat mit dem MdEP Matthias Groote (SPD) während der Debatte über den Fotosharedienst Instagram. Er saß unten im Plenum, wir oben auf der Besuchertribüne und er deutete eine kleine Laola an. Schön, dass Politiker Social Media Dienste noch selber nutzen, so dass so etwas zustande kommt. Großes Lob an Matthias! Nach dem 30minütigen Besuch im Plenum ging es noch zum Giftshop und dann in die wunderschön geschmückte Altstadt Strasbourgs wo wir eine Kleinigkeit zu uns nahmen um dann gestärkt die Bootstour auf dem Rhein anzutreten. In einem viel zu kleinen Boot mit gefühlt zu viel Leuten und ungemütlichen Sitzen ging es 45min. durch diverse Schleusen auf dem Wasser entlang. Während der Tour saß wieder die uns mittlerweile liebgewonnene Anne neben uns. Nach der Tour ging es noch einmal durch die Stadt um auch den letzten (nein, nicht elenden) Rest von der europäischen Weihnachtshauptstadt zu erkunden. Im Taxi ging es dann am Abend zurück nach Kehl wo wir uns nochmal mit der regionalen Küche bei McDonald’s stärkten um dann übermüdet und fertig ins Hotelbett zu fallen.

Am letzten Tag klingelte der Wecker wieder 5:30H. damit wir rechtzeitig 6:30H. beim Frühstück sind um in aller Ruhe zu Essen und dann die Taschen zu packen und 9:30H. wieder nach Berlin aufzubrechen. Die gute Laune der letzten Tage verbreitete sich auch wieder auf den letzten Reihen im Bus. Wie oft lachten auch andere Mitreisende über unsere Witze. Wir überlegten schon kurzzeitig mit einem Programm durch die Abteilungen Berlins zu Touren. Das unsere gute Stimmung auch bei anderen Super ankam merkte man z.B. auch an Mails, die wir erhielten:

„Dein und Vincents Gebabbel fand ich angenehm. Es war beruhigend, im Hintergrund zwei so positive Menschen zu hören.“

Bei solchen Mails geht einen doch das Herz auf und es entschuldigt für so viel, was in der SPD falsch läuft, wenn man so ein ehrliches Feedback einer Genossin bekommt. Vielen lieben Dank Anne! <3

Am Donnerstag 19:40H. parkten wir wieder wohlbehalten vor dem Kurt-Schuhmacher-Haus der SPD Berlin im Wedding. Nach langer Verabschiedung von den neu kennengelernten Genossen ging es für Vincent und mich wieder zurück nach Hohenschönhausen.

Zum Ende kommt ja immer das Fazit und das fällt auf jeden Fall positiv aus. Ich möchte in Form des Blogposts noch mal dem Besucherservice des Europaparlaments danken, Sylvia-Yvonne Kaufmann und ihren beiden Mitarbeitern Ernst Patrick Mommsen sowie Anne Freidank. Ohne die beiden letztgenannten wäre die Fahrt sicher nicht so reibungslos verlaufen. Dafür vielen herzlichen Dank! <3

Für Vincent und mich steht schon fest, dass wir bei der nächsten Besucherfahrt nach Brüssel im Juni wieder die letzte Reihe im Bus blockieren werden, falls wir nochmal mitgenommen werden. Das nächste mal dann bestimmt auch ohne die dauernd gesungenen Weihnachtslieder! 😀

P.S. Alle Bilder, die ich gemacht habe findet ihr hier: #Strasbourg #WallysRantnerReisen #SYK

#WallysHockeyCorner 07

#WallysHockeyCorner 07

Harte Arbeit zahlt sich aus. Manchmal.

Nach der Deutschland-Cup Pause hatte der triste Ligaalltag die Eisbären und alle anderen DEL-Teams wieder. Am Freitag, 14. November, erkämpften sich die Berliner in Hamburg bei den Freezers ein 3:4 Sieg nach Penaltyschiessen. Zwei Tage später sollte es ein besonderes Spiel gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg geben. Besonders, weil es im Eishockey sehr selten Partien gibt, die 1:0 ausgehen, aber auch, weil der Siegtreffer von Antti Miettinen schon beim ersten Schuss nach 25 Sekunden fiel. Auch die 59 weiteren torfreien Minuten waren aber alles andere als langweilig. Ich sah ein hochklassiges Spiel mit sehr guten Torhütern und weniger guten Schiedsrichtern. Roland Aumüller und Alfred Hascher hatten mehrere Phasen, wo sie das Spiel einfach nicht unter Kontrolle bekamen. Entsprechend angesäuert und emotional reagierte auch Eisbären Trainer Jeff Tomlinson, der die Bandentür mehrmals mit Wucht zuschmiss. Besonders war das Spiel aber auch, weil die Eisbären mit zwei Trikotsätzen spielen mussten. Nach dem ersten Drittel entschieden die Schiedsrichter nämlich, dass sie die Wolfsburger Farbe Orange nicht eindeutig von der Heimtrikotfarbe der Eisbären auseinanderhalten können. Also musste ab Drittel zwei das weiße Auswärtsdress der Eisbären ran. (was mir übrigens diese Saison auch besser gefällt.)Ganz besonderes Spiel
Beim Dienstagsspiel am 18. November gab es in Düsseldorf leider einen kleinen Leistungseinbruch und man verlor 5:2. Wiedergutmachen konnten die Eisbären die Schlappe am darauffolgenden Freitag, 21. November, mit einem 5:1 Sieg gegen die Augsburger Panther. Für mich war das Spiel ein ganz besonderes, denn statt Laptop hatte ich den 6-jährigen Sohn einer guten Bekannten, Julian, dabei, der sein erstes Eishockeyspiel sah. Für ihn war es schon ein Mega-Erlebnis, das hat man ihm angesehen. Das obligatorische Feuerwerk vor dem Spiel, das Maskottchen Bully, die Spieler… Alles war neu und auch ich hab die Situation genossen, mit ihm sein erstes Spiel zu erleben. Obwohl es dann zum Ende doch etwas viel für ihn wurde und er bei der Pressekonferenz einschlief. Ob es nun an der fortgeschrittenen Zeit oder den langen Ausführungen von Larry Mitchell lag, weiß ich nicht. Wenn man mit so einem jungen Menschen beim Eishockey ist, macht man sich natürlich auch Gedanken und geht nochmal in der Zeit zurück. Zum Beispiel, dass die o2 World mittlerweile genauso alt ist wie er. Oder, dass das erste Eisbären Heimspiel in der o2 World auch gegen die Ausgburger Panther war und die Eisbären damals sensationell 11:0 gewannen.

Das letzte Spiel der Woche fand am Sonntag, 23. November in Nürnberg statt. Dort konnten die Berliner nur das erste Drittel durch ein Tor von Mark Bell für sich entscheiden. Die restlichen beiden Drittel gingen an die IceTigers, die am Ende 3:1 gewinnen konnten.

Trivelatto wieder zurück
Auf der Pressekonferenz nach dem 1:0 Sieg gegen Wolfsburg kündigte Jeff Tomlinson an, dass man sofort den italienischen Nationalspieler Alex Trivelatto aus Dresden (2. Liga) zurückholen werde, damit er nach dem Ausfall von Constantin Braun die Verteidigung der Berliner ergänzen kann.

OSC Berlin und FASS Berlin
Die Eisladies begannen nach ihrer Spielpause ganz stark mit zwei Erfolgen in Garmisch. Das erste Spiel gegen den SC Garmisch-Patenkirchen am 15. November wurde 14:0 gewonnen. Tags darauf gingen die Damen mit einem 5:2 Sieg in der Tasche in Garmisch vom Eis. Am 22. und 23. November spielten die Zweiten der DFEL beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer ESC Planegg/Würmtal in Grafing. Beide Partien verloren die Eisladies. Das erste Spiel allerdings erst im Penaltyschiessen mit 3:2. Die zweite Partie ging etwas deutlicher aus. Mit 4:1 mussten sich die Berlinerinnen den Spitzenreiterinnen geschlagen geben.

Die Jungs von FASS Berlin „haben den Monat voll“. Seit mehr als einen Monat konnten sie keinen Sieg mehr für sich verbuchen. Der letzte Erfolg war das 5:2 bei Tornado Niesky am 18. Oktober. Am 14. November, nach meiner letzten Kolumne, verloren die Akademiker 2:5 zu Hause gegen EHC Thüringen Erfurt Black Dragons und am 23. November gegen EHV Schönheide 09 mit 3:6 im heimischen Wellblechpalast. Alle weiteren Heimspiele trägt FASS Berlin laut Website statt in Hohenschönhausen nun im Wedding im Erika-Heß-Eisstadion aus.

Vorgeschmack
In der nächsten Ausgabe von #WallysHockeyCorner gibt es einen Bericht vom Skaterhockey Team Stratus aus Hohenschönhausen.

Ciao and Take care!

Wally #WHC

Original erschienen bei lichtenbergmarzahnplus.de